Archive for the ‘Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB’ Category

Maßnahmen gegen Störungen im Bahnbetrieb

Posted by Klaus on 3rd August 2022 in Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB

Pressemeldung

Das Land und die Verkehrsunternehmen ergreifen Maßnahmen, um Engpässen und Stör- ungen im Bahnbetrieb aufgrund erhöhter Krankenstände und Infrastruktureinschränkungen entgegenzuwirken. Ab Herbst soll zusätzliches Personal für mehr Stabilität im Betrieb sorgen.

„Manche Fahrgäste werden derzeit auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Aufgrund hoher Krankheitsausfälle, Infrastruktureinschränkungen und hitzebedingter Materialschäden haben die Verkehrsbetriebe im Land damit zu kämpfen, den Fahrplan in der gewohnten Qualität zu bedienen. Erschwerend kommt hinzu, dass aktuell mehr Fahrgäste als üblich unterwegs sind“, so Berthold Frieß, Ministerialdirektor im Verkehrsministerium.

„Dass das so nicht weitergehen kann, ist allen klar. Deswegen haben wir kurzfristig gegengesteuert und mit den Verkehrsunternehmen Maßnahmen erarbeitet, um die Engpässe und Störungen in den Griff zu bekommen“, so der Ministerialdirektor weiter. „Auf Linien mit hohem Krankenstand wird der Fahrplan gezielt für zunächst maximal einen Zwei-Wochen-Zeitraum ausgedünnt. So stabilisieren wir den Fahrplan und wirken den unkontrollierten Ausfällen entgegen. Damit wird das Reisen für die Fahrgäste wieder planbarer.“

Deutlich belastete Strecken

Besonders betroffen von den Störungen sind aktuell folgende Strecken:

  • Bodenseegürtelbahn (Lindau-Radolfzell)
  • Brenzbahn (Ulm-Aalen)
  • Filstalbahn
  • Gäubahn (Stuttgart-Singen)
  • Murrbahn (Stuttgart-Schwäbisch-Hall-Hessental)
  • Remsbahn
  • Schwarzwaldbahn (Offenburg-Villingen)
  • Rheintalbahn (Karlsruhe-Offenburg-Konstanz)
  • Südbahn (Ulm-Friedrichshafen)

Mehr Personal ab Herbst

Darüber hinaus ergreifen das Land und die Verkehrsunternehmen bereits heute Maßnahmen für den Herbst und stocken das Personal bei den Eisenbahnverkehrsunternehmen auf. So wird einer möglichen Herbstwelle mit erneut hohen Krankheitsständen vorgebeugt.

Die reduzierten Fahrpläne werden schnellstmöglich in den Bahnhöfen, auf den Webseiten und den Apps der Verkehrsbetriebe bekannt gegeben und mit ausreichendem Vorlauf veröffentlicht. Die Eisenbahnverkehrsunternehmen empfehlen Reisenden, sich vor Reiseantritt in der Fahrplanauskunft von bwegt oder im DB-Navigator zu informieren.

Aufgrund der vollen Züge empfehlen die Verkehrsunternehmen vor allem am Wochenende auf stark ausgelasteten touristischen Strecken auf die Mitnahme von Fahrrädern zu verzichten.

Auswahl stark ausgelasteter touristischer Strecken

  • Bodenseegürtelbahn (zwischen Radolfzell und Lindau)
  • Donautalbahn (zwischen Ulm und Donaueschingen)
  • Höllentalbahn
  • Nagoldtalbahn (zwischen Pforzheim und Horb)
  • Ortenau-S-Bahn (zwischen Offenburg und Straßburg)
  • Seehas (zwischen Engen und Konstanz)
  • Südbahn (zwischen (Stuttgart-)Ulm und Lindau)
  • Schwarzwaldbahn (Karlsruhe-Offenburg-Konstanz)
  • Zollernalbbahn (zwischen Tübingen und Aulendorf)

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung des Ministeriums für Verkehr und der Eisenbahnverkehrsunternehmen in Baden-Württemberg (SWEG, AVG, Bahn und Go Ahead)

