Archive for the ‘Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB’ Category

Fahrplanangebot weiterhin leicht eingeschränkt Vom 07.01.2021 bis 31.01.2021

Info VVS

Trotz der von Bund und Ländern beschlossenen Verlängerung des Lockdowns fahren die Bahnen und Busse mit lediglich geringfügigen Einschränkungen in den Nachtstunden und im Schülerverkehr weiter. Damit soll in der Pandemie für ausreichend Platz in den Fahrzeugen gesorgt werden, auch wenn derzeit die Nachfrage aufgrund von Home-Office, Kurzarbeit sowie geschlossenen Geschäften und Schulen niedriger ist als normal. Da auch die nächtliche Ausgangssperre weiter gilt, entfallen bis Ende Januar die Nachtbusse in der Landeshauptstadt Stuttgart und der Region. Außerdem gibt es, solange die Schulen geschlossen bleiben, im regionalen Busverkehr geringfügige Einschränkungen.

Ab Montag, den 11. Januar 2021 gilt somit folgender Fahrplan:

– S-Bahnen und Regionalzüge inklusive der Nebenbahnen fahren tagsüber wie gewohnt (Trotz der von Bund und Ländern beschlossenen Verlängerung des Lockdowns fahren die Bahnen und Busse mit lediglich geringfügigen Einschränkungen in den Nachtstunden und im Schülerverkehr weiter. Damit soll in der Pandemie für ausreichend Platz in den Fahrzeugen gesorgt werden, auch wenn derzeit die Nachfrage aufgrund von Home-Office, Kurzarbeit sowie geschlossenen Geschäften und Schulen niedriger ist als normal. Da auch die nächtliche Ausgangssperre weiter gilt, entfallen bis Ende Januar die Nachtbusse in der Landeshauptstadt Stuttgart und der Region. Außerdem gibt es, solange die Schulen geschlossen bleiben, im regionalen Busverkehr geringfügige Einschränkungen.

Ab Montag, den 11. Januar 2021 gilt somit folgender Fahrplan:

– S-Bahnen und Regionalzüge inklusive der Nebenbahnen fahren tagsüber wie gewohnt (mit Ausnahme des Nachtverkehrs am Wochenende)

– Busse und Stadtbahnen der SSB fahren ebenfalls ganz normal (mit Ausnahme der Nachtbusse am Wochenende)

– Im regionalen Busverkehr gilt grundsätzlich der „Ferienfahrplan“, d.h. der normale Fahrplan ohne spezielle Schülerfahrten (z. B. A-Linien und Verstärkerfahrten)

In der kommenden Woche wird dann entschieden, wie die Busse und Bahnen im Schülerverkehr ab Montag, 18. Januar 2021 fahren. Dies hängt davon ab, ob und wie der Präsenzunterricht an den Schulen wieder hochgefahren wird.

Der VVS empfiehlt seinen Fahrgästen sich vor der Fahrt mit Bus oder Bahn über die VVS-Fahrplanauskunft unter vvs.de oder in der App „VVS Mobil“ zu informieren.)

:: Busse und Stadtbahnen der SSB fahren ebenfalls ganz normal (mit Ausnahme der Nachtbusse am Wochenende)

:: Im regionalen Busverkehr gilt grundsätzlich der „Ferienfahrplan“, d.h. der normale Fahrplan ohne spezielle Schülerfahrten (z. B. A-Linien und Verstärkerfahrten)

In der kommenden Woche wird dann entschieden, wie die Busse und Bahnen im Schülerverkehr ab Montag, 18. Januar 2021 fahren. Dies hängt davon ab, ob und wie der Präsenzunterricht an den Schulen wieder hochgefahren wird.

Der VVS empfiehlt seinen Fahrgästen sich vor der Fahrt mit Bus oder Bahn über die VVS-Fahrplanauskunft unter vvs.de oder in der App „VVS Mobil“ zu informieren.

Stand 08.01.2021 14:26

Foto, Klaus

 

So fährt die SSB bis 10. Januar 2021: Angebot und Öffnungszeiten zu Weihnachten und Silvester

Pressemeldung SSB

Fahrplan

Die SSB hält auch nach dem 16. Dezember 2020 ihr Fahrplanangebot aufrecht. Der Ferienfahrplan beginnt wie ursprünglich geplant am 23. Dezember und gilt zunächst bis zum 10. Januar 2021. „Wir wollen unseren Fahrgästen auch in den kommenden Wochen weiterhin ein verlässliches Angebot bieten“, so der Technische Vorstand und Vorstandssprecher der Stuttgarter Straßenbahnen.

