Archive for the ‘Seen, Flüsse u. Brunnen in der Region Stuttgart’ Category

Max-Eyth-See: Tiefbauamt will Sauerstoffgehalt stabil halten – Wasserpflanzen werden gemäht

Info LHS

Der Sauerstoffgehalt des Max-Eyth-See soll stabil bleiben. Deswegen hat das Tiefbauamt eine Mähaktion beauftragt, wie die Verwaltung am Freitag, 29. Mai mitteilte. Dies ist Teil eines Programms zur Verbesserung der Wasserqualität und zur Verhinderung eines Fischsterbens.

Ein Mähboot wird ab Anfang der kommenden Woche Pflanzen schneiden und entnehmen. Grund ist, dass sich auch in diesem Jahr wieder großflächig das „Krause Laichkraut“ gebildet hat. Die Wasserpflanzen dienen dem See als Sauerstofflieferanten und bilden einen Gegenspieler zur Algenblüte. Bricht der Bestand jedoch bei zu hohen Wassertemperaturen zusammen, werden die abgestorbenen Pflanzenreste im See unter Sauerstoffverbrauch abgebaut und können so zu einem Sauerstoffmangel führen. Dies soll verhindert werden.

Das Tiefbauamt hatte im Herbst 2019 die Nutzer des Max-Eyth-Sees zu einem Runden Tisch geladen. Dabei wurden Maßnahmen entwickelt, um die Wasserqualität des Sees langfristig zu verbessern und ein Fischsterben zu vermeiden. Das Tiefbauamt hat als Ergebnis des Runden Tisches einen fischbiologischen Gutachter beauftragt, den Fischbestand im Max-Eyth-See zu erheben. Die Bestandserhebung wurde im April durchgeführt, die gewonnenen Daten bilden die Grundlage für ein fischbiologisches Gutachten. Zu den Ergebnissen des fischbiologischen Gutachtens und den erforderlichen Maßnahmen zur Regulierung des Fischbestandes haben sich jüngst Vertreter der Stadt Stuttgart mit Vertretern des Württembergischen Anglervereins (WAV) als Fischereiberechtigte und der Fischereibehörde des Stuttgarter Regierungspräsidiums abgestimmt. Die Ergebnisse des Gutachtens wird das Tiefbauamt vor den Sommerferien im städtischen Ausschuss für Klima und Umwelt vorstellen.

Die Bestandserhebung hat einen für die Wasserqualität kritischen Fischbestand in Artenzusammensetzung und Menge aufgezeigt. Auf Empfehlung der fischbiologischen Gutachter fand daher als Sofortmaßnahme bereits eine Besatzaktion am Max-Eyth-See mit rund 15.000 Junghechten auf Kosten der Stadt Stuttgart statt. Die Jungfische wurden durch den Gutachter und Mitglieder des WAVs in den See eingesetzt. So erhält der See wieder einen nützlichen Raubfisch. Dank der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. war dies möglich: Sie hat auf Anfrage der Stadt die Aktion mit zwei Rettungsbooten und zwei Bootsführern unterstützt.

Eine Reduzierung des hohen Karpfen- und Giebelbestandes durch eine Intensivbefischung ist erst im Herbst möglich, da der Einsatz der erforderlichen Stellnetze bei hohen Wassertemperaturen zum Hitzetod der Tiere führen könnte.
Die Anpassung des Fischbestands und das Wasserpflanzenmanagement sind Teile eines umfangreichen Maßnahmenprogramms der Stadt, um die Wasserqualität zu verbessern und damit ein Fischsterben unwahrscheinlicher zu machen. Zur Überwachung des Sauerstoffgehalts ist die Installation stationärer Messgeräte im See geplant und es soll eine wirksame Wasserableitung geschaffen werden. Drei Belüftungsanlagen sollen den See in kritischen Phasen mit Luftsauerstoff versorgen.

Fotos, Klaus

Absage – 130 Jahre Galatea-Brunnen Feier

Mitteilung der Stiftung Stuttgarter Brünnele

Einwandfreie Trinkwasserqualität sicherstellen

Posted by Klaus on 26th Mai 2020 in Allgemein, Seen, Flüsse u. Brunnen in der Region Stuttgart

Info

Vor der anstehenden Wiedereröffnung von Fitnessstudios, Sporteinrichtungen oder Hotels müssen die Betreiber sicherstellen, dass keine gefährlichen Keime in den Trinkwassersystemen vorhanden sind. Dafür sollten die Leitungen gründlich gespült werden.