Massive Bahnausfälle und Verspätungen in BW: Fahrpläne werden ausgedünnt

Archivfoto

Stadträte zu Pfaffensteigtunnel und Panorama- strecke (Gäubahn)

Presse LHS

Stuttgart-West - WestbahnhofDie Gäubahn soll künftig über den so genannten Pfaffensteigtunnel an den Stuttgarter Flughafen und von dort an den neuen Hauptbahnhof fahren. Der Gemeinderat der Landeshauptstadt Stuttgart hat am 27. Juli 2022 für die Umsetzung dieses Plans gestimmt.

Damit bestätigen die Gemeinderätinnen und -räte die Ergebnisse des Lenkungskreises Stuttgart 21 vom 18. Juli. Zugleich bekräftigt der Rat einstimmig den Erhalt der Panoramabahn nach Stuttgart Nord.

Der Bund will mit dem Bau des Pfaffensteigtunnels den Verkehr auf der Gäubahn verbessern. Die Züge der Gäubahn sollen so Teil des Deutschladtaktes werden, die Verbindung zwischen Singen nach Stuttgart soll verkürzt werden. Zudem wird der Mischverkehr von S-Bahnen und Fern-/ Regionalzügen zwischen Oberaichen/Rohr und dem Flughafen vermieden. Auch die voraussichtliche einjährige Sperrung der S?Bahnstation am Flughafen entfällt.

Neue Verbindungen könnten geschaffen werden

Der Erhalt der Panoramabahn bis Stuttgart Nord ist Grundlage für die künftige Verbindung von Stuttgart Vaihingen in den Stuttgarter Norden über das Jahr 2025 hinaus. Die Stadt Stuttgart wird nun über das konkrete Vorgehen mit den Projektpartnern verhandeln. In einem ersten Schritt wird es darum gehen, eine Organisationsstruktur zu schaffen, welche sich mit den Aufgaben zum Erhalt der bestehenden Schienen und dem Bau eines Nordhalts befasst.

Über die Panoramabahn nach Stuttgart Nord könnten auch neue Verbindungen in Richtung Feuerbach und Bad Cannstatt geschaffen werden.

Archivfoto

Verbesserungen im Abendangebot der SSB

Posted by Klaus on 28th Juli 2022 in Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB

Anfrage der Stadträtinnen/Stadträte Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNENGemeinderatsfraktion

Mit dem Gemeinderatsbeschluss vom 27. Juli 2022 zur Klimaneutralität befindet sich Stuttgart auf einem guten Weg, die Klimaneutralität bis zum Jahr 2035 zu erreichen. Im Mobilitätsbereich sieht der Beschluss vor, einen Klimamobilitätsplan und erste Angebotsverbesserungen im ÖPNV auf den Weg zu bringen. Dazu werden auch die freiwerdenden Mittel von 3,6 Millionen Euro aufgrund des landesweiten Jugendtickets für Angebotsverbesserungen im Bus und Bahnverkehr eingesetzt.

Nach einer Bewertung der SSB zu den jeweiligen verkehrlichen Wirkungen sowie der finanziellen Bedarfe wird dem Beschluss nach im Herbst über die einzelnen Maßnahmen in den zuständigen Gremien beraten und entschieden. Aus unserer Sicht ist es besonders wichtig, dass möglichst viele Stuttgarterinnen und Stuttgarter von den Angebots- verbesserungen profitieren. Gerade abends gibt es in Stuttgart noch deutliche Angebotslücken, die die Nutzung des Nahverkehrs unattraktiv machen.

Im Vorfeld der Debatte fragen wir daher:
1. Wie teuer ist eine Verlängerung des 10MinutenTakts der Stadtbahnen um eine Stunde länger am Abend?

2. Wie teuer ist die Verlängerung einer Taktverbesserung bei den Innenstadtbussen bzw. für alle Busse im Stadtgebiet um eine Stunde?