Lediglich die SSB-Nachtbusse an den Wochenenden fahren vom kommenden Wochenende 17.-20. Dezember an bis auf weiteres nicht mehr. Die ursprünglich ab dem 14. Dezember 2020 zusätzlich geplanten Nachtbusse unter der Woche werden, wie bereits angekündigt, erst zu einem späteren Zeitpunkt starten.

Am 24. Dezember gilt bei den Buslinien ganztägig der Samstagsfahrplan. 

Bei der Stadtbahn gilt der Samstagsfahrplan bis etwa 14 Uhr. Ab 14 Uhr fahren die Stadtbahnen, mit Ausnahme der U5, U8, U16 und U19, so, wie sie an Wochentagen nach 21 Uhr fahren, also in der Regel im 15-Minuten-Takt.

An den beiden Weihnachtsfeiertagen 25. und 26. Dezember 2020 gilt der Sonntagsfahrplan der SSB.

An Silvester gilt ganztägig der Samstagsfahrplan der SSB, am Neujahrstag der Sonntagsfahrplan. Ein zusätzliches Angebot in der Silvesternacht wird die SSB aufgrund der aktuell geltenden Verordnungen und Ausgangsbeschränkungen nicht fahren.

Alle aktuellen Abfahrtszeiten finden sich im elektronischen Fahrplan, der beispielsweise über www.ssb-ag.de oder die Apps der SSB zugänglich ist.

Öffnungszeiten

Über fundstelle@ssb-ag.de können Fahrgäste Kontakt zur Fundstelle der SSB aufnehmen. Die Türen der SSB-Fundstelle bleiben vom 16. Dezember 2020 bis vorerst 10. Januar 2021 für Publikumsverkehr geschlossen. Fundsachen können aber nach vorheriger Vereinbarung abgeholt werden. Am 24. und 31. Dezember 2020 und an den Feiertagen ist die Fundstelle der SSB geschlossen.

Alle drei Kundencentren der SSB öffnen weiterhin regulär, also montags bis freitags von 9.30 bis 18 Uhr. Das Kundencentrum am Charlottenplatz hat zusätzlich samstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Am 24. und 31. Dezember 2020 und an den Feiertagen bleiben alle SSB-Kundencentren geschlossen.

Die Telefone der Ansprechpartner für erhöhtes Beförderungsentgelt, für den Abo-Service, für das Firmen-Abo und für den allgemeinen telefonischen Service der SSB sind an den Werktagen wie üblich von 8 bis 18 Uhr zu erreichen. An Heiligabend, den Weihnachtsfeiertagen, Silvester und Neujahr sowie am 6. Januar sind die Nummern nicht besetzt. Telefonische Fahrplanauskünfte erhalten Anrufer über die Feiertage rund um die Uhr unter 0711 7885-3333. Fahrplanauskünfte erhalten Kunden außerdem unter www.ssb-ag.de oder mobil mit der App SSB Move.

Fotos, Archiv

SSB Buslinie 42 und N9 veränderte Fahrtroute

Info SSB

Ab Freitag, 27. November 2020, Betriebsbeginn müssen außerdem auch die Busse in Fahrtrichtung Schlossplatz zwischen Friedenstraße und Schwarenbergstraße umgeleitet werden. Die Haltestelle Urachstraße Richtung Schlossplatz wird verlegt.

Ersatzhaltestellen:

– Die Haltestelle Staatsgalerie (Pos. 2) der Linie 42 Richtung Erwin-Schoettle-Platz wird zur Haltestelle Staatsgalerie (Pos. 1) der Linie 40 Richtung Vogelsang verlegt.

– Die Haltestelle Friedenstraße Richtung Schlossplatz wird in die Landhausstraße, nach der Kreuzung mit der Schubertstraße verlegt (erreichbar über Treppen). Alternativ weichen Sie barrierefrei bitte auf die Haltestelle Schwarenbergstraße aus.

Empfehlung ab Schwarenbergstraße und Urachstraße Richtung Erwin-Schoettle-Platz:

– Zur Fahrt in Richtung Hauptbahnhof und Erwin-Schoettle-Platz nutzen Sie bitte die Busse der Gegenrichtung ab Schwarenbergstraße oder ab der Ersatzhaltestelle Urachstraße in der Landhausstraße bis zur Haltestelle Ostendplatz und steigen Sie dort zur Linie 42 Richtung Erwin-Schoettle-Platz um.

Empfehlungen ab Friedenstraße Richtung Erwin-Schoettle-Platz:

– Zur Fahrt in Richtung Hauptbahnhof und Erwin-Schoettle-Platz nutzen Sie bitte die Busse der Gegenrichtung bis zur Haltestelle Ostendplatz und steigen Sie dort zur Linie 42 Richtung Erwin-Schoettle-Platz um.

