Neue Auftraggeber: Kunst, Beteiligung, lokale Politik Künstlerhaus Stuttgart

Hier gibt es gleich zwei Termine:

FriedenauMittwoch, 8. Dezember 2010, 18 Uhr
Ort: Gaststätte Friedenau, Rotenbergstr.127, 70190 Stuttgart Ost

Anfahrt: restaurant-theater-friedenau/Anfahrt

Mittwoch, 15. Dezember 2010, 19.30 Uhr
Ort: Kunsthalle Göppingen, Marstallstr. 55, 73033 Göppingen

Abfahrt: maps.google/Kunsthalle Göppingen

Im Rahmen der Pilotprojekte des europäischen Netzwerks „Neue Auftraggeber“ lädt das Künstlerhaus Stuttgart zu zwei offenen Gesprächsrunden in Stuttgart-Ost und Göppingen ein. Bürgerinnen und Bürgern, Gruppen, Initiativen oder Vereine sind eingeladen, gemeinsam mit eingeladenen Gästen über lokale Anliegen und Ideen für mögliche künstlerische Projekte im lokalen Zusammenhang zu diskutieren.

Gäste und Moderatoren der Veranstaltung in Stuttgart-Ost sind Martin Körner (Bezirksvorsteher Stuttgart-Ost), Wolfram Isele (Künstler, ehemaliger Leiter des WERK e.V. Stuttgart- Ost), Theo Härtner (Architekt) und Dietrich Heißenbüttel (Kunsthistoriker und Journalist). In Göppingen nehmen an der Diskussion unter anderem Werner Meyer (Direktor, Kunsthalle Göppingen), Susanne Jakob (Kuratorin, Kunstverein Nürtingen) und Anita Jaumann (Kunstverein Göppingen) teil.

Mit den „Neuen Auftraggebern“ startet in Stuttgart ein Pilotprojekt, das Bürger, Künstler und Vermittler zu einer gemeinsamen Gestaltungsarbeit zusammenbringen will. Das Programm „Neue Auftraggeber“ wurde 1993 in Frankreich initiiert und realisierte dort bereits mehr als 200 Projekte. Neben anderen europäischen Ländern wird das Programm nun auch in Deutschland eingeführt.

Das Künstlerhaus Stuttgart, das 1978 von Künstlern gegründet wurde und sich seitdem zu einer national wie international renommierten Institution für Gegenwartskunst entwickelt hat, wurde im letzten Jahr neben vier weiteren Ausstellungshäusern in Deutschland ausgewählt, an dem Programm „Neue Auftraggeber“ teilzunehmen. Mit dem Projekt soll Bürgern die Möglichkeit gegeben werden, ihre Anliegen, Themen oder Konflikte – seien sie politischer, sozialer oder kultureller Natur – in Zusammenarbeit mit Künstlern und Vermittlern in Kunstprojekte umzusetzen. Die Bürger selbst werden zu den „Neuen Auftraggebern“ der Werke, Kunst kann auf diese Weise eine bessere gesellschaftliche Integration erfahren.

„Neue Auftraggeber“ ist ein Programm des Vereins Neue Auftraggeber e.V. in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung. Weitere Partner sind die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. und die Fondation de France.

Zum Programm „Neue Auftraggeber“

Das Programm basiert auf drei Schritten:

1 Die Bürger haben ein gemeinsames Anliegen, das in Gesprächen mit einem Vermittler präzisiert und genau formuliert wird. Der Vermittler in Stuttgart ist der Leiter des Künstlerhauses, Axel J. Wieder, der daraufhin einen Künstler oder eine Künstlerin vorschlägt, die den Anforderungen und dem Kontext entspricht.

2 Wenn sich der vorgeschlagene Künstler für das spezifische Anliegen interessiert, treffen sich Auftraggeber, Künstler und Vermittler mehrmals, um über das Anliegen und seine Umsetzung zu diskutieren. Aus diesen Gesprächen entsteht ein Entwurfsvorschlag des Künstlers.

3 Nach Annahme des Entwurfs wird gemeinsam mit dem Vermittler (finanzielle) Unterstützung von Seiten der Politik und Wirtschaft gesucht, um das Projekt zu realisieren. Die Auftraggeber, der Künstler und der Vermittler sind bis zur Fertigstellung am Projekt beteiligt.

Weitere Informationen zu den Neuen Auftraggebern unter www.newpatrons.eu
Kontakt:
Künstlerhaus Stuttgart – Axel Wieder, Regina Fasshauer
aw(at)kuenstlerhaus.de, rf(at)kuenstlerhaus.de
Tel: +49 (711) 6157470

Fotos, Klaus

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