Archive for the ‘Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB’ Category

Stadtbahnserie S-DT 8.15 ab jetzt in Stuttgart

Posted by Klaus on 18th September 2021 in Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB, Stuttgart

Info der SSB

Erreicht Stuttgarter Boden: Der erste Wagen der nächsten 20 Triebzüge für die Stadtbahn Stuttgart. Foto: René Etzel

Am 3. September ist der neue Stadtbahnwagen mit der Nummer 3581 in Stuttgart eingetroffen. Damit hat die Auslieferung der dritten Serie des Wagentyps S-DT 8.12 begonnen, der seit 2013 auf Stuttgarts Stadtbahnnetz unterwegs ist. Wagen 3581 ist der erste dieser Serie, die wieder 20 Fahrzeuge umfasst, wie die bisherigen zwei Serien 8.12 und 8.14. Die nun angelaufene Serie wird 8.15 genannt. Bis zum Frühjahr 2023 sollen alle 20 Fahrzeuge in Stuttgart eingetroffen sein. Dann wird die SSB über 60 Stück der markanten Fahrzeuge mit der abgerundeten Front verfügen. Hersteller der Wagen ist der Konzern Stadler Rail mit seinem Werk in Berlin-Pankow. Ein Fahrzeug kostet etwa vier Millionen Euro.

Nach der formalen Inbetriebnahme bei der SSB mit Einstellungs-, Probe- und Bremsprüfungsfahrten sowie der Freigabe durch das Regierungspräsidium Stuttgart als Aufsichtsbehörde gehen die neuen Wagen dann in den Fahrgasteinsatz, jeweils wenige Wochen, nachdem sie in Stuttgart angekommen sind.

Für den Fahrgast unterscheiden sich alle Fahrzeuge des Typs 8.12 nicht voneinander, nur in kleinen technischen Details. Jeder der knapp 40 Meter langen elektrischen Triebwagenzüge besitzt acht Fahrmotoren mit je 130 Kilowatt Leistung. Das ist für die langgezogenen, bis zu 85 Promille steilen Strecken in Stuttgart nötig. Jede Fahrzeugeinheit verfügt über gut 100 Sitzplätze und knapp 150 Stehplätze. In jeder der beiden Hälften einer Fahrzeugeinheit gibt es einen Mehrzweckbereich für Kinderwagen, Rollstuhlfahrer, Traglasten und Fahrräder. Alternativ können insgesamt bis zu zwölf Klappsitze genutzt werden. Die Wagen sind für eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h ausgelegt und können bei Bremsung und Talfahrt wertvolle Energie ins Fahrleitungsnetz zurückspeisen. So sieht innovative Nutzung der Elektromobilität aus.

Die SSB benötigt die Fahrzeuge, damit die Platzkapazität innerhalb des Fahrtenangebotes erhöht werden kann, das heißt statt Zügen aus einer Fahrzeugeinheit werden zwei Einheiten als so genannte Doppeltraktion zusammengekuppelt, so dass der gesamte Zug dann 80 Meter lang ist. Dies ist bisher auf den Linien U7, U8 und U12 der Fall. Längerfristig soll die U1 zwischen Fellbach und Heslach hinzukommen. Weil mittelfristig die ersten gut drei Dutzend Stadtbahnwagen von 1985/86 ausscheiden, plant die SSB, ab 2025 die nächsten 40 neuen Fahrzeuge zu beschaffen. Diese Serie wird 8.16 genannt werden. Die formschönen, leisen und hochwertigen Wagen sind bei den Fahrgästen beliebt und gelten als langlebig.

Spaziergänge zu historischen Örtlichkeiten

Presseinfo der SSB

Fast überall in Stuttgart zeigen sich die markanten gelben Busse und Stadtbahnen der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB). Doch selbst den Kenner der Stadtgeschichte kann es überraschen, wo und wie das seit hundert Jahren kommunale, die ersten fünfzig Jahre allerdings private Verkehrsunternehmen in der Landeshauptstadt einst schon präsent und aktiv war: mit Pferdebahnen und ihren Depots, auf Gummireifen, mit Güterzügen und auf dem Neckar sogar mit Booten.

