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Am 8. September: Seilbahn macht mit beim Tag des offenen Denkmals

Info, SSB

„Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ lautet das diesjährige Motto beim bundesweiten Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 8. September. Das klingt fast wie gemünzt auf die Heslach-Degerlocher Seilbahn der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB): Die war zwar anno 1914 im schönsten Jugendstil geplant worden, mit türmchengeschmückten Stationsgebäuden und dekorativ verzierten Wagen, um der Wohlhabenheit, wirtschaftlichen und gestalterischen Potenz der Landeshauptstadt sichtbaren Ausdruck zu geben. Doch der Erste Weltkrieg machte dem Bau zunächst den Garaus. Erst 15 Jahre und unzählige Planungsvarianten weiter kam die kleine Schienenseilbahn dann im Jahr 1929 doch noch endlich aufs Gleis: nunmehr schlicht, bescheiden und unauffällig, mit möglichst kurzer Streckenlänge und geringstem Eingriff ins Gelände. Nicht nur die reine Funktion bei geringsten Kosten hatte nun Vorrang – der vollzogene gesellschaftliche Wandel und die wirtschaftliche Not während und nach dem Krieg legte es nun einer Kommune nahe, bei öffentlichen Bauten gezielt Zurückhaltung zu zeigen. Schließlich war der nüchterne, rationelle, zeitlose Baustil, dennoch nicht ohne Eleganz, bereits zum Markenzeichen dieser neuen Epoche geworden.

Doch der zweite große Umbruch in der Chronik der steilen Stuttgarter Bergbahn kam drei Generationen später, kurz nach der Jahrtausendwende: Neue Sicherheitsvorschriften drohten den Fortbestand des Seilbahnverkehrs jäh zu unterbinden. Es herrschte allgemeine Ratlosigkeit: Große technische Eingriffe, Denkmalschutz, Forstrecht und hohe Investitionen schienen sich gegenseitig auszuschließen. Dann fand ein Ingenieur aus der Schweiz überraschend doch noch eine salomonische bauliche Lösung, und so konnte ‚Stuttgart Cable Car‘, heute schon eine internationale Touristenattraktion, 2004 nach großer, aber behutsamer Sanierung wieder in Betrieb gehen.

Wie es 1929 die Planer der SSB und die Konstrukteure der Maschinenfabrik Esslingen (ME) geschafft haben, durch einen Sprung im technischen Fortschritt den Gutteil der Betriebskosten einzusparen und die Heslacher Seilbahn doch möglich zu machen, erläutert Rüdiger Walz, der Betriebsleiter, bei seinen Führungen am Tag des offenen Denkmals. Er zeigt auch, mit welchen neuen technischen Finessen es 2004 gelungen ist, dass die Bahn für das 21. Jahrhundert fit gemacht werden konnte.

Standseilbahn (Seilbahn auf Schienen) Heslach – Degerloch (Südheimer Platz – Waldfriedhof):

Technikführung (Maschinenraum in der Bergstation): am Vor- und Nachmittag in Kleingruppen etwa alle 45 Minuten, Dauer gut 30 Minuten. Auch Einzelpersonen können teilnehmen. Enger Raum, steile Treppe – griffige Schuhe sind nötig. Teilnahme nur nach Voranmeldung bei der SSB-Pressestelle unter Telefon 0711 / 7885-2686.

Bergstation | Eugen-Dolmetsch-Straße/Am Waldfriedhof 6, vor dem Haupteingang zum Waldfriedhof rechterhand.

Abfahrt | Die Heslacher Seilbahn fährt täglich, nicht nur am Denkmalstag. Alle 20 Minuten (Minute 10, 30 und 50) von 9 bis kurz vor 18 Uhr. Bei großem Andrang zusätzliche Fahrten.

Tarif | Es gilt der VVS-Tarif. Einfache Fahrt: Kurzstrecke lösen (Taste K). Wer schon eine für die Zone 1 gültige VVS-Tages- oder Zeitkarte hat, kann mit dieser auch auf der Seilbahn fahren. Ebenso gelten Regionalangebote wie das Baden-Württemberg-Ticket und das Metropolticket.