3. Wie teuer wäre eine Verlängerung der Betriebszeiten der Stadtbahnen und der Busse um je eine Stunde im Spätverkehr?

4. Ist aus Sicht der SSB eine Verbesserung der Abendtakte in Stufen denkbar und wie könnten die aussehen?

5. Anknüpfend an 4. Ist eine Bedienzeitverlängerung bzw. Verlängerung der besseren Takte im ersten Schritt für bestimme Linien bzw. Busse denkbar (z. B. einen durchgehenden Nachttakt am Wochenende, bzw. eine um eine Stunde verlängerte Bedienung einer Tallängs und einer Talquerlinie)?

6. Welche Fahrgastpotentiale sieht die SSB bei den verschiedenen Varianten?

Unterzeichnet
Björn Peterhoff, Dr. Marco Rastetter, Andreas Winte

Archivfoto

„Helene“ zieht ins Straßenbahnmuseum ein

Info der SSB

Zahnradbahn: Ablösung der alten Fahrzeuggeneration beginnt
In der Nacht vom 25. auf 26. Juli erreichte nicht nur der dritte der neuen Triebwagen der Stuttgarter Zahnradbahn mit Nummer 1103 seinen Bestimmungsort. Damit ist nun der neue Fahrzeugpark der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) für die Stuttgarter Bergbahn vollständig, auch wenn noch nicht alle Wagen auf den Schienen stehen.  Gleichzeitig verschwand auch das erste Exemplar der bisherigen Fahrzeuge von den Schienen: Triebwagen 1003 wurde zur Geisterstunde ins Straßenbahnmuseum Stuttgart überführt. Dazu diente der gleiche Schwertransporter, mit dem zuvor Wagen 1103 aus der Schweiz gekommen war.
Dass es zu diesem fliegenden Wechsel in der gleichen Nacht kam, hat zwei Gründe: Zum einen ist der Platz auf den sehr beengten Gleisanlagen der Zahnradbahn zu knapp, dass mehr als vier Triebwagen gleichzeitig untergebracht werden können. Zum anderen ist der Transport mit dem Spezialtieflader nicht billig, so dass es auf der Hand liegt, mit dem Fahrzeug gleich zwei Transporte direkt nacheinander durchzuführen.

Dass eine Fahrzeuggarnitur der Zahnradbahn aus den1980er Jahren ins Verkehrsmuseum der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) kommt, ist Ehrensache: „Das ist ein Stück Kulturgut und Stadtgeschichte, da hängen viele Stuttgarter dran“, so Thomas Moser, Vorstandssprecher der SSB. Schließlich steht dort bereits ein musealer Zug der Vorgängergeneration mit Fahrzeugen von 1950 oder gar von 1898.

Erster Wagen geht Richtung Museum

Die Wahl der SSB für den künftigen Museum- skandidat fiel auf Wagen 1003, weil dieser 1995 auf den Namen Helene getauft worden war – zur Erinnerung an die Wohltäterin Helene Pfleiderer aus Degerloch, die eine mildtätige, nach ihr benannte Stiftung ins Leben gerufen hatte. Außerdem ist er technisch substanziell am besten im Zustand, dass er sich für die künftige Ausstellung im Straßen- bahnmuseum in Bad Cannstatt eignet.

Bis Helene im Fundusbereich des Museums im Rahmen von Gruppenführungen zu sehen sein wird, wird aber noch Zeit vergehen: Das über 30 Tonnen schwere Fahrzeug musste erst einmal innerhalb der Wagenhalle in Bad Cannstatt seinen Platz erreichen, was wegen der Zahnradtechnik und der auch dort beengten Verhältnisse nicht so einfach war. Und etwas aufpoliert werden muss das Vehikel dort auch noch. Selbstverständlich wird auch eine der drei Fahrradtransportloren, die seit 1984 zum Bild der Stuttgarter Zahnradbahn gehören, den Weg ins Museum finden.

