Archive for the ‘Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB’ Category

Zur Buslinie 64 Frauenkopf Waldebene Ost soll es einen neuen Anlauf geben

Laut einem Zeitundgsbericht der Cannstatter Zeitung haben sich die Lokalpolitiker mit den Verantwortlichen von der Waldebene Ost, Bezirks- beiratsmitgliedern sowie Vertretern von SSB und Stadtverwaltung mehrfach getroffen, um nach einer Möglichkeit zu suchen.

Wenn man bedenkt, was der X1 Bus bisher gekostet hat, muss es auch eine Möglichkeit geben die zahlreichen Kinder und Jugendliche auf den Weg zu den Sportvereinen auf der Waldebene Ost zu bringen.

Mit freundlicher Genehmigung dürfen wir den Artikel hier veröffentlichen, herzlichen Dank.

Neuer Anlauf für Waldebene-Bus
Die Linie soll in den Abendstunden vom Ostendplatz zu den Vereinsgeländen verkehren

Die Tage werden wieder kürzer, bereits gegen 18.30 Uhr geht mittlerweile die Sonne unter. Auch gestern haben sich in den Abendstunden wieder zahlreiche Kinder und Jugendliche auf den Weg zu den Sportvereinen auf der Waldebene Ost gemacht. Viele Spieler setzen vor und nach dem Training auf das Eltern-Taxi oder werden von Trainern mitgenommen. Ein Großteil zückt jedoch das Smartphone, startet die Taschenlampen-App und läuft durch den Wald nach Hause. Eine Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr gibt es seit dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember nicht mehr. Die Verlängerung der Buslinie 64 vom Frauenkopf über die Haltestelle Stelle hinaus wurde eingestellt.

Als Begründung für das Aus des eineinhalbjährigen und rund 200?000 Euro teuren Pilotprojekts wurde die zu geringe Auslastung angegeben. Schon damals kritisierten die Handels- und Gewerbevereinen Stuttgart-Ost und Gablenberg die unattraktive Taktung. Darüber hinaus sprach man sich dafür aus, dass die Busse bis zum Ostendplatz fahren und nicht schon im Buchwald drehen sollen. Bei der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) stießen sowohl die HGV-Verantwortlichen als auch die ehemalige Bezirksvorsteherin Tatjana Strohmaier mit ihren Vorschlägen auf taube Ohren, jetzt haben die CDU, die Grünen und die SPD einen neuen Anlauf gestartet. In einem interfraktionellen Antrag fordern die Fraktionen im Gemeinderat, dass die Waldebene Ost wieder an den ÖPNV angebunden wird.

Dazu haben sich die Lokalpolitiker mit den Verantwortlichen von der Waldebene Ost, Bezirksbeiratsmitgliedern sowie Vertretern von SSB und Stadtverwaltung mehrfach getroffen, um nach einer Möglichkeit zu suchen. Vorstellbar wäre ein Shuttlebus, der analog zu den Bäderfahrten zwischen Schulen und Hallenbädern unter der Woche von 16 bis 18 Uhr Kinder und Jugendliche aus dem Stuttgarter Osten auf die Waldebene bringt. Er könnte im Halbstundentakt vom Ostendplatz über die bestehenden Haltestellen „Wagenburgstraße“ und „Gablenberg“ mit einem Stopp bei den Vereinen zur „Geroksruhe“ pendeln. Die Heimfahrt der Nachwuchskicker wäre in der Zeit zwischen 18.15 Uhr und 20.15 Uhr vorgesehen. Das Angebot soll nach jetzigem Planungsstand ausschließlich für Kinder- und Jugendliche, die auf der Waldebene trainieren, gelten – möglichst kostenfrei. Wie diese Vorgabe umgesetzt wird, ist noch unklar. Es zeichnet sich jedoch ab, dass Spaziergänger oder Besucher der Gastronomiebetriebe in die Röhre schauen werden. „Da war die Nachfrage aber schon in der Pilotphase überschaubar“, sagt Michael Dalaker. Der Geschäftsführer des FSV Waldebene Stuttgart-Ost begrüßt den Antrag der Gemeinderatsfraktionen. Schließlich stelle der neugegründete Verein, der sich aus den Kinder- und Jugendabteilungen der Spvgg Ost, des SV Gablenberg und des 1. FV 1896 Stuttgart zusammensetzt, mit 450 Fußballerinnen und Fußballern im Nachwuchsbereich die meisten Mitglieder in der Landeshauptstadt. Hinzu kommen weitere junge Sportlerinnen und Sportler des TB Gaisburg. „Wir halten den Bus für absolut notwendig, schließlich haben wir ein Top-Sportgelände, das mit dem ÖPNV nicht erreichbar ist.“ Bei all den Diskussionen um Elterntaxis und die Reduzierung des Individualverkehrs sei dies ein No-Go.

