Archive for the ‘Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB’ Category

Veranstaltungen der Verkehrsfreunde Stuttgart

14.09.2019      Unterwegs mit dem OEG- und dem HSB-DUEWAG rund um Heidelberg: Studienfahrt auf den Gleisen der Rhein-Neckar-Verkehrsbetriebe – Organisation und Reiseleitung: Gerhard Schnaitmann

Siehe die Fahrtausschreibung im Beitrag

12.10.2019      Spannende Schienenverkehrsschätze: Archive rund um Stuttgart

SSB-Veranstaltungszentrum Waldaupark, Friedrich-Strobel-Weg 4 – 6, Stuttgart-Degerloch – Moderation Jürgen Ranger

In vielen der vergangenen Vortragsveranstaltungen der Verkehrsfreunde war festzustellen, dass Bilder von Einst großen Anklang unter den Verkehrsfreunden finden.

Weitere Infos unter Verkehrsfreunde Stuttgart e.V.

60 Jahre GT4 Straßenbahnmuseum Stuttgart, Stuttgart 
So., 27. Okt. 2019 – Mo., 28. Okt. 2019

Fotos, Blogarchiv

Gemeinsame Anreize für Ausbildung von Lokführern

Posted by Klaus on 22nd August 2019 in Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB

Der bundesweite Mangel an Lokführern und Triebwagenfahren stellt alle Unternehmen vor gleiche Herausforderungen. Die Bahnunternehmen in Baden-Württemberg wollen bei der Personalsuche nun auf gemeinsame Standards setzen, um die Situation im Nahverkehr auf der Schiene im Land weiter verbessern.

In einer im baden-württembergischen Verkehrsministerium unterzeichneten Erklärung verpflichten sich die führenden Eisenbahnunternehmen gegenüber dem Land, kontinuierlich weiter Personal in diesem Bereich auszubilden. Weiter sind die Unterzeichner einig in dem Ziel, Anreize für mehr Ausbildung zu setzen, insbesondere da ein gegenseitiges Abwerben kein Mittel ist, um das branchenweite Personalproblem zu lösen. Die Vereinbarung mit dem Land Baden-Württemberg wurde jetzt unterzeichnet von den Geschäftsführern Abellio Rail, der Albtal Verkehrs Gesellschaft, der DB Regio Baden-Württemberg, der DB S-Bahn Stuttgart, Go-Ahead, der SBB Deutschland GmbH, der SWEG und der Württembergischen Eisenbahngesellschaft (Transdev). In einem zweiten Schritt werden sich weitere Eisenbahnunternehmen der Verpflichtungserklärung anschließen.

Vereinbarung als starkes Signal in die Branche

„Diese Vereinbarung ist für einen gut funktionierenden Schienenpersonennahverkehr von großer Bedeutung. Die Geschäftsführer geben damit ein starkes Signal in die Branche und zeigen, dass in Baden-Württemberg in Zukunft gemeinsame Standards bei der Rekrutierung und der Ausbildung von Lokführerinnen und Lokführern herrschen. Das zahlt nicht für alle Bahnunternehmen bei der Suche geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten aus“, erklärt der Verkehrsminister Winfried Hermann.

Um geeignete Kandidaten für die Ausbildung zum Triebwagenfahrer zu gewinnen, verpflichten sich die Unternehmen, neben den durch öffentliche Träger finanzierten Qualifizierungsmaßnahmen eigene Finanzmittel in die Ausbildung zu investieren. Durch das Angebot einer vergüteten Qualifizierungsmaßnahme werden potentiell zusätzliche Kandidatengruppen erschlossen. Die beteiligten Eisenbahnunternehmen verpflichten sich zudem, bei Übernahme eines bei einem anderen der unterzeichnenden Unternehmen in Baden-Württemberg ausgebildeten Lokführer zukünftig eine Ausbildungskostenpauschale je nach Ausbildungsvertrag von 20.000 bis 60.000 Euro zu zahlen.

