Archive for the ‘Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB’ Category

Bahn-Streik trifft ab Montagmorgen ganz Deutschland

Bei der Deutschen Bahn sollen Beschäftigte am Montagmorgen zwischen 5 Uhr und 9 Uhr ihre Arbeit niederlegen.

Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen am Vormittag angekündigt

Der Ausstand werde sowohl S-Bahnen, Regional- und Fernverkehr sowie die Güterbahn betreffen. Die Auswirkungen würden sich weit in den Tag hineinziehen.

Siehe hierzu auch swraktuell/Tarifverhandlungen-mit-der-Bahn-abgebrochen-Warnstreiks-in-der-Vorweihnachtszeit-moeglich,tarifverhandlung-bahn

Foto, Blogarchiv

 

Fahrplanwechsel bei der SSB am 9. Dezember

Posted by Klaus on 28th November 2018 in Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB, Stuttgart

Info der SSB

Ab Sonntagmorgen, 9. Dezember, gilt im Netz der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) der neue Jahresfahrplan 2019

Änderungen:

Innenstadt und S-Ost, Linie 42
In Fahrtrichtung Erwin-Schoettle-Platz wird das Angebot aufgrund der hohen Fahrgastnachfrage in S-Ost während Schultagen ab Gablenberg zwischen 6.30 Uhr und 8 Uhr auf einen Fünf-Minuten-Takt verdichtet.

S-Ost, Linie 45
Zur Erhöhung der Pünktlichkeit wird die Stichfahrt zur Haltestelle Mercedes-Benz-Welt auf die Hauptverkehrszeit beschränkt. Die Haltestelle Mercedes-Benz-Welt wird in Fahrtrichtung Bad Cannstatt von 7 bis 8.30 Uhr bedient, ebenso in Fahrtrichtung Buchwald von 16 bis 17.30 Uhr.

Frauenkopf, Linie 64
Der bis Dezember 2018 befristete Probebetrieb der Linie 64 mit der Verlängerung von Stelle nach Buchwald über die Waldebene Ost wird wegen der geringen Nachfrage nicht verlängert. Die Linie verkehrt ab 9. Dezember auf dem angestammten Linienweg Stelle – Frauenkopf.

Fellbach/Oeffingen – Untertürkheim, Linie 60
Die unterschiedlichen Fahrpläne zwischen Schultagen und Ferientagen wurden vereinheitlicht. Mit Ausnahme einzelner Verstärkerfahrten gelten zukünftig an Schul- und Ferientagen die gleichen Fahrpläne. Die Linie wird künftig im Auftrag der SSB durch die Firma Fischle bedient.

Weitere Infos: ssb-ag.de/kundeninformation/karten-plaene

Der ausführliche Fahrplanwechsel-Flyer zum Download:

Fotos, Blogarchiv Klaus

Stuttgart Ost – Von Stadtbahn erfasst – 76-Jährige verletzt

Polizeibericht

Eine 76 Jahre alte Seniorin ist am Montagnachmittag (26.11.2018) in der Neckarstraße von einer Stadtbahn gestreift und verletzt worden. Die 76-Jährige wollte gegen 14.50 Uhr an der Stadtbahnhaltestelle Stöckach die Gleise an einem Übergang überqueren und übersah dabei die in Richtung Innenstadt fahrende Stadtbahn der Linie U2. Die Bahn streifte die Frau am Kopf, schleuderte sie zu Boden und verletzte sie. Rettungskräfte kümmerten sich um die Frau und brachten sie in ein Krankenhaus. Die 37 Jahre alte Stadtbahnfahrerin erlitt einen Schock, Mitarbeiter eines Kriseninterventionsteams betreuten sie.

Siehe auch stuttgarter-zeitung.de/haltestelle-stoeckach-fussgaenger-erfasst-mehrere-stadtbahnlinien-unterbrochen

Symbolfoto, Blogarchiv Klaus

Der bwtarif startet zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2018

Posted by Klaus on 23rd November 2018 in Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB

Presseinfo, Ministerium für Verkehr

BWtarif Logo

Bild: © Ministerium für Verkehr Baden-Württember

Der neue landesweite Nahverkehrstarif „bwtarif“ ermöglicht preiswertes und unkompliziertes Reisen mit nur einem Ticket in ganz Baden-Württemberg. Zudem sinken die Preise für viele Verbindungen. Damit machen wir den Nahverkehr in Baden-Württemberg noch attraktiver.