Nach den bisherigen Gesprächen sei er aber vorsichtig optimistisch, dass bald wieder eine Anbindung geschaffen werde. „Das Konzept wirkt vernünftig, deutlich durchdachter als beim Pilotversuch. Ich habe lediglich bedenken, dass aufgrund der hohen Auslastung der Takt zu niedrig sein könnte. Es darf nicht passieren, dass Kinder an den Haltestellen bleiben müssen, weil der Bus voll ist. Aber da könnte man ja entsprechend aufstocken.“

Noch unklar ist, wie hoch die Kosten für den Shuttle-Bus sind und wie die Finanzierung gestemmt werden kann. In ihrem gemeinsamen Antrag fragen die drei Fraktionen daher bei der Verwaltung an, welche Zuschussmöglichkeiten es für diese „Sonderform des Linienverkehrs“ gibt. In den Treffen wurde zudem darüber diskutiert, ob die Vereine etwas beisteuern können. „Für uns ist das jedoch nur sehr schwierig zu realisieren“, sagt Dalaker mit Blick auf die Vereinskasse. Mitgliedsbeiträge im Jugendbereich zu erhöhen, sei keine Option. Schon eher denkbar sei hingegen, dass man Sponsoren für das Projekt gewinnen könnte.

Von Sebastian Steegmüller (CZ)

Foto, Klaus

Ostheim – Umleitung Stadtbahnlinie U4 wegen Gleisbauarbeiten

Posted by Klaus on 12th Oktober 2019 in Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB

Info SSB

Von Montag, 14. Oktober 2019, 08.00 Uhr, bis Freitag, 25. Oktober 2019, Betriebsschluss, werden die Stadtbahnen der Linie U4 in Fahrtrichtung Untertürkheim zwischen den Haltestellen Bergfriedhof und Wangener-/Landhausstraße über Raitelsberg und Schlachthof umgeleitet. Die Haltestellen Ostendplatz, Ostheim Leo-Vetter-Bad und Gaisburg können in Fahrtrichtung Untertürkheim nicht angefahren werden. In Fahrtrichtung Hölderlinplatz bedient die Linie U4 alle Haltestellen regulär. Foto, Blogarchiv

Empfehlung ab Ostendplatz, Ostheim Leo-Vetter-Bad und Gaisburg in Fahrtrichtung Untertürkheim:

  • Mit der Linie U4 Richtung Hölderlinplatz bis zur Haltestelle Bergfiedhof und dort auf die Stadtbahnlinie U4 in Richtung Untertürkheim umsteigen.
  • An der Haltestelle Wangener-/Landhausstraße fährt die Linie U4 am Bahnsteig der Stadtbahnlinie U9.

Empfehlung Richtung Ostendplatz, Ostheim Leo-Vetter-Bad und Gaisburg aus Fahrtrichtung Hölderlinplatz/Stuttgarter Innenstadt:

    • Mit der umgeleiteten Linie U4 Richtung Untertürkheim bis zur Haltestelle Wangener-/Landhausstraße und dort auf die Stadtbahnlinie U4 in Richtung Hölderlinplatz umsteigen.

Downloads (Karte)

Umleitung Stadtbahnlinie U4


Steffen Fechner:
laut dem Baustellen-Kalender der Stadt geht die Baustelle noch weitere 2 Wochen und betrifft dann die stadteinwärts-Seite. Bei der SSB ist aber davon nichts zu lesen.