„Triebfahrzeugführer sind gesuchte Fachkräfte, nicht nur für einzelne Unternehmen, sondern für das gesamte System Bahn. Wenn ein Eisenbahnverkehrsunternehmen mehrere Tausend Euro in die Ausbildung dieser Spezialisten investiert, muss es auch direkt davon profitieren und diese nicht an ein anderes Unternehmen verlieren. Die Personalgewinnung darf deshalb kein Einzelkampf sein, schließlich ist es das gemeinsame Ziel aller Eisenbahnverkehrsunternehmen, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen“, so David Weltzien, Vorsitzender der Regionalleitung der DB Regio Baden-Württemberg.

Fachkräftemangel im Schienenverkehr

„Triebfahrzeugführer sind zum raren Gut geworden, das branchenweit händeringend gesucht wird. Ziel sollte es daher sein, in die Aus- und Weiterbildung dieser Fachkräfte zu investieren – um den Nahverkehr auf der Schiene nachhaltig zu stärken – anstatt Mitarbeiter anderer Unternehmen abzuwerben. Fairer Wettbewerb darf nicht nach der Ausschreibung aufhören, sondern muss sich in allen operativen Bereichen und bei der Personalgewinnung fortsetzen. Die freiwillige Selbstverpflichtung, die alle Eisenbahnverkehrsunternehmen im Stuttgarter Netz gemeinsam unterzeichnet haben zeigt, das hierüber Konsens herrscht“, sagt Dr. Roman Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung Abellio Rail Baden-Württemberg GmbH.

 „Zufriedene Kunden sind der Maßstab, den wir uns bei der SWEG setzen. Deshalb stehen wir auch hinter der Selbstverpflichtung, die im Sinne des Fahrgastes die Betriebsqualität im Schienennahverkehr sichert, indem ein Wechsel von Triebfahrzeugführern vermieden wird“, sagt Tobias Harms, Technischer Vorstand der SWEG.

„Die Begeisterung für den Beruf des Triebfahrers (neu) zu wecken, möglichst viele junge Menschen zu gewinnen und auszubilden, ist das vielleicht wichtigste Thema für die Zukunft des Schienenverkehrs. Auch deshalb bilden wir in großer Zahl selbst aus. Ebenso wichtig ist uns ein fairer Umgang mit allen Organisationen und Unternehmen im Schienenverkehr – wir alle haben immer das Wohl der Fahrgäste als erstes im Blick. Auch deshalb begrüßen wir die gefundene Vereinbarung, die unserem Credo entspricht, dass Unternehmen nach Ende einer Ausschreibung von Wettbewerbern zu fairen Partner werden“, sagt Simon Scherer, technischer Geschäftsleiter von Go-Ahead Baden-Württemberg. Eine neutrale Clearingstelle soll bei der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) angesiedelt werden.

Info, Minister für Verkehr
Foto, Sabine

Am 8. September: Seilbahn macht mit beim Tag des offenen Denkmals

Info, SSB

„Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ lautet das diesjährige Motto beim bundesweiten Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 8. September. Das klingt fast wie gemünzt auf die Heslach-Degerlocher Seilbahn der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB): Die war zwar anno 1914 im schönsten Jugendstil geplant worden, mit türmchengeschmückten Stationsgebäuden und dekorativ verzierten Wagen, um der Wohlhabenheit, wirtschaftlichen und gestalterischen Potenz der Landeshauptstadt sichtbaren Ausdruck zu geben. Doch der Erste Weltkrieg machte dem Bau zunächst den Garaus. Erst 15 Jahre und unzählige Planungsvarianten weiter kam die kleine Schienenseilbahn dann im Jahr 1929 doch noch endlich aufs Gleis: nunmehr schlicht, bescheiden und unauffällig, mit möglichst kurzer Streckenlänge und geringstem Eingriff ins Gelände. Nicht nur die reine Funktion bei geringsten Kosten hatte nun Vorrang – der vollzogene gesellschaftliche Wandel und die wirtschaftliche Not während und nach dem Krieg legte es nun einer Kommune nahe, bei öffentlichen Bauten gezielt Zurückhaltung zu zeigen. Schließlich war der nüchterne, rationelle, zeitlose Baustil, dennoch nicht ohne Eleganz, bereits zum Markenzeichen dieser neuen Epoche geworden.

