Archive for the ‘Stuttgart’ Category

Corona – Gesundheitsamtsleiter Prof. Ehehalt nimmt in Video Stellung zu aktuellen Fallzahlen und Virusmutationen

Posted by Klaus on 15th Januar 2021 in Stuttgart

Presseinfo LHS 15.01.2021

„Impfung stellt Weg aus der Pandemie dar“

Aktuell fragen sich viele Bürgerinnen und Bürger, warum die Neuinfektionen mit dem Coronavirus nach wie vor so hoch sind. Hinzu kommt die Furcht vor Mutationen des Virus und die damit einhergehenden Folgen.

Der Leiter des Stuttgarter Gesundheitsamts, Prof. Stefan Ehehalt, hat die aktuelle Lage in einem Video am Freitag, 15. Januar, beschrieben und erklärt, warum er die Hoffnung trotzdem nicht verliert.

Ehehalt sagt in dem Video: „Die Fallzahlen sind momentan nicht so niedrig, wie sie sein müssten. Zwar ist die Inzidenz niedriger als vor dem Lockdown, aber unser Ziel ist bei Weitem nicht erreicht – nämlich unter die Eingriffsstufe von 50 und die Vorwarnstufe von 35 zu kommen.“ Wie der Amtsleiter weiter ausführt, werde derzeit etwa ein Drittel der Fälle in Gemeinschaftseinrichtungen – wie Alten? und Pflegeheime – verzeichnet. Er erläutert: „Es gibt aber nicht den einen Ausbruch oder das eine Ausbruchsgeschehen, sondern viele kleinere Infektionsgeschehen. Ansteckungen finden auch im beruflichen und privaten Kontext statt. Deshalb zählt weiterhin, die sozialen Kontakte nach Möglichkeit zu reduzieren.“

Mit Bedenken betrachtet der Leiter des Gesundheitsamts die nun auch in Deutschland und Baden-Württemberg aufgetauchten Mutationen des Virus: „Dass Viren mutieren, ist an sich nichts Ungewöhnliches, sondern eigentlich etwas Erwartbares. Allerdings ist immer die Frage, wie sich Ansteckungs- und Krankheitsverlauf der Mutationen entwickeln. Bei den jetzt bekannten Mutationen aus Südafrika, Großbritannien und Irland scheint der Krankheitsverlauf unverändert gleich zu bleiben, aber die Ansteckungsfähigkeit hat deutlich zugenommen. Das macht uns natürlich Sorgen.“ Einerseits bedeute das laut Ehehalt, dass nun vermehrt auf die Mutationen getestet werden müsse. Andererseits bedeute das, dass die Menschen nun noch mehr Vorsicht walten lassen müssen. Ehehalt: „Wenn sich das Virus leicht überträgt, müssen wir noch besser darauf achtgeben, dass das Virus keine Chance bekommt und bei der Einhaltung der Abstands? und Hygieneregeln besonders aufpassen.“

Dennoch verliert der Amtsleiter nicht die Zuversicht: „Hoffnung machen mir vor allem zweierlei Dinge“, schildert Ehehalt im Video. „Das Erste ist die Impfung, die den Weg aus der Pandemie darstellt. Durch die Impfung wird eine Immunisierung der Bevölkerung möglich, ohne dass die Gesundheit in Gefahr ist und unser Gesundheitssystem an seine Grenzen kommt.“
Als zweiten Hoffnungsschimmer nennt Ehehalt das Mitwirken der gesamten Stadtgesellschaft: „Wir haben die letzten Wochen und Monate miteinander gut bewältigt. Vor uns liegen keine einfachen Wochen und Monate. Aber ich bin mir ganz sicher, dass wir auch das gemeinsam schaffen werden.“

Das Video ist zu sehen unter  www.stuttgart.de/corona. Dort finden sich auch viele weitere Informationen und Verlinkungen.

Foto, Archiv

Extremes Klima schädigt Bäume im Stuttgarter Wald

Posted by Klaus on 14th Januar 2021 in Stuttgart

Presse LHS

Dringende Verkehrssicherungsmaßnahmen notwendig

Hitze, Trockenheit und Schadinsekten haben den Stuttgarter Bäumen in bislang nicht bekanntem Maße zugesetzt.