Alte Fahrzeuggeneration bewährt

Die drei bisherigen Triebwagen sind 1981/82 vom damaligen Generallieferant Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg (MAN) im traditionellen Werk Nürnberg erbaut worden. Zulieferer waren die damalige Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) Winterthur sowie der AEG-Konzern (vormals Allgemeine Electricitäts-Gesellschaft), Werk Berlin, für die Elektrotechnik. Die drei Fahrzeuge (1001 bis 1003) wurden im August und Oktober 1982 nach Stuttgart geliefert. Nach den Probe- und Schulungsfahrten erfolgte zwischen September und November 1982 die amtliche Abnahme mit offizieller Inbetriebnahme.

Diese Fahrzeuge waren von MAN und dem Chef der Fahrzeugwerkstätten der SSB, Prof. Hermann Bosch, sozusagen als Vorab-Exemplare der späteren Stadtbahnwagen für Stuttgart entwickelt worden. Die Idee von Bosch war, eine „halbe“ Stadtbahn auf das Meterspurgleis der Zahnradbahn zu setzen. Mit der Fahrzeugfrage war auch die Existenzfrage für die Zahnradlinie gelöst. Damit konnten die damaligen, zwischen 30, 50 und über 80 Jahre alten Fahrzeuge ausgeschieden werden.

Die drei Triebwagen der MAN haben sich gut bewährt. Zwischen 1999 und 2003 durchliefen sie bei der SSB in Möhringen eine Teilsanierung, bei der vor allem die Antriebssteuerung erneuert wurde. Wie die zunehmenden Ausfälle der letzten Monate seit Herbst 2021 gezeigt haben, sind die drei Wagen nun, nach erneuten 20 Jahren, allerdings am Ende der Stetigkeit etlicher Baugruppen bei Druckluft oder Klimaanlage angekommen. Dadurch ist zwar die Sicherheit nicht gefährdet, dennoch können die Wagen mit solchen Einschränkungen de facto nicht mehr dauerhaft am Betrieb teilnehmen.

In den nun gut 40 Jahren Einsatz brachte es Wagen 1001 auf eine Laufleistung von 1 275 110 Kilometer, was jährlich etwa 32 000 Kilometern entspricht. Wagen 1002 erreichte bisher rund 750 000 Kilometer, während Helene (1003) eher geschont wurde: Sie zählt bisher gut 890 000 Kilometer, wurde also pro Jahr „nur“ mit etwa 22 000 Kilometern Laufleistung gefordert. Dafür, dass die Fahrzeuge im wöchentlichen Wechsel täglich zwischen 5 und 21 Uhr fast pausenlos im Einsatz stehen und etwa alle anderthalb Minuten in einer Steigung von bis zu 18 Prozent anfahren müssen, ist dies insgesamt eine beachtliche Leistung, die wohl kein Straßenfahrzeug erreichen würde.

Neue Triebwagen: Abnahme ist erfolgt

Wie geht es mit den Fahrzeugen bei der Zahnradbahn weiter? Die amtliche Zulassung für den neuen Fahrzeugtyp ist inzwischen erfolgt, so dass die Ausbildungsfahrten zur Einweisung der Fahrerinnen und Fahrer begonnen haben. Wenn ein Gutteil der Fahrdienstmitarbeiter die Qualifikation zur Bedienung der neuen Wagen erlangt hat und auch der zweite neue Triebwagen seine amtliche Abnahme erfahren hat, soll der erste der neuen Wagen in den Fahrgasteinsatz geschickt werden. Die SSB strebt an, dass dies Anfang Oktober der Fall sein wird.

Wenn die beiden neuen Fahrzeuge eine Mindestzahl von Einsatztagen hinter sich haben, wird der dritte neue Wagen (1101) von seinem derzeitigen Standplatz in der Hauptwerkstatt der SSB in Möhringen geholt und ebenfalls auf das Gleis der Zahnradlinie gesetzt. Damit wird dann auch wieder der Zeitpunkt gekommen sein, dass der nächste der alten Wagen sich von seiner Einsatzstrecke verabschiedet.

