Archive for the ‘Seen, Flüsse u. Brunnen in der Region Stuttgart’ Category

Sanierung der Seenkette im Unteren Schloss- garten

Info der Stadt Stuttgart

Ende Oktober wurde mit den Vorbereitungsmaßnahmen für die Sanierung der Seenkette im Unteren Schlossgarten begonnen. Die vorbereitenden Arbeiten wie die Entnahme des Fischbestandes und der Schutz der Bäume um die Seen sind Mitte November abgeschlossen.

„Die Sanierung wird bis zum Frühjahr 2019 dauern. Neben der Beseitigung von Undichtigkeiten sind eine Erhöhung der Wasserqualität und eine Neugestaltung des Uferrandes geplant. Dabei bleibt das Erscheinungsbild der Seenlandschaft erhalten.“ berichtet Roland Wenk, Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amtsvorstand Amt Stuttgart.

Die geplanten Maßnahmen erstrecken sich hauptsächlich auf den Inselsee, den Eissee und den Nymphensee. Dabei wirkt sich die Sanierung positiv auf die gesamte Seenkette des Unteren Schlossgartens aus. Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit der Seen stehen im Vordergrund. Die Stabilität des Gewässers und dessen Wasserqualität sollen durch eine Vertiefung des Inselsees sowie eine zusätzliche Umwälzung mit Wasseraufbereitung verbessert werden.

Das neue Konzept sieht ein geschlossenes Kreislaufsystem vor, das energetisch optimiert wurde. Der Wasserverbrauch kann so deutlich reduziert werden. Durch Pflanzenfilter wird das Wasser auf natürliche Weise gereinigt.

Am Ufer des Inselsees bietet zukünftig ein Sonnendeck Sitzmöglichkeiten für die Parkbesucher – mit  Blick übers Wasser und auf den Stadtteil Berg.

Das Materialkonzept wurde hinsichtlich Nachhaltigkeit geprüft und ausgewählt, so wird beispielsweise bei der geplanten Abdichtung der Seen auf Kunststoffdichtungsfolien verzichtet.

Während der Sanierungsmaßnahme kommt es zeitweise zu Unterbrechungen im Geh- und Radwegenetz im Bereich der Seen. Umleitungen für Fußgänger und Radfahrer werden ausgeschildert.

Die Planung der Sanierungsmaßnahme stammt aus der Feder des Landschafts- architekturbüros Planstatt Senner, das im Auftrag von Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Stuttgart, tätig ist.

Fotos, Blogarchiv Klaus

Artenschutzmaßnahmen am Probstsee

Posted by Klaus on 5th November 2018 in Seen, Flüsse u. Brunnen in der Region Stuttgart, Stuttgart

Info der Stadt Stuttgart

Das Naturdenkmal Probstsee ist das blaue Juwel Möhringens. Nicht nur zahlreiche Besucher zieht es regelmäßig an dieses Kleinod inmitten des Stadtteils, sondern auch viele Pflanzen und Tiere fühlen sich hier zuhause.
Darunter findet sich das Teichhuhn (Gallinula chloropus), das auch als Teichralle bezeichnet wird. Es lebt zwischen den Röhrichtbeständen und im Uferbereich. Manchmal traut es sich auch auf die umliegenden Wiesen. Besonders wichtig ist ihm die Dichte der Röhrichtvegetation. Stadtweit besitzt der Probstsee eine der größten Schilfflächen überhaupt. Die Tiere fressen fast alles und fühlen sich daher auch in städtischer Umgebung wohl. Trotz allem sind die Bestände seit mehreren Jahren rückläufig, da sowohl die Lebensräume immer ungünstiger und kleiner werden, als auch die Störungen durch Freizeitnutzung von Gewässern zunehmen.

Um diesem Rückgang entgegenzuwirken hat die Stadt Stuttgart im Rahmen der Umsetzung des Artenschutzkonzepts Gelder für den Probstsee bewilligt, die auch dem Schutz der Teichralle dienen sollen.