Standseilbahn
Die Wagen einer Standseilbahn stehen und fahren auf Schienen, im Gegensatz zu einer Schwebeseilbahn, deren Gondeln durch die Luft gezogen werden. Die Standseilbahn arbeitet nach dem Prinzip des gegenseitigen Gewichtsausgleichs, wie die Eimer an einem Ziehbrunnen. Sie ist daher ein sehr energieeffizientes Verkehrsmittel. Die Urform der Standseilbahn ist die schon aus dem Spätmittelalter bekannte Baustellenseilbahn, „Bremsberg“ genannt. Baden-Württemberg ist mit sieben solcher Betriebe das Land der Standseilbahnen. Nur Österreich und Schweiz haben noch mehr.

Fotos, Blogarchiv

Stuttgart-Süd: Seilbahn wegen Revisionsarbeiten außer Betrieb 13. bis 29. Mai 2019

Info der

Von Montag, 13. Mai 2019, Betriebsbeginn, bis Mittwoch, 29. Mai 2019, Betriebsschluss, kann die Seilbahn wegen Revisionsarbeiten nicht fahren.
Ein Seilbahnersatzverkehr mit Bussen zwischen den Haltestellen Südheimer Platz und Waldfriedhof wird eingerichtet.

Seilbahnersatzverkehr im 30 Minuten-Takt:

Erste Abfahrt

ab Südheimer Platz: 9:00 Uhr
ab Waldfriedhof: 9:10 Uhr

Letzte Abfahrt

ab Südheimer Platz: 18:00 Uhr
ab Waldfriedhof: 18:10 Uhr

Ersatzhaltestellen:

Die Ersatzhaltestelle Südheimer Platz befindet sich an der Talstation der Seilbahn.
Die Ersatzhaltestelle Waldfriedhof befindet sich auf dem Parkplatz des Waldfriedhofs.

Foto, Sabine

Seilbahn wegen Revisionsarbeiten außer Betrieb (13. – 29. Mai)

Info SSB

Von Montag, 13. Mai 2019, Betriebsbeginn, bis Mittwoch, 29. Mai 2019, Betriebsschluss, kann die Seilbahn wegen Revisionsarbeiten nicht fahren.
Ein Seilbahnersatzverkehr mit Bussen zwischen den Haltestellen Südheimer Platz und Waldfriedhof wird eingerichtet.
Seilbahnersatzverkehr im 30 Minuten-Takt:

Erste Abfahrt
  • ab Südheimer Platz: 9:00 Uhr
  • ab Waldfriedhof: 9:10 Uhr

Letzte Abfahrt

  • ab Südheimer Platz: 18:00 Uhr
  • ab Waldfriedhof: 18:10 Uhr
Ersatzhaltestellen:
  • Die Ersatzhaltestelle Südheimer Platz befindet sich an der Talstation der Seilbahn.
  • Die Ersatzhaltestelle Waldfriedhof befindet sich auf dem Parkplatz des Waldfriedhofs.

Foto, Blogarchiv Sabine

Seilbahnspaziergang mit der SPD – Sonntag, 7. April 2019 von 09:30 bis 11:00

Kommt alle am 7.4. um 9.30 Uhr zur Wiese vor der Villa Berg. Dann zeigen wir Euch wie und wo eine Seilbahn Stuttgart-Ost helfen kann.

SPD Stuttgart-Ost weist den Weg für Seilbahn

Sichtbar machen, was sein könnte: Dieses Ziel verfolgt die aktuelle Aktion der SPD Stuttgart-Ost. Entlang der möglichen Seilbahnstrecke, die den Stuttgarter Osten mit dem Theaterhaus im Norden verbinden soll, hat der Ortsverein Plakate aufgehängt. Sie zeigen den Passanten, dass hier eine neue Dimension des öffentlichen Personen-Nahverkehrs möglich ist.