In knapp zwei Wochen ist es soweit. Pünktlich zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2018 tritt der neue bwtarif in Kraft. Er ergänzt die bestehenden Verbundtarife, macht Fahrten über Verbundgrenzen hinweg einfacher und günstiger und stärkt so die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Baden-Württemberg. Bei einer Landespressekonferenz am 22. November in Stuttgart stellte Verkehrsminister Winfried Hermann die wesentlichen Merkmale des bwtarif vor. Auf dem Podium wurde er begleitet von Thomas Balser, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Tarif GmbH und Horst Windeisen, Geschäftsführer der Württembergischen Eisenbahn-Gesellschaft, als ein Vertreter der Gesellschafter der Baden-Württemberg-Tarif GmbH.

Ein Ziel, ein Ticket. Landesweit

>Der bwtarif ist ein landesweiter Nahverkehrstarif, der die Nutzung von Bahnen und Bussen innerhalb Baden-Württembergs über alle 22 Verkehrsverbünde hinweg mit nur einem einzigen Ticket möglich macht. Er gilt auf verbundübergreifenden Fahrten in allen Nahverkehrszügen einschließlich der S-Bahnen und in Regiobussen. Unter dem Motto „Ein Ziel, ein Ticket. Landesweit“ ist beim bwtarif die Nutzung von Stadt- und Straßenbahnen sowie Bussen am Start und Zielort gleich miteingeschlossen. Wo früher also bis zu drei Fahrscheine nötig waren – ein Verbundfahrausweis für den Weg vom Startpunkt der Fahrt bis zum Bahnhof, ein Ticket für die Bahnfahrt und ein weiterer Verbundfahrausweis für die Fahrt vom Ausstiegsbahnhof zum Ziel –, reicht künftig ein einziges Ticket des bwtarif.
„Der bwtarif macht landesweites Fahren mit dem ÖPNV in Baden-Württemberg so günstig und so einfach wie nie“, freute sich Verkehrsminister Winfried Hermann. „Wir wollen mit dem neuen Angebot noch mehr Menschen dafür gewinnen, auf die klimaschonenden Verkehrsmittel Bus und Bahn umzusteigen. Daher hat die Landesregierung finanzielle Mittel bereitgestellt, um die Preise für die Einzelfahrscheine des bwtarif zu senken und dadurch attraktiver zu machen. Parallel dazu bauen wir auch das regionale ÖPNV-Angebot auf Schiene und Straße weiterhin konsequent aus. Ich freue mich, dass mit dem bwtarif nun ein weiterer wichtiger Baustein einer erfolgreichen ökologischen Verkehrswende in Baden-Württemberg verwirklicht wird.“

Stufenweise Einführung

Der neue Tarif wird in mehreren Stufen eingeführt: Ab dem 9. Dezember 2018 sind Einzelfahrscheine und Tageskarten an den Automaten und Verkaufsstellen der Eisenbahnunternehmen an den Bahnhöfen sowie als E-Ticket erhältlich. Die beliebten Angebote Baden-Württemberg-Ticket, das MetropolTagesTicket in der Region Stuttgart, das RegioX-Ticket der Region Karlsruhe, Kulturbahn-Ticket und StudiSparTicket werden zum Tarifstart als Tageskarten in den bwtarif überführt und sind weiterhin an den gewohnten Verkaufsstellen erhältlich.

Im Rahmen der Weiterentwicklung des Tarifs bis 2021 ist geplant, auch Zeitkarten für verbundübergreifende Fahrten, etwa Monatskarten in den bwtarif einzubeziehen. Außerdem sollen die Einzelfahrscheine des bwtarif dann auch im Bereich der Verkehrsverbünde in Baden-Württemberg angeboten werden.