Veranstaltungen der Verkehrsfreunde Stuttgart

12.10.2019      Spannende Schienenverkehrsschätze Archive rund um Stuttgart

SSB-Veranstaltungszentrum Waldaupark, Friedrich-Strobel-Weg 4 – 6, Stuttgart-Degerloch – Moderation Jürgen Ranger

In vielen der vergangenen Vortragsveranstaltungen der Verkehrsfreunde war festzustellen, dass Bilder von Einst großen Anklang unter den Verkehrsfreunden finden.

Weitere Infos unter Verkehrsfreunde Stuttgart e.V.

60 Jahre GT4 Straßenbahnmuseum Stuttgart, Stuttgart 
So., 27. Okt. 2019 – Mo., 28. Okt. 2019

Fotos, Blogarchiv

Hermann-Hesse-Bahn: Bürgerinitiative für Elektrozug – „Batterietechnik ist einsatzreif“

Posted by Klaus on 29th September 2019 in Heckengäu, Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB

Pressemitteilung

Thema „S-Bahn“ Richtung Calw damit abgehakt

In die Diskussion um die Bahnverbindung nach Calw bringt die Bürgeraktion Unsere Schwarz- waldbahn eine neue Note: Statt der geplanten Dieselzüge könnten von Anfang an elektrisch angetriebene Züge eingesetzt werden, die durch Batterien gespeist werden. Diese Idee hat die Bürgerinitiative den Landkreisen Calw und Böblingen und dem Stuttgarter Verkehrsministerium unterbreitet. Durch solche Züge könnte sich auch die Diskussion um eine etwaige S-Bahn Richtung Calw erübrigen. Foto: Achim Uhlenhut, Hannover
„Inzwischen gibt es schon zwei Hersteller von Triebwagen, die durch Batterien angetrieben werden“, sagt Hans-Joachim Knupfer von der Bürgeraktion, die im Kreis Böblingen für die Bahnverbindung Stuttgart – Leonberg – Calw wirbt. Die Fahrzeuge beider Produzenten, die beide in Deutschland Zugmaterial bauen, könnten 80 bis 120 Kilometer Schienenstrecke mit Batterieladung zurücklegen, bei einer Geschwindigkeit von bis zu 120 Kilometern pro Stunde.
„Das passt bestens zur Verbindung Calw – Renningen mit einer einfachen Länge von rund 26 Kilometern“, so der Leonberger Fahrzeugexperte Knupfer. Da auf dem Streckenabschnitt der Deutschen Bahn zwischen Weil der Stadt und Renningen die elektrische Fahrleitung hänge, könnten diese Züge dieses Teilstück ideal nutzen, um automatisch die Batterie wieder aufzuladen.
Zudem seien die elektrischen Züge leise und würden keinerlei Abgase von sich geben, sagt Hans-Peter Benzing aus Renningen, der sich ebenfalls in der Bürgeraktion einsetzt: „Damit dürfte es keine Anstände wegen Geräuschen oder Gerüchen geben.“ Mit einem Angebot von 120 Sitzplätzen sei eine solche Zugeinheit ideal für den Pendelverkehr zwischen Calw und Renningen geeignet. Doch gebe es die Züge auch in längerer Einheit mit 160 Plätzen, oder ein Zweiteiler könnte später verlängert werden. Damit eröffne sich eine weitere Möglichkeit: „In einer zweiten, späterne Ausbaustufe können zwei komplette Einheiten von Calw nach Stuttgart durchlaufen“, so Benzing: „Damit bekommt auch der Altkreis Leonberg eine attraktive schnelle Anbindung an die Landeshauptstadt.“