Fünf historische Spaziergänge zur Chronik der SSB hat sich die Geschichtsforscherin Claudia Lorenz deshalb ausgedacht. Sie finden jeweils am dritten Sonntag pro Monat um 13 Uhr statt. Man ist ausschließlich zu Fuß unterwegs. Beginn ist am 18. Juli mit dem Thema SSB-Spuren in Stuttgart Mitte. Treffpunkt dafür ist am Hauptbahnhof vor dem Haupteingang Schillerstraße.

Karten kosten 11,50 Euro. Erhältlich sind sie im Straßenbahnmuseum Stuttgart in Bad Cannstatt. An jedem Rundgang können 20 Personen teilnehmen, Dauer etwa zwei Stunden. Die Coronaregeln sind einzuhalten.

Die weiteren Termine sind am 15. August für Stuttgart Süd, am 19. September für Stuttgart Ost, am 17. Oktober für Stuttgart Nord und schließlich am 21. November für den Bereich Stuttgart West. Es gibt jeweils unterschiedliche Ausgangspunkte. Weitere Bestellmöglichkeit für die Teilnahmekarten: Über die Servicenummer des Straßenbahn- museums 0711/7885-7770 oder die Anschrift
fuehrungen@strassenbahnmuseum.com. Kurzentschlossene können auch Karten vor Ort kaufen.

Die Broschüre von Claudia Lorenz, in der alle Rundgänge vorgestellt werden, um auf eigene Faust loszuziehen, gibt es im Straßenbahnmuseum in Bad Cannstatt, im Buchhandel und über den Souvenirartikelversand der SSB im Internet.

Claudia Lorenz: „Sechs historische SSB-Spaziergänge“
Preis 11,90 Euro. ISBN 978-3-9819803-0-1

Die Autorin und Stadthistorikführerin Claudia Lorenz ist gelernte Agraringenieurin. Sie sammelte Erfahrung in der Regieassistenz, als Schauspielerin in freien Ensembles im Raum Stuttgart und im Kulturmanagement. Sie ist publizistisch tätig mit literarischen Arbeiten und Unternehmensdarstellungen. Seit über 25 Jahren erkundet sie Stuttgart und seine Umgebung mit dem Nahverkehr. Ihre Beschäftigung mit der Historie der SSB mündete in die von ihr geführten Stadterkundungen und deren gedruckte Form. Weiter erschienen von ihr die ersten beiden Bände der Chronikreihe ‚Lebens-Bahnen‘ über Persönlichkeiten aus Stuttgarts Nahverkehr. Die Bücher sind reich illustriert mit oft unbekannten alten Fotos der SSB.

Übersicht zu den Führungen und weitere Informationen: www.ssb-ag.de/erleben/wandern-mit-der-ssb/stadtspaziergaenge-der-ssb/

Öffnungszeiten des Straßenbahnmuseums (zum Kauf der Karten):
Sonntag 10 – 18 Uhr, Montag bis Mittwoch 10 – 16 Uhr.
Anschrift: Veielbrunnenweg 3.
Anfahrt: Stadtbahn U1, U2, U11 bis Mercedesstraße oder Bad Cannstatt Wilhelmsplatz; Bus 45 oder 56 bis Veielbrunnenweg;
S-Bahn/DB-Züge bis Bahnhof Bad Cannstatt;
Fußweg jeweils etwa 5 – 8 Minuten.

Archivfotos

Geschützt: Wo isch denn dees 2498

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Broschüre 125 Jahre Schwabtunnel erschienen

Posted by Klaus on 7th September 2021 in Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB, Stuttgart

Presse LHS

Der Schwabtunnel ist am 29. Juni 2021 125 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass hat das Tiefbauamt in Zusammenarbeit mit der Abteilung Kommunikation eine Jubiläumsbroschüre über den Tunnel und die historische Entwicklung der beiden Stadtbezirke Stuttgart?Süd und Stuttgart?West herausgegeben.

Die Jubiläumsbroschüre liegt als Druckversion im Rathaus sowie in den Bürgerbüros der Innenstadtbezirke Stuttgart?Süd und Stuttgart?West aus.

Eine digitale Version der Broschüre steht auf der Homepage der Landeshauptstadt Stuttgart unter dem Link  www.stuttgart.de/service/aktuelle-meldungen/juni-2021/der-schwabtunnel-hat-geburtstag.php zum Download bereit.