Doch der zweite große Umbruch in der Chronik der steilen Stuttgarter Bergbahn kam drei Generationen später, kurz nach der Jahrtausendwende: Neue Sicherheitsvorschriften drohten den Fortbestand des Seilbahnverkehrs jäh zu unterbinden. Es herrschte allgemeine Ratlosigkeit: Große technische Eingriffe, Denkmalschutz, Forstrecht und hohe Investitionen schienen sich gegenseitig auszuschließen. Dann fand ein Ingenieur aus der Schweiz überraschend doch noch eine salomonische bauliche Lösung, und so konnte ‚Stuttgart Cable Car‘, heute schon eine internationale Touristenattraktion, 2004 nach großer, aber behutsamer Sanierung wieder in Betrieb gehen.

Wie es 1929 die Planer der SSB und die Konstrukteure der Maschinenfabrik Esslingen (ME) geschafft haben, durch einen Sprung im technischen Fortschritt den Gutteil der Betriebskosten einzusparen und die Heslacher Seilbahn doch möglich zu machen, erläutert Rüdiger Walz, der Betriebsleiter, bei seinen Führungen am Tag des offenen Denkmals. Er zeigt auch, mit welchen neuen technischen Finessen es 2004 gelungen ist, dass die Bahn für das 21. Jahrhundert fit gemacht werden konnte.

Standseilbahn (Seilbahn auf Schienen) Heslach – Degerloch (Südheimer Platz – Waldfriedhof):

Technikführung (Maschinenraum in der Bergstation): am Vor- und Nachmittag in Kleingruppen etwa alle 45 Minuten, Dauer gut 30 Minuten. Auch Einzelpersonen können teilnehmen. Enger Raum, steile Treppe – griffige Schuhe sind nötig. Teilnahme nur nach Voranmeldung bei der SSB-Pressestelle unter Telefon 0711 / 7885-2686.

Bergstation | Eugen-Dolmetsch-Straße/Am Waldfriedhof 6, vor dem Haupteingang zum Waldfriedhof rechterhand.

Abfahrt | Die Heslacher Seilbahn fährt täglich, nicht nur am Denkmalstag. Alle 20 Minuten (Minute 10, 30 und 50) von 9 bis kurz vor 18 Uhr. Bei großem Andrang zusätzliche Fahrten.

Tarif | Es gilt der VVS-Tarif. Einfache Fahrt: Kurzstrecke lösen (Taste K). Wer schon eine für die Zone 1 gültige VVS-Tages- oder Zeitkarte hat, kann mit dieser auch auf der Seilbahn fahren. Ebenso gelten Regionalangebote wie das Baden-Württemberg-Ticket und das Metropolticket.

Standseilbahn
Die Wagen einer Standseilbahn stehen und fahren auf Schienen, im Gegensatz zu einer Schwebeseilbahn, deren Gondeln durch die Luft gezogen werden. Die Standseilbahn arbeitet nach dem Prinzip des gegenseitigen Gewichtsausgleichs, wie die Eimer an einem Ziehbrunnen. Sie ist daher ein sehr energieeffizientes Verkehrsmittel. Die Urform der Standseilbahn ist die schon aus dem Spätmittelalter bekannte Baustellenseilbahn, „Bremsberg“ genannt. Baden-Württemberg ist mit sieben solcher Betriebe das Land der Standseilbahnen. Nur Österreich und Schweiz haben noch mehr.

Fotos, Blogarchiv

Busspur am Neckartor: Stadt setzt Landes- weisung zügig um

Info Stadt Stuttgart

Die Landeshauptstadt Stuttgart hat am Neckartor einen Sonderfahrstreifen für den Busverkehr eingerichtet – so wie es das Land Baden-Württemberg in der Ergänzung der 3. Fortschreibung des Luftrein- halteplans Stuttgart vom Juni 2019 vorgeschrieben hat. Die dafür notwendige Markierung und Beschilderung ist erfolgt, die entsprechende Ampelschaltung in Arbeit.