„Wenn demnächst Fitnessstudios, Sporteinrichtungen oder Hotels wieder öffnen, muss sichergestellt sein, dass das Trinkwasser aus der Leitung einwandfreie Qualität hat. Da das Wasser aufgrund der Schließungen länger in den Trinkwasserleitungen stand, können sich gefährliche Keime wie Legionellen vermehren. Diese können für Verbraucherinnen und Verbraucher beim Duschen oder bei der Nutzung von Whirlpools zur Gefahr werden. Die wichtigste Maßnahme nach einem längeren verminderten Trinkwasseraustausch in den Leitungen lautet daher spülen, spülen, spülen“, sagte Verbraucherschutzminister Peter Hauk.

Wasserleitungen gründlich spülen

Aufgrund der von der Landesregierung angeordneten Coronavirus-Maßnahmen wurden zahlreiche Einrichtungen und Gebäude seit nun mehr als zwei Monaten nicht oder nur eingeschränkt genutzt. Betreiber von Fitnessstudios, Sporteinrichtungen, Schwimm- und Spaßbädern, Hotels und anderer Beherbergungsbetriebe, die darauf verzichtet haben, während der Dauer der Stilllegung einen „Normalbetrieb“ durch regelmäßiges Öffnen der Wasserhähne zu simulieren, sollten rechtzeitig vor Wiederaufnahme des Betriebs die Leitungen der Gebäude gründlich spülen.

„In der Regel genügt es hierzu, alle Entnahmestellen vollständig zu öffnen und sowohl Kalt- als auch Warmwasser bis zur Temperaturkonstanz abfließen zu lassen“, so Hauk.

Die Leitungen sollten etwa eine Woche vor Wiedereröffnung der Einrichtungen gründlich und dann nochmals täglich gespült werden. So wird das Wasser in der Hausinstallation vollständig getauscht. Werden zunächst nur einzelne Bereiche oder Gebäude der gesamten Einrichtung genutzt, ist es sinnvoll, die regelmäßigen Spülungen für die übrigen Bereiche fortzusetzen, so dass auch hier jederzeit sicheres Trinkwasser zur Verfügung steht und eine Rückkontamination des Systems vermieden wird. „Die Betriebe sollten die nach Trinkwasserverordnung in der Regel jährliche Untersuchung des Trinkwassers auf Legionellen zügig nach Wiederinbetriebnahme einplanen“, betonte Hauk abschließend.

Legionellen

Legionellen vermehren sich am stärksten bei Temperaturen von 30°C bis 45°C in stehendem Wasser. Neben einer zu niedrigen Warmwassertemperatur von unter 60°C begünstigt die Stagnation durch eine zu unregelmäßige Nutzung einzelner Anlagenteile beziehungsweise Bereiche der Trinkwasserinstallation eine Kontamination. Wenn aber Legionellen über kleine Wassertröpfchen eingeatmet werden und in die Lunge gelangen, kann es zu einer ernsthaften Lungenentzündung kommen. Das könnte beispielsweise beim Einatmen von Dampf unter der Dusche passieren. Ein erhöhtes Risiko liegt beispielsweise bei Menschen mit geschwächter Immunlage oder chronischer Bronchialerkrankung oder bei Rauchern vor. Seit 2011 enthält die Trinkwasserverordnung eine Pflicht zur regelmäßigen Untersuchung von Trinkwasser auf Legionellen. Sie besteht für die Eigentümer des Objekts beziehungsweise Gebäudes bei gewerblicher Tätigkeit, zum Beispiel Vermietung, oder öffentlicher Tätigkeit und unter der Voraussetzung, dass eine „Großanlage zur Trinkwassererwärmung sowie eine Einrichtung in der Trinkwasserinstallation, in der es zu einer Vernebelung des Trinkwassers kommt, zum Beispiel Duschen, Whirlpool, vorhanden ist.

Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Trinkwasserkontrolle

DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.: Information zu vorübergehenden Stilllegungen von Trinkwasser-Installationen in Gebäuden (PDF)

Foto, Klaus

Tierrettung im Inselsee, Stuttgart Ost, Unterer Schlossgarten

Bericht der Feuerwehr Stuttgart

Ein Mitarbeiter der Wilhelma meldete der Integrierten Leitstelle Stuttgart über Notruf, dass im Bereich des neu angelegten Inselsees die über einem Flachwasserbereich angebrachten Schutznetze umgestürzt sind. Die Netze waren ursprünglich über Holzkonstruktionen oberhalb der Wasserfläche gespannt. Die Netze dienten dem Schutz der eingesetzten Pflanzen und Fische vor Vögeln. Da die Netze ca. alle 4 m miteinander verbunden waren, ergaben sich nun im Wasser liegende Öffnungen, durch die die Fische auf die Netze geschwommen sind und sich nicht mehr selbst befreien konnten. Einige waren bereits verendet. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr haben engagierte Bürger nahezu 30 Fische aus ihrer misslichen Lage befreit und in den nebenliegenden See umgesetzt. Es bestand jedoch weiterhin die Gefahr, dass weitere Fische sich ebenfalls verfangen können.