Archivfotos

Wagenburgtunnel gesperrt

Presse LHS

Wegen Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten wird der Wagenburgtunnel in den Nächten vom 13. bis 15. September, für zwei Nächte, jeweils von 20.30 Uhr bis 5 Uhr für den gesamten Fahrzeugverkehr gesperrt.

Es gibt ein örtliche Umleitung (auch die Busse der SSB) In dieser Zeit wird die Buslinie 40 über Urachplatz im Verlauf der Linie 42 umgeleitet. Die Haltestellen Staatsgalerie und Tunnel Ostportal können in beiden Richtungen nicht bedient werden. Ersatzhaltestellen sind die Haltestelle Staatsgalerie der Linie 42 und Wunnensteinstraße statt Tunnel Ostportal.

Fotos, Blogarchiv

Ein Loch ist am Bonatzbau (Stuttgarter Haupt- bahnhof)

Posted by Klaus on 19th August 2021 in Fotos, Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB

Ja was ist denn da passiert???? Altereserscheinung???? Oder S21?????

Bericht der Stuttgarter Feuerwehr>>>

Rätselraten um bröckelnde Fassade

Teile von Fassade abgebrochen – Polizei sperrt Bonatzbau

Fassadenschaden am Bonatz-Bau in Stuttgart Am Bahnhof geht die Fehlersuche noch weiter

…daß diese Furcht zu irren … mit noch mehr Fotos

Hauptbahnhof Stuttgart Ursache des Fassadenabsturzes ist nun bekannt Kann man glauben oder auch nicht.

Siehe auch>>>>>>

Fotos, Michael Köster

Killesbergbahn Saisonauftakt 2021 – Fahrbetrieb ab 16. August 2021

Posted by Klaus on 13th August 2021 in Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB

Info LHS

Bald wieder mit Volldampf unterwegs! Am 16. August eröffnet die Killesbergbahn im Stuttgarter Höhenpark wieder .
Tägliche Fahrten von 10.30 Uhr bis 17.30 Uhr.
Werktags fährt die Diesellok, Sonntags bei gutem Wetter die Dampflok.
Es gelten die Coronabestimmungen vor Ort. Die Kontaktdaten der Fahrgäste werden erfasst. Im Zug gilt Maskenpflicht.
Fahrkarten gibt es am Verkaufshäuschen am Parkbahnhof.

Archivfoto

Minister will Zug von Calw nach Stuttgart

Presseinformation

Bürgeraktion: Perspektive für Metropolexpress wird konkreter

Calw/Ostelsheim/Renningen 

Während die Bauarbeiten für die Hermann-Hesse-Bahn Calw – Renningen nun überall Gestalt annehmen, richtet das Land Baden-Württemberg seinen Blick bereits auf die weitere Verbesserung der Bahnverbindung in die Landeshauptstadt, nämlich durchgehende Züge Calw – Stuttgart. Dies wurde bei der Tunnelfeier in Ostelsheim deutlich.

Bildzeile: Auch die Gesamtverbindung Calw – Stuttgart hat Potenzial für den schnellen Metropolexpress. Bisher kommen solche Züge nur im Rahmen von Umleitungen auf diese Strecke, wie hier in Renningen. Foto: Knupfer/BAUS

Ziel der Calwer Hermann-Hesse-Bahn, die ab 2023 den Betrieb aufnehmen soll, solle nicht nur Weil der Stadt und Renningen sein: „Auch nach Stuttgart kann dieser Zug fahren, in einer nächsten Ausbaustufe“. Dies sagte Verkehrsminister Winfried Hermann beim Baggerbiss zum Neubautunnel am 27. Juli in Ostelsheim. Damit bekräftigte der Minister die mittelfristige Perspektive für einen umsteigefreien raschen Zugverkehr in Form des Metropolexpress auf der Gesamtverbindung Calw – Stuttgart. Das Land wolle in Stuttgart die nötige Infrastruktur für solche zusätzlichen Züge schaffen, betonte Hermann: „Der neue Tiefbahnhof alleine schafft das nicht.“