Transparente Struktur und Preisobergrenze

Thomas Balser, Geschäftsführer der Baden-Württemberg-Tarif GmbH (BW-Tarif GmbH), sagte: „Mit der Einführung des bwtarif gilt für Fahrten im ÖPNV in Baden-Württemberg künftig ein einfaches Prinzip: Bei Fahrten innerhalb eines Verbunds gilt der jeweilige Verbundtarif, bei Fahrten über einen Verbund hinaus der bwtarif. Die Preise der Einzelfahrscheine des bwtarif sind dabei nach der zurückgelegten Entfernung gestaffelt und durch eine Preisobergrenze gedeckelt: nach der aktuellen Preistabelle wird eine einzelne Fahrt in der 2. Klasse nie teurer sein als 29,80 EUR. Für Inhaberinnen und Inhaber einer BahnCard 25 oder 50 der Deutschen Bahn wird es sogar noch günstiger, denn deren Rabatte gelten auch beim bwtarif.“

Gründliche Vorbereitung

Verantwortlich für den neuen Tarif ist die BW-Tarif GmbH, die von den Eisenbahnverkehrsunternehmen im baden-württembergischen Regionalverkehr sowie den beiden Aufgabenträgern Land Baden-Württemberg und Verband Region Stuttgart (VRS) als Gesellschafter getragen wird. Dem Tarifstart vorausgegangen war ein umfangreicher Beteiligungs- und Konzeptionsprozess, der neben den Gesellschaftern der GmbH auch die 22 Verkehrsverbünde, Verbände und weitere Fachakteure umfasste.
>Horst Windeisen, Geschäftsführer der Württembergischen Eisenbahn-Gesellschaft (WEG) und Stellvertretender Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der BW-Tarif GmbH, ergänzte: „Der bwtarif ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich frühzeitige Einbeziehung auszahlt: in einem mehrjährigen Beteiligungs- und Verhandlungsverfahren auf Initiative der Landesregierung ist es gelungen, ein für die Fahrgäste sehr attraktives neues landesweites Tarifangebot zu entwickeln. Daher begrüße ich es sehr, dass die BW-Tarif GmbH auch im Rahmen der Weiterentwicklung des bwtarif wieder auf ein solches umfassendes Beteiligungsverfahren setzt. Den erfolgreichen Auftakt hierfür bildete das 1. Fachforum zur Stufe 2 des neuen Tarifs, an dem im Oktober mehr als 100 Fachvertreterinnen und -vertreter der ÖPNV-Branche teilgenommen haben.“
Ministerium für Verkehr: Flyer bwtarif
bwtarif
bwtarif: Fragen und Antworten

Verkehrskontrolle wegen verbotenen Wendens im Bereich von Stadtbahngleisen

Polizeibericht

Beamte der Verkehrspolizei haben zusammen mit Präventionsbeamten am Mittwoch (21.11.2018) an der Einmündung Alexanderstraße und Hohenheimer Straße Kontrollen durchgeführt. Die Beamten richteten zwischen 13.00 Uhr und 15.30 Uhr ihr Augenmerk auf verbotenes Wenden im Bereich der Stadtbahngleise. Sie verwarnten insgesamt 23 Autofahrer. Acht davon, weil sie wenden wollten, weitere elf, weil sie während der Fahrt ein Handy benutzten und zwei, weil sie nicht angeschnallt waren. Die Autofahrer müssen mit empfindlichen Bußgeldern und Punkten rechnen. Insbesondere ein Autofahrer gefährdete wohl aufgrund der Handynutzung beim Spurwechsel einen anderen. Nur durch eine Gefahrenbremsung konnte dieser einen Unfall vermeiden. Dem mutmaßlichen Verursacher drohen zwei Punkte im Verkehrszentralregister. Darüber hinaus stellten die Beamten zwei Fahrzeuge fest, für die keine Kraftfahrzeugsteuer entrichtet worden war. Die Präventionsbeamten führten zahlreiche verkehrserzieherische Gespräche, verteilten Flyer und wiesen auf die hohe Gefahr hin, die von einem falschen Verhalten im Bereich der Stadtbahngleise ausgeht.