Denn zwischen Weil der Stadt und Stuttgart könnten die Elektrozüge dann als Regional- oder Metropolexpress laufen: „Das ist bequemer und schneller als eine ‚Express-S-Bahn‘, die in Feuerbach endet“. Der Anteil an Sitzplätzen sei wesentlich größer als bei der S-Bahn, bei der langen Strecke ein nicht zu verachtender Vorzug. Und diese Züge könnten problemlos den Stuttgarter Tiefbahnhof ansteuern und weiter durch die Region fahren. „Das sind normale Nahverkehrswagen nach europäischer Norm, die können überall halten, die haben kein Bahnsteigproblem wie die veraltete S-Bahn Stuttgart“, sagt Hans-Joachim Knupfer. Die Beschaffungskosten für die modernen Batteriefahrzeuge seien auch für den Kreis Calw wohl kaum das Hindernis: Die Züge könne man vom Land vorläufig mieten. Auch Dieselfahrzeuge würden heute nicht mehr gekauft, sondern gemietet.
Der größte Vorteil liegt laut Knupfer und Benzing darin, dass der Batteriezug elektrisch bis nach Calw kommen kann, ohne dass man dazu dorthin die Oberleitung bauen müsste. Somit fielen für die Elektromobilität in den Nordschwarzwald weder Baukosten für den Fahrdraht noch eine Planfeststellung an. Vor allem könnten diese Elektrozüge sofort fahren, sobald das Gleis nach Calw saniert sei, also schon etwa in zweieinhalb Jahren. Es brauche also selbst für eine spätere Ausbaustufe keine jahrelangen Verhandlungen und Verzögerungen wegen einer S-Bahn, die für diese lange Relation sowieso nicht geeignet sei. „Damit“, so die Bahnaktivisten, „ist der Batteriezug schon heute jeder S-Bahn überlegen.“ In Calw, so weiß Hans-Peter Benzing, beobachte man den Batteriefahrzeugmarkt auch mit Interesse.

Weitere Infos: unsere-schwarzwaldbahn

V.i.S.d.P.:
Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn (B.A.U.S.)
Bahnverbindung Calw – Renningen (- Stuttgart)
Hans-Joachim Knupfer

Unsere Beiträge hierzu: Schwarzwaldbahn und Hesse-Bahn

Busschleuse am Neckartor ab Montag in Betrieb – X1 kann dann Busspur in der Cannstatter Straße stadtauswärts wieder nutzen

Posted by Klaus on 20th September 2019 in Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB

Info der Stadt Stuttgart 20.09.

Das Tiefbauamt wird am Montag, 23. September, eine sogenannte Busschleuse an der Signalanlage Cannstatter Straße/Heilmannstraße in Betrieb nehmen. Durch die Busschleuse haben die Busse ein Vorrecht gegenüber dem restlichen Verkehr. Damit hat der Schnellbus X1 gesicherte und freie Fahrt über den Knotenpunkt am Neckartor und kann somit wieder stadtauswärts auf die Busspur in der Mitte der Cannstatter Straße einfahren. Das teilte die Stadt am Freitag, 20. September, mit.
Nachdem die Stadt Mitte Juli nach einer fachaufsichtlichen Weisung durch das Land Baden-Württemberg stadtauswärts einen Sonderfahrstreifen für den Busverkehr zwischen Neckarstraße und Heilmannstraße eingerichtet hat, konnte der X1 die Busspur in Richtung Bad Cannstatt nicht mehr nutzen. Der Bus hätte von dem Sonderfahrstreifen ganz rechts im fließenden Verkehr und auf kurze Distanz über zwei Spuren wechseln müssen, um auf die in der Mitte der Fahrbahn liegende Busspur einzufahren. Das war aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Mit der Busschleuse erhält der X1-Bus jetzt den zeitlichen Vorsprung, den nur die eigens eingerichtete Ampel gewähren kann.

Elektrofahrzeuge dürfen die Busschleuse aus verkehrsrechtlichen Gründen nicht nutzen, da die Bus-Signalanlage für sie nicht gilt. Die bisherige Freigabe des Sonderfahrstreifens auch für Elektrofahrzeuge muss damit aufgehoben werden.

Durch die Busschleuse gibt es nun erstmals eine durchgehende Busspur auf der Bundesstraße B 14 von der Neckarstraße bis zur Villastraße. Mit einer Gesamtlänge von 1,5 Kilometern ist dies die längste Busspur in der Landeshauptstadt.