Dr. Michael Münter, Leiter des Referats Strategische Planung und Nachhaltige Mobilität erklärte am Dienstag, 16. Juli: „Die Landeshauptstadt Stuttgart tut alles, um den Vorgaben des Landes nachzukommen, wie sie in der Ergänzung des Luftreinhalteplans festgelegt sind. Dazu gehört auch, die Busspur so schnell wie möglich einzurichten. Dies ist am vergangenen Wochenende geschehen. Die zudem erforderliche Busschleuse wird bis Ende September eingerichtet.“

Eine Busschleuse am Ende des Sonderfahrstreifes ist notwendig, damit die Busse der Linie X1 auf die eigens für sie eingerichtete Spur Richtung Bad Cannstatt einfädeln können. Susanne Scherz, Leiterin der Abteilung Straßenverkehr im Amt für öffentliche Ordnung, sagte: „Das Verkehrsaufkommen an dieser Stelle ist so hoch, dass Busse nicht ungefährdet die zwei Spuren in einem so kurzen Abschnitt kreuzen können. Dafür brauchen sie zwingend einen zeitlichen Vorsprung, der ihnen nur eine eigens eingerichtete Ampel gewähren kann.“

Dazu erklärte Jochen Hutt, Leiter Abteilung Straßen und Verkehr im Tiefbauamt: „Grundsätzlich nimmt die Einrichtung einer neuen Ampel etwa sechs bis sieben Monate Zeit in Anspruch. Um die Busschleuse am Neckartor einzurichten, müssen zwar nur zusätzliche Signalgeber für die Busse angebracht werden, allerdings hat auch dies Auswirkungen über die Kreuzung der Straßen Am Neckartor, Heilmannstraße und Cannstatter Straße hinaus.“ Auch benachbarte Kreuzungen wie „Am Neckartor“ müssen signaltechnisch überarbeitet und an die neue Situation angepasst werden. Dafür seien zahlreiche Programme umzuschreiben. „Dies ist bereits in Arbeit und wird auch während der Sommerferien vorangetrieben. Wir arbeiten mit Hochdruck an dem Projekt und rechnen damit, dass wir Ende September in Betrieb gehen können“, so Hutt.

Das Tiefbauamt hat sowohl das Planungsbüro wie auch den Signalbauer frühzeitig informiert. Das Planungsbüro wurde bereits im April angesprochen. Unmittelbar nach der Veröffentlichung der Ergänzung der 3. Fortschreibung des Luftreinhalteplans am 24. Juni wurde das dann Büro beauftragt. Die Stadt rechnet mit Kosten von 40.000 bis 50.000 Euro.

Hintergrund Ergänzung 3. Fortschreibung des Luftreinhalteplans

Der Entwurf der Ergänzung der 3. Fortschreibung des Luftreinhalteplans wurde am 22. März 2019 bekannt gegeben und war nach § 47 Absatz 5a Bundes-Immissionsschutzgesetz in der öffentlichen Auslegung. Er konnte vom 25. März bis zum 24. April 2019 bei der Landeshauptstadt Stuttgart, beim Regierungspräsidium Stuttgart sowie auf der Website des Regierungspräsidiums eingesehen werden. Die Öffentlichkeit hatte die Möglichkeit, bis zum 10. Mai 2019 gegenüber dem Regierungspräsidium Stuttgart Stellung zu dem Planentwurf zu beziehen. Auch die Landeshauptstadt Stuttgart hat im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung ihre Stellungnahme zum Ergänzungsentwurf fristgerecht am 10. Mai 2019 abgegeben.

Alle Stellungnahmen wurden vom Regierungspräsidium gesichtet und geprüft. Am 21. Mai 2019 hat das Regierungspräsidium Stuttgart die Landeshauptstadt Stuttgart aufgefordert das Einvernehmen zu erteilen. Nach § 47 Bundes-Immissionsschutzgesetz binden Luftreinhaltepläne die beteiligten Verwaltungsbereiche und erzielen Außenwirkung nur durch behördliche Einzelmaßnahmen auf der Grundlage entsprechender fachgesetzlicher Eingriffsregelungen. Maßnahmen im Bereich des Straßenverkehrs können hierbei nur im Einvernehmen mit der zuständigen Straßenbau- bzw. Straßenverkehrsbehörde festgesetzt werden.

Die Landeshauptstadt Stuttgart hat am 28. Mai 2019 ihr Einvernehmen nach § 47 BImSchG nicht erteilt. In Bezug auf die Sachgründe wurde auf die Stellungnahme der Landeshauptstadt Stuttgart vom 10. Mai 2019 verwiesen.