– Nutzen Sie alternativ die Stadtbahnhaltestelle Neckartor.

Land stuft Nahverkehrsprojekt positiv ein – „Sehr hohes Potenzial“ für die Bottwartalbahn

Pressemeldung Bürgeraktion Bottwartalbahn.

Das Projekt der Bottwartalbahn, dem möglichen Bahnstreckennetz zwischen Heilbronn, Beilstein und Marbach, besitzt eines der größten Fahrgast- potenziale im Land. Laut Mitteilung des Verkehrs- ministeriums Baden-Württemberg gehört dieses Reaktivierungsprojekt in die Kategorie ‘Sehr hohes Nachfragepotenzial‘. Dies ist die höchste mögliche Einstufung. Die Bottwartalbahn wird dort an zweiter Stelle von zwölf denkbaren Bahnlinien dieser Einstufung gehandelt.

Damit nimmt das Netz von Beilstein unter den 42 insgesamt voruntersuchten Vorhaben beinahe den höchsten Rang ein, was die grundsätzliche Aussicht auf hohe Nachfrage angeht. Die Bürgeraktion Bottwartalbahn sieht sich nicht überrascht, sondern in ihrer Einschätzung bestätigt: „Wir haben schon vor zwei Jahren durch eigene Zählungen und Berechnungen ermittelt, dass heute schon alleine auf einem Streckenast mindestens 5000 Fahrgäste unterwegs sind“, sagt Hans-Joachim Knupfer (Leonberg) von der Bürgerinitiative. Auf beiden Streckenästen nördlich und südlich von Beilstein kämen somit bereits heute rund 10 000 Fahrgäste zusammen. Damit liege die Bahnverbindung zwischen Schozachbecken und Bottwartal sehr weit über der vom Land genannten Quote von mindestens 1500 Fahrgästen am Tag, die bereits als „sehr hohes Potenzial“ gilt. Knupfer: „Wenn dort in Zukunft eine Bahn statt Omnibussen fährt, wird die Fahrgastzahl nochmals massiv ansteigen – denn damit gewinnt man echte Umsteiger vom Auto.“

Oliver Kämpf (Beilstein) von der Bürgeraktion verweist darauf, auch die große Streckenlänge von rund 30 Kilometern werde dazu beitragen, dass die Zahl der Pendlerkilometer, die künftig dank Schiene klimafreundlich unterwegs sein könnten, stark positiv zu Buche schlage: „Das stärkt die wirtschaftliche Ökobilanz unseres Projekts.“ Kämpf betont, dass das Thema Schozach-Bottwar-Netz besonders gute Chancen habe, weil durch die Kommunen bereits eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben worden sei. Die müsse nun auf die aktuellen Richtlinien des Landes angepasst werden, was den Nutzen-Kosten-Faktor angehe. Außerdem biete das Ministerium einen besonderen Anreiz: Wer bald einen Förderantrag stelle, für den übernehme das Land sogar die Betriebskosten. Oliver Kämpf: „Da gilt das Windhundprinzip – jetzt müssen die Landkreise Heilbron und Ludwigsburg schnell sein.“ Der Antrag gehe zunächst sogar, ohne dass eine Studie abgewartet werden müsse. Wer zuerst komme, zeige damit auch dem Land, dass ihm das Thema wichtig sei. Besser als jetzt könnten die Chancen nie mehr kommen. Das Schozach-Bottwar-Bahnnetz biete endlich auch eine Perspektive für eine dringend nötige „Süd-Straßenbahn“ in Heilbronn.

Zusatzinfo
Die Baukosten für das Gesamtnetz seien zwar sicherlich hoch, aber die Förderung bis zu 90 Prozent, sogar für die Planungskosten, mildere die Einzelbeträge für die einzelnen Kommunen massiv. „Ein Kanalsanierung macht und stemmt eine Gemeinde auch mal, das ist im Verhältnis nichts anderes“, erklärt Nahverkehrskenner Knupfer.

Der große Vorteil der Stadtbahn läge darin, dass sie viel günstiger zu bauen sei als eine vergleichbare Eisenbahnstrecke, aber praktisch gleich leistungsfähig wäre. Die Stadtbahn benötige nicht mehr Breite als eine Busspur, und das Gleis könne sogar begrünt werden. Bei der Bottwartalbahn komme als enormer Vorteil dazu, dass das Stadtbahnnetz in Heilbronn bereits vorhanden sei. So ergebe sich neben vielen Synergien und Kosteneinsparungen eine für die Pendler sehr praktische Durchbindung bis in die City und weiter ins Industriegebiet Richtung Neckarsulm – „so etwas kann nur die Stadtbahn bieten“, so Oliver Kämpf. Auch für den Tourismusverkehr werde die Bahn in der malerischen Weinbaugegend eine echte Alternative und Attraktion bilden.