Foto, Blogarchiv Sabine

Einladung zur Bürgerinformation Stuttgart 21

Posted by Klaus on 17th November 2018 in Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB, Stuttgart

Info Stadt Stuttgart


Die städtische Bürgerbeauftragte für das Projekt Stuttgart 21, Ronja Griegel, lädt in Kooperation mit der Bezirksvorsteherin von Stuttgart-Nord, Sabine Mezger, und dem Bezirksbeirat Nord am Mittwoch, 28. November, um 19.30 Uhr im Forum Handwerkskammer, Heilbronner Straße 43, zu einem Informationsabend ein.
Infolge des Baufortschritts an verschiedenen Baustellen des Projekts Stuttgart 21 im Bezirk Stuttgart-Nord werden sich in der nächsten Zeit sichtbare Veränderungen ergeben, über die die Öffentlichkeit informiert werden soll. Vertreter der DB Projekt Stuttgart-Ulm beantworten Fragen.

Im Rahmen des Projekts sind sowohl der Tunnel Bad Cannstatt als auch der Tunnel Feuerbach mit ihren jeweils zwei Röhren an der Baugrube in der Jägerstraße am Kriegsberg angekommen, der Vortrieb von der Baugrube an der Ehmannstraße in Richtung Hauptbahnhof ist abgeschlossen. Zudem sind in Gegenrichtung für den Tunnel Feuerbach beide Röhren bis zur Tunnelstraße in Feuerbach vorgetrieben. Auch die Baumaßnamen für den S-Bahn-Tunnel kommen voran, und die künftige Haltestelle Mittnachtstraße ist bereits deutlich zu erkennen.

Für den künftigen Hauptbahnhof sind die meisten Baugruben ausgehoben. Deshalb wird sich die zentrale Baulogistik im inneren Nordbahnhof im Zuge des weiteren Baufortschritts verändern. Dazu tragen auch der Innenausbau der Tunnelröhren des Cannstatter und Feuerbacher Tunnels bei.

Foto, Blogarchiv

Land fördert rund 100 emissionsarme Busse

Presseinfo, Ministerium für Verkehr

Das Verkehrsministerium fördert rund 100 emissionsarme Busse in Städten und Gemeinden mit Überschreitungen der Stickstoff- dioxidgrenzwerte. Das Förderbudget wurde wegen starker Nachfrage auf 4,5 Millionen Euro erhöht.

„Baden-Württemberg arbeitet mit Nachdruck an der Verkehrswende. Hierzu gehört ein qualitativ hochwertiger und sauberer ÖPNV“, so Verkehrsminister Winfried Hermann. „Gerade in Gebieten mit Luftqualitätsproblemen war die Bereitschaft die Busflotte zu erneuern sehr stark. Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu sauberer Luft.“ Bis Ende September sind insgesamt 96 förderfähige Anträge für neue Busse im Verkehrsministerium eingegangen.

Sondermittel für die Luftreinhaltung

Der Landtag hatte im vergangenen Jahr Sondermittel für die Luftreinhaltung bereitgestellt. So konnten Verkehrsunternehmen im September 2018 Anträge für eine Sonderförderung Busse stellen. Allein die SSB in Stuttgart beantragte die Förderung für 30 Busse und Reutlinger Busunternehmen wollen 19 neue Busse bestellen. „Wir möchten jedem Busunternehmen, der durch Gebiete mit Grenzwertüberschreitung fährt und einen förderfähigen Antrag gestellt hat, die Möglichkeit geben, die Emissionen seiner Busflotte zu reduzieren“, so Minister Hermann weiter. Daher wurde die Förderung für emissionsarme Busse in Städten und Gemeinden mit Überschreitungen der Stickstoffdioxidgrenzwerte von zwei Millionen auf 4,5 Millionen Euro erhöht. Die entsprechenden Förderbescheide werden in den kommenden Tagen an die Antragsteller übermittelt.