Maßnahmen:
Es wurde umgehend die Wasserrettung der Feuerwehr Stuttgart nachalarmiert. Die Kollegen sind mit Neoprenanzügen ausgestattet. Zusätzlich rüsteten sich zwei Kollegen des Löschfahrzeugs mit Wathosen aus. Mittels Scheren und Seitenschneidern wurden die Netze an ihren Verbindungsstellen beschädigungsfrei aufgetrennt. Im Anschluss konnten die Netze durch die übrigen Kräfte ans Ufer gezogen werden und damit die Gefahr des Verendens für die Fische verhindert werden. Im Einsatz waren 10 Beamte der Feuerwache 3 mit einem Führungsfahrzeug, einem Hilfeleistungslöschfahrzeug sowie dem Gerätewagen Wasserrettung.

Personenschaden:
Keine Verletzen

Sachschaden:
Wird von der Polizei ermittelt.

Foto, Jörg Trüdinger

Fahrgastschifffahrt ab 18. Mai erlaubt

Posted by Klaus on 15th Mai 2020 in Allgemein, Seen, Flüsse u. Brunnen in der Region Stuttgart

INFO

Ausflugsfahrten mit dem Schiff sind in Baden-Württemberg ab dem 18. Mai wieder möglich. Es gilt wie im öffentlichen Nahverkehr die Maskenpflicht.

Die Fahrgastschifffahrt in Baden-Württemberg wird ab dem kommenden Montag, 18. Mai, wieder ausdrücklich erlaubt. Das gaben Verkehrsminister Winfried Hermann und Tourismusminister Guido Wolf bekannt. Ein entsprechender Passus wird im Laufe des heutigen Tages in die so genannte Corona-Verordnung eingefügt und soll noch am Wochenende in Kraft treten. Wie in anderen Verkehrsträgern gilt die Maskenpflicht. In der Fahrgastschifffahrt ist aufgrund des vorhandenen relativ großen Raumes, der möglichen Durchlüftung und der weitgehenden Beförderung im Freien das Infektionsrisiko gering, weshalb neben der bestehenden Maskenpflicht auf eine zusätzliche Abstandspflicht verzichtet werden kann.

Maskenpflicht beachten – Hygieneregeln einhalten

Verkehrsminister Winfried Hermann sagte: „Es ist gut, dass es mit den Lockerungen bei der Fahrgastschifffahrt wieder mehr Bewegungsfreiheit gibt. Ich appelliere an alle, die das nutzen, sich an die Hygieneregeln zu halten, und wie im öffentlichen Nahverkehr auch auf den Schiffen Masken zu tragen. Dies gilt auch für die Anlegestellen und die dortigen Wartebereiche.“

Tourismusminister Guido Wolf sagte am Rande eines Vor-Ort-Termins in Überlingen am Bodensee: „Die Tourismusbranche ist von den Folgen der Corona-Krise mit voller Wucht erwischt worden. Die allermeisten Betriebe stehen seit fast zwei Monaten komplett still und sind in wirtschaftliche Existenznot geraten. Wir müssen nach wie vor alle sorgsam sein und die Hygieneregeln einhalten. Die Fahrgastschifffahrt ist ein Bereich, in dem das Infektionsrisiko relativ gering ist. Es ist daher richtig und wichtig ist, dass wir jetzt eine Wiedereröffnung ermöglichen. Ab Montag dürfen die Fahrgastschiffe auf dem Bodensee und andernorts im Land wieder ihre Ausflugsfahrten anbieten. Für Fahrgäste gilt, wie in anderen Bereichen aber auch, Masken tragen, um sich und andere zu schützen.“

Aktuelle Informationen zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Fotos, Blogarchiv

Brunnensaison 2020 startet mit Einschränkungen

Posted by Klaus on 8th April 2020 in Seen, Flüsse u. Brunnen in der Region Stuttgart, Stuttgart

INFO LHS

Brunnen in der Rotenbergstraße

Die Stadt Stuttgart hat die Brunnensaison eröffnet. Brunnen, die Trinkwasser zur Verfügung stellen, sind fortan gekennzeichnet. Einschränkungen gibt es, da nur ausgewählte Brunnen in Betrieb genommen werden. Das hat die Stadt am Mittwoch, 8. April, bekanntgegeben.