Derzeit wächst der Uferbereich immer stärker mit Hartriegelgebüschen zu, die so die Röhrichtvegetation verdrängen und Erholungssuchende an der freien Sicht auf den See hindern. Nicht heimische Balsampappeln und kleinere Hybridpappeln sollen schrittweise durch die heimische und vom Aussterben bedrohte Neckar-Schwarzpappel ersetzt werden. Sie wurde aus Restbeständen alter Neckar-Schwarzpappeln kultiviert und herangezogen. Die illegal genutzten Pfade durch den Lebensraum des Teichhuhns in dem gesetzlich geschützten Biotop sollen nun verschlossen werden, um die nötige Ruheoase zu schaffen.

Zur Information der Bevölkerung über die geplanten Pflege- und Pflanzmaßnahmen wurden bereits temporär Tafeln angebracht. Während der Arbeiten ist mit kurzzeitigen Einschränkungen der Begehbarkeit zu rechnen.

Das Stuttgarter Artenschutzkonzept kann unter stuttgart.de/artenschutzkonzept heruntergeladen oder als Broschüre gegen eine Schutzgebühr von 10 Euro beim Amt für Umweltschutz Stuttgart angefordert werden.

Kontakt: Amt für Umweltschutz, Gaisburgstraße 4, E-Mail poststelle.36@stuttgart.de

Siehe auch unsere Beiträge zum Probstsee

Fotos, Blogarchiv

Schiffstour der Freien Wähler: Großes Interesse am Neckar

Posted by Klaus on 31st Oktober 2018 in Fotos, Seen, Flüsse u. Brunnen in der Region Stuttgart, Stuttgart

Pressemitteilung

Unter dem Titel „Stadt am Fluss“ hatte die Freie Wähler Gemeinderatsfraktion Stuttgart am vergangenen Freitag zu einer Schiffstour auf dem Neckar eingeladen. Dazu fanden sich rund 240 Teilnehmer auf dem Fahrgastschiff „Wilhelma“ des Neckar-Käpt’n ein. Im Mittelpunkt der ausgebuchten Schiffstour standen Ausführungen fachkundiger Referenten. Aufgezeigt wurde, welche Ideen, Vorschläge und Planungen es gibt, um den Neckar mehr hervorzuheben und besser erlebbar zu machen.

Zu Beginn erläuterte Johannes Rentsch vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung die Ziele des Masterplans „Erlebnisraum Neckar“ der Stadt Stuttgart. Im weiteren Verlauf der Tour ging Rentsch auf verschiedene Einzelmaßnahmen ein. So zum Beispiel auf die Umgestaltung des Neckar-Ufers beim Lindenschulviertel in Untertürkheim, die im kommenden Jahr in Angriff genommen werden soll.

Wie sich die Freien Wähler die Entwicklung der EnBW-Flächen rund um den Gaskessel in Gaisburg vorstellen können, erklärte deren Fraktionsvorsitzender Jürgen Zeeb. Die Freie Wähler-Fraktion befürworte die Ansiedlung der Stadtwerke Stuttgart auf dem Gelände des Wasserwerks, so Zeeb. Daneben könnten Gewerbe, Logistik und Wohnen auf dem weitläufigen EnBW-Areal Platz finden. Die neue Wohnbebauung solle so angeordnet werden, dass sie durch Lärm vom Cannstatter Wasen nicht beeinträchtigt werde, sagte der Fraktionschef.
Über den Stuttgarter Hafen und über den Gütertransport auf der Bundeswasserstraße Neckar wurden die Teilnehmer der Schiffstour durch Hafen-Pressesprecher Johannes Zeller informiert. Er hob die Bedeutung des Hafens als Drehscheibe für den Umschlag von Waren und Materialien aller Art hervor.

Eine Idee, die derzeit intensiv geprüft wird, ist die sogenannte Neckarwelle. Wie der 1. Vorsitzende des Vereins Neckarwelle e.V., Dr. Volker Sellmeier, erklärte, handelt es sich dabei um eine künstlich erzeugte und verstellbare Welle zum Surfen, die in den Abflusskanal des Wasserkraftwerks Untertürkheim eingebaut werden könnte.