„Die extrem hohen Temperaturen und der ausbleibende Niederschlag bringen unsere Bäume im Stadtgebiet und im Wald unter enormen Stress“, so Dr. Claudia Kenntner, Leiterin der Dienststelle Stadtwald und der Unteren Forstbehörde der Landeshauptstadt Stuttgart. Vor allem auf Kuppen und an exponierten Waldrändern leiden die Bäume unter der Trockenheit. Infolgedessen sind die Baumkronen oft bereits im Sommer teilweise entlaubt oder die Blätter vertrocknet.

Auf Grund der Trockenheit besiedeln Pilze und Schadinsekten die Bäume, was in den allermeisten Fällen zum Absterben einzelner Baumteile oder des ganzen Baumes führt. Solche Bäume sind nicht mehr verkehrssicher. Große Äste können ohne Vorwarnung brechen, Autos beschädigen oder Passanten verletzen. Auch einzelne Äste gesund wirkender Bäume können trocken und instabil sein. Zudem sind abgestorbene Bäume nicht mehr standsicher und können jederzeit umkippen.

Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt reagiert mit verstärkten Kontrollen und Gefahrenbeseitigung auf diese Situation. Wo möglich, wird Totholz entfernt oder die Baumkrone gekürzt, um den Baum zu erhalten. An kritischen Standorten, wie entlang von Straßen und Bebauungen, müssen verkehrsunsichere Bäume komplett entfernt werden. Bei all diesen Maßnahmen werden die natur- und artenschutzrechtlichen Anforderungen eingehalten.

Auch auf Spaziergänger, Radfahrer und den Autoverkehr wird bei der Umsetzung Rücksicht genommen. Leider bleiben Beeinträchtigungen durch kurzzeitige Umleitungen oder Sperrungen einzelner Straßen oder Weg nicht aus. Das Garten?, Friedhofs? und Forstamt bittet hierfür um Verständnis.

Foto, Klaus

Polizei überwacht Demonstrationsverbot in der Landeshauptstadt

Posted by Klaus on 13th Januar 2021 in Allgemein, Stuttgart

Polizeimeldung 13.01.2021

Nach dem Verbot zweier für Mittwochabend (13.01.2021) in der Innenstadt angemeldeter Versammlungen, haben Einsatzkräfte der Landespolizei die Einhaltung der Verbote intensiv überwacht. Das Polizeipräsidium Stuttgart hatte neben Beamtinnen und Beamten der Einsatzhundertschaft und der Kriminalpolizei, mehrere Kommunikationsteams im Einsatz. Beamte des Polizeipräsidiums Einsatz unterstützten zusätzlich die Kontrollmaßnahmen. Insbesondere waren der Schlossplatz, der Karlsplatz und der Marktplatz in der Innenstadt als zentrale Punkte zu überwachen. In der Zeit zwischen 17.00 Uhr und 18.30 Uhr registrierten die Beamten rund 40 Personen, die als mögliche Versammlungsteilnehmer einzustufen waren. Sie kamen einzeln oder in Kleinstgruppen auf die Plätze, hielten aber die coronabedingt notwendigen Abstände ein. Vereinzelt hatten die Menschen keine Kenntnis von dem Versammlungsverbot und wurden sodann von den Polizeibeamten darüber informiert. Die Leiterin einer für den Karlsplatz angemeldeten und von der Polizeibehörde verbotenen Versammlung war selbst vor Ort und erläuterte ebenfalls das Verbot. Nachdem die Personen jeweils von den Einsatzkräften angesprochen und aufgefordert wurden, sich zu entfernen, verließen sie jeweils nach und nach, teilweise auch nach kurzen Diskussionen, die Örtlichkeiten. Ein Mann, der sich auf dem Marktplatz mit zwei weiteren Personen in einer Ansammlung aufhielt, wollte bei einer Kontrolle seine Personalien nicht angeben und musste mit zur Wache eines Polizeireviers. Dort gab er seine Personalien an. Es kam zu keinen besonderen Vorkommnissen.

Foto, Archiv

Bürgertelefon (Corona-Hotline) der Stadt – Servicezeiten ändern sich

Posted by Klaus on 8th Januar 2021 in Stuttgart

Presseinfo LHS

Für das Bürgertelefon (Corna-Hotline) der Stadt gelten ab Montag, 11. Januar, geänderte Servicezeiten.