Das Wasser wird schrittweise bei den Trinkwasserbrunnen im gesamten Stadtgebiet sowie bei ausgewählten Wasserspielen in der Innenstadt aufgedreht. Es läuft bis Ende Oktober. Ganzjährig in Betrieb hingegen sind die Mineralwasserbrunnen in Bad Cannstatt. Im Zuge des „Aktionsprogramms Klimaschutz“ hat die Stadt die Trinkbrunnen zu Saisonbeginn mit dem Hinweistäfelchen „Trinkwasser“ gekennzeichnet.
Aufgrund des Coronavirus werden die städtischen Brunnen in diesem Jahr in reduzierter Anzahl betrieben. Die Wasserspiele in den Außenbezirken und auf den Spielplätzen bleiben aus. Bei möglichen Personalausfällen kann so die regelmäßige Reinigung und Wartung der Brunnenanlagen sichergestellt werden.

Verhaltensregeln für die Nutzer

Brunnen Schlossplatz

Die Stadt appelliert an ihre Bürgerinnen und Bürger, bei der Nutzung der Brunnen bestimmte Ver- haltensregeln und Vorschriften im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu beachten. Die Nutzer müssen die Hygienestandards einhalten und Menschenansammlungen an den Brunnen vermeiden.

Die Landeshauptstadt ist eine Stadt der Brunnen. Stuttgart besitzt nach Budapest das größte Mineralwasseraufkommen in Europa. 22 Millionen Liter sprudeln täglich aus verschiedenen Quellen. Die Trinkwasserbrunnen werden mit Wasser aus dem öffentlichen Wassernetz versorgt oder aus Mineralwasserquellen gespeist.

Fotos, Blogarchiv

Fischbiologische Untersuchungen im Max-Eyth-See

Posted by Klaus on 7th April 2020 in Seen, Flüsse u. Brunnen in der Region Stuttgart, Stuttgart

INFO LHS

Das Tiefbauamt hat einen unabhängigen Ökologen beauftragt, ein fischbiologisches Gutachten für den Max-Eyth-See zu erstellen. Der Ökologe erfasst den aktuellen Fischbestand des Sees nach dem Fischsterben im Sommer 2019. Das Gutachten zeigt auf, welche Artenzusammensetzung und Mengen an Fischen der See verträgt.
Aus diesen Ergebnissen leitet der Gutachter Empfehlungen zum zukünftigen Fischbesatz und zur Hege ab. Der Fischbestand wird am 23. und 24. April des Sees erhoben. Die Maßnahme ist mit dem Fischereiberechtigten abgestimmt. Die Regulierung des Fischbestands ist Teil eines umfangreichen Maßnahmenprogramms der Stadt, um die Wasserqualität des Max-Eyth-Sees zu verbessern.

Zur Überwachung des Sauerstoffgehalts plant die Stadt stationäre Messgeräte im See zu installieren. Drei Belüftungsanlagen sollen den See in kritischen Phasen mit Luftsauerstoff versorgen. Um dem See mehr nährstoffarmes Quellwasser zuführen zu können, soll eine neue Wasserableitung geschaffen werden. Die Umsetzung der Maßnahmen ist bis Ende 2020 vorgesehen.

Foto, Blogarchiv Klaus

Informationen der Wasserschutzpolizei zur Sport- und Freizeitschifffahrt in Bezug auf die COVID-19 Pandemie

Posted by Klaus on 7th April 2020 in Allgemein, Seen, Flüsse u. Brunnen in der Region Stuttgart

Die Wasserschutzpolizeidirektion des Polizeiprä- sidiums Einsatz weist im Zusammenhang mit der Sport- und Freizeitschifffahrt aktuell darauf hin, dass die Bestimmungen der Corona-Verordnung auch beim Wassersport in Baden-Württemberg zu beachten sind. So ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen als Schutzmaßnahme im öffentlichen Raum für sich und andere einzuhalten. Ebenfalls sind die geltenden Regelungen zu Fahrten und Reisen zu berücksichtigen.