Der Bus als Plus
Durch die neue Arbeitsteilung zwischen Schiene und Bus könne das Busnetz auf kürzere Zubringerlinien mit kleineren Einheiten umgestellt werden. Kleinere Busse könnten die Wohngebiete besser erschließen und bereits heute elektrisch fahren. Damit werde auch der Busverkehr, der in der heutigen Form überlastet und zu unflexibel sei, für viele Neukunden attraktiv. Dieses Prinzip habe sich bei allen neuen Schienenstrecken bewährt, gerade auf dem flachen Land, und komme bei den Fahrgästen gut an. Hans-Joachim Knupfer: „So machen wir auch den Bus zum echten Sympathieträger und Gewinner.“ Außerdem werde die Bottwartalbahn beide Regionen zwischen Heilbronn und Marbach umsteigefrei verbinden, ein großer Fortschritt gegenüber dem heutigen Nahverkehr.

Fotomontage: Knupfer/www.bottwartalbahn.de

Landes-Offensive zur Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken

Eisenbahnausstellung im Stadtmuseum Bad Cannstatt – Komm‘ Weib! Steig‘ ei‘!

Cannstatt und die Geburt der „Schwäbischen Eisenbahn“ vor 175 Jahren
Dauer der Ausstellung Das Stadtmuseum Bad Cannstatt ist geschlossen bis 2.12.2020

Eine Ausstellung des Stadtmuseum Bad Cannstatt in Kooperation mit Pro Alt-Cannstatt e.V.
„Komm‘ Weib! Steig‘ ei‘!“ So verballhornten die Schwaben die Abkürzung „K.W.St.E.“, die sich an Wagen und Lokomotiven ihrer „Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahn“ befand. Bis überhaupt jemand einsteigen und mit dem Zug fahren konnte, hatte es im Königreich Württemberg aufreibende Diskussionen und nicht minder lange Planungen gegeben, spätestens seitdem 1835 die erste Eisenbahn auf deutschem Boden zwischen Nürnberg und Fürth verkehrte. Am 2. Oktober 1845 lief der erste Probezug über die Strecke Cannstatt-Untertürkheim, drei Wochen später am 22. Oktober wurde der reguläre Verkehr zwischen dem Cannstatter Bahnhof und Untertürkheim aufgenommen. König und Hofstaat fuhren schließlich am 20. November mit, als die Strecke bis Esslingen eingeweiht wurde…..

 Ort: Stadtmuseum Bad Cannstatt
Marktstraße 71/1
(„Klösterle-Scheuer“)
70372 Stuttgart-Bad Cannstatt

Öffnungszeiten
Mi 14 – 16 Uhr
Sa 14 – 17 Uhr
So 12 – 18 Uhr
Eintritt frei

Information
Tel. 0711 / 56 47 88
(während der Öffnungszeiten)
Anfragen für Gruppenführungen (Coronabedingungen)
Tel. 0711 / 216 25 800

>> PLAKAT <<

>> FLYER mit Programm <<

Weitere Infos:
stadtpalais@stuttgart.de
www.stadtpalais-stuttgart.de
www.stadtmuseum-badcannstatt.de
facebook.com/museumcannstatt

Landes-Offensive zur Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken

Presseinfo

Das Land will stillgelegte Bahnstrecken reaktivieren und ländliche Regionen besser an die Schiene anbinden. Verkehrsminister Winfried Hermann hat dazu eine landesweite Potenzialanalyse und neue Fördermöglichkeiten vorgestellt.

„Viele stillgelegte Bahnstrecken in Baden-Württemberg haben ein großes Fahrgastpotenzial. Das ist die Hauptbotschaft einer neuen Untersuchung“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann bei der Vorstellung einer vergleichenden landesweiten Potenzialuntersuchung. Dazu wurden verschiedene kommunale und regionale Akteure sowie teilnehmende Verkehrsverbünde und Eisenbahnunternehmen zu einer Online-Veranstaltung eingeladen. Die Untersuchung zeigt, welche Bahnstrecken beziehungsweise Bahnkorridore von einer Reaktivierung am meisten profitieren könnten. Zudem wurden mit neuen attraktiven Fördermöglichkeiten die Eckpunkte des Reaktivierungskonzepts des Landes vorgestellt.