Daniel Campolieti, Vorsitzender der SPD Stuttgart-Ost, ist zuversichtlich: „Als die SPD im Stuttgarter Osten diese Idee vor einigen Jahren noch alleine verfochten hatte, wurden wir noch belächelt. Nun zeigt sich, dass die Idee eine Prüfung durch das Rathaus wert ist.“ Christiane Albrecht, ebenfalls wie Campolieti Kandidatin für den Gemeinderat, ergänzt: „Wichtig ist, dass die Strecke weiter führt als bloß bis zum Ostendplatz: Hoch zur Waldebene Ost, am besten über den Plettenberg.“

Auch über mögliche Haltestellen haben sich die Beiden schon Gedanken gemacht. „Das Wohngebiet Plettenberg könnte so endlich auch an den ÖPNV angeschlossen werden“, sagt Daniel Campolieti. Und Christiane Albrecht sagt: „Eine Haltestelle am Friedhof Gaisburg und bei der Herz-Jesu-Kirche wäre sicher eine echte Verbesserung.“

Für so ein Projekt ist die Diskussion mit den Bürgern unerlässlich. Deshalb verbindet die SPD die Kommunalpolitik mit dem Geselligen und veranstaltet am Sonntag, 7. April, einen Streckenspaziergang entlang der möglichen Trasse. Bereits um 9.30 Uhr geht es los von der Wiese vor der Villa Berg aus hoch zum Waldheim Raichberg – eine gute Gelegenheit, die Kandidaten der Ost-SPD kennen zu lernen.

Außerdem wird der Aufstieg mit einem Fest belohnt: Der Waldheimverein eröffnet am 7. April die Spielplatzsaison. Die körperliche Anstrengung wird mit der Aussicht auf den Brunch im Waldheim aufgewogen – und mit der Hoffnung, möglichst bald mit der Seilbahn gemütlich auf die Waldebene gondeln zu können.

Flyer, SPD August/2018 leinen-los-fuer-seilbahn-diskussion
Info: facebook.com/events/

Fotos und Bericht zum Spaziergang facebook.com/SPDStuttgart Ost

9.9.18 Seilbahn macht mit beim Tag des offenen Denkmals – Technikführung in den „Keller“

Pressemitteilung der SSB

„Entdecken, was uns verbindet“ lautet das diesjährige Motto beim bundesweiten Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 9. September. Das passt eigentlich auch zur Heslach-Degerlocher Seilbahn der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB): Die war zwar anno 1914 im schönsten Jugendstil geplant worden, mit türmchengeschmückten Stationsgebäuden und dekorativ verzierten Wagen, um der Wohlhabenheit, wirtschaftlichen und gestalterischen Potenz der Landeshauptstadt sichtbaren Ausdruck zu geben. Doch der Erste Weltkrieg machte dem Bau zunächst den Garaus. Erst 15 Jahre und unzählige Planungsvarianten weiter kam die kleine Schienenseilbahn dann im Jahr 1929 doch noch endlich aufs Gleis: nunmehr schlicht, bescheiden und unauffällig, mit möglichst kurzer Streckenlänge und geringstem Eingriff ins Gelände. Nicht nur die reine Funktion bei geringsten Kosten hatte nun Vorrang – der vollzogene gesellschaftliche Wandel und die wirtschaftliche Not während und nach dem Krieg legte es nun einer Kommune nahe, bei öffentlichen Bauten gezielt Zurückhaltung zu zeigen. Schließlich war der nüchterne, rationelle, zeitlose Baustil, dennoch nicht ohne Eleganz, bereits zum Markenzeichen dieser neuen Epoche geworden.

Wie es 1929 die Planer der SSB und die Konstrukteure der Maschinenfabrik Esslingen (ME) geschafft haben, durch einen Sprung im technischen Fortschritt den Gutteil der Betriebskosten einzusparen und die Heslacher Seilbahn doch möglich zu machen, erläutern Rüdiger Walz, der Betriebsleiter, und sein Alt-Vorgänger Dietmar Pfeiffer bei ihren Führungen am Tag des offenen Denkmals. Sie zeigen auch, mit welchen neuen technischen Finessen es 2004 gelungen ist, dass die Bahn nicht aufgegeben werden musste, sondern für das 21. Jahrhundert fit gemacht werden konnte.

Standseilbahn (Seilbahn auf Schienen) Heslach – Degerloch (Südheimer Platz – Waldfriedhof):

Technikführung (Maschinenraum in der Bergstation): am Vor- und Nachmittag in Kleingruppen etwa alle 45 Minuten, Dauer gut 30 Minuten. Auch Einzelpersonen können teilnehmen. Enger Raum, steile Treppe – griffige Schuhe sind nötig. Teilnahme nur nach Voranmeldung bei der SSB-Pressestelle unter Telefon 0711 / 7885-2686.