Landschaftsarchitekt Johannes Jörg, der vor einigen Monaten in Zusammenarbeit mit anderen Büros den Gestaltungswettbewerb für das Neckarknie in Bad Cannstatt gewonnen hatte, ging auf seinen Siegerentwurf ein und zeigte die Schwachpunkte der jetzigen Ufergestaltung sowie die Chancen einer umfassenden Neugestaltung des Neckarknies auf. So gebe es derzeit zum Beispiel am Seilerwasen zu viel dichtes Gebüsch, das den Blick auf den Neckar versperre.

Die Cannstatter Jugendräte Alisa Eisele und Mehmet Ildes stellten die geplante Umgestaltung des sogenannten „Hechtkopfes“ beim Sicherheitshafen nahe der Reinhold-Maier-Brücke vor. Ziel des vom Cannstatter Jugendrat initiierten Projekts ist es, am Neckar-Ufer einen attraktiven Freizeit- und Erholungsort zu schaffen. Wie Freie Wähler-Regionalrat Peter Aichinger mitteilte, wird das Projekt wird mit 480.000 Euro aus Kofinanzierungsmitteln des Verband Region Stuttgart gefördert.

Mit welchen Herausforderungen sich Unternehmen konfrontiert sehen, die für eine Belebung des Flusses und mehr Attraktionen am Neckar sorgen wollen, stellten Neckar-Käpt’n Wolfgang Thie und Stefan Sendelbach, stellvertretender Bezirksbeirat der Freien Wähler in Münster, in ihren Beiträgen dar. Zwar gibt es für den Neckar-Käpt’n jetzt endlich einen Anleger unmittelbar bei der Cannstatter Altstadt. Wegen diverser Bedenken der zuständigen Stellen darf dieser bisher aber nicht dazu genutzt werden, Fahrgäste ein- und aussteigen zu lassen. Stefan Sendelbach, dessen Unternehmen Cool-Tours das „Gasthaus Keefertal“ wiedereröffnen, Stand-Up-Paddling, Wasserschuhlaufen sowie einen Kanu-, Kajak- und Elektro-Floßboot-Verleih anbieten möchte, beklagte die aus seiner Sicht teilweise kaum nachvollziehbaren Hürden auf dem Weg zur Genehmigung durch die verschiedenen Behörden.

Zum Schluss der Schiffstour wartete der Fraktionssprecher der Freien Wähler im Bezirksbeirat Bad Cannstatt, Gerhard Veyhl, mit einem Lösungsvorschlag zum ersehnten Bürgerhaus für Bad Cannstatt auf. Dabei sollen die Flächen beim Stadtbad und im Bereich der Mombach-Anlage neu geordnet werden. In den kommenden Tagen will Gerhard Veyhl den Vorschlag, den er in Zusammenarbeit mit dem Cannstatter Architekten Jens Lehmann ausgearbeitet hat, im Detail der Öffentlichkeit präsentieren.

Freie Wähler Gemeinderatsfraktion Stuttgart

Fotos, Freie Wähler Gemeinderatsfraktion Stuttgart

Einladung des Stuttgarter Brünnele am 2.10.18

Flyer Stuttgarter Brünnele

Siehe auch An die Brunnenfreunde samt allen Liebhabern der Villa Berg und deren historischem Park und Restaurierung und Wiederherstellung eines Springbrunnens im Rosengarten der Villa Berg

Verdacht auf Blaualgen im Pfaffensee im Rotwildpark

Posted by Klaus on 23rd August 2018 in Seen, Flüsse u. Brunnen in der Region Stuttgart, Stuttgart

Info der Stadt Stuttgart

Im Pfaffensee im Rotwildpark haben sich infolge der sommerlichen Hitzeperiode möglicherweise Blaualgen gebildet. Diese Blaualgen können giftig sein. Vorsorglich sollte der Hautkontakt mit dem Wasser vermieden und Hunde vom Gewässer ferngehalten werden.
In den Stuttgarter Parkseen besteht ein generelles Badeverbot.