Foto, G. Köhler

Hedelfingen/Heumaden – Buslinie 65 u. N7 wird an Bau-Wochenenden unterbrochen – Stadtbahn als Ersatz

Am Wochenende 21./22. September wird die Hedelfinger Filderauffahrt in Gestalt der Heumadener Straße zwischen Mannspergerstraße und Rohrackerstraße/Dürrbachkreisel wegen Bauarbeiten komplett ganztägig gesperrt. Der Eimündungsbereich Hedelfinger Filderauffahrt/Manns- pergerstraße ist ebenfalls komplett gesperrt. Siehe auch den Bericht über die Vollsperrung hier.

Weitere Infos

Foto, Blogarchiv

Verkehrsministerium moderiert in der Debatte um Hesse-Bahn

Das Verkehrsministerium ist bereit, eine Moderationsrolle in der Debatte um die Fortführung der Hermann-Hesse-Bahn bis Renningen zu übernehmen. Dies ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen Vertretern des Ministeriums und des Landkreises Böblingen.

Das Gespräch zwischen Ministerialdirektor Prof. Uwe Lahl, Amtschef im Ministerium für Verkehr, und Roland Bernhard, Landrat des Kreises Böblingen, thematisierte die Fortführung der Hermann-Hesse-Bahn bis Renningen. Eine wichtige Voraussetzung ist allerdings, dass die Stadt Renningen ihre Klagebegründung gegen die Verlängerung der Hermann-Hesse-Bahn transparent macht. „Ich stelle mich gerne den Fragen der Stadtratsmitglieder zu diesem Thema“, unterstreicht Ministerialdirektor Prof. Uwe Lahl. „Wichtig ist es allerdings vorab zu wissen, welche juristischen Einwände es gegen den Umbau des Bahnhofs Renningen geben soll“, so der Amtschef im Ministerium für Verkehr.

Eine weitergehende Vereinbarung, ob die Hermann-Hesse-Bahn oder die zukünftige Express-S-Bahn auf der Bahnstrecke Vorrang bekommt, ist aus Sicht des Ministeriums vorstellbar, unterstreicht Lahl. „Wichtig ist nun, dass Fahrplanexperten die möglichen Abläufe unter die Lupe nehmen, und daraus Szenarien des Betriebs erarbeiten. Dann kann man über konkrete Vereinbarungen sprechen“, so der Amtschef.

Hesse-Bahn und Express-S-Bahn in Konkurrenz

„Unser gemeinsames Ziel muss es sein, die Schienenverbindung nach Calw mit dem bestmöglichen Betriebskonzept auf den Weg zu bringen“, betont Landrat Roland Bernhard. „Hierbei müssen sowohl die Interessen der Calwer Bürger an einer guten und schnellen Anbindung in Richtung Stuttgart bzw. Böblingen, als auch die Interessen der Bürger des Landkreise Böblingen an einem weiteren zügigen Ausbau des S-Bahn-Verkehrs Berücksichtigung finden.“ Die Konkurrenz zwischen Hermann-Hesse-Bahn und Express-S-Bahn, auf der zum Teil eingleisigen Streckenabschnitt zwischen Weil der Stadt und Renningen, müsse sachgerecht gelöst werden, so der Böblinger Landrat.

Verständigungen zu Finanzierung und Betrieb stehen noch aus

Ministerialdirektor Uwe Lahl verweist auf das beschlossene Stufenkonzept zwischen Landkreisen und Kommunen, welches in der ersten Stufe die Inbetriebnahme der Hermann-Hesse Bahn und einer zweiten Stufe eine S-Bahn-Verlängerung vorsieht. Sofern die Umsetzung der S-Bahn-Verlängerung konkret absehbar ist, wäre die erste Stufe auch als Vorlaufbetrieb denkbar. Damit wären förderrechtlich die Voraussetzungen gegeben, über einen Endpunkt der Hermann-Hesse-Bahn in Renningen oder Weil der Stadt frei entscheiden zu können. „Die Voraussetzung dafür wäre, dass das Betriebsprogramm und die Kosten für die S-Bahn-Verlängerung bzw. Express-S-Bahn-Verlängerung ermittelt sind und eine grundsätzliche Verständigung zur Finanzierung der Investitionen und des Betriebs zwischen allen Beteiligten vorliegt“, betont der Amtschef im Ministerium für Verkehr. Im Rahmen des Gesprächs wurde außerdem vereinbart, dass es zum Brief von Landrat Bernhardt zu rechtlichen Möglichkeit des Vorlaufbetriebs noch eine schriftliche Antwort des Verkehrsministeriums geben wird.