An den Werktagen Montag bis Donnerstag von 8 Uhr bis 16 Uhr und Freitag von 8 Uhr bis 12:30 Uhr ist es unter den Nummern 0711 216?88200 und 0711 216?88688 und 0711 216?88888 erreichbar. Am Bürgertelefon beantworten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Ämtern der Stadt Fragen rund um das Thema Corona.

Foto: Hörner/Stadt Stuttgart

Polizeieinsatz anlässlich einer Versammlung

Posted by Klaus on 6th Januar 2021 in Stuttgart

Polizeibericht 6.01.2021

Die Polizei war am Mittwochnachmittag (06.01.2021) anlässlich einer Versammlung auf dem Marktplatz in der Innenstadt im Einsatz. Während der Versammlung kam es durch die Teilnehmer zu massiven Verstößen gegen die von der Stadt Stuttgart erlassenen Auflagen. Eine große Zahl von Personen trug keinen Mund-Nasen-Schutz und hielt den erforderlichen Abstand nicht ein. Da trotz mehrmaliger Aufforderung durch die Polizei die Auflagen weiterhin nicht eingehalten wurden, verfügte die Stadt die Auflösung der Versammlung. Die Polizei forderte die Teilnehmer auf, den Marktplatz gemäß den geltenden Corona-Richtlinien zu verlassen. Der Großteil der Teilnehmer kam dieser Aufforderung nur sehr zögerlich nach. Sie versuchten, einen Aufzug durchzuführen, der von der Versammlungsbehörde im Voraus verboten worden war. Einsatzkräfte verhinderten dies und lösten in der Folge mehrere verbotene Ansammlungen am Karlsplatz auf, stellten Personalien fest und fertigten Ordnungswidrigkeitsanzeigen an. (Stand 20.00 Uhr)

Nachtrag
Anlässlich eines Polizeieinsatzes wegen einer Versammlung am Mittwoch (06.01.2021) auf dem Marktplatz in Stuttgart-Mitte (siehe Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Stuttgart vom 07.01.2021) hat die Polizei 48 Verstöße gegen die Corona-Verordnung festgestellt und angezeigt. Die Ordnungswidrigkeitsanzeigen, die mit einem Bußgeld von bis zu 500 Euro geahndet werden können, werden an die Bußgeldstelle der Stadt Stuttgart weitergeleitet. Die Angezeigten, die sich größtenteils nach Auflösung der genehmigten Versammlung auf dem Karlsplatz oder dem Stauffenbergplatz aufhielten und trotz mehrfacher Aufforderung durch die Polizei diese Plätze nicht verließen, trugen teilweise keinen Mund-Nasen-Schutz oder hielten sich in unerlaubten Ansammlungen auf. Die Beamten kontrollierten insgesamt 57 Personen. Am Stauffenbergplatz schlug ein 48 Jahre alter Mann einem Polizeibeamten gegen die Brust. Einsatzbeamte nahmen den Tatverdächtigen daraufhin vorläufig fest. An der Sporerstraße beleidigte ein 32-jähriger Mann mehrere Einsatzkräfte und wurde ebenfalls vorläufig festgenommen. Auch einen 20-Jährigen, der auf dem Karlsplatz Einsatzkräfte beleidigte, sowie einen 55 Jahre alten Mann, der während der Versammlung auf dem Marktplatz den rechten Arm nach oben streckte, nahmen Einsatzkräfte vorläufig fest.

Foto, Archiv Andy

Lockdown bis Ende Januar verlängert

Posted by Klaus on 6th Januar 2021 in Allgemein, In und um Gablenberg herum, Stuttgart

Pressemeldung

Weiter hohe Infektionszahlen und eine Beschleunigung der Ansteckungen durch Mutationen des Corona-Virus machen es unablässig, die Corona-Maßnahmen der vergangenen Wochen zunächst bis Ende Januar zu verlängern und teilweise nachzuschärfen.

Trotz des Lockdowns im Dezember befinden sich die täglichen Neuinfektionen weiter auf einem hohen Niveau. In Baden-Württemberg liegt die 7-Tage-Inzidenz mit 124 immer noch weit über der Zielmarke von 50. Dazu kommt, dass die Zahlen aktuell nur sehr bedingt geeignet sind, das wirkliche Infektionsgeschehen zu Jahresbeginn abzuschätzen.