Busunternehmen mussten für die Förderung nachweisen, dass sie mit ihren Fahrzeugen an mindestens 250 Tagen im Jahr in Gemeinden mit Überschreitungen der Stickstoffdioxidgrenzwerte (NO2) unterwegs sind. Förderanträge kamen von Verkehrsunternehmen, die unter anderem in die Städte Stuttgart, Reutlingen, Backnang, Ludwigsburg, Ravensburg, Esslingen, Mannheim, Leonberg und Schwäbisch Gmünd einfahren.

Sonderförderung Busse

Aus den Landesmitteln für Luftreinhaltung wird eine Sonderförderung Busse Luftreinhaltung finanziert, die Verkehrsunternehmen bei der Ersatzbeschaffung von neuen EURO VI Dieselbussen fördert. Die Verkehrsunternehmen müssen nachweisen, dass sie an 250 Tagen im Jahr mit dem geförderten Bus durch Städte und Gemeinden mit Grenzwertüberschreitung des Jahresmittelwertes von 40 µg/m³ Stickstoffdioxid (NO2) fahren. Durch die Sonderförderung zur Ersatzbeschaffung von emissionsarmen EURO VI-Dieselbussen in Städten mit hoher Luftschadstoffbelastung leistet das Verkehrsministerium einen erheblichen Beitrag zur Modernisierung der Busflotte und zur Luftreinhaltung in den Städten.

Förderfähig bei der Sonderförderung Busse ist die Ersatzbeschaffung von alten Dieselbussen durch neue emissionsärmere EURO IV-Dieselbusse. Ziel ist es, Dieselbusse mit älteren Euronormen mit deutlich höhere Emissionen durch moderne emissionsarme EURO VI-Fahrzeuge zu ersetzen und dies insbesondere in Gemeinden mit Grenzwertüberschreitung bei Stickstoffdioxid (NO2).

Foto, Blogarchiv Klaus

SSB – Neue Buchreihe startet – Schienen durch die Stadt

Posted by Klaus on 7th November 2018 in Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB

Pressemeldung der SSB

Gründer, Direktor, Vorstand: Die Persönlichkeiten hinter der Firma –

Eine neue Buchreihe der SSB

Fahrzeuge, Linien, Technik – das sind grundsätzliche Themen, wenn es um die Literatur über Straßenbahnen geht. Doch Menschen, Persönlichkeiten, müssen das oder die Straßenbahnunternehmen leiten. Um diese Gründer, Direktoren oder Vorstände und ihr Wirken beim Nahverkehr in Stuttgart geht es in der neuen Buchreihe, welche die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) jetzt vorgestellt hat. Für viele der Dargestellten wurde ihre Tätigkeit zur Berufung und Lebensaufgabe. Deshalb heißt der Titel der Buchreihe nicht ohne Hintersinn: Lebens-Bahnen. Der erste Band widmet sich dem Zeitraum von 1868 bis um 1900. Damals war die Erschließung des Stuttgarter Zentrums mit dem neuen Verkehrsmittel Straßenbahn die Pioniertat. ‚Schienen durch die Stadt‘ lautet deshalb der Untertitel von Band 1.

Erfahrung und Erfolg, Stetigkeit und Scheitern, Triumph und Tragik eint die Vita dieser „Manager“ der Gründerzeit. Freunde biografischer Lektüre können daran ebenso gefallen finden wie Stuttgart-Liebhaber, Interessenten der Wirtschaftsgeschichte wie Nahverkehrsenthusiasten und Technikspezialisten. Denn auch die technische und betriebliche Entwicklung, welche Stuttgarts Pferdebahn in ihren ersten beiden Dekaden wohl oder übel mitmachte – ein langwieriger Lernprozess für Betreiber, Stadtverwaltung, Publikum und Passanten – erschließt sich in plastischen Details.