Am 14. Juni 2019 erhielt die Landeshauptstadt Stuttgart eine fachaufsichtliche Weisung durch das Land gemäß § 122 Gemeindeordnung BW, mit der Anordnungdas Einvernehmen zur Ergänzung der 3. Fortschreibung des Luftreinhalteplans zu erteilen. Dieser fachaufsichtlichen Weisung ist die Landeshauptstadt Stuttgart gefolgt und hat am 18. Juni 2019 das Einvernehmen erteilt. Mit Veröffentlichung am 24. Juni 2019 ist die Ergänzung der 3. Fortschreibung des Luftreinhalteplans gültig.

Foto, G. Köhler

Stadt richtet nach Weisung durch das Land eine Busspur am Neckartor ein – Markierungsarbeiten voraussichtlich am 13. Juli 2019

Posted by Klaus on 10th Juli 2019 in Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB

Info und Karte, Stadt Stuttgart

Der Sonderfahrstreifen für den Busverkehr Am Neckartor, wie das Land Baden-Württemberg ihn in der Ergänzung der 3. Fortschreibung des Luftreinhalteplans Stuttgart vom Mai 2019 vorschreibt, wird nach fachaufsichtlicher Weisung durch das Land von der Landeshauptstadt Stuttgart umgesetzt. Die dafür notwendigen Markierungsarbeiten erfolgen – vorbehaltlich der Witterungsverhältnisse – am Samstag, 13. Juli 2019.

Stadt richtet nach Weisung durch das Land eine Busspur am Neckartor ein. Markierungsarbeiten voraussichtlich am 13. Juli 2019

Die Stadt richtet nach Weisung durch das Land eine Busspur am Neckartor ein. Die Markierungsarbeiten erfolgen voraussichtlich am 13. Juli 2019. Grafik: Stadt StuttgartBusverkehr und Elektrofahrzeuge mit E-Kennzeichen können die Busspur nach Fertigstellung der Arbeiten nutzen. Für den Zeitraum der Markierungsarbeiten ist auf der B14 stadtauswärts mit Sperrungen von Fahrstreifen und Behinderungen zu rechnen. Bereits ab Donnerstag weisen Variotafeln die Verkehrsteilnehmer auf eine veränderte Verkehrsführung am Neckartor ab dem 13. Juli hin.

Die Busspur ist eine Maßnahme der Ergänzung des Luftreinhalteplans. Der Sonderfahrstreifen wird stadtauswärts auf dem rechten Fahrstreifen der B14 ab der Kreuzung Willy-Brandt-Straße/Neckarstraße bis zur Kreuzung Am Neckartor/ Heilmannstraße eingerichtet und ist dann nur noch für Busse wie auch Elektrofahrzeuge nach dem Elektromobilitätsgesetz freigegeben.

Zwei Fahrstreifen für den übrigen Kfz-Verkehr

Ab der Kreuzung Willy-Brandt-Straße/Neckarstraße stehen dann in Richtung Neckartor nur noch zwei Fahrstreifen für den übrigen Kfz-Verkehr zur Verfügung. Vor der Kreuzung wird der rechte Fahrstreifen zu einem Rechtsabbieger. Diesen dürfen nur Busse und E-Fahrzeuge geradeaus in Richtung Sonderfahrstreifen befahren.

Die Zufahrt zur Hauffstraße über die Straße Am Neckartor ist mit der Einrichtung des Sonderfahrstreifens nicht mehr möglich. Anlieger können die Hauffstraße über die Neckarstraße erreichen. Wie sich die Busspur auf den übrigen Verkehr auswirkt, wird kurzfristig – spätestens aber nach drei Monaten – evaluiert. Das Land wird dann über eine Fortführung der Maßnahme entscheiden.