Foto, Blogarchiv Klaus

Mühlhausen – Sonnensegel zerschnitten – Zeugen gesucht

Posted by Klaus on 21st August 2018 in Seen, Flüsse u. Brunnen in der Region Stuttgart, Stuttgart

Polizeibericht

Unbekannte haben in der Nacht zum Sonntag (19.08.2018) am Max-Eyth-See das Sonnensegel des „Klassenzimmer am See“ zerstört und einen Schaden von mehreren Tausend Euro verursacht. Mitarbeiter der Stadt bemerkten das zerstörte Segel am Montagmorgen und verständigten die Polizei. Nach ersten Ermittlungen sollen in der Nacht zum Sonntag etwa 12 bis 15 Personen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren dort lautstark gefeiert haben.

Zeugen werden gebeten, sich bei den Beamtinnen und Beamten des Polizeireviers 7 Ludwigsburger Straße unter der Rufnummer +4971189903700 zu melden.

Archivfoto, Klaus

An die Brunnenfreunde samt allen Liebhabern der Villa Berg und deren historischem Park

Save the date….

Liebe Brunnenfreunde samt allen Liebhabern der Villa Berg und deren historischem Park:

Es wird bald etwas Langersehntes zu feiern geben!!

Als ersten Schritt der Wiederbelebung des historischen Parks der Villa Berg feiern wir mit Euch Allen die Restaurierung des Belvedere, des Rosengartens und des historischen Springbrunnens, an dem sich die königlichen Hoheiten und ihre Gäste seinerzeit ergötzten.

Feiern Sie mit am

Dienstag, den 2. Oktober 2018 um 11 Uhr

zusammen mit Oberbürgermeister Fritz Kuhn und Stadtdirektor Volker Schirner.

Nähere Angaben folgen im Nahbereich. Es ist wieder für Alles gesorgt.

Bis dann herzliche Grüße

Eure Brunnenleut

Peter H. Haller und Herbert O. Rau

Stiftung-Stuttgarter-Bruennele.de

Foto, Blogarchiv Klaus und fotogalerie-stuttgart.de

Todesfalle für Fische

Posted by Klaus on 5th August 2018 in Allgemein, Fotos, Seen, Flüsse u. Brunnen in der Region Stuttgart

Ein Bericht mit dem Thema: Millionen tote Fische am Neckar – Tierschützer gehen gegen Kraftwerke vor

Hans-Hermann Schock (wav-stuttgart) im Interview in den Stuttgarter Zeitungen

Fotos, Blogarchiv

Fischsterben im Max-Eyth-See

Posted by Klaus on 2nd August 2018 in Seen, Flüsse u. Brunnen in der Region Stuttgart, Stuttgart

Info des  Württembergischen Angelervereins

Fischsterben im max-Eyth-See
Heute morgen hat es begonnen. Wie ein Fanal für eine misslungene Renaturierung. Wir haben 2 Jahre lang gekämpft um diese „Renaturierung zu verhindern bzw zu ändern. Die Stadtverwaltung hat gezeigt, dass sie die Macht hat nicht auf uns zuhören. Und jetzt? Genau an dieser Stelle ist der Sauerstoffgehalt auf 1 mg/l abgesackt und ca. 3000 -5000 tote Fische treiben sichtbar im seichten Uferwasser. Die andern, glücklicherweise nicht renaturierten Stellen haben noch über 4 mg/l Sauerstoff. Aber die Situation bleibt kritisch. Die Feuerwehr ist bereits im Einsatz und versucht schlimmeres zu verhindern.

Info der Stadt Stuttgart

Sauerstoffgehalt im Max-Eyth-See über Nacht gesunken – Nach Feuerwehreinsatz steigen Werte wieder

Messungen haben am Donnerstag, 2. August, ergeben, dass der Sauerstoffgehalt im Max-Eyth-See über Nacht deutlich gesunken ist. Damit die Sauerstoffwerte wieder steigen, ist seit heute Vormittag die Feuerwehr mit knapp 30 Einsatzkräften vor Ort, um das Seewasser umzuwälzen. Dabei wird dem See mit Pumpen Wasser entnom-men und dann wieder in den See gegeben. Das Wasser wird entweder hoch in die Luft gespritzt, so dass es als Regen auf die Oberfläche auftrifft, oder als Strahl in den See gebracht, so dass möglichst viel Luftsauerstoff hinzukommt. Zudem wird dem See frisches Quellwasser zugeführt.
Alexander Gass vom Tiefbauamt der Stadt Stuttgart sagte: „Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr steigen die Sauerstoffwerte aktuell wieder. Wir gehen davon aus, dass heute Nachmittag die Sauerstoffproduktion der Algen aufgrund der Sonneneinstrahlung ausreicht, um den See wieder zu stabilisieren.“