Renningen weigert sich
Aus Sicht der Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn (BAUS) bedeutet die Positionierung des Ministeriums einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einem Verkehrsangebot in der Relation Nordschwarzwald – Stuttgart, das besser ist als die S-Bahn. Die Bürgerinitiative stellte ihr Konzept für den Metropolexpress am 28. Juli dem Zweckverband Hermann-Hesse-Bahn in Calw vor und verwies auf die Zustimmung in Leonberg und Weil der Stadt. Nur bei der Stadt Renningen zeige sich bisher kein Einsatz für den leistungsfähigen Metropolexpress. (Foto, Sabine)

Das attraktive Zugangebot würde für die Kommunen keine Betriebskosten mit sich bringen:
„Dass Renningen die kalte Schulter zeigt, ist blamabel“, so Hans-Jochim Knupfer von der Bürgeraktion. Schon alleine wegen der Auspendler aus dem Raum Stuttgart zu Bosch nach Renningen und Leonberg sei ein Nahverkehr nötig, welcher der S-Bahn und dem Werkbus qualitativ überlegen sei. Die Bahnaktivisten verweisen auf ein weiteres Zitat des Verkehrsministers: „Städte, die im Netz des Metropolexpress liegen, sind im Vorteil.“ Das Fazit
der Bahnfreunde: „Das Verhalten der Stadt Renningen erzeugt Nachteile für die eigenen Einwohner.“

Freundlich grüßt Sie

H.-J. Knupfer

für die Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn (B.A.U.S.)
Bahnverbindung Calw – Renningen (- Stuttgart)

www.unsere-schwarzwaldbahn.de

Bauarbeiter machen keine Sommerferien

Pressemeldung

Eine Gleisbaustelle der Deutschen Bahn.

In den Sommerferien gibt es auf den Schienenwegen im Land einige Baustellen. So ist über sechs Wochen hinweg die S-Bahn-Stammstrecke in Stuttgart gesperrt.

Mit Beginn der Sommerferien werden in den kommenden Wochen mehr Fahrgäste erwartet. In Baden-Württemberg zählen die Monate Juli, August und September zu den verkehrsreichsten Monaten im Jahr.

Gleichwohl muss die günstige Sommerzeit für Bauarbeiten an den Schienenwegen genutzt werden. Verkehrsminister Winfried Hermann weist auf die vielfältigen Informationsangebote im Bahnverkehr hin. „Erkundigen Sie sich bei der Reiseplanung über Baustellen und planen Sie flexibel. Lassen Sie sich nicht von einer Bahnfahrt abschrecken. In aller Regel ist für einen funktionierenden Schienenersatzverkehr oder Alternativ-Routen gesorgt.“

Großbaustellen südlich von Stuttgart: Worauf Reisende achten müssen

Während der Sommerferien ist über sechs Wochen hinweg die S-Bahn-Stammstrecke in Stuttgart gesperrt. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf den Regionalverkehr, sodass Züge teilweise ausfallen oder bereits im Zulauf auf Stuttgart an einem Bahnhof enden. Zusätzlich sind auch einige weitere Strecken wegen Bauarbeiten voll gesperrt.

Die Gäubahn ist vom 31. Juli bis 12. September 2021 zwischen Stuttgart und Singen in wechselnden Abschnitten gesperrt und während der gesamten Sommerferien nicht durchgängig befahrbar. Da sich die Reisezeit hier erheblich verlängert und teilweise vier Umstiege zwischen Stuttgart und Singen erforderlich wären und keine Fahrradmitnahme in den Ersatzbussen möglich ist, wird Reisenden empfohlen großräumig ausweichen. Auch zwischen Göppingen und Ulm ist die Filstalbahn vom 13. August bis zum 3. September voll gesperrt.

Zusatzzüge über Aalen an den Bodensee

Für Reisende aus dem Großraum Stuttgart besteht wegen der gesperrten Gäubahn und vom 13. August bis 3. September ebenfalls gesperrten Filsbahn die Möglichkeit, über Aalen (Umstieg) an den Bodensee zu gelangen. Das Land Baden-Württemberg als Aufgabenträger sowie die DB ZugBus Regionalverkehr GmbH verdoppeln hierfür in diesem Zeitraum die Kapazität auf dem IRE 50 zwischen Ulm und Aalen. Zusätzlich verkehren zweimal täglich umsteigefreie Zusatzzüge zwischen Aalen und Lindau.