Fotos, Blogarchiv

Berichte zur Hesse-Bahn

Weitere Infos

Tag des offenen Denkmals – Verein Württembergische Schwarzwaldbahn Weil der Stadt Calw

Veranstaltungsort: Eisenbahnmuseum Stellwerk I

Programmpunkt im Rahmen zum „Tag des offenen Denkmals“ 8. September 2018 von 11:00 bis 17:00

Besichtigung der im Aufbau befindlichen Museumsanlage der WSB. Zu jeder halben Stunde Führung durch das 140 Jahre alte Stellwerk mit Erläuterung der Technik.

calw.de/de/Buerger-Service/Aktuelles/Veranstaltungen/Veranstaltung? und www.unsere-schwarzwaldbahn.de

Fotos, Blogarchiv Klaus

Ober- und Untertürkheim – Streckensperrung

Posted by Klaus on 27th August 2019 in Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB

Bundespolizeiinspektion Stuttgart 27.08.2019

Ein technischer Defekt an einem Güterzug hat am Montagabend (26.08.2019) gegen 21:20 Uhr einen Polizei- und Feuerwehreinsatz auf der Bahnstrecke zwischen Stuttgart und Ulm ausgelöst. Durch den Lokführer des betroffenen Zuges war zunächst zwischen Stuttgart-Obertürkheim und Stuttgart-Untertürkheim aufsteigender Rauch an der Lok festgestellt worden. Alarmierte Einsatzkräfte der Feuerwehr und Bundespolizei fuhren daher den Einsatzort mit Sonder- und Wegerechten an. Vor Ort stellte sich heraus, dass es wohl aufgrund eines technischen Defektes am Stromabnehmer zu einer Rauchentwicklung kam. Nach derzeitigen Erkenntnissen wurden keine Personen durch den Vorfall verletzt. Der betroffene Streckenabschnitt war für den Zeitraum der Einsatzmaßnahmen von 21:20 Uhr bis 22:20 Uhr für den Bahnverkehr gesperrt. Es kam zu bahnbetrieblichen Verzögerungen.

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Gemeinsame Anreize für Ausbildung von Lokführern

Posted by Klaus on 22nd August 2019 in Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB

Der bundesweite Mangel an Lokführern und Triebwagenfahren stellt alle Unternehmen vor gleiche Herausforderungen. Die Bahnunternehmen in Baden-Württemberg wollen bei der Personalsuche nun auf gemeinsame Standards setzen, um die Situation im Nahverkehr auf der Schiene im Land weiter verbessern.

In einer im baden-württembergischen Verkehrsministerium unterzeichneten Erklärung verpflichten sich die führenden Eisenbahnunternehmen gegenüber dem Land, kontinuierlich weiter Personal in diesem Bereich auszubilden. Weiter sind die Unterzeichner einig in dem Ziel, Anreize für mehr Ausbildung zu setzen, insbesondere da ein gegenseitiges Abwerben kein Mittel ist, um das branchenweite Personalproblem zu lösen. Die Vereinbarung mit dem Land Baden-Württemberg wurde jetzt unterzeichnet von den Geschäftsführern Abellio Rail, der Albtal Verkehrs Gesellschaft, der DB Regio Baden-Württemberg, der DB S-Bahn Stuttgart, Go-Ahead, der SBB Deutschland GmbH, der SWEG und der Württembergischen Eisenbahngesellschaft (Transdev). In einem zweiten Schritt werden sich weitere Eisenbahnunternehmen der Verpflichtungserklärung anschließen.