Bergstation | Eugen-Dolmetsch-Straße/Am Waldfriedhof 6, vor dem Haupteingang zum Waldfriedhof rechterhand.

Abfahrt | Die Heslacher Seilbahn fährt täglich, nicht nur am Denkmalstag. Alle 20 Minuten (Minute 10, 30 und 50) von 9 bis kurz vor 18 Uhr. Bei großem Andrang zusätzliche Fahrten.

Tarif | Es gilt der VVS-Tarif. Einfache Fahrt: Kurzstrecke lösen (Taste K). Wer schon eine für die Zone 10 gültige VVS-Tages- oder Zeitkarte hat, kann mit dieser auch auf der Seilbahn fahren. Ebenso gelten Regionalangebote wie etwa das Schöne-Wochenende-Ticket, Baden-Württemberg-Ticket und Metropolticket.

Fotos, Blogarchiv

Leinen Los für Seilbahn-Diskussion

Posted by Klaus on 12th August 2018 in In und um Gablenberg herum, Vereine und Gruppen

Pressemitteilung der SPD Stuttgart Ost

SPD Stuttgart-Ost regt Anbindung des Plettenbergs per Seilbahn an

Die Seilbahn-Diskussion beflügelt die Bürger. Dies hat die SPD Stuttgart-Ost bei der Langen Ostnacht erlebt. Ein Bürgervorschlag soll nun nach dem Wunsch der Ost-SPD die Autoren der Machbarkeitsstudie zur Seilbahn beschäftigen: Es geht um die Anbindung des Plettenbergs.

Eine Seilbahn im Osten? Was vor ein paar Jahren für ungläubiges Staunen sorgte, gehört heute zu den ernsthaft diskutierten Alternativen für den öffentlichen Personennahverkehr in Stuttgart. Die SPD Stuttgart-Ost verfolgt seit Jahren die Idee der Seilbahn, und das nicht ohne Grund. „Wir fordern schon seit 2016 eine Anbindung der Waldebene Ost an den Ostendplatz“, sagt der Vorsitzender der Ost-SPD, Daniel .

Die Notwendigkeit einer Verbindung liegt für den Bezirksbeirat auf der Hand: „Jetzt wurde bekannt, dass die SSB den Probeverkehr der Buslinie 64 von der Haltestelle Stelle zur Waldebene Ost nicht weiterführt. Dann fahren Sportler wieder mit dem Auto zum Training zu den Sportstätten“, kritisiert Campolieti. Eine sinnvolle Verbindung könne die Seilbahn-Verlängerung bieten. „Statt umständlich mit dem Bus auf die Waldebene zu fahren oder ab Dezember sogar mit dem Auto, würde eine Seilbahn eine tolle Verbindung schaffen.“ So würde die Waldebene endlich ordentlich an den Stadtbezirk angebunden. Campolieti: „Die Attraktivität des Naherholungsgebietes hätte die Anbindung verdient.“

Auch die Bürgerinnen und Bürger des Stadtbezirks machen sich Gedanken über die Seilbahn. Bei der Langen Ost Nacht zum Beispiel haben Besucher intensiv mit den Genossen über dieses Thema diskutiert. „Es kamen spannende Ideen, welche Route eine Seilbahn nehmen könnte,“ sagt Campolieti. Ein Bürger habe zum Beispiel eine Seilbahn-Anbindung des Plettenbergs angeregt, ein Gebiet abseits des ÖPNV-Versorgung. „Diesen Vorschlag greifen wir gerne auf und geben ihn an die Autoren der Machbarkeitsstudie zur Seilbahn weiter,“ versichert der Ortsvereinsvorsitzende. Für Campolieti bieten Seilbahnen eine gute Alternative für den ÖPNV: „In der Kesselstadt kommen wir langsam an die Grenzen des Nahverkehrs. Deshalb müssen wir eine weitere Dimension in unsere Überlegungen einbeziehen,“ und das sei der Transport an der Stahlseil-Trasse. Campolieti: „Und wenn wir so den Plettenberg mit dem ÖPNV-Lasso in den Stadtbezirk holen – umso besser“