Foto, Rüdiger Frey ( Verkehrsfreunde Stuttgart) und Archivfotos

Untertürkheim – 48-Jähriger zwingt Zug zur Bremsung

Pressemeldung BPOLI S 26-07.2022

Ein 48 Jahre alter Mann befand sich am gestrigen Montagmittag (25.07.2022) im Gleisbereich des Untertürkheimer Bahnhofs und zwang so einen Zug zur Schnellbremsung. Der türkische Staatsangehörige soll sich nach aktuellem Kenntnisstand gegen 13:00 Uhr am gestrigen Mittag im Gleisbereich des Untertürkheimer Bahnhofs befunden haben, offenbar um eine dort befindliche Pfandflasche einzusammeln. Der Lokführer eines auf Gleis 5 fahrenden Güterzuges erkannte den in Stuttgart wohnhaften Mann wohl rechtzeitig und leitete umgehend eine Schnellbremsung ein. Der Zug kam noch vor dem 48-Jährigen zum Stehen. Alarmierte Einsatzkräfte konnten den sich unkooperativ verhaltenden Mann wenig später antreffen und diesem einen Platzverweis erteilen. Gegen ihn ermittelt nun die Bundespolizei wegen des Verdachtes des Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und dem unbefugten Aufenthalt in den Gleisen. Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang daraufhin, dass Aufenthalte im Gleisbereich lebensgefährlich sind. Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft erst sehr spät wahrgenommen werden. Selbst bei einer sofort eingeleiteten Notbremsung kommen Züge erst nach mehreren hundert Metern zum Halt.

Archivfoto

Office-Hub und Haus der Kulturen am Standort Alte Bahndirektion

Pressemeldung der Stadträtinnen/ Stadträte – Fraktion Freie Wähler-Gemeinderatsfraktion

Antrag:

Mit diesem Antrag knüpfen wir an unsere Anfrage Nr. 124/2022 („Fragen zum Office-Hub“) sowie an die seit April in Gemeinderat, Stadtverwaltung/Belegschaft, Öffentlichkeit und Presse geführte Diskussion über den Office-Hub an. Wie sich in den letzten drei Monaten gezeigt hat, gibt es viele offene Fragen zu dem Vorhaben und deutliche Vorbehalte in Bezug auf den vorgeschlagenen Standort im SynergiePark Vaihingen-Möhringen (W2 Campus).

Die Personalvertretungen (ÖPR) von mehreren Ämtern haben sich in Schreiben – teilweise in Offenen Briefen – an Gemeinderat und Stadtspitze aus verschiedenen Gründen gegen einen Standort außerhalb des Stadtzentrums ausgesprochen. Viele der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen ihren Arbeitsort/Arbeitsplatz auch weiterhin in der Innenstadt haben. Auch Haus & Grund Stuttgart und die fünf Stuttgarter Kammergruppen der  Architektenkammer Baden-Württemberg sprechen sich gegen ein „zweites Rathaus in der Peripherie“ (Zitat Haus & Grund) aus.

Uns Freien Wählern geht es darum, die insgesamt beste Lösung für den Office-Hub zu finden. Dazu gehört für uns in erster Linie ein geeigneter Standort, der bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung Zustimmung findet und für alle Bürgerinnen und Bürger gut zu erreichen ist. Dass der Office-Hub in absehbarer Zeit realisiert wird, ist auch uns Freien Wählern wichtig – die schnellste Lösung muss aber nicht zwingend die beste sein.