„In vielen der stillgelegten Bahnstrecken steckt ein beträchtliches Potenzial. Das wollen wir heben“, sagte Verkehrsminister Hermann und fügte hinzu: „Lassen Sie uns gemeinsam eine neue Reaktivierungsoffensive starten und dafür sorgen, dass viele Städte und Gemeinden wieder an die Schiene angebunden werden – in den Verdichtungsräumen aber auch im ländlichen Raum.“ Viele Strecken tragen auch zur Stärkung einer Region und der Wirtschaft gerade in ländlich geprägten Räumen bei. Die Reaktivierungsoffensive ist ein wichtiger Beitrag zur Verkehrswende und zum Klimaschutz.

Großes Fahrgastpotenzial auf vielen Strecken

Insgesamt 42 stillgelegte Strecken im Land wurden durch das vergleichende Gutachten auf ihr Fahrgastpotenzial untersucht. Auf Grundlage des zu erwartenden Fahrgastaufkommens wurden die Strecken in vier Kategorien eingeteilt. Ein sehr hohes Nachfragepotenzial von mehr als 1.500 Fahrgästen pro Schultag ist auf zwölf der untersuchten Strecken beziehungsweise Schienenkorridoren zu erwarten, darunter die Echaztalbahn zwischen Reutlingen und Engstingen, die Bottwartalbahn zwischen Marbach am Neckar und Heilbronn, die Markgröninger Bahn zwischen Ludwigsburg und Markgröningen und die Strecke Göppingen-Bad Boll-Kirchheim unter Teck.

Ein hohes Fahrgastaufkommen von 750 bis 1.500 Fahrgästen pro Schultag wird auf insgesamt zehn Strecken erwartet, darunter die Strecke Balingen-Rottweil, die Wehratalbahn zwischen Schopfheim und Bad Säckingen, die Kochertalbahn zwischen Waldenburg und Künzelsau, die Zabergäubahn zwischen Lauffen am Neckar und Zaberfeld und die Ablachtalbahn zwischen Mengen und Stockach. Bei weiteren zehn Strecken ist ein mittleres Fahrgastaufkommen von 500 bis 750 Fahrgästen je Schultag zu erwarten, darunter die Krebsbachtalbahn zwischen Neckarbischofsheim und Hüffenhardt sowie die Kandertalbahn in Südbaden zwischen Haltingen und Kandern. Durch vertiefte Untersuchungen ist hier zu klären, ob ein höheres Nachfragepotenzial möglich ist. Dies kann im Rahmen einer Machbarkeitsstudie belegt werden.

Für zehn Bahnstrecken mit weniger als 500 Fahrgästen je Schultag kommt das Gutachten zu dem Schluss, dass für ein tägliches Angebot im Stundentakt nach den vorliegenden Kenntnissen nicht genügend Fahrgäste erwartet werden. Hier kann im Einzelfall geprüft werden, ob die Strecken für ein verringertes Angebot, zum Beispiel für den Freizeit- und Museumsbahnverkehr geeignet sind.

Förderung für Reaktivierungsvorhaben und Übernahme der Betriebskosten

Verkehrsminister Hermann betonte, dass die Rahmenbedingungen für neue Reaktivierungsvorhaben so günstig sind wie noch nie und er ermutigte die im Livestream versammelten kommunalen und regionalen Vertreterinnen und Vertreter, jetzt zügig konkrete Planungen voranzutreiben: „Der Bund fördert die Baukosten für Reaktivierungsvorhaben neuerdings mit bis zu 90 Prozent. Das Land beteiligt sich zudem an den verbleibenden Kosten, so dass im Ergebnis Streckenreaktivierungen mit bis zu 96 Prozent der Baukosten gefördert werden können.“ Doch damit nicht genug: „Damit die Vorhaben möglichst schnell durch die kommunalen Akteure geplant werden, wird das Land noch von diesem Jahr an bis Ende 2023 Machbarkeitsstudien zu Reaktivierungsvorhaben mit 75 Prozent fördern. Wichtig ist, dass die Akteure vor Ort sich möglichst frühzeitig auf ein gemeinsames Vorgehen abstimmen und die Streckenreaktivierungen vorantreiben.“

Darüber hinaus kündigte der Verkehrsminister an, dass das Land bei nachfragstarken Strecken grundsätzlich die Bestellung und die Kosten für den Betrieb der reaktivierten Bahnstrecken gemäß dem Landesstandard (mindestens Stundentakt, bei hoher Nachfrage mehr) übernehmen wird. Wird ein Angebot mit mehr Zügen als dem Landesstandard gewünscht, müsste der Teil des Angebots, der über den Landesstandard hinausgeht, kommunal finanziert werden. „Gerade auch um den ländlichen Raum zu stärken, übernimmt das Land bei Strecken mit einem Fahrgastpotenzial von mindestens 750 Fahrgästen je Schultag die Betriebskosten. Und bei Strecken mit einem mittleren Fahrgastpotenzial von 500 bis 750 Fahrgästen je Schultag bieten wir eine anteilige Finanzierung der Betriebskosten in Höhe von 60 Prozent an.“