Freundliche Grüße

Daniel Campolieti
Stv. Vorsitzender SPD Stuttgart
Vorsitzender SPD Stuttgart-Ost

Flyer SPD Stuttgart Ost

Siehe auch: Links zum Thema Seilbahn im Blog

Links zum Thema Seilbahn im Blog

waldebene-ost-an-oepnv-anbinden

mitmachen-spd-ost-ruft-die-anwohner-von-s-ost-und-besucher-der-waldebene-ost-auf

seilbahn-idee-vom-hauptbahnhof-zur-uhlandshoehe-oder-zum-kriegsbergturm

ausschuss-fuer-umwelt-und-technik-beschliesst-staedtische-machbarkeitsstudie-zu-luftseilbahnen

urbane-seilbahnverbindungen-vaihingen-moehringen-und-pragsattel-ostendplatz-untersuchen-und-verwertbare-erkenntnisse-schnell-generieren

seilbahn-studie-fuer-baden-wuerttemberg-vorgestellt

seilbahn-zur-waldebene-ost-in-den-nahverkehrsentwicklungsplan-aufgenommen

bezirksbeirat-ost-spricht-sich-auf-antrag-der-spd-fuer-nord-ost-tangentiale-und-seilbahnmachbar-keitsstudie-aus

stadtbezirke-nord-und-ost-mit-seilbahn-verbinden

Foto, Blogarchiv Sabine

Ausschuss für Umwelt und Technik beschließt städtische Machbarkeitsstudie zu Luftseilbahnen

Posted by Klaus on 10th Juli 2018 in Allgemein

Info der Stadt Stuttgart

Die Planungen für eine Luftseilbahn in Stuttgart gehen voran: Der Ausschuss für Umwelt und Technik hat am Dienstag, 10. Juli, einstimmig die Ausschreibung einer Machbarkeitsstudie beschlossen. Die Studie soll klären, wie eine Luftseilbahn als Teil des ÖPNV-Systems umgesetzt werden kann.
Konkret geht es dabei um die Prüfung von vier Trassen: Vaihinger Bahnhof bis „Eiermann-Campus“ bzw. Flughafen, Pragsattel bis Ostendplatz, Degerloch bis Plieningen sowie Innenstadt zum Mercedes-Benz Museum über den Cannstatter Wasen. Dabei war es dem Ausschuss für Umwelt und Technik wichtig, dass die Prüfung der Machbarkeit der beiden Strecken in Vaihingen sowie vom Pragsattel zum Ostendplatz zuerst untersucht werden sollen.

Der Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Peter Pätzold, sagte: „Wir halten Luftseilbahnen für eine gute Ergänzung im ÖPNV. Jetzt müssen sowohl streckenunabhängige Aspekte geklärt werden, wie Sicherheit, Lärmemission oder die Eingliederung in den Verkehrsverbund, als auch Fragen, wo die Trassen konkret verlaufen können, wo die Stützen möglicherweise hinkommen oder wo die Stationen sind. Gleichzeitig müssen die Investitions- und Betriebskosten genau untersucht werden. Unser Ziel ist aber ganz klar die Umsetzung.“

Die Machbarkeitsstudie ist eine Maßnahme aus dem Bündnis für Mobilität und Luftreinhaltung. Das Bündnis aus den Gemeinderatsfraktionen von CDU, Bündnis 90/DIE GRÜNEN und SPD hatte im Juni 2017 einen Grundsatzbeschluss zur Verbesserung der Mobilität und Luftreinhaltung in Stuttgart gefasst. Eine der vorgesehenen Maßnahmen war, zu untersuchen, wie Luftseilbahnen als Teil des ÖPNV in Stuttgart zur Entlastung des Verkehrs beitragen können.

Die städtische Studie wurde zunächst zurückgestellt, nachdem das Land Baden-Württemberg eine eigene Studie zu urbanen Luftseilbahnen mit dem Titel „Hoch hinaus in Baden-Württemberg“ erarbeiten ließ. Die Ergebnisse dieser Studie hat das Land am Montag, 9. Juli, im Stuttgarter Rathaus vorgestellt. Dabei ging es um Chancen, aber auch um Hemmnisse von urbanen Luftseilbahnen.