Aufgrund der hohen Temperaturen haben sich im Max-Eyth-See verstärkt Algen gebildet. Vermutlich sind diese in der vergangenen Nacht vermehrt abgestorben. Dadurch wurde mehr Sauerstoff durch den mikrobiellen Abbau der Algen verbraucht als tagsüber durch die Algen gebildet wird. Infolgedessen sank auch der Sauerstoffgehalt des Sees. Darunter litten vor allem die Wasserlebewesen. Einige Fische sind bereits gestorben.

Die Stadt hat in den vergangenen Jahren verschiedene Maßnahmen durchgeführt, um die Wasserqualität des Max-Eyth-Sees zu verbessern. Maßnahmen waren u. a. die Zuführung von Quellwasser, Verschluss der Schleuse zum Neckar, Nährstofffällung, Monitoring durch den Limnologen und Schaffung einer Flachwasserzone. Die Maßnahmen haben die Situation bereits verbessert. Trotzdem lässt sich das plötzliche Absinken des Sauerstoffgehalts nicht zuverlässig verhindern. Die Stadt prüft daher weitere Maßnahmen, wie z. B. technische Vorrichtungen. Diese sollen in ungünstigen Wetterphasen das Absinken des Sauerstoffgehalts in Teilbereichen des Sees verhindern. Darüber hinaus soll auch untersucht werden, ob die Ansiedlung von Wasserpflanzen in Teilen des Sees eine Verbesserung des Gütezustands begünstigen könnten.

Siehe auch Verdacht auf Blaualgen im Max-Eyth-See bestätigt und stuttgarter-nachrichten.de/rettungsaktion-am-max-eyth-see-stuttgarter-feuerwehr-muss-fische-retten

Fotos, Manu’s Bilderecke

Bäche bei anhaltender Trockenheit gestresst

Posted by Klaus on 31st Juli 2018 in Seen, Flüsse u. Brunnen in der Region Stuttgart, Stuttgart

Info der Stadt Stuttgart

An Stuttgarter Bächen wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Niedrigwasserstände festgestellt. Sobald das Amt für Umweltschutz kritische Pegelstände für Tiere und Pflanzen als erreicht ansieht, werden verstärkte Kontrollen gegen unerlaubte Wasserentnahmen durchgeführt. Die Wasserbehörde des Amts für Umweltschutz weist darauf hin, dass Wasserentnahmen, die über das Schöpfen mit Gefäßen in geringen Mengen, den sogenannten Gemeingebrauch hinausgehen, einer wasserrechtlichen Erlaubnis bedürfen. Der Einsatz mobiler Pumpen aber auch das Aufstauen oder Absenken der Gewässer zur Wasserentnahme ist nicht zulässig.
Die Wasserbehörde appelliert an die Verantwortung jedes Einzelnen, Wasserentnahmen an den Bächen mit Niedrigwasserständen zu unterlassen. Unerlaubte Wasserentnahmen können mit empfindlichen Geldbußen geahndet werden.

Bei anhaltender trockener Witterung sinken die Pegelstände der Bäche erheblich. Der Wassermangel bedroht seltene Tier- und Pflanzenarten wie den bundesweit stark gefährdeten Steinkrebs, der in einigen Stuttgarter Bächen immer noch in stabilen Populationen zu finden ist. Nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ist seine Art europaweit geschützt.

Unter dem Wassermangel leidet zudem die Selbstreinigungskraft der Bäche. Wasserentnahmen verschärfen die Situation und können dazu führen, dass Pegelstände streckenweise stark fallen oder Gewässer ganz trocken werden. Die auf den Lebensraum angewiesene sogenannte Biozönose mit Fischen, Krebsen und anderen Kleinlebewesen stirbt unweigerlich ab.

Foto, Blogarchiv Klaus