Hintergrund fachaufsichtliche Weisung

Der Gemeinderat der Landeshauptstadt hat am 10. Mai 2019 über seine Stellungnahme zur Ergänzung des Luftreinhalteplans beraten und einen Sonderfahrstreifen für den Busverkehr Am Neckartor abgelehnt (https://www.stuttgart.de/img/mdb/item/476333/144815.pdf). Die Verwaltung der Landeshauptstadt Stuttgart, die eine ebenfalls ablehnende Haltung zu Busspur als Grundlage der Beratungen eingebracht hatte, verweigerte entsprechend die Erteilung des Einvernehmens. Daraufhin hat die zuständige Fachaufsichtsbehörde, in diesem Fall das Regierungspräsidium Stuttgart, nach §21 Abs. 3 Landesverwaltungsgesetz von ihrem Weisungsrecht Gebrauch gemacht. Dieser fachaufsichtlichen Weisung ist die Landeshauptstadt Stuttgart gefolgt und hat das Einvernehmen zur Busspur weisungsgemäß erteilt.

Untertürkheim – Stadtbahnunfall

Polizeibericht 04.07.2019 – 16:42

Aus bislang ungeklärter Ursache haben sich am Donnerstagnachmittag (04.07.2019) im Bereich des Karl-Benz-Platzes zwei Stadtbahnlinien der U4 berührt. Gegen 13.55 Uhr war ein 31 Jahre alter Stadtbahnfahrer mit seinem Zug in der Inselstraße unterwegs, als er sich dem Karl-Benz-Platz näherte. Anstatt die Fahrt nach rechts in Richtung Endhaltepunkt Untertürkheim fortzusetzen, fuhr der Zug aus bislang ungeklärten Umständen geradeaus in Richtung Arlbergdurchlass. Dabei touchierte der Zug seitlich eine Stadtbahn, ebenfalls der Linie U4, die in entgegengesetzter Richtung vom Endhaltepunkt Untertürkheim in Richtung Inselstraße unterwegs war. Ersten Schätzungen zufolge, entstand an beiden Zügen ein Schaden von rund 25.000 Euro. Die beide 31-jährigen Stadtbahnfahrer sowie die Fahrgäste, blieben bei dem Kontakt der Züge unverletzt. Polizeibeamte gaben in Abstimmung mit den Verkehrsmeistern den Bahnverkehr gegen 14.45 Uhr wieder frei.

Foto, Blogarchiv

80 Jahre Liliputbahn auf dem Stuttgarter Killesberg – Jubiläumsfest am 6. und 7. Juli

25 Jahre Förderverein für die Killesbergbahn

Ein Fest zum Jubiläum

Das 80-jährige Jubiläum der Stuttgarter Parkeisenbahn haben die Lokführer vom Killesberg in ihre Hand genommen: Am ersten Wochenende im Juli (6. und 7. Juli) ist vorgesehen, dass alle Loks im Einsatz sind, darunter zeitweise zwei vor einem Zug oder drei Züge gleichzeitig. Auch andere echte Dampffahrzeuge auf Schiene und (Park-) Straße in verschiedenen Maßstäben und Baugrößen wollen sich einfinden. Ein Dampfkarussel und eine Dampforgel werden den Park bereichern. Zaungäste können auf einem Teil der Straßenfahrzeuge mitfahren.

Der Verein Freunde und Förderer der Killesbergbahn begeht gleichzeitig sein 25-jähriges Bestehen und unterstützt tatkräftig die Veranstaltung.

Das Programm am Jubiläumswochenende und weitere Infos

Oldtimerbus am Sonntag

Fotos, Blogarchiv

Hermann-Hesse-Bahn auf gutem Weg

Verkehrsminister Winfried Hermann (r.) zeigt auf eine Systemskizze der Kammerlösung (Bild: Verkehrsministerium Baden-Württemberg)

Dank einer Einigung zwischen dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) und dem Zweckverband Hermann-Hesse-Bahn wird der Weg frei für die Reaktivierung der stillgelegten Bahnstrecke zwischen Weil der Stadt und Calw. Damit erhält der Landkreis Calw wieder eine direkte Schienenanbindung an die Region Stuttgart.