Projekt der P+B Group, Areal „Alte Bahndirektion, S-Mitte“
Nun wurde in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Technik vom 12. Juli 2022 unter Tagesordnungspunkt 11. das Projekt „Alte Bahndirektion, S-Mitte“ durch die Stadtverwaltung und durch den Investor P+B Group vorgestellt und erläutert. In der Aussprache zu den Vorträgen hat sich herausgestellt, dass die Gebäude, die P+B auf dem Areal bei der Alten Bahndirektion plant, ausreichend Platz für den Office-Hub bieten werden und zum Verkauf stehen. Dem gewünschten Erwerb der fertigen Gebäude/des Office-Hub durch die Stadt steht vonseiten des Investors also nichts entgegen. Gleichzeitig wäre es denkbar, das Haus der Kulturen im Gebäude Alte Bahndirektion unterzubringen.
Da das Areal der Alten Bahndirektion in der Innenstadt liegt, durch die Nähe zum Hauptbahnhof sehr gut an SPNV und ÖPNV angebunden ist, und der Fußweg zum Rathaus nur etwa 15 bis maximal 20 Minuten beträgt, scheint uns dieser Standort für den Office-Hub sehr gut geeignet. Gleichzeitig würde damit den Wünschen und Forderungen der städtischen Beschäftigten nach einem Arbeitsort in der Innenstadt Rechnung getragen.
Weil es sich bei den Gebäuden um Neubauten handelt, dürfte es im jetzigen Stadium des Projekts kein Problem sein, die Vorstellungen der Stadtverwaltung bei der Gestaltung der Innenräume und die Vorgaben aus der Energierichtlinie der Stadt umzusetzen.
Belegungskonzept
Bedauerlicherweise ist bis heute nicht klar, welche Ämter oder Verwaltungseinheiten in den Office-Hub einziehen sollen. Diese Frage muss jetzt unbedingt geklärt werden, damit diejenigen, deren Arbeitsplätze künftig im Office-Hub sein sollen, in die Planung der Räumlichkeiten einbezogen werden können.
In diesem Zusammenhang muss auch einmal die Frage ge- und erklärt werden, was sich hinter dem Begriff „Neue Arbeitswelten“ verbirgt. Außerdem hätten wir gerne Auskunft darüber, was der Gesamtpersonalrat unter einer „innovativen Kantine“ versteht.
Wir beantragen:
Die Stadtverwaltung prüft schnellstmöglich und stellt dem Gemeinderat gegenüber dar,
1. ob und unter welchen Voraussetzungen der Office-Hub im P+B-Projekt Alte Bahndirektion verwirklicht werden kann. Zu klären und darzustellen ist insbesondere, welche der Gebäude, die P+B errichten will, für den Office-Hub geeignet sind,
a. ob und in welcher Form die städtischen Vorgaben, Anforderungen und Wünsche
b. von/in den Gebäuden erfüllt werden können (Raumaufteilung, Energierichtlinie, etc.), welche Vor- und Nachteile der Standort Alte Bahndirektion für den Office-Hub hat,
c. wann die Gebäude voraussichtlich bezogen werden können,
d. welcher Preis beim Erwerb der Gebäude zu bezahlen wäre,
e. und, ob dieser Preis angemessen ist.
f. Die Stadtverwaltung legt im September/Oktober 2022 dar,
2. welche Ämter, Abteilungen und/oder Verwaltungseinheiten in den Office-Hub einziehen sollen,
a. was unter „Neuen Arbeitswelten“ zu verstehen ist,
b. und was mit „innovativer Kantine“ gemeint ist.
c. Die Stadtverwaltung legt im September/Oktober 2022 dar, ob sie das Gebäude Alte
3. Bahndirektion für die Unterbringung des Hauses der Kulturen als geeignet ansieht und ein Erwerb des Gebäudes für diesen Zweck grundsätzlich in Frage kommt.

Gezeichnet:
Rose von Stein, Konrad Zaiß, Michael Schrade, Jörg Sailer

Archivfoto

Stadtbahnverkehr zwischen Wasenstraße und Hedelfingen unterbrochen

Info der SSB

Die SSB baut zwischen der Kreuzung Otto-Konz-Brücken und Hedelfinger Straße 105 ein neues Rasengleis. Im gleichen Zuge wird die Haltestelle Wangen Marktplatz saniert. Der Stadtbahnverkehr der Linien U9 und U13 wird daher von Montag, 1. August bis Sonntag, 23. Oktober, im Bereich zwischen den Haltestellen Wasenstraße (Linie U13) und Hedelfingen unterbrochen. Ein Schienen- ersatzverkehr (SEV) mit Gelenkbussen wird zwischen den Haltestellen Wasenstraße (Linie U4) und Hedelfingen eingerichtet.