Planungen schnell in Angriff nehmen

Die Vergabe der Mittel erfolgt in zeitlicher Reihenfolge der Inbetriebnahmen, sofern ausreichend Mittel vorhanden sind. „Durch diese Regelung besteht ein hoher Anreiz, zügig die notwendigen Planungen schnell in Angriff zu nehmen.“ Minister Hermann motivierte daher die lokalen und regionalen Akteure, jetzt aktiv zu werden: „Die Reaktivierung von Schienenstrecken kann nur gemeinsam gelingen. Die Initiative muss von der kommunalen Ebene kommen. Als Land unterstützen wir die Projekte mit Rat und Tat und auch finanziell.“

Gutachten: Potenzialanalyse zur Reaktivierung von Schienenstrecken (PDF)

Karte und Streckenübersicht: Ergebnisse der Potenzialanalyse zur Reaktivierung von Schienenstrecken (PDF)

Vortrag von Verkehrsminister Winfried Hermann: Stillgelegte Gleise zu neuem Leben erwecken (PDF)

Vortrag von Landrat Zeno Danner: Erfolgreiche Reaktivierung des Seehäsles (PDF)

Vortrag von Petra Strauß: Vorstellung der Potenzialanalyse zur Reaktivierung von Schienenstrecken (PDF)

Vortrag von Abteilungsleiter Gerd Hickmann: Reaktivierungskonzept des Landes (PDF)

Foto, Archiv

„Abgehängt – und keinen kümmert’s!“ – Altkreis Leonberg und Bäderkreis Calw werden Verlierer beim Bahnanschluss

Posted by Klaus on 1st November 2020 in Fotos, Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB

PRESSEMITTEILUNG 01.11.2020

Thema für alle Anlieger zwischen Stuttgart, Leonberg, Calw, Bad Liebenzell und Nagold