Vereinbarung als starkes Signal in die Branche

„Diese Vereinbarung ist für einen gut funktionierenden Schienenpersonennahverkehr von großer Bedeutung. Die Geschäftsführer geben damit ein starkes Signal in die Branche und zeigen, dass in Baden-Württemberg in Zukunft gemeinsame Standards bei der Rekrutierung und der Ausbildung von Lokführerinnen und Lokführern herrschen. Das zahlt nicht für alle Bahnunternehmen bei der Suche geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten aus“, erklärt der Verkehrsminister Winfried Hermann.

Um geeignete Kandidaten für die Ausbildung zum Triebwagenfahrer zu gewinnen, verpflichten sich die Unternehmen, neben den durch öffentliche Träger finanzierten Qualifizierungsmaßnahmen eigene Finanzmittel in die Ausbildung zu investieren. Durch das Angebot einer vergüteten Qualifizierungsmaßnahme werden potentiell zusätzliche Kandidatengruppen erschlossen. Die beteiligten Eisenbahnunternehmen verpflichten sich zudem, bei Übernahme eines bei einem anderen der unterzeichnenden Unternehmen in Baden-Württemberg ausgebildeten Lokführer zukünftig eine Ausbildungskostenpauschale je nach Ausbildungsvertrag von 20.000 bis 60.000 Euro zu zahlen.

„Triebfahrzeugführer sind gesuchte Fachkräfte, nicht nur für einzelne Unternehmen, sondern für das gesamte System Bahn. Wenn ein Eisenbahnverkehrsunternehmen mehrere Tausend Euro in die Ausbildung dieser Spezialisten investiert, muss es auch direkt davon profitieren und diese nicht an ein anderes Unternehmen verlieren. Die Personalgewinnung darf deshalb kein Einzelkampf sein, schließlich ist es das gemeinsame Ziel aller Eisenbahnverkehrsunternehmen, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen“, so David Weltzien, Vorsitzender der Regionalleitung der DB Regio Baden-Württemberg.

Fachkräftemangel im Schienenverkehr

„Triebfahrzeugführer sind zum raren Gut geworden, das branchenweit händeringend gesucht wird. Ziel sollte es daher sein, in die Aus- und Weiterbildung dieser Fachkräfte zu investieren – um den Nahverkehr auf der Schiene nachhaltig zu stärken – anstatt Mitarbeiter anderer Unternehmen abzuwerben. Fairer Wettbewerb darf nicht nach der Ausschreibung aufhören, sondern muss sich in allen operativen Bereichen und bei der Personalgewinnung fortsetzen. Die freiwillige Selbstverpflichtung, die alle Eisenbahnverkehrsunternehmen im Stuttgarter Netz gemeinsam unterzeichnet haben zeigt, das hierüber Konsens herrscht“, sagt Dr. Roman Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung Abellio Rail Baden-Württemberg GmbH.

 „Zufriedene Kunden sind der Maßstab, den wir uns bei der SWEG setzen. Deshalb stehen wir auch hinter der Selbstverpflichtung, die im Sinne des Fahrgastes die Betriebsqualität im Schienennahverkehr sichert, indem ein Wechsel von Triebfahrzeugführern vermieden wird“, sagt Tobias Harms, Technischer Vorstand der SWEG.

„Die Begeisterung für den Beruf des Triebfahrers (neu) zu wecken, möglichst viele junge Menschen zu gewinnen und auszubilden, ist das vielleicht wichtigste Thema für die Zukunft des Schienenverkehrs. Auch deshalb bilden wir in großer Zahl selbst aus. Ebenso wichtig ist uns ein fairer Umgang mit allen Organisationen und Unternehmen im Schienenverkehr – wir alle haben immer das Wohl der Fahrgäste als erstes im Blick. Auch deshalb begrüßen wir die gefundene Vereinbarung, die unserem Credo entspricht, dass Unternehmen nach Ende einer Ausschreibung von Wettbewerbern zu fairen Partner werden“, sagt Simon Scherer, technischer Geschäftsleiter von Go-Ahead Baden-Württemberg. Eine neutrale Clearingstelle soll bei der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) angesiedelt werden.

Info, Minister für Verkehr
Foto, Sabine