Archive for the ‘Stuttgart’ Category

Veranstaltungen der Verkehrsfreunde Stuttgart

14.09.2019      Unterwegs mit dem OEG- und dem HSB-DUEWAG rund um Heidelberg: Studienfahrt auf den Gleisen der Rhein-Neckar-Verkehrsbetriebe – Organisation und Reiseleitung: Gerhard Schnaitmann

Siehe die Fahrtausschreibung im Beitrag

12.10.2019      Spannende Schienenverkehrsschätze: Archive rund um Stuttgart

SSB-Veranstaltungszentrum Waldaupark, Friedrich-Strobel-Weg 4 – 6, Stuttgart-Degerloch – Moderation Jürgen Ranger

In vielen der vergangenen Vortragsveranstaltungen der Verkehrsfreunde war festzustellen, dass Bilder von Einst großen Anklang unter den Verkehrsfreunden finden.

Weitere Infos unter Verkehrsfreunde Stuttgart e.V.

60 Jahre GT4 Straßenbahnmuseum Stuttgart, Stuttgart 
So., 27. Okt. 2019 – Mo., 28. Okt. 2019

Fotos, Blogarchiv

Schon „schwimmfit“?

Posted by Klaus on 24th August 2019 in Stuttgart

Info der Stadt Stuttgart

Nach den Sommerferien können die Schwimmflügel abgelegt werden. Ab Mitte September bietet „schwimmfit“ wieder 90 neue Schwimmkurse im gesamten Stadtgebiet an und es sind noch freie Plätze verfügbar. Das Kursangebot deckt verschiedene Schwierigkeitsstufen ab, die von Wassergewöhnung über Basis- bis zu Aufbauschwimmkursen reichen. Anbieter sind Schwimmvereine und private Schwimmschulen.
„Schwimmfit“ unterstützt außerdem den Schwimmunterricht an Kitas und Schulen, um die Schwimmfähigkeit der Kinder zu verbessern. Über „Rent-a-Schwimmlehrer“ arbeiteten 2018 bereits elf Kitas und 110 Klassen von insgesamt 27 Schulen mit ausgebildeten Schwimmlehrerinnen und Schwimmlehrern zusammen.

Die Initiative „schwimmfit“ ist ein gemeinsames Projekt des Amts für Sport und Bewegung, des Schulverwaltungsamts, der Bäderbetriebe, zehn Sportvereine und vier privater Schwimmschulen.

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.schwimmfit-stuttgart.de. Vereine oder Schwimmschulen, die gerne selbst Kurse über „schwimmfit“ anbieten wollen, können sich an das Amt für Sport und Bewegung, Sören Otto, Telefon 216-25642, E-Mail soeren.otto@stuttgart.de wenden.

Foto, Blogarchiv Sabine

Untertürkheim – In Rettungsgasse gewendet – Zeugen gesucht

Posted by Klaus on 17th August 2019 in Stuttgart

Polizeibericht

Ein besonders dreister Verkehrsverstoß hat sich am Freitag (16.08.2019) gegen 16.50 Uhr in einem Stau auf der B14 ereignet. Ein noch unbekannter Lenker eines weißen Kleinwagens, der in einem Rückstau in Fahrtrichtung Kappelbergtunnel stand, hat die von den Verkehrs- teilnehmern gebildete Rettungsgasse zu einem verbotenen Wendemanöver genutzt. Anschließend fuhr er bis zur Ausfahrt Benzstraße zurück und dann weiter auf der Benzstraße in Richtung Bad Cannstatt. Ob es durch das rücksichtslose Verhalten zu konkreten Gefahrensituationen kam, ist bislang nicht bekannt.

Zeugen oder mögliche Geschädigte werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier 6 Martin-Luther-Straße unter der Rufnummer +4971189903600 in Verbindung zu setzen.

Foto, Blogarchiv

Arbeiten für neue Stromtrasse durch Bad Cannstatt gehen weiter

Posted by Klaus on 16th August 2019 in Stuttgart

Seit Ende April arbeitet die Stuttgart Netze am finalen Bauabschnitt der neuen Stromtrasse zur Anbindung des Neckarparks. Die Bauarbeiten neigen sich dem Ende zu.

Nach einer ferienbedingten Baupause setzt die Stuttgart Netze die Arbeiten im letzten Teilstück des Großprojekts zwischen Wildunger Straße und dem Umspannwerk in der Waiblinger Straße fort.

Zunächst steht die Unterquerung der Waiblinger Straße an. Da auf der betroffenen Strecke auch die Stadtbahntrasse verläuft, stellt dieser Schritt eine besondere Herausforderung dar. Um den Verkehr nicht zu behindern, setzt die Stuttgart Netze das sogenannte „Microtunneling-Verfahren“ ein. Hierbei handelt es sich um eine Methode zum grabenlosen Verlegen von Versorgungsleitungen. Derzeit stellt der Netzbetreiber die Startgrube fertig, ab Ende September ist geplant die Bohrung unterhalb der Bahngleise durchzuführen.

Auch an der Wildunger Straße gehen die Arbeiten ab dem 26. August wieder los. In diesem Bereich erneuert der Stromnetzbetreiber einige Hausanschlüsse und trifft letzte Vorbereitungen für den Kabelzug, sodass ab dem 9. September Kabel in die bereits verlegten Leerrohre eingebracht werden können.

Ähnlich geht die Stuttgart Netze im Teilstück Richtung Umspannwerk Waiblinger Straße vor. Ab dem 16. September wird dort ein Leerrohrpaket verlegt, in welches anschließend die Versorgungsleitungen eingezogen werden. Im Zuge dieser Baumaßnahme erneuert das Tiefbauamt Stuttgart außerdem den Abwasserkanal, um auch in Zukunft die umweltgerechte Abwasserentsorgung sicherzustellen.

Die Bauarbeiten sind Teil des 8,7 Millionen Euro teuren Großprojekts der Stuttgart Netze zur Anbindung des Neckarparks ans Stromnetz. Die Trasse schafft eine neue Verbindung zwischen den Umspannwerken Talstraße (S-Ost) und Waiblinger Straße (Bad Cannstatt). Auch die angrenzenden Gebiete profitieren von der neuen Verbindung und der damit einhergehenden höheren Versorgungssicherheit.

Mit freundlichen Grüßen

i.A. Gerhard Sawall
Teamleiter Geschäftsunterstützung
Stuttgart Netze Betrieb GmbH

Karte, Das komplette Projekt der Stuttgart Netze im Überblick

Achtung!!! – Polizei warnt vor Telefonbetrügern – Schockanrufe

Posted by Klaus on 15th August 2019 in Stuttgart

Stuttgart-Stadtgebiet

Die Polizei warnt aus aktuellem Anlass vor der Betrugsmasche „Schockanrufe.“ Im Laufe des heutigen Donnerstags (15.08.2019) griffen Täter offenbar mehrere Male zum Telefon, um überwiegend ältere Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger um ihr Vermögen zu betrügen. Die Täter gaukeln vor, ein naher Verwandter würde sich in einer finanziellen Notlage befinden und bräuchte dringend Bargeld. Scheinbar kennt die Fantasie der Täter dabei keine Grenzen. Nicht selten soll der nahe Angehörige angeblich im Ausland in einen Verkehrsunfall verwickelt worden sein oder gegen den Verwandten würde scheinbar ein Haftbefehl bestehen. Im Laufe des Telefonats fordern die Täter teilweise horrende Summen, um den Angehörigen in seiner mutmaßlich misslichen Lage zu helfen und zu unterstützen. Schließlich kündigen sie an, einen Kurier vorbei zu schicken, der das Geld und nicht selten auch Wertsachen abholt.

Die Polizei rät:

   - Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie 
     den Hörer auf. So werden Sie Betrüger los.
   - Werden Sie misstrauisch bei Forderungen nach Herausgabe von 
     persönlichen Daten, Bargeld, Schmuck oder Wertgegenständen.
   - Wählen Sie die 110 und teilen Sie den Sachverhalt mit. Benutzen 
     Sie nicht die Rückruftaste, da Sie sonst wieder bei den Tätern 
     landen.
   - Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und 
     finanziellen Verhältnisse. - Beraten Sie sich mit Ihrer Familie 
     oder Bekannten, denen Sie vertrauen, insbesondere mit der 
     Person, um die es geht. 

Weitere Informationen und Präventionstipps finden Sie unter www.polizei-beratung.de

Foto, Blogarchiv

Nach Wasserrohrbruch: Straßenbelag auf der B 27 (Hohenheimerstraße) wird erneuert

Posted by Klaus on 15th August 2019 in Stuttgart

Pressemitteilung

Staugefahr

Hohenheimer Straße stadteinwärts auf Höhe Dobelstraße gesperrt

Stuttgart. Die Netze BW lässt ab kommenden Montag (19. August) den Straßenbelag auf der B 27 / Hohenheimer Straße zwischen Dobelstraße und Bethesda-Krankenhaus erneuern. Der Belag war Mitte Juli bei einem Wasserrohrbruch unterspült und stellenweise stark beschädigt worden.

Die B 27 muss deshalb in diesem Abschnitt stadteinwärts voraussichtlich drei Wochen lang komplett gesperrt werden. Der Verkehr wird bereits auf Höhe des Weißenburgparks über die Neue Weinsteige und die Immenhofer Straße in Richtung Österreichischer Platz und Wilhelmsplatz umgeleitet. Ab der dritten Woche der Arbeiten ist möglicherweise eine Spur wieder befahrbar. Die Zufahrt zum Parkhaus des Bethesda-Krankenhauses ist aus Richtung Charlottenplatz gewährleistet; der Stadtbahnverkehr ist nicht betroffen. Die Anwohner des betroffenen Abschnitts werden vom beauftragten Bauunternehmen auch direkt informiert.

Die Netze BW bittet um Verständnis für die Maßnahme und tut alles, um die Arbeiten so rasch wie möglich abzuschließen.

Freundliche Grüße

Hans-Jörg Groscurth
Leiter Business Content Management / Konzernpressesprecher
Kommunikation & Politik
EnBW Energie Baden-Württemberg AG

Foto, Blogarchiv

Bürgerumfrage 2019 zeigt hohe Zufriedenheit mit Lebensqualität in Stuttgart

Posted by Klaus on 15th August 2019 in Stuttgart

Info Stadt Stuttgart

„Stuttgart ist in den Augen seiner Bürgerinnen und Bürger eine ausgesprochen lebenswerte Stadt mit hoher Lebensqualität. Diese Bewertungen haben sich nahezu konstant auf dem bisherigen hohen Niveau gehalten.“ Mit diesen Worten hat der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Martin Schairer, gemeinsam mit dem Leiter des Statistischen Amts, Thomas Schwarz, am Donnerstag, 15. August, die ersten Ergebnisse der Stuttgarter Bürgerumfrage 2019 zum Leben und zur Lebensqualität in der Stadt vorgestellt.

„Kritischer als 2017 bewerten die Bürgerinnen und Bürger den Wohnungsmarkt und die Infrastruktur für Kinder/Jugendliche und für Senioren. Auf der anderen Seite werden die Bemühungen der Stadt um bessere Umweltbedingungen bei Luft und Lärm und eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs honoriert. Die positivste Entwicklung in der Problemwahrnehmung fand im Bereich Öffentliche Sicherheit und Ordnung statt, was auch den objektiven Gegebenheiten entspricht. Bemerkenswert ist nicht zuletzt, dass die Themen rund um das Auto (Straßenbau, Parken) sowie das Thema Videoüberwachung besonders kontrovers und gegensätzlich in der Bevölkerung wahrgenommen werden“, so Schairer weiter.

Für die diesjährige 13. Bürgerumfrage wurden 9415 Personen repräsentativ ausgewählt, 3863 oder 41 Prozent haben schließlich an der Erhebung mitgewirkt. Der Bürgermeister bedankte sich dafür bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern und betonte die Wichtigkeit der regelmäßigen Umfragen: „Diese hat einmal mehr sehr interessante Erkenntnisse zur Beurteilung der unterschiedlichen Lebensbereiche und der Lebensqualität in dieser Stadt, aber auch wichtige Hinweise für die anstehenden Haushaltsberatungen des Gemeinderats aus Bürgersicht zu Tage gefördert. Welch hohe Bedeutung die Stuttgarterinnen und Stuttgarter der Bürgerumfrage als kommunalpolitische Beteiligungsmöglichkeit einräumen, zeigt sich eindrucksvoll an der sehr guten Teilnahmequote.“

Lebensqualität in Stuttgart

Die Urteile der Bürger zur Lebensqualität in der Stadt entsprechen im Durchschnitt denen der Bürgerumfrage 2017 (73 Punkte auf dem „Kommunalbarometer“). Damit bewegt sich die Einschätzung der Lebensqualität Stuttgarts weiterhin auf sehr hohem Niveau. 79 Prozent der Befragten bezeichnen die Lebensqualität in der Landeshauptstadt alles in allem als „gut“ oder „sehr gut“ (2017: 80 Prozent) (vgl. Tabelle 4).

Auch bei der Bindung der Bürgerinnen und Bürger an die Stadt zeigt sich diese Entwicklung. 81 Prozent der Befragten sagen: „Ich lebe gerne in Stuttgart“. 2017 erklärten dies 83 Prozent der Stuttgarterinnen und Stuttgarter. Tatsächlich ist der Unterschied zwischen den beiden Umfragen durch Rundungsvorgänge noch kleiner (1,5 Prozentpunkte) (vgl. Tabelle 5).

Zufriedenheit in den einzelnen Lebensbereichen

Neben einer allgemeinen Einschätzung der Lebensqualität der Stadt wurden die Teilnehmer gebeten, bei insgesamt 29 einzuordnenden Lebensbereichen konkret ihre Zufriedenheit zum Ausdruck zu bringen (vgl. Tabelle 6). Am meisten zufrieden zeigen sich danach die Befragten einmal mehr mit den „Einkaufsmöglichkeiten“ in Stuttgart (81 Punkte wie 2017). An zweiter Stelle folgen wieder die „Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten“ (80 Punkte; +1 Punkt). Sowohl die „Einkaufsmöglichkeiten“ als auch die „Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten“ erreichen damit die höchsten Zufriedenheitswerte aller Bürgerumfragen seit 1995. Es folgen gemeinsam auf dem 3. Platz die Bereiche „Kulturelle Einrichtungen/Veranstaltungen“ (75 Punkte; -1) und „Abfallbeseitigung/Müllabfuhr“ (75 Punkte; -1). Den fünften Rang belegt wiederum die