Aufgrund der zahlreichen Feiertage ist es zu Test- und Meldeverzögerungen gekommen. Die Auswirkungen des Reise- und Besuchsverhaltens an den Feiertagen wird sich erst in den kommenden Tagen in den Zahlen niederschlagen. Daher ist davon auszugehen, dass die Zahlen das wirkliche Geschehen zu gering abbilden. Die Belastung des Gesundheitssystems ist weiter gestiegen.

„Wir alle sind zu Recht mit sehr viel Hoffnung ins neue Jahr gestartet, denn der Beginn der Impfungen gibt uns eine wichtige Perspektive“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann nach den Beratungen von Bund und Ländern zur Verlängerung des Lockdowns. „Gleichzeitig müssen wir uns jetzt mit sehr viel Realismus auf den weiteren Weg machen, denn wir sind noch nicht über den Berg.“

Hinzu kommen besorgniserregende Berichte über Mutationen des Coronavirus SARS-CoV-2 wie aktuell aus Großbritannien, Südafrika oder auch Dänemark. Hier zeigt sich, dass neue, deutlich ansteckendere Varianten grassieren. Das bedeutet, dass sich das Virus zunehmend beschleunigend schneller verbreitet. Mit steigenden Infektionen steigen auch die Zahl der schweren und tödlichen Verläufe stark an. Das Gesundheitssystem würde dann noch schneller über seine Belastungsgrenze kommen.

Es liegt noch eine schwierige Strecke vor uns

„Es liegt noch eine schwierige Strecke vor uns, wahrscheinlich die schwierigste der ganzen Pandemie“, so der Ministerpräsident. „Darauf müssen Sie sich einstellen, denn die Rahmenbedingungen bleiben ungünstig. Unser Leben findet weiterhin in den Innenräumen statt. Die Impfungen werden ihre allgemeine Schutzwirkung erst in einigen Monaten entfalten. Wir müssen darauf gefasst sein, dass wir mit einer neuen, aggressiven Virus-Mutation umgehen müssen. Und das medizinische und pflegerische Personal ist inzwischen an seiner Leistungsgrenze. Noch nie waren die Intensivstationen so voll wie in den vergangenen Tagen. Und noch nie sind innerhalb eines Monats so viele Menschen an Corona gestorben wie im letzten Monat.“

Das Ziel der Maßnahmen ist weiterhin, die 7-Tage-Inzidenz wieder stabil auf unter 50 zu senken. So können die Gesundheitsämter Infektionsketten wieder nachverfolgen und konsequent Quarantäne für Kontaktpersonen anordnen.

Bei der Beurteilung der Lage betrachten wir nicht nur die 7-Tage-Inzidenz, sondern weitere wichtige Faktoren wie den Impffortschritt, die Verdoppelungszeit und die Reproduktionswerte.

Unter diesen Voraussetzungen haben sich Bund und Länder heute grundsätzlich auf folgendes geeinigt:

  • Die bestehenden Maßnahmen werden bis 31. Januar 2021 verlängert. In Baden-Württemberg bleiben die Ausgangsbeschränkungen weiter bestehen.
  • Private Zusammenkünfte sind nur noch im Kreis des eigenen Hausstandes und höchstens mit einer weiteren Person, die nicht zum eigenen Haushalt gehört, möglich. Kinder unter 14 werden dabei – anders als in den vergangenen Wochen – mitgezählt.
  • Der Betrieb von Kindertageseinrichtungen und Schulen hat eine herausragende Bedeutung für die Bildung der Kinder und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Einschränkungen im Schulbetrieb bleiben nicht ohne Folge für die Bildung und die soziale Teilhabe der Kinder und Jugendlichen. Dennoch müssen bei der Abwägung die von den Ländern ergriffenen Maßnahmen auch in diesem Bereich bis Ende Januar verlängert werden. Für Baden-Württemberg bedeutet das: Für alle Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen gibt es bis Ende Januar keinen Präsenzunterricht. Für die Abschlussklassen sind Sonderregeln möglich. Auch in den Grundschulen findet zunächst kein Präsenzunterricht statt. Dort lernen die Kinder mit Materialien. Die Kitas bleiben zunächst geschlossen. Unser Ziel ist es allerdings, Kitas und Grundschulen ab dem 18. Januar wieder zu öffnen. Voraussetzung ist, dass wir kommende Woche Klarheit über die Infektionszahlen haben und es die Pandemieentwicklung zulässt.
  • Kantinen werden für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Ausgabe von Speisen soll ausschließlich für den Verzehr außerhalb der Kantinen-Räumlichkeiten erfolgen, sofern es die betrieblichen Abläufe zulassen.
  • Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber werden dringend gebeten, großzügige Home-Office-Möglichkeiten zu schaffen, um bundesweit den Grundsatz „Wir bleiben zuhause“ umsetzen zu können.
  • Der Bund wird gesetzlich regeln, dass das Kinderkrankengeld im Jahr 2021 für zehn zusätzliche Tage pro Elternteil beziehungsweise 20 Tage bei Alleinerziehenden gewährt wird. Der Anspruch soll auch für die Betreuung der Kinder zuhause gelten, wenn Kitas und Schulen wegen der Pandemie geschlossen sind.
  • In Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 200 sollen weitere lokale Maßnahmen ergriffen werden. So soll der Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den eigenen Wohnort beschränkt werden, sofern kein triftiger Grund vorliegt. Baden-Württemberg plant aktuell, das nicht umzusetzen, da das Land die Regelung zunächst auf Umsetz- und Kontrollierbarkeit prüft.
  • Alten- und Pflegeeinrichtungen sind in der Verantwortung, die umfassende Umsetzung der Testanordnung des Bundes sicherzustellen. Dazu gehört, dass Bewohnende und Mitarbeitende mehrfach die Woche verpflichtend per Schnelltest getestet werden müssen. Besuchende aus Regionen mit erhöhter Inzidenz müssen vor Betreten der Einrichtung ebenfalls mittels Schnelltest getestet werden. Bund und Länder unterstützen die Einrichtungen dabei organisatorisch stärker. Dies gilt für Einrichtungen der Behindertenhilfe.
  • Den Eintrag von pandemieverschärfenden Mutationen wie die Variante B.1.1.7 aus Großbritannien gilt es möglichst stark einzudämmen. Daher soll auch in Deutschland bei Proben verstärkt das Erbgut des Virus sequenziert werden, um Mutationen zu erkennen und durch priorisierte Nachverfolgung und Quarantäne die Ausbreitung im Keim zu unterbinden. Die Bundespolizei wird bei Einreisen aus Gebieten, in denen solche Mutationen verbreitet sind, die Einhaltung der Einreisebestimmungen verstärkt kontrollieren. Die Länder stellen sicher, dass die Einhaltung der Quarantäne ebenfalls eng kontrolliert wird.
  • Bei der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland aus einem Risikogebiet soll eine Testpflicht eingeführt werden. Der Test kann 48 Stunden vor der Einreise oder unmittelbar nach der Einreise stattfinden. Die zehntägige Quarantänepflicht bleibt weiterbestehen und kann auch weiterhin erst nach frühestens fünf Tagen mit einem negativen PCR-Test beendet werden.
  • Die vollständige Auszahlung der Novemberhilfen beginnt am 10. Januar 2021. Die Anträge für die Dezemberhilfe sind bereits seit Mitte Dezember möglich und erste Abschlagszahlungen wurden bereits angewiesen. Bei der Überbrückungshilfe III sollen Abschlagszahlungen möglich sein. Reguläre Auszahlungen sollen im 1. Quartal 2021 erfolgen.

Schon kleine Verhaltensänderungen haben große Wirkungen

„Die Folgen der Pandemie lassen sich nur dann beherrschen, wenn die Fallzahlen niedrig sind“, sagte Kretschmann abschließend in seinem Statement. „Darin ist sich die Wissenschaft einig, und darin waren wir uns auch bei unseren Beratungen einig. Dabei kommt es weiterhin auf uns alle an. Je mehr wir uns an die Beschränkungen halten, je weniger Kontakte wir haben, je vorsichtiger wir sind, desto schneller werden die Infektionszahlen sinken, und desto eher können wir mögliche Lockerungen in Betracht ziehen. Schon kleine Verhaltensänderungen haben große Wirkungen. Ob wir unsere Kontakte nur ein wenig oder deutlich reduzieren, entscheidet darüber, ob wir das Ziel niedriger Infektionszahlen in wenigen Wochen oder erst in Monaten erreichen.“

Die heute von Bund und Länder gefassten Grundsatzbeschlüsse werden jetzt in den kommenden Tagen im Detail in die Corona-Verordnungen des Landes Baden-Württemberg eingearbeitet. Darüber wie die einzelnen Punkte in Baden-Württemberg ausgestaltet werden, stimmt sich jetzt der Ministerrat der Landesregierung ab. Die neue Corona-Verordnung soll Ende dieser Woche veröffentlicht werden.