Wie baut man eine Pferdestraßenbahn, wenn es noch fast nirgends eine gibt? Vor dieser Frage stand in Stuttgart vor über 150 Jahren Georg Schöttle, ein solider schwäbischer Bauunternehmer. Im Jahr 1868 hatte er es geschafft, seine Stuttgarter Pferdeeisenbahn – die Urahnin der heutigen SSB – zuckelte erstmals durch die Schwabenmetropole. Der vielbeschäftigte Schöttle war zwar Gründer, aber nicht Geschäftsführer, dafür brauchte er Fachleute – und auch die zu bekommen war nicht einfach. Dann war da als weitere Gründerfigur Emil Kessler junior, Chef des führenden Herstellers im Fahrzeugbau in Württemberg, der Maschinenfabrik Esslingen. Kessler lieferte nicht nur die Wagen für die Pferdebahn, er schuf auf eigene Rechnung, ganz unabhängig davon, die Stuttgarter Zahnradbahn und ihre Fortsetzung nach Hohenheim. Aus alledem entwickelte sich über Jahrzehnte das Streckennetz der SSB.

Die Verfasserin der neuen Buchreihe, Claudia Lorenz, wandelt schon länger auf den Spuren, die anderthalb Jahrhunderte Nahverkehr in Stuttgart hinterlassen haben: Bereits seit Frühjahr 2018 bietet sie Publikumsführungen zu ehemaligen Linienverläufen und Örtlichkeiten der SSB in Stuttgart an. Darüber hat sie das kleine Buch „Sechs historische SSB-Spaziergänge“ verfasst. Lorenz, gelernte Ingenieurin der Agrarwirtschaft, ist im kulturellen Sektor vielseitig tätig, vom Kulturmanagement über Vorträge bis zu literarischen Arbeiten. Schon seit 25 Jahren erkundet sie Stuttgart und seine Umgebung gerne mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Mit der Entstehungsgeschichte der Stuttgarter Pferdebahn ist sie nun bis zum letzten Schienennagel so vertraut, dass sie als Fachfrau – und als einzige lebende Person, die sich genau genug auskennt – heute den Bau einer solchen Bahn wohl selbst anleiten könnte.

Die von der SSB herausgegebene Neuerscheinung ist nicht nur ein passender abschließender Beitrag zum Jubiläumsjahr 150 Jahre öffentlicher Nahverkehr in Stuttgart. Die Buchreihe spannt auch den Bogen über das Feierjahr hinaus – denn die Verkehrsgeschichte geht weiter.

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Claudia Lorenz: Lebens-Bahnen.
Persönlichkeiten aus Stuttgarts Nahverkehr.
Band 1: Schienen durch die Stadt.
Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB), Stuttgart 2018.
120 Seiten broschiert, Format 27 x 19 cm. Ca. 75 Abbildungen.
ISBN 978-3-9811082-7-9                                                      15,80 Euro.
Erhältlich: Straßenbahnmuseum Stuttgart oder Buchhandel.
Versand über www.ssb-ag.de/Shop

Der Nikolaus bei der Oldtimer-Straßenbahn 2.12.2018

shb-ev.net//fileadmin/pdf/Flyer_Nikolaus18.pdf

Der komplette Fahrplan der Oldtimerlinie 23

Klicken Sie [hier] um den kompletten Fahrplan der Oldtimerlinie 23 zu öffnen. Darauf sind alle Haltestellen aufgeführt.

Foto, Blogarchiv Steffen

BAUS Pressemitteilung zur Hermann-Hesse-Bahn

Bürgeraktion bedauert Unterschriftenaktion der Hesse-Bahn Gegner
Knupfer:  S-Bahn ist keine Alternative!
„Verbiesterte Gegner nehmen Fakten nicht zur Kenntnis“

In einer Pressemitteilung warnt die Bürgeraktion unsere Schwarzwald- bahn vor der jetzt in Weil der Stadt und Renningen anlaufenden Unter- schriftenaktion gegen die Herrmann-Hesse Bahn von Calw nach Renningen. Für deren Sprecher Hans-Joachim Knupfer ist die S-Bahn keine Alternative. Die „verbiesterten Gegner“ nehmen schlicht einige Fakten nicht zur Kenntnis. So ist das ständig widerholte Argument der Gegner, der Betrieb der Hesse-Bahn würde die S-Bahn behindern, längst durch zahlreiche Untersuchungen und der Vereinbarung über den Vorrang der S-Bahn widerlegt.   Für die Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn ist dagegen klar: Die Hermann-Hesse-Bahn kommt wie projektiert bis Renningen. Eine Verlängerung der S-Bahn bis Calw wäre hingegen sogar schädlich. Und die Ausbaustufe zwei heiße Metropolexpress.