Derzeit ist im Landesgebiet die Nutzung der Bundeswasserstraßen (wie Rhein und Neckar) und der Landesgewässer (wie Nebengewässer des Rheins und Bodensee) zum Freizeitzweck auch aus verkehrlichen Gründen nicht grundsätzlich formell untersagt.

Zum Schutz und zur Eindämmung des Coronavirus kann es örtlich jedoch zu Einschränkungen oder Verboten durch die zuständigen Bundes- und Landesbehörden kommen. Dies kann über den Einzelfall hinaus zu Schließungen, Sperrungen oder Aufenthalts- und Betretungsverboten oder Betriebsuntersagungen usw. von Wasserflächen, Anlagen, Wasserfahrzeugen oder Landflächen und insbesondere Einrichtungen durch die beteiligten Behörden (und privaten Betreiber) usw. führen.

Die Polizei überwacht auch hier die Einhaltung der Bestimmungen.

Es ist daher ratsam, sich vor Antritt der Fahrt bei den örtlich zuständigen Behörden oder den Wasserschutzpolizeien im In- und Ausland zu informieren. Insbesondere darüber, welche infektionsschutzrechtlichen Ge- und Verbote für das jeweilige Fahrtgebiet und Landesgebiet bestehen oder dort aktuell bekannt sind. So kann bereits im Vorfeld möglichen Sanktionierungen oder Ärgernissen bei den Freizeitaktivitäten aus dem Wege gegangen werden.

Foto, Blogarchiv

Weltwassertag am 22. März

Posted by Klaus on 21st März 2020 in Fotos, Seen, Flüsse u. Brunnen in der Region Stuttgart, Stuttgart

INFO

1993 hat die Unesco den Weltwassertag eingeführt, um auf die für alle Lebewesen lebensnotwendige Ressource „Wasser“ aufmerksam zu machen. Der Weltwassertag findet jährlich unter einem anderen Motto statt. Dieses Jahr steht das Thema „Wasser und Klimaschutz“ im Vordergrund.

Die Stadtentwässerung Stuttgart SES unterstützt den Wasser- und Klimaschutz durch die Einführung der getrennten Abwassergebühr im Jahr 2007, die einige Jahre später in ganz Baden-Württemberg eingeführt worden ist. Somit wird für die Frischwassernutzung ein Schmutzwasserentgelt und für versiegelte Flächen die Niederschlagswassergebühr erhoben. Dadurch soll die Reduzierung von versiegelten Flächen begünstigt werden, denn das reine Regenwasser kann in nicht versiegelten Flächen versickern, das Grundwasser anreichern und für eine kühlende Verdunstung an heißen Sommertagen sorgen. Begrünte Dächer und Fassaden, Pufferspeicher oder Zisternen zur Bewässerung führen Regenwasser einer direkten Nutzung zu und leisten einen Beitrag zu einem positiven Stadtklima.

Stadtentwässerung Stuttgart schont Ressourcen

Seit 2006 betreibt die SES ein Qualitäts- und Umweltmanagement, um für die wichtigsten Kernprozesse des Eigenbetriebs kontinuierliche zu verbessern und fachlich auf dem aktuellsten Stand zu sein. In den vier Klärwerken der SES werden jährlich 80 Millionen Kubikmeter Abwasser gereinigt. Dabei werden nicht nur elektrischer Strom und chemische Hilfsmittel, sondern auch große Wassermengen benötigt, vor allem für die Anlagen der Abwasserreinigung und Schlammbehandlung.

Um den selbst gesetzten Umweltzielen zu entsprechen, wird zur Aufbereitung von Fäll- und Flockungsmitteln, zum Waschen von Rechengut, zur Spülung von Leitungen und Reinigung von Becken kein wertvolles Trinkwasser verwendet. Alle Klärwerke verfügen daher über ein System zur Aufbereitung von gereinigtem Abwasser mit einem eigenen Betriebswassernetz mit Filter-, Desinfektions-, und Druckerhöhungsanlagen. In den Klärwerken Möhringen und Plieningen wurden diese Systeme im Jahr 2016 mit einem Aufwand von drei Millionen Euro umfassend erneuert und auf den zukünftigen Bedarf ausgebaut. So kann die SES allein in diesen beiden Klärwerken 200.000 Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr durch Betriebswasser ersetzen. Die Klärwerke der SES leisten heute schon einen erheblichen Beitrag dazu, dass auch in trockenen Sommermonaten ausreichend Wasser in unseren Flüssen und Bächen ist.