Unabhängig von den heutigen Beschlüssen hat sich Baden-Württemberg entschieden, ab dem 11. Januar 2021 wieder Abholangebote im Handel zu erlauben. Die Corona-Verordnung wird so angepasst, dass der sogenannte „Click&Collect-Service“ wieder möglich ist. Kunden können so im Internet oder per Telefon Ware bei einem Einzelhändler bestellen, einen Abholtermin vereinbaren und die Ware selbst abholen. Baden-Württemberg hatte dies wegen des zu erwartenden großen Andrangs in der Weihnachtszeit untersagt.

Weitere Informationen zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Mit unserem Messenger-Service bekommen Sie immer alle Änderungen und wichtige Informationen aktuell als Pushnachricht auf ihr Mobiltelefon.

Vor Polizeikontrolle geflüchtet – 26-jähriger Autofahrer vorläufig festgenommen – Zeugen und Geschädigte gesucht

Posted by Klaus on 5th Januar 2021 in In und um Gablenberg herum, Stuttgart

Polizeibericht 5.01.2021

Polizeibeamte haben am Montagabend (04.01.2021) einen 26 Jahre alten Mann vorläufig festgenommen, der auf der Bundestraße 10 mit seinem blauen BMW vor einer Polizeikontrolle geflüchtet ist und dabei offenbar mehrere Autofahrer gefährdet sowie Unfälle verursacht haben soll. Die Beamten wollten den Tatverdächtigen kurz nach 18.00 Uhr auf Höhe der Abzweigung zur Bundesstraße 14 in Richtung Esslingen kontrollieren. Der 26-Jährige ignorierte dabei die Anhaltesignale der Beamten und fuhr über eine Sperrfläche auf die Bundesstraße 10 weiter in Richtung Esslingen. Auf Höhe der Straße Otto-Konz-Brücken beschleunigte der Mann sein Fahrzeug und flüchtete. Dabei hat er offensichtlich bei mehreren Überholmanövern weitere Verkehrsteilnehmer gefährdet. Im Bereich der Ausfahrt Mettingen verloren die Beamten den flüchtenden BMW zunächst aus den Augen. Polizeibeamte des Polizeireviers Esslingen nahmen den Tatverdächtigen nach einem Zeugenhinweis gegen 18.20 Uhr in Deizisau vorläufig fest. Ermittlungen ergaben, dass der 26-Jährige nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist und offenbar unter Drogeneinfluss stand. Er musste eine Blutprobe abgeben. Die Beamten beschlagnahmten den BMW und setzten den Tatverdächtigen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß. Weiteren Ermittlungen zufolge besteht der Verdacht, dass der Autofahrer bei seiner Flucht mehrere Unfälle verursacht hat, die Ermittlungen hierzu dauern an. Zeugen und Geschädigte werden gebeten, sich unter der Rufnummer +4971189904100 bei den Beamtinnen und Beamten der Verkehrspolizei zu melden.

Foto, Sabine

Baumfällungen in den Stadtbezirken

Info LHS 4.01.2021

Die Säge in Aktion

Obertürkheim. In der anstehenden Fällperiode bis 28. Februar 2021 werden im Stadtteil Obertürkheim 18 Bäume gefällt, die bei der jährlichen Baumkontrolle aus unterschiedlichen Gründen als absterbend oder nicht mehr standsicher deklariert wurden. Zehn Bäume haben einen Stammumfang bis 80 Zentimeter, acht Bäume haben einen Stammumfang von mehr als 80 Zentimeter. Insgesamt stehen zehn Bäume an Straßen, zwei an Spiel? und Bolzplätzen, vier in Naturschutzflächen, zwei auf Schulhöfen und an Kindergärten. Sofern ausreichend Platz vorhanden ist, werden Bäume am selben Standort nachgepflanzt. Wenn aufgrund von zu dichter Vegetation kein Platz für eine Neupflanzung vor Ort ist, werden die Bäume an einem alternativen Standort ersetzt.