Reisende aus Stuttgart können ab Stuttgart um 09:09 Uhr mit dem IRE 1 über Aalen (Umstieg) nach Friedrichshafen fahren, sodass um 12:23 Uhr der Bodensee erreicht wird. Zurück fährt der Zug um 17:31 Uhr ab Friedrichshafen auf demselben Weg und bietet mit vier Doppelstockwagen reichlich Fahrradkapazitäten.

Fahrradmitnahme trotz Schienenersatzverkehr im Donau- und Neckartal

Das beliebte Donautal zwischen Sigmaringen und Tuttlingen ist wegen einer Baustelle im Raum Sigmaringen erschwert erreichbar. Zwischen Sigmaringen und Hausen im Tal beziehungsweise Fridingen müssen Reisende der Verbindung Ulm – Donaueschingen vom 24. Juli bis 22. August auf Ersatzbusse umsteigen. Hier hat das Land Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit der Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH (RAB) und dem SWEG-Verkehrsbetrieb Hohenzollerische Landesbahn aufgrund der hohen Nachfrage eine Fahrradmitnahme in den Ersatzbussen organisiert. „Wir bitten Reisende, ihre Verbindung vorab online zu prüfen. Um zu überprüfen, ob das Fahrrad mitgenommen werden kann, muss das entsprechende Kästchen für „Fahrradmitnahme“ angeklickt werden. So werden Ärgernisse vermieden und der Ausflug ein Erfolg“, wies Minister Hermann hin.

Auch im nördlichen Baden-Württemberg ist die Strecke im Neckartal zwischen Neckargmünd und Eberbach ebenfalls wegen Bauarbeiten noch bis zum 2. Oktober gesperrt. Reisende mit Fahrrad können hier entweder den umgeleiteten RE 10a verwenden oder an Sonntagen auf spezielle Busse mit Fahrradtransport umsteigen.

Streckensperrung auch auf der Frankenbahn

Auch die Frankenbahn ist in den Sommerferien von Baustellen betroffen: Vom 31. Juli bis 12. September verkehren die meisten Züge im Expressverkehr (RE 8) erst ab Bietigheim-Bissingen (anstatt Stuttgart Hbf). Vom 24. Juli bis 5. September ist die Strecke zwischen Möckmühl und Osterburken gesperrt. Vom 2. August bis 16. August sind zusätzlich die Strecken Osterburken bis Eubigheim sowie Osterburken bis Seckach gesperrt. Hier gibt es keine Fahrradmitnahmemöglichkeit im Schienenersatzverkehr.

Fahrgäste mit Fahrrad können über Mosbach-Neckarelz (nicht im Zeitraum vom 2. bis 16. August) beziehungsweise über Crailsheim ins Taubertal gelangen. Dazu muss für die An-und Abreise entsprechend mehr Zeit eingeplant werden.

Auch Schienenersatzverkehr kann Freude machen

Ebenfalls von Bauarbeiten betroffen ist die untere Wutachtalbahn im Landkreis Waldshut, über die die bekannte „Sauschwänzle“-Museumsbahn von Süden her mit dem Zug erreichbar ist. Der Schienenersatz-Bus, der an den Sonntagen 8., 15. und 22. August zweimal am Tag anstelle des Zuges eingesetzt wird, ist ein historischer Bahnbus Mercedes O 307 aus dem Jahr 1987. So lässt sich mit diesem klassischen „Youngtimer“ zum Dampfzug an- und abreisen. Selbstverständlich ist dieser Bus ohne weiteren Aufpreis nutzbar.

Wichtiger Schritt für den „Digitalen Knoten Stuttgart“

Pressemeldung

Mit der Vergabe der Ausrüstung von 118 Regionalzügen mit digitaler Signaltechnik wird ein weiterer wichtiger Projektfortschritt für den „Digitalen Knoten Stuttgart“ erreicht. Damit kann die Leistungsfähigkeit des Eisenbahnknotens um mindestens 20 Prozent gesteigert werden.

Die Landesanstalt Schienenfahrzeuge Baden-Württemberg (SFBW) beauftragt den Konzern Alstom mit dem nachträglichen Einbau von digitaler Leit- und Sicherungstechnik in den 118 Bestandsfahrzeugen des Landes. Die offizielle Vertragsunterzeichnung fand im InfoTurmStuttgart (ITS) statt.