Klimaschutz durch Energie aus Sonne und Faulgas

Nicht nur bei der Abwasserreinigung, sondern auch beim Klimaschutz ist die SES beispielgebend. Durch den Einsatz von Blockheizkraftwerken wird aus Faulgas, das bei der Klärschlammbehandlung anfällt, Strom und Wärme gewonnen. In den kommenden Jahren ist der Ausbau von Photovoltaikanlagen auf den Standorten der SES vorgesehen, um die Produktion des Eigenstroms weiter zu verbessern. Zudem wird der Fuhrpark stufenweise auf Elektromobilität umgestellt. Das gesamte Maßnahmenbündel spart jährlich rund 10.000 Tonnen Kohlendioxid ein. Darüber hinaus hat die SES als erster kommunaler Entwässerungsbetrieb 2017 eine Gemeinwohlbilanz aufgestellt und wurde erfolgreich auditiert.

Aktivkohle für mehr Umweltschutz

Für mehr Umweltschutz wird mit der geplanten „vierten Reinigungsstufe“ die Technik weiter ausgebaut. In Zusammenarbeit mit der Universität Stuttgart ist eine Variante für das Stuttgarter Hauptklärwerk ausgearbeitet worden. Dabei werden dem Wasser mit Hilfe von Aktivkohle Spurenstoffe wie Rückstände von Arzneimitteln, Pflanzenschutz-, Röntgenkontrast- und Korrosionsschutzmitteln oder Weichmacher entnommen.

Um die Bevölkerung für das Thema Abwasserreinigung und dessen dringende Notwendigkeit weiter zu sensibilisieren, bietet die SES Besichtigungen der Klärwerke und Einblicke in das Stuttgarter Kanalnetz an. Das Informationszentrum der SES hat jeden ersten Mittwoch im Monat geöffnet. Weitere Informationen unter www.stuttgart-stadtentwaesserung.de

Blaue Infrastruktur in Stuttgart

In Stuttgart gibt es mehr als 250 öffentliche Brunnenanlagen, die Passanten in den warmen Sommermonaten eine willkommene Abkühlung und Erfrischung bieten. Das Tiefbauamt betreibt davon rund 170 Anlagen. Im Zuge des kürzlich beschlossenen „Aktionsprogramms Klimaschutz“ ist der Bau weiterer Wasserspiele und Trinkwasserspender geplant.

Die Stuttgarter Brunnenbroschüre gibt einen Überblick über alle öffentlichen Brunnenanlagen im Stadtgebiet. Die Broschüre steht als PDF unter www.stuttgart.de/brunnen als Download zur Verfügung.

Weltwassertag
Fotos, Blogarchiv

Initiative „Vitale Gewässer“ in Baden-Württem- berg

Posted by Klaus on 3rd Februar 2020 in Allgemein, Seen, Flüsse u. Brunnen in der Region Stuttgart

Info

Die Revitalisierung der Fließgewässer in Baden-Württemberg ist eine Investition in die Zukunft, die vom Land unterstützt wird. Die Initiative „Vitale Gewässer“ macht auf die Bedeutung der Fließgewässer als Schutz- und Lebensraum aufmerksam.

Flüsse und Bäche sind wertvolle Lebensräume und Rückzugsorte für Menschen, Tiere und Pflanzen. Um diese Orte zu schützen, hat das Umweltministerium mit der Landesanstalt für Umwelt (LUBW) und der WBW Fortbildungsgesellschaft für Gewässerentwicklung mbH die Initiative „Vitale Gewässer“ ins Leben gerufen.

Mit einem Hauptfilm und zwei kurzen Themenclips macht „Vitale Gewässer“ auf die Bedeutung der Fließgewässer als Schutz- und Lebensraum aufmerksam. „Vitale Gewässer sind unsere Lebensadern“, sagte Umweltminister Franz Untersteller. „Die Initiative soll Kräfte bündeln und Bürgerinnen und Bürger für den Schutz unserer Gewässer sensibilisieren. Wir alle brauchen lebendige, struktur- und artenreiche Flüsse und Bäche. Deshalb müssen wir sie gemeinsam schützen und wiederbeleben.“

Die Revitalisierung unserer Fließgewässer ist eine Investition in die Zukunft, die vom Land Baden-Württemberg unterstützt wird. Die Förderrichtlinien Wasserwirtschaft sehen für die Umsetzung gewässerökologischer Maßnahmen eine Förderung von bis zu 85 Prozent vor.

Umweltministerium: Initiative „Vitale Gewässer“

Landesanstalt für Umwelt: Initiative „Vitale Gewässer“