Auf Grundlage der Landesstudie wird die Stadt nun eine Machbarkeitsstudie zur Untersuchung der Umsetzung der vier vorgeschlagenen Routen im Stadtgebiet Stuttgart öffentlich ausschreiben. Das Land hat dabei eine Beteiligung an der Machbarkeitsstudie in Aussicht gestellt.

Foto, Blogarchiv Sabine

Beitrage zur Seilbahn

Siehe auch: stuttgarter-zeitung.de/verkehr-in-stuttgart-seilbahn-planungen-werden-priorisiert

Urbane Seilbahnverbindungen Vaihingen – Möhringen und Pragsattel – Ostendplatz untersuchen und verwertbare Erkenntnisse schnell generieren

Posted by Klaus on 10th Juli 2018 in In und um Gablenberg herum, Stuttgart

Antrag der Stadträtinnen/Stadträte – Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN-Gemeinderatsfraktion

Vaihingen – Möhringen
Der Stadtbezirk Vaihingen entwickelt sich rasant. Orte dieser Entwicklung sind besonders der Synergiepark Vaihingen-Möhringen, in dem aktuell große Investitionsvorhaben mit langfristig bis zu 18.000 zusätzlichen Beschäftigten in Planung sind, und der Garden Campus, ein eigener Stadtteil, der auf dem früheren IBM-Gelände ab 2020 mit dem Bau von rund 1.400 Wohneinheiten für 4.000 Menschen entstehen wird.
Die schon heute in Vaihingen erheblichen Probleme aus dem Verkehr mit den täglichen Staus auf der Haupt- und der Nord-Süd-Straße werden durch diese Entwicklungen drastisch verschärft. Angesichts des bereits heute überlasteten Straßennetzes sind dringend zeitnahe Mobilitäts-Alternativen zu schaffen.
Eine Möglichkeit, diese Probleme zu lösen, könnte in einer urbanen Seilbahn liegen, deren Prüfung wir beantragt haben und der bereits mehrere Akteure in Vaihingen positiv gegenüberstehen.
Auch wenn sie kulturell und planerisch noch nicht richtig angekommen sind und sicher nicht überall sinnvoll eingesetzt werden können: Urbane Seilbahnen können Teil eines ÖPNVNetzes werden. Sie sind leise, platzsparend, fahren kontinuierlich und mit einer in der Regel guten Ökobilanz im Vergleich zu anderen öffentlichen Verkehrssystemen.
Nachdem die Landeshauptstadt Stuttgart die Seilbahnstudie des Landes für Baden-Württemberg abgewartet hat, ist es nun dringend geboten, die konkrete Machbarkeit für Vaihingen zu prüfen, für die der Gemeinderat bereits vor einem Jahr Geld bereitgestellt hat.
Sollte die Untersuchung die Machbarkeit und entlastende Wirkung einer Seilbahn in Vaihingen belegen, hat dies auch einen erheblichen Einfluss auf die weiteren Planungen im Verkehrsstrukturplan Vaihingen. Daher werden die Ergebnisse der Untersuchung für Vaihingen schnell benötigt. Wir wollen deswegen, dass entsprechend unseres Antrags „Riesenentwicklung in Vaihingen“ und des überfraktionellen Grundsatzbeschlusses „Bündnis für Mobilität und Luftreinhaltung“ eine Seilbahn in Vaihingen mit höchster zeitlicher Priorität untersucht wird. Verschiedene Trassen-Varianten müssen in Vaihingen geprüft werden, dazu muss ein guter und breiter Bürgerbeteiligungsprozess konzipiert und durchgeführt werden.

Pragsattel – Ostendplatz
Im Nahverkehrsentwicklungsplan (Stand 8. Mai 2018) der Landeshauptstadt Stuttgart wird als weiteres denkbares Luftseilbahn-Projekt die Verbindung Pragsattel – Mittnachtstraße SBahn – Mineralbäder – Ostendplatz aufgeführt. Auch bei dieser Verbindung würde die dafür errechnete Fahrgastnachfrage eine intensivere Prüfung der Planungsansätze rechtfertigen.
Diese Trasse sollte daher mit zweiter Priorität untersucht werden.