Die Linie U9 verkehrt in dieser Zeit zwischen Heslach Vogelrain und Wasenstraße (der Linie U4) und wechselt dann zur Linie U13 Richtung Pfostenwäldle.

Die Linie U13 verkehrt zwischen Feuerbach Pfostenwäldle und Wasenstraße (der Linie U4) und wechselt dort zur U9 Richtung Heslach Vogelrain.

Die U4 fährt regulär zwischen Hölderlinplatz und Untertürkheim Bahnhof.

Der Schienenersatzverkehr (SEV UE) fährt zwischen Wasenstraße und Hedelfingen und bedient dazwischen die Haltestellen Wangen Marktplatz und Hedelfinger Straße in beiden Richtungen.

Durch die Nutzung des Schienenersatzverkehrs verlängern sich die Reisezeiten in allen  Relationen. Fahrgäste sollten dies bei ihren Fahrten berücksichtigen und mehr Zeit einplanen.

Fahrplantabellen und tagesaktuelle Reiseverbindungen sind unter www.ssb-ag.de oder www.vvs.de abrufbar. Eine Fahrradmitnahme in den Ersatzbussen ist nicht möglich. In den Bussen des SEV findet kein Fahrscheinverkauf statt.

Während der Bauzeit werden Zu- und Abgänge der betroffenen Haltestellen nicht zugänglich sein und damit die Fahrscheinautomaten nicht genutzt werden können. Z-Überwege sind zeitweise gesperrt.

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Hauptbahnhof (tief) S1, S2, S3, S4, S5, S6, S60 Teilausfälle und Ausfälle wegen Oberleitungs- störung

Posted by Klaus on 15th Juli 2022 in Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB

INFO VVS

Hauptbahnhof (tief): Verspätungen, Teilausfälle und Ausfälle wegen Oberleitungsstörung
Vom 09.07.2022 bis 16.07.2022

Verkehrskonzept für den 15.07.22:

S1 Kirchheim (T) – Herrenberg
S2 Schorndorf – Filderstadt
S3 Backnang – Vaihingen
S4 Backnang – Schwabstraße
S5 Bietigheim – Schwabstraße
S6 Weil der Stadt – Schwabstraße
S60 Böblingen – Renningen – Stuttgart Zuffenhausen.
Alle Linien verkehren im Halbstundentakt.

Bitte achten Sie auf Anzeigen und Lautsprecheransagen und prüfen regelmäßig Ihre Reiseverbindung in den elektronischen Auskunftsmedien.
Techniker Teams arbeiten auf Hochtouren zur Beseitigung der Schäden durch den Kurzschluss an der Oberleitung am Hauptbahnhof Stuttgart.

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Sitzung des Interessenverbandes Gäu-Neckar-Bodenseebahn

Presse LHS

Um die aktuelle Diskussion über das Thema Gäubahn zu versachlichen, haben die Mitglieder des Interessenverbandes Gäu-Neckar-Bodenseebahn heute beschlossen, einen Faktencheck zu initiieren. Dieser Faktencheck soll gemeinsam mit den Projektpartnern durchgeführt werden.

Ein Zug fährt auf einer Bahnstrecke, die links und rechts von Bäumen umgeben ist.

Foto, LHS – Der Interessenverband Gäu-Neckar-Bodenseebahn hat sich am 14. Juli im Stuttgarter Rathaus ausgetauscht.

Die Ergebnisse sollen in einer gemeinsamen Faktenkonferenz diskutiert werden. Gleichzeitig bestätigte der Interessenverband bei seiner heutigen Sitzung im Stuttgarter Rathaus sein einhelliges Ja zum Pfaffensteigtunnel und zu den anstehenden Vorabmaßnahmen.