Für die Bahnverbindung zwischen Calw und Stuttgart, die Nordschwarzwaldbahn, sieht auf den ersten Blick alles gut aus: Ihr westlicher Abschnitt Calw – Weil der Stadt wird bis zum Jahr 2023 sogar wiedereröffnet. Doch die Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn verweist auf ein dramatisches Problem: Mit der Eröffnung des Tiefbahnhofs Stuttgart 21 wird die Nordschwarzwaldbahn vom eigentlichen Eisenbahnnetz abgehängt. Hauptbetroffener ist der Kreis Böblingen mit den einwohnerstarken Städten Leonberg, Renningen und Weil der Stadt. Darunter sind auch zwei Bosch-Standorte.
„Alle sind dabei, nur einer nicht“, sagt Reinhard Hackl, Sprecher der Bürgerinitiative. Der eine sind in diesem Fall der Altkreis Leonberg und der Kreis Calw: Beide liegen an der Nordschwarzwaldbahn, aber nur diese Bahnstrecke erhält keinen Anschluss an Stuttgart 21 – als einzige auf Stuttgart zuführende Hauptbahnstrecke. Damit wird die westliche Regionalverkehrsachse auch vom hochwertigen Nahverkehrsangebot abgeschnitten, dem
heutigen Regional- und künftigen Metropolexpress.
Einen sachlichen Grund für die Entwicklung gibt es nicht, wie Erwin Eisenhardt von der Bürgeraktion erklärt, der als Renninger Bürger seit über 40 Jahren die Nordschwarzwaldbahn kennt und benutzt: „Die Planer und Politiker haben uns schlicht vergessen – und bisher hat es keiner gemerkt.“ Es gehe aber schon von der Gleichbehandlung in der Metropolregion nicht an, dass ausgerechnet diese Hauptbahn schlechter behandelt werde als alle anderen, das schon seit Jahrzehnten und jetzt erst recht: „Da muss neben den Anliegerstädten auch der Kreis Böblingen aufwachen – der Altkreis Leonberg ist kein Aschenputtel.“ Denn die Bahnverbindung verbinde als einzige sogar zwei Landkreise mit Stuttgart, nämlich Böblingen und Calw. Und sie werde durch die zunehmende Industrieansiedlung immer wichtiger: „Schon alleine Bosch schafft in Leonberg und Renningen immer mehr Auspendler, die wollen zügig aus Stuttgart zu uns.“ Calw wäre die einzige Kreishauptstadt in der Metropolregion, zu der kein Metropolexpress fahren soll: „Das ist nicht hinnehmbar“, so Eisenhardt.
„Wir stehen vor der übelsten Entwicklung der Nordschwarzwaldbahn seit 150 Jahren“, schimpft Hans-Joachim Knupfer aus Leonberg, Mitbegründer der Bürgeraktion und seit 30 Jahren für die Nordschwarzwaldbahn engagiert. „1978 hat man uns die Eilzüge weggenommen, die S-Bahn wird immer langsamer statt schneller – jetzt kappt man uns die Zufahrt zum Hauptbahnhof ganz.“ Das S-Bahn-System alleine sei wesentlich zu unattraktiv und jetzt schon überlastet: „Wir brauchen wie alle anderen den Metropolexpress, sonst wird die Verkehrswende auf der Achse nach Leonberg und Calw nicht stattfinden.“ Eine Reisezeit von 60 Minuten von Calw nach Stuttgart, auch noch mit Umsteigen zwischen zwei S-Bahn-Linien bei jeder Fahrt, bilde keine Zukunftsperspektive, „sondern eine Drohung“, so Knupfer: „Für gut 30 Kilometer Luftlinie ist das ein Witz.“ Jeder Autofahrer sei da schneller.
Obwohl die Bürgerinitiative Stuttgart 21 eher kritisch sehe, sei man realistisch und müsse daran teilhaben – und zwar mit der Fortsetzung der Linie des geplanten Metropolexpress Reutlingen – Stuttgart bis nach Calw und sonntags bis Bad Liebenzell. So wären sogar drei Bosch-Standorte und der Flughafen Stuttgart umsteigefrei und attraktiv verbunden: „Das ist der Sinn von Stuttgart 21“, so Knupfer: „In acht Minuten vom Flughafen zum Hauptbahnhof und in einem Rutsch weiter zu uns, statt mit der ständig verspäteten S-Bahn, Umsteigen und Warterei.“ Für Kurorte wie Bad Liebenzell oder Bad Teinach sei der direkte Bahnanschluss aus Stuttgart über den Bahnknoten Calw existenziell: „Und dabei hat es das alles bis vor 60 Jahren schon gegeben“, weiß Hans-Joachim Knupfer: „Wir wollen nur wenigstens das erreichen, was schon mal da war.“
An der Hermann-Hesse-Bahn, die ab 2023 zwischen Calw und Renningen fahren wird, gibt es laut den Bahnaktivisten keinen Zweifel: „Die ist goldrichtig“, so Reinhard Hackl. Aber die Gesamtverbindung vom Hinterland zwischen Nagold und Bad Liebenzell bis Korntal stehe nun vor einem entscheidenden Schritt: „Provinz, die langsamste S-Bahn-Linie in der ganzen Region – oder der Sprung in die Zukunft“, resümiert Hackl: „Damit würden wir nur bekommen, was für alle anderen Kreisstädte in der Region selbstverständlich ist, nämlich den Metropolexpress.“ Der politische Adressat der Aktion ist laut Hans-Joachim Knupfer eindeutig: Das Land bestelle die Züge für den Metropolexpress, aber der Kreis Böblingen müsse sich jetzt dafür engagieren, dass die Gleisverbindung zum Tiefbahnhof in Feuerbach zustande komme: „Im Kreis Calw hängen 30 000 Einwohner an der Strecke, im Altkreis Böblingen aber über 80 000“. Eile sei geboten, das Land sondiere derzeit den Ausbau der nördlichen Zulaufstrecke zum Tiefbahnhof. Bisher aber – mangels Einsatz der Kommunen – geschehe das ohne Rücksicht auf die Nordschwarzwaldbahn. Knupfer: „Jetzt brennt der Kittel.“

Hintergrundinfo:
:: Anno 1872 Eröffnung der Hauptbahn und Schnellzugverbindung „Schwarzwaldbahn“ Stuttgart – Calw durch die Königlich Württembergischen Staatseisenbahnen
:: 1983 Außerbetriebnahme des Westabschnittes Calw – Weil der Stadt durch die Bundesbahn, es verbleibt die S-Bahn S 6 Weil der Stadt – Stuttgart :: 1994 Kauf Calw – Weil der Stadt durch Landkreis Calw :: 2020: Beginn der Sanierungsarbeiten Calw – Weil der Stadt, geplante Inbetriebnahme 2023

V.i.S.d.P.: Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn (B.A.U.S.) Bahnverbindung Calw – Renningen (- Stuttgart)
c/o Hans-Joachim Knupfer, Reinhard Hack

www.unsere-schwarzwaldbahn.de
info@unsere-schwarzwaldbahn.de

Fotos, Archiv

Bushaltestelle Straußstaffel verlegt

Bauarbeiten beendet

13.10.2020

In einer Nacht und Nebelaktion wurde die Bushaltestelle der Linie 42 Straußstaffel wegen Bauarbeiten verlegt. Leider keine Hinweise im Bau- stellenkalender.