„Es gibt eine klare Beschlusslage – und nur diese“, betont Hans-Joachim Knupfer, Sprecher der Bürgeraktion: „Alle Kommunen im Kreis Calw haben längst für die Hermann-Hesse-Bahn von Calw bis Renningen abgestimmt und sie bezahlen sie auch.“ Die S-Bahn Verlängerung hat niemanden, der sie bezahlt. Die Überlegung einer etwaigen Verlängerung der bestehenden S-Bahn bis Calw habe sich schon 2010 als unpraktikabel herausgestellt. „Eine S-Bahn ist das falsche Verkehrsmittel für einen Regionalverkehr nach Calw“, ist die Bürgeraktion überzeugt. „Zu langsam, keine Toilette, unkomfortabel – Fachleute kommen daher für eine solche Relation nicht auf die S-Bahn.“ Da der Kreistag Böblingen den Beschluss über die Beteiligung am Zweckverband Hermann-Hesse-Bahn immer weiter hinausschiebt wie Knupfer bedauert, habe er aber bislang damit auch die Möglichkeit einer direkten Beteiligung am Projekt aus der Hand gegeben. Wer jetzt im Kreis Böblingen die Diskussion erneut anfachen wolle, komme viel zu spät: „Wie die alte Fasnet“.

„Noch längere S-Bahn-Strecke schädlich für Pendler“

Die Unpünktlichkeit im gesamten S-Bahn-Netz steige bei einer langen eingleisigen Strecke, die am Stück befahren werde, stark an. „Wer für eine noch längere Strecke der ‚S-Bahn‘ wirbt, tut etwas Schädliches und bringt die Pendler entlang der ganzen Strecke gegen sich auf“, so Knupfer: „Genau deshalb wird ja das geteilte Konzept mit der Hermann-Hesse-Bahn bis Renningen verwirklicht, das ist viel flexibler.“ Für die neuen Batteriezüge sei gerade die Fahrt bis Renningen entscheidend. Diese könnten ihren Akku unter der Oberleitung von Renningen bis Weil der Stadt aufladen und damit abgasfrei und leise nach Calw und zurückfahren.

Statt der längst abgehakten S-Bahn-Thematik heiße die Perspektive für eine spätere Ausbaustufe der Calwer Bahn ‚Metropolexpress‘. Dieser halte weniger oft als eine S-Bahn, sei schneller und fahre in Stuttgart bis zum Hauptbahnhof und weiter: „So eine attraktive Verbindung ist auch im Interesse der Pendler zu Bosch nach Renningen“, ergänzt Erwin Eisenhardt von der Renninger Bürgeraktion: „Man muss heute viel weiter denken, was einmal nach der erfolgreichen Hermann-Hesse-Bahn kommen könnte.“ Zudem unterstreiche sogar der Verband Region Stuttgart den aktuellen Einstieg mit der Hermann-Hesse-Bahn bis Renningen: „Der Verband stellt selbst dar, dass eine S-Bahn nach Calw keine Priorität hat und allenfalls ‚später‘ daran gedacht werden könnte.“ Somit erübrige sich der Renninger Disput. Dankbar ist Eisenhardt dem Renninger Bürgermeister Wolfgang Faißt: „Er hat klar zum Ausdruck gebracht, es gilt die Hermann-Hesse-Bahn zu verhindern. Die Hessebahn-Gegner, verhindern damit ein umweltfreundliches Verkehrsmittel und die Luftentlastung im Landkreis Böblingen.“ Eisenhardt unterstreicht: „Für später ist der Metropolexpress die beste Lösung – jetzt kommt erst mal die Hermann-Hesse-Bahn als erster Schritt.“

Mit freundlichen Grüßen

Erwin Eisenhardt

Weitere Infos: unsere-schwarzwaldbahn
Unsere Beiträge hierzu: Schwarzwaldbahn und Hesse-Bahn

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Foto, Klaus