Guido Wolf, Vorsitzender des Interessenverbandes: „Für die Verbandsmitglieder ist es entscheidend wichtig, dass wir uns nicht in juristischen Auseinandersetzungen verheddern, sondern weiterhin den gemeinsamen Schulterschluss üben. Es liegt in der Natur der Sache, dass bei einem derart bedeutenden Projekt regional unterschiedliche Interessen artikuliert werden. Unser Ziel muss es sein, diese mit Blick auf die verkehrliche Perspektive für unseren gemeinsamen Wirtschafts- und Lebensraum zu bündeln. Die Bereitschaft hierzu war auch heute wieder deutlich zu erkennen.“

Dr. Frank Nopper, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart: „Ziel sollte es sein, einen Gäubahnfrieden zu halten. Wir alle sind Gäubahn, wir alle möchten einen Weg finden, einen Ausgleich zu finden. Ich bin zuversichtlich, dass uns dies in der Abwägung gut gelingen wird.“

Thomas Bopp, Vorsitzender Verband Region Stuttgart: „Die Region unterstützt alle Bemühungen, damit die Gäubahn deutschlandtaktfähig wird. Dazu ist der Pfaffensteigtunnel ein entscheidender Auftakt, der nun angegangen wird. Die Region hat ein großes Interesse daran, die Interimszeit positiv zu gestalten, und führt daher zusätzliche S-Bahnen nach Vaihingen und Böblingen.“

Gerd Hickmann, Abteilungsleiter Öffentlicher Verkehr im Landesverkehrsministerium Baden-Württemberg: „Wir sehen natürlich die unterschiedlichen Interessen. Das Land hat daher einen Faktencheck vorgeschlagen, um die Diskussion zu versachlichen und gegenseitiges Verständnis zu schaffen.“

Panoramabahn: Zukunftsperspektive gemeinsam entwickeln

Posted by Klaus on 14th Juli 2022 in Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN IM GEMEINDERAT STUTTGART

Rühle: Große Entwicklungschance für westliches und nördliches Stadtgebiet Statement von Petra Rühle, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Stuttgarter Rathaus zur vorgestellten Potenzialanalyse der Panoramabahn des Verkehrswissenschaftlichen Instituts Stuttgart:
„Die Bahnstrecke ist nicht nur für Ausweichverkehre bei einer Unterbrechung der SBahnStammstrecke wichtig, sondern besitzt darüber hinaus ein großes Potenzial im Hinblick auf eine Erschließungs und Durchbindungswirkung. Die Panoramabahn bietet als durchgängig zweigleisig nutzbare Tangentiallinie mit einer leistungsstarken Anbindung langfristig große Vorteile und Möglichkeiten für eine dringend notwendige Kapazitätserweiterung im Schienenverkehr. Gerade auch für das westliche und nördliche Stadtgebiet eröffnet sich damit ganz neue Entwicklungschance.

Die Untersuchung untermauert damit eindrücklich den politischen Konsens in der Stadt, dass der Erhalt der Panoramastrecke zumindest zwischen Vaihingen und StuttgartNord mit einem Nordhalt als leistungsfähiger Haltestelle und Anbindung nach Norden und Osten für die Mobilitätswende in Stuttgart und der ganzen Region unverzichtbar ist.

Wir brauchen jetzt eine breite Debatte über die langfristige Nutzung der Bahnstrecke auf dem Stuttgarter Stadtgebiet, mit einem tragfähigen Betreiberkonzept, weiteren Haltestellen und Verbindungen sowie perspektivisch einer Anbindung an den neuen Tiefbahnhof durch eine dringend notwendigen Ergänzungsstation – um die Potentiale dieser Schienenstrecke auch entsprechend nutzen zu können.
Vor diesem Hintergrund erwarte ich, dass die Deutsche Bahn ihre umstrittene Stilllegungsabsicht endlich aufgibt und jetzt gemeinsam mit Land, Region und Stadt an einer tragfähigen Zukunftsperspektive arbeitet. Angesichts der Klimakrise und den Heraus- forderungen der Mobilitätswende ist eine Stilllegung aus der Zeit gefallen“.

Archivfoto