Info der SSB (12:20)
Bis voraussichtlich Dienstag, 27. Oktober 2020 kann die Haltestelle Straußstaffel von der Buslinie 42 aufgrund eines Gasrohrbruchs nicht angefahren werden.

Ersatzhaltestellen:
– In Richtung Erwin-Schoettle-Platz wird die Haltestelle Straußstaffel um etwa 30 Meter zwischen den Gebäuden 53 und 55 vorverlegt.

– In Richtung Schlossplatz wird die Haltestelle Straußstaffel um etwa 30 Meter zwischen den Gebäuden 64 und 66 zurückverlegt.

Downloads

SSB Warnstreik 29. und 30. Oktober 2020

Info der SSB

Die Gewerkschaft  ver.di

hat unter anderem SSB-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter aus Marketing, Infrastruktur- und Stadtbahnwerkstätten dazu aufgerufen, am 29. und 30. Oktober 2020 in einen Warnstreik zu treten.

Um das Coronarisiko in Stuttgart nicht zusätzlich zu erhöhen, wird die SSB trotz des Warnstreiks in technisch betriebsrelevanten Bereichen ihren Betrieb aufnehmen. Bis zum Wochenende kann es dabei zu Behinderungen oder Fahrtausfällen kommen. Die SSB garantiert an beiden Tagen einen möglicherweise verzögerten aber technisch sicheren Betrieb.

Die SSB-Kundencentren und der Kundenservice stehen an den beiden Warnstreiktagen nicht zur Verfügung.

Angesichts der bestehenden aktuellen Gefährdungsstufe in der Corona-Pandemie will die SSB Situationen, in der das Ansteckungsrisiko für die Bevölkerung steigt, nach Kräften vermeiden. Wenn das Angebot der SSB wegen eines Warnstreiks ausfällt, steigen erfahrungsgemäß die Fahrgastzahlen in der nicht bestreikten S-Bahn.

Die Entscheidung, den Betrieb unter den gegebenen Bedingungen weiterzuführen hat zur Folge, dass an beiden Warnstreiktagen und auch an den darauffolgenden Tagen durch nicht reparierte Fahrzeuge Fahrtausfälle zu erwarten sind. An den Warnstreiktagen eingetretene Störungen können erst nach Beendigung des Warnstreiks bearbeitet werden. An den beiden Warnstreiktagen können die Stadtbahnen nicht wie gewohnt gereinigt werden. Eine Desinfektion findet jedoch statt.

Foto, SSB

Luftreinhaltung: Stadt richtet stadtauswärtige Busspur in der Wagenburgstraße ein

Info LHS

Im Auftrag des Landes richtet die Landeshauptstadt Stuttgart in der Wagenburgstraße eine weitere Busspur ein. Diese führt stadtauswärts von der Schwarenbergstraße bis zur Talstraße. Durch den neuen Sonderfahrstreifen sollen Busse der Linie 40 besser durch den Verkehr kommen und der ÖPNV noch attraktiver werden.

Die Markierungsarbeiten sollen bei entsprechender Witterung voraussichtlich am Samstag, 31. Oktober, erfolgen. Die Busspur kann dann ab Anfang November genutzt werden. Das hat die Stadt am Dienstag, 27. Oktober, bekanntgegeben.

In gegensätzlicher Fahrtrichtung – stadteinwärts von der Talstraße bis zur Schwarenbergstraße – wurde die Busspur bereits vor einem Jahr eingerichtet. Der Versuchszeitraum für diesen Abschnitt wurde bis voraussichtlich Ende April 2021 verlängert. Die Sonderfahrstreifen sind eine Maßnahme aus dem Luftreinhalteplan des Landes. Radfahrer und Taxis dürfen die Spuren mitbenutzen.

Die neue Busspur wird zunächst als Versuch testweise für ein Jahr eingerichtet. Auf Basis einer Evaluierung wird über den Fortbestand entschieden.

46 Parkplätze werden durch die Einrichtung der Busspur entfallen. Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass die Verkehrsüberwachung verstärkt kontrollieren wird. Sollten Busse die Spur nicht benutzen können, weil sie durch parkende Autos daran gehindert werden, so werden diese abgeschleppt.

Foto, LHS, Archiv