Untertürkheim. In der anstehenden Fällperiode bis 28. Februar 2021 werden im Stadtteil Untertürkheim zehn Bäume gefällt, die bei der jährlichen Baumkontrolle aus unterschiedlichen Gründen als absterbend beziehungsweise nicht mehr standsicher deklariert wurden. Sieben Bäume haben einen Stammdurchmesser bis 80 Zentimeter, drei haben einen Stammumfang von mehr als 80 Zentimeter. Insgesamt stehen drei Bäume an Straßen, zwei in Grün? und Parkanlagen, drei in Naturschutzflächen, zwei Bäume stehen verteilt auf Schulhöfen und an Kindergärten. Sofern ausreichend Platz vorhanden ist, werden Bäume an dem selben Standort nachgepflanzt. Wenn aufgrund von zu dichter Vegetation kein Platz für eine Neupflanzung vor Ort ist, werden die Bäume an einem alternativen Standort ersetzt.

Hedelfingen. In der anstehenden Fällperiode bis 28. Februar 2021 werden im Stadtteil Hedelfingen 36 Bäume gefällt, die bei der jährlichen Baumkontrolle aus unterschiedlichen Gründen als absterbend oder nicht mehr standsicher deklariert wurden. 31 Bäume haben einen Stammumfang bis 80 Zentimeter, fünf Bäume haben einen Stammumfang von mehr als 80 Zentimeter. Ein Baum steht an einer Straße, einer in einer Naturschutzfläche, 15 Bäume stehen in Grün? und Parkanlagen, vier an Spiel? und Bolzplätzen, 15 verteilt auf Schulhöfen und an Kindergärten. Sofern ausreichend Platz vorhanden ist, werden Bäume am selben Standort nachgepflanzt.

Wenn aufgrund von zu dichter Vegetation kein Platz für eine Neupflanzung vor Ort ist, werden die Bäume an einem alternativen Standort ersetzt.

Wangen. In der anstehenden Fällperiode bis 28. Februar 2021 werden im Stadtteil Wangen 19 Bäume gefällt, die bei der jährlichen Baumkontrolle aus unterschiedlichen Gründen als absterbend bzw. nicht mehr standsicher deklariert wurden. Die 19 Bäume haben einen Stammumfang bis 80 Zentimeter. Zwei Bäume stehen an Straßen, zwölf in Grün? und Parkanlagen, fünf in Naturschutzflächen. Sofern ausreichend Platz vorhanden ist, werden Bäume an dem selben Standort nachgepflanzt. Wenn aufgrund von zu dichter Vegetation kein Platz für eine Neupflanzung vor Ort ist, werden die Bäume an einem alternativen Standort ersetzt.

Foto, Archiv

Betriebsunfall im Hafen Stuttgart – Container- terminal

Posted by Klaus on 4th Januar 2021 in Stuttgart

Polizeibericht 4.01.2021

Unglücksstelle im Stuttgarter Hafen

70173 Stuttgart, Hafengebiet, Containerterminal Am 30.12.2020 gegen 16:00 Uhr kam es im Stuttgarter Hafen zu einem Betriebsunfall, nachdem drei Mitarbeiter einen nach Chlor riechenden, eigentlich leeren, Container zur Überprüfung öffneten. In dem Container war zuvor ein Granulat auf Chlorbasis zur Desinfektion von Schwimmbädern transportiert worden. Beim Entladen verblieben vermutlich Reste der Substanz im Container, die sich durch eindringendes Wasser aufgelöst hatten und ausgasten. Beim Öffnen des Containers strömte das Chlorgas aus und wurde von den drei Männern in unterschiedlicher Intensität eingeatmet. Außerdem hatten sie zum Teil Kontakt mit Resten des Granulats. Die Unglücksstelle wurde durch die Polizei weiträumig abgesperrt und die mit einem Großaufgebot angefahrene Stuttgarter Feuerwehr dekontaminierte zuerst die drei Arbeiter und anschließend den Container, bis jegliche Chlorreste entfernt waren. Nach der folgenden Untersuchung durch den Rettungsdienst konnte für zwei Männer Entwarnung gegeben werden, der dritte wurde zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht. Aufgrund der vergleichsweise geringen Mengen der Substanz bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung. Die Sperrung des Bereichs um den Ostkai wurde gegen 17:30 Uhr wieder aufgehoben. Die Feuerwehr war mit 70, der Rettungsdienst mit 10 Einsatzkräften vor Ort. Die weiteren Ermittlungen übernimmt die im Hafen zuständige Wasserschutzpolizei Stuttgart.