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) und der Zweckverband Hermann-Hesse-Bahn haben heute in Calw mit einem Vertrag den Weg geebnet zur Reaktivierung und zum Teilausbau des Schienenprojekts bei gleichzeitigem Schutz der Fledermauspopulation. „Die große Herausforderung war, den Ausbau klimafreundlicher Mobilität voranzubringen ohne den Natur- und Artenschutz zu missachten. Es war mir wichtig, zu zeigen, dass mit Geduld und Kompromissbereitschaft eine gute Lösung gefunden werden kann“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann. „Deshalb habe ich mich in das Verfahren eingeklinkt und einen Moderationsprozess in Gang gesetzt, der mit der Unterzeichnung eines öffentlich-rechtlichen Vertrages zwischen dem NABU und dem Zweckverband Hermann-Hesse-Bahn heute sein gutes Ende findet.“

Anfang 2017 sah sich der Landkreis Calw wegen der bestehenden artenschutzrechtlichen Konflikte im Verfahren um die Reaktivierung der Hermann-Hesse-Bahn vor große Herausforderungen und ein überlanges Genehmigungsverfahren gestellt. In zwei langen ungenutzten Bahntunneln hatten sich verschiedene streng geschützte Fledermausarten einquartiert, was die Wiederinbetriebnahme der Strecke zu verhindern schien.

„Der Vertrag schützt die Fledermäuse und schafft für die Bürgerinnen und Bürger in der Region um Calw eine gute Schienenverbindung in den Raum Stuttgart“, sagte Hermann. „Zwischendurch habe ich daran gezweifelt, ob die unterschiedlichen Interessen zusammengebracht werden können“, so der Verkehrsminister.

Umfassendes Artenschutzkonzept

Ermöglicht wurde die Vereinbarung durch ein umfassendes Artenschutzkonzept, vor allem aber durch eine innovative technische Lösung, die sogenannte „Kammerlösung“. In die Tunnel werden Trennwände eingezogen, die eine Nutzung der Tunnel durch die Bahn auf der einen Seite und durch die Fledermäuse auf der anderen Seite der Trennwand ermöglichen. „Die Konstruktion der Trennwände hat die vom Landkreis Calw beauftragten Planer vor große Herausforderungen gestellt, die sie gemeistert haben“, freut sich auch der Calwer Landrat Helmut Riegger. „Ich habe mich über viele Jahre für eine Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Richtung Stuttgart eingesetzt. Die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Calw und seinem Umkreis brauchen dringend eine gute Bahnverbindung nach Stuttgart, die wir nun schaffen können. Die Hermann-Hesse-Bahn ist ein Klimaschutzprojekt, das den Menschen in der gesamten Region zu Gute kommt. Sie ist aber auch ein Artenschutzprojekt, das den Fledermäusen hilft“, so der Landrat.

„Ziel des NABU war es nie, die Hermann-Hesse-Bahn zu verhindern, da gute öffentliche Verkehrsverbindungen ein großes Anliegen des NABU sind“, erklärte Johannes Enssle, der Landesvorsitzende des NABU Baden-Württemberg. „Allerdings muss auch ein wichtiges Infrastrukturprojekt die artenschutzrechtlichen Vorgaben beachten und geschützten Tieren ihren Lebensraum belassen. Wir waren in Sorge, dass die Belange der Fledermäuse in den Hintergrund treten könnten und mussten deshalb vorsorglich Klage gegen das Vorhaben erheben“, begründete der NABU-Landesvorsitzende das Vorgehen. „Mit der Trennwand und dem vertraglich gesicherten Artenschutzkonzept konnte jetzt ein Kompromiss für Mensch und Natur gefunden werden, den wir mittragen. Wir werden deshalb unsere Klage zurücknehmen und die Umsetzung des Artenschutzkonzeptes konstruktiv begleiten“, bestätigte Johannes Enssle.

„Eine stress- und staufreie Verbindung zwischen den Regionen Calw und Stuttgart ist für die Menschen und die Wirtschaft essentiell und ein wichtiger Beitrag zum Klima- und Naturschutz“, fasste Minister Hermann zusammen. „Ich danke allen am Vermittlungsprozess Beteiligten auf Seiten der Naturschutzverbände, namentlich dem NABU, dem BUND und dem Landesnaturschutzverband, den Landkreisen und Landesbehörden, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in meinem Hause und dem Moderator Dr. Christoph Ewen mit seinem Team. Sie alle haben mit viel Einsatz und Geduld ermöglicht, dass die Hermann-Hesse-Bahn bald fahren kann.“