Die 118 Regionalzüge werden mit dem Europäischen Zugbeeinflussungssystem (European Train Control System – ETCS (PDF)) und dem hochautomatisierten Fahrbetrieb mit Triebfahrzeugführer (Automatic Train Operation im Automatisierungsgrad 2 – ATO GoA 2) ausgerüstet. Durch die Digitalisierung des Knotens Stuttgart und der bestehenden Regionalzüge soll die Leistungsfähigkeit des Eisenbahnknotens um mindestens 20 Prozent gesteigert werden, um die Betriebsqualität zu erhöhen und zusätzliche Züge zu fahren.

Wesentliche Elemente bis 2025 umgesetzt

Als erste Region Deutschlands wird Stuttgart mit ETCS und Digitalen Stellwerken (DSTW) ausgestattet. Die wesentlichen Elemente des Pilotprojekts „Digitaler Knoten Stuttgart“ sollen zusammen mit dem Projekt „Stuttgart 21″ (S21) bis zum Jahr 2025 umgesetzt werden. Die vollständige Umsetzung soll nachgelagert bis zum Jahr 2030 erfolgen. Dabei wird das gesamte Stuttgarter Straßenbahn(S-Bahn)-Netz (PDF) einschließlich der Mischverkehrsstrecken bis mindestens zu den Linienendpunkten der S-Bahn mit ETCS, DSTW und hochautomatisiertem Fahrbetrieb ausgestattet sein.

Der Vertrag mit einem Investitionsvolumen von rund 130 Millionen Euro umfasst die Nachrüstung der vorhandenen Fahrzeuge mit ETCS Level 2 und 3. Damit werden erstmals in Deutschland Züge mit einer Zugintegritätsüberwachung und ETCS Level 3 ausgerüstet. Darüber hinaus werden die Fahrzeuge auch in Teilschritten mit Future Railway Mobile Communication System (FRMCS) ausgestattet.

Hochautomatisierter Fahrbetrieb flächendeckend

Ein hochautomatisierter Fahrbetrieb (ATO GoA 2) wird nun weltweit erstmals flächendeckend auf der Grundlage von ETCS Level 2 bzw. 3 im „Digitalen Knoten Stuttgart“ eingesetzt. ATO GoA 2 ebnet im Zusammenspiel mit einem modernen Kapazitäts- und Verkehrsmanagementsystem (Capacity and Traffic Management System – CTMS) und FRMCS den Weg für vorausschauendes Fahren. Anhand der tatsächlichen Bewegung des vorausfahrenden Zuges wird der nachfolgende Zug mittels laufend aktualisierter Fahrvorgaben präzise und – wenn nötig – möglichst dicht nachgeführt – wesentlicher straffer, dichter und energiesparender als dies im manuellen, nicht vorausschauenden Betrieb möglich wäre. Durch häufigere Verbindungen mit weniger Verspätungen wird ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet.

„Mit der heutigen Unterschrift wird ein weiterer wichtiger Projektfortschritt erreicht. Die fahrzeugseitigen Voraussetzungen zur Befahrung des „Digitalen Knoten Stuttgart“ werden geschaffen. Mit der Digitalisierung des Eisenbahnknotens werden auch die Kapazitäten im bestehenden Netz ausgeweitet. Und Züge können klimafreundlicher und energieeffizienter gefahren werden“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann.

Zusammenarbeit auch bei S21

Die SFBW und der Konzern Alstom besiegelten mit der Vertragsunterzeichnung durch Minister Hermann und durch den Alstom-Präsidenten für die Region D-A-CH, Müslüm Yakisan, auch ihre Zusammenarbeit mit Blick auf die S21-Baustelle im Konferenzraum des ITS.

„Der ‚Digitale Knoten Stuttgart‘ ist ein richtungsweisendes Projekt für die Digitalisierung des Schienenverkehrs in Deutschland. Wir freuen uns, neben der Ausrüstung der Stuttgarter S-Bahnen nun auch mit der Nachrüstung der Regionalzüge, die in und um Stuttgart verkehren, an diesem Projekt beteiligt zu sein und hierüber unsere Expertise im Bereich der Signal- und Sicherungstechnik einzubringen“, sagt Müslüm Yakisan.

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