Foto, Polizei BW

Corona-Testzentrum Cannstatter Wasen verbes- sert Arbeitsabläufe und mietet dafür Schau- steller-Häuschen an

Posted by Klaus on 2nd Januar 2021 in Allgemein, Stuttgart

Info LHS 2.01.2021

Die Zahl der Corona-Abstriche im Corona-Testzentrum Cannstatter Wasen bleibt hoch. Zudem werden dort seit Kurzem Schnelltests sowie Tests für Selbstzahler angeboten – beides ist immens gefragt.

Entsprechend gestiegen ist der Arbeitsaufwand für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Testzentrums. Um die Abläufe zu verbessern und die Wartezeit für die Testpersonen zu verkürzen, stellt das Testzentrum nun Empfangshäuschen zur einfacheren und schnelleren Registrierung auf. Gemietet werden diese bei den Schaustellern. Am Samstag, 2. Januar 2021, sind die Häuschen geliefert worden.

Dr. Hans-Jörg Wertenauer, leitender Arzt des Corona-Testzentrums Cannstatter Wasen, erklärte: „Unsere Prozesse sind durch die zusätzlichen Angebote viel komplexer geworden. Um weiterhin effektiv und leistungsfähig arbeiten zu können, werden wir nun einzelne Arbeitsschritte unterteilen. Das heißt, dass wir die Testpersonen nun zunächst an einer vorgeschalteten Station empfangen und registrieren.“

Bei der Suche nach geeigneten Empfangshäuschen wurde Wertenauer beim Schaustellerverband fündig: „Wir mieten von den Schaustellern insgesamt zwölf ihrer Kassenhäuschen, die wir zu Empfangshäuschen umfunktionieren. Um der Solidarität mit den Schaustellern dabei noch mehr Nachdruck zu verleihen, werden wir die Häuschen genauso lassen wie sie sind – nämlich bunt – und nur mit einem Hinweisschild versehen.“

Foto: Leif Piechowski, Rechte LHS.

Die Schausteller-Häuschen werden in den nächsten Tagen mit Strom und Internet versorgt. Im Laufe der nächsten Woche gehen sie in Betrieb. Dann werden dort die ersten Bürgerinnen und Bürger empfangen.

Dr. Alexandra Sußmann, Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, sagte: „Um einen reibungslosen Arbeitsablauf des Testzentrums zu gewährleisten, ist es unbedingt erforderlich, jetzt schnell zu handeln. Dafür steuern wir als Stadt gerne einen finanziellen Betrag bei. Dass sich Testzentrum und Schausteller gegenseitig mit der Anmietung der Häuschen unterstützen, freut mich sehr. Das ist ein schönes Zeichen in dieser schwierigen Zeit.“

Mark Roschmann, der Vorsitzende des Schaustellerverbands Südwest, ergänzte: „Der Wasen ist die Heimat der Schausteller. Ihre Kassenhäuschen stehen normalerweise hier, weil die Menschen zum Volksfest oder Frühlingsfest strömen und sich an den Fahrgeschäften drängen. Jetzt stehen die Häuschen hier, weil der Andrang auf die Corona?Tests so groß ist. Wir helfen Herrn Wertenauer und seinem Team gerne, denn wir alle wollen, dass die Pandemie bald ihr Ende findet und die Schausteller wieder auf den Wasen zurückkehren können.“

Hintergrund

Im Corona?Testzentrum Cannstatter Wasen (Parkplatz P10, Zufahrt über die Talstraße), das im Auftrag der Stadt Stuttgart und der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg betrieben wird, werden Personen auf das Coronavirus getestet. Eine vorherige Terminvereinbarung ist unbedingt erforderlich unter  corona-testzentrum-wasen.de/.

Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 16 Uhr.

Weitere Informationen gibt es auch unter  stuttgart.de/corona.