Reaktivierung der stillgelegten Bahnstrecke zwischen Weil der Stadt und Calw

Mit dieser Einigung wird der Weg frei für die Reaktivierung der stillgelegten Bahnstrecke zwischen Weil der Stadt und Calw. Damit wird der Landkreis Calw wieder eine direkte Schienenanbindung an die Region Stuttgart erhalten. Die Beteiligten haben sich auf ein Stufenkonzept verständigt: zunächst erfolgt eine Reaktivierung ohne eine Streckenelektrifizierung. Eine spätere Elektrifizierung zur Verlängerung der Stuttgarter S-Bahn-Linie 6 oder einer zusätzlichen Express-S-Bahn-Linie bis nach Calw ist vorgesehen und wird derzeit gutachterlich untersucht.

Hermann-Hesse-Bahn ist der Name eines Reaktivierungsprojektes der alten Württembergischen Schwarzwaldbahn auf dem Abschnitt Calw-Weil der Stadt mit Verlängerung bis zum Anschluss an die S 60 in Renningen. Am 6. Dezember 2016 wurde der Zweckverband Hermann-Hesse-Bahn gegründet, der Aufgabenträger der Hermann-Hesse-Bahn ist, die Infrastruktur instandsetzen und betreiben wird. Dem Zweckverband gehören zunächst der Landkreis Calw sowie die Große Kreisstadt Calw und die Gemeinden Althengstett und Ostelsheim an.

Die Planung zur Reaktivierung der Strecke sieht vor, künftig zwei ehemalige Eisenbahntunnel wieder zu nutzen. Diese werden zwischenzeitlich von mehreren Fledermausarten mit vermutlich mehreren tausend Exemplaren als Winter-, Sommer- und Schwärmquartiere genutzt. Fledermäuse sind nach dem Naturschutzrecht (EU-Recht und Bundesnaturschutzgesetz) streng geschützt, viele Fledermausarten sind bedroht.

Quelle:
Zweckverband Hermann Hesse Bahn; Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg; Naturschutzbund Baden-Württemberg

Unsere Beiträge hierzu: Schwarzwaldbahn und Hesse-Bahn

Fahrt des “Feurigen Elias” auf der Strecke „Rund um Stuttgart“ 19.5.2019

Endlich sind von der Deutschen Bahn die genehmigten Fahrzeiten für unsere Fahrten “Rund um Stuttgart” für die Saison 2019 eingetroffen. Zweimal haben wir die Fahrten auf bekannten und unbekannten Schienenwegen in diesem Jahr geplant: Am 19.5.2019 und am 01.11.2019 (Allerheilgen) starten wir für drei Rundfahrten ab Ludwigsburg.

 

Wer also gerne einmal mit der Dampflok 64 419, der Ellok E94 088 und den Plattformwagen wie auf dem Bild bei Untertürkheim vor der Kulisse eines bekannten Autobauers unterwegs sein möchte: Alle Details inklusive der aktuellen Fahrzeiten sind in den beiden Veranstaltungen hier auf Facebook zu finden.

Viele Grüße
GES Stuttgart e.V

>> Flyer <<

Foto, Klaus

Stuttgart-Süd: Seilbahn wegen Revisionsarbeiten außer Betrieb 13. bis 29. Mai 2019

Info der

Von Montag, 13. Mai 2019, Betriebsbeginn, bis Mittwoch, 29. Mai 2019, Betriebsschluss, kann die Seilbahn wegen Revisionsarbeiten nicht fahren.
Ein Seilbahnersatzverkehr mit Bussen zwischen den Haltestellen Südheimer Platz und Waldfriedhof wird eingerichtet.

Seilbahnersatzverkehr im 30 Minuten-Takt:

Erste Abfahrt

ab Südheimer Platz: 9:00 Uhr
ab Waldfriedhof: 9:10 Uhr

Letzte Abfahrt

ab Südheimer Platz: 18:00 Uhr
ab Waldfriedhof: 18:10 Uhr

Ersatzhaltestellen:

Die Ersatzhaltestelle Südheimer Platz befindet sich an der Talstation der Seilbahn.
Die Ersatzhaltestelle Waldfriedhof befindet sich auf dem Parkplatz des Waldfriedhofs.

Foto, Sabine