Wir beantragen:
1. Die technische und wirtschaftliche Machbarkeit einer urbanen Seilbahn in Vaihingen – beginnend von einem P+R-Parkhaus an der A8 oder an der Nord-Süd-Straße über den Synergiepark Vaihingen-Möhringen zum Regionalbahnhalt Vaihingen mit den Erweiterungsoptionen Garden Campus und Flughafen – wird prioritär untersucht.
2. Aufgrund der potentiell hohen Fahrgastnachfrage wird die tangentiale Verbindung Pragsattel – Mittnachtstraße S-Bahn – Mineralbäder – Ostendplatz ebenfalls zeitnah und intensiv geprüft.
3. Die beiden weiteren in der Diskussion stehenden und vermutlich komplexeren Luftseilbahn-Verbindungen „Stadtbahnhalt Peregrinastraße über Hoffeld, Asemwald und Birkach zur Uni Hohenheim und Plieningen“ und „von Daimler über den Wasen zu den Mineralbädern und durch den Schlossgarten in die City“ haben nicht die Dringlichkeit wie die unter 1) und 2) genannten Projekte und können nachrangig untersucht werden.
4. Im Beteiligungsbeirat wird dargestellt, wie eine begleitende Bürgerinformation bzw. -beteiligung konzipiert wird.
5. Dieser Antrag wird im Ausschuss für Umwelt und Technik am 10.07.2018 zur Abstimmung gestellt.

Unterzeichnet:
Anna Deparnay-Grunenberg, Beate Schiener

Foto, Blogaarchiv Sabine

Beitrage zur Seilbahn

Siehe auch: stuttgarter-zeitung.de/verkehr-in-stuttgart-seilbahn-planungen-werden-priorisiert

Seilbahn-Studie für Baden-Württemberg vorgestellt

Posted by Klaus on 9th Juli 2018 in Allgemein

PM – Ministerium für Verkehr

Innerstädtische Seilbahnen können das öffentliche Verkehrssystem entlasten und verstärken. Welche Möglichkeiten urbane Seilbahnen bieten, sollte deshalb in einem Pilotprojekt untersucht werden, empfiehlt eine Studie des Verkehrsministeriums. In Stuttgart wird derzeit geprüft, ob der öffentliche Nahverkehr durch eine oder mehrere Seilbahnen ergänzt werden kann.

Innerstädtische Seilbahnen können das öffentliche Verkehrssystem entlasten und verstärken. Dabei hängt ihr Potenzial von den örtlichen Gegebenheiten ab. Welche Möglichkeiten urbane Seilbahnen bieten, sollte deshalb in einem Pilotprojekt untersucht werden, empfiehlt eine Studie des Verkehrsministeriums, die Minister Winfried Hermann im Beisein des Stuttgarter Städtebau-Bürgermeisters Peter Pätzold im Stuttgarter Rathaus vorstellte. In der Landeshauptstadt wird derzeit geprüft, ob der öffentliche Nahverkehr durch eine oder mehrere Seilbahnen ergänzt werden kann.

Minister Hermann sagte: „Seilbahnen sind eine gute Möglichkeit, den öffentlichen Nahverkehr auszubauen. Dabei ist es wichtig, sie durch gute Umsteigemöglichkeiten von Bus, Bahn und Rad in den bestehenden öffentlichen Verkehr zu integrieren. Urbane Seilbahnen können mit einem vergleichsweise geringen Flächenverbrauch das Angebot der öffentlichen Verkehrsmittel dort erweitern, wo der Ausbau anderer Verkehrsträger zu teuer oder gar nicht mehr möglich ist. Wir freuen uns deshalb mit der vor wenigen Wochen fertiggestellten Machbarkeitsstudie ‘Hoch hinaus in Baden-Württemberg‘ die aktuellen Ergebnisse eines Förderprojektes in die Diskussion einbringen zu können.“

Für eine mögliche Realisierung hat das Land im Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) eine Fördermöglichkeit geschaffen. In Deutschland gibt es bislang keine Erfahrungen mit einer urbanen Seilbahn, die in den öffentlichen Nahverkehr eingebunden sei.

In der Studie geht es um die Frage, warum Seilbahnen für den öffentlichen Nahverkehr interessant sind. Insbesondere auf nachfragestarken Punkt-zu-Punkt-Verbindungen mit möglichst wenigen Zwischenstationen können Seilbahnen ihre Vorteile ausspielen. Urbane Seilbahnprojekte waren aber bisher häufig schlecht mit sonstigen öffentliche Nachverkehrsplanungen abgestimmt, außerdem fehlen Referenzprojekte in Deutschland. Bei den Workshops mit Bürgern zu diesem Thema wurde deutlich, dass die gründliche Auseinandersetzung mit Potenzialen und Schwierigkeiten urbaner Seilbahnen Voraussetzung für das Vertrauen in das neue Verkehrsmittel ist.

Die Projektergebnisse zeigen, dass Seilbahnen kein Allheilmittel für die Lösung urbaner Verkehrsprobleme und für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs sind. Trotz ihrer Potenziale hängt der Nutzen urbaner Seilbahnprojekte sehr von den lokalen Gegebenheiten ab. Die grundsätzliche Offenheit gegenüber dem Thema zeigt jedoch, dass die gründliche Prüfung sich lohnt. Entscheidend ist, dass ein Projekt verwirklicht wird, da es in Deutschland noch keine urbane Seilbahn gibt. Nur mit der Realisierung einer Seilbahn im öffentlichen Nahverkehr kann der Nutzen getestet werden.

Die Stadt Stuttgart hat großes Interesse daran, Seilbahnen in den öffentlichen Nahverkehr zu integrieren und damit eine Vorreiterrolle im Land einzunehmen. Der Stuttgarter Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Peter Pätzold, sagte am Montag: „Die Stadt Stuttgart sieht in urbanen Seilbahnsystemen einen wichtigen Beitrag zum ÖPNV und einer nachhaltigen Mobilität, den es zu untersuchen gilt. Aufbauend auf der vorliegenden Landesstudie will die Stadt jetzt eine Machbarkeitsstudie zu vier möglichen Seilbahnstrecken vergeben. Das Ziel ist es, urbane Seilbahnsysteme als Teil des ÖPNV einzurichten. Der Gemeinderat der Stadt Stuttgart hat im Rahmen des Bündnisses für Mobilität und Luftreinhaltung auch Gelder für eine Machbarkeitsstudie zur Verfügung gestellt und unterstützt damit diese Untersuchungen.“

Handlungsleitfaden

Auf Grundlage der Projektergebnisse beschreibt der Handlungsleitfaden die wichtigsten Themenbereiche bei urbanen Seilbahnprojekten:

  1. Relevanzprüfung und Vorplanung
    Hier geht es darum, lokale Problemlagen zu prüfen und die Einsatzbereiche urbaner Seilbahnen zu kennen sowie die Abstimmung mit der bestehenden Nahverkehrsplanung und mit sonstigen Rahmenbedingungen sicherzustellen.
  2. Planungsverfahren
    Hier sind die bestehenden Unsicherheiten bewusst zu machen und zeitliche und finanzielle Ressourcen für deren Klärung einzuplanen, um notwendige Entscheidungsgrundlagen und Variantenvergleiche schrittweise zu erarbeiten.
  3. ÖV-Integration
    Seilbahnen müssen im Zusammenspiel mit etablierten Verkehrsmitteln geplant werden, dazu sollten auch die jeweiligen Verkehrsbetriebe mit ihrer lokal vorhandenen Kompetenz einbezogen werden, schließlich müssen die Tarifintegration der Seilbahn sichergestellt und Sondertarife möglichst vermieden werden.
  4. Strukturen und Rahmenbedingungen
    Der fehlende Erfahrungsschatz muss schrittweise aufgebaut werden, zugleich besteht weiterhin Anpassungsbedarf bei den gesetzlichen Rahmenbedingungen für urbane Seilbahnen sowie bei seilbahnspezifischen Kriterien in Bewertungsverfahren.
  5. Bürgerbeteiligung und Kommunikation
    Gerade wegen ihrer Neuartigkeit sollten Probleme und Potentiale urbaner Seilbahnen vor Ort mit Bürgern diskutiert werden, um Alltagswissen zu nutzen. Dies erfordert transparente und offene Kommunikation im gesamten Planungsprozess und ist Grundlage für die zielführende Beteiligung Betroffener.

Foto, Blogarchiv David

Beitrage zur Seilbahn

Siehe auch: stuttgarter-zeitung.de/verkehr-in-stuttgart-seilbahn-planungen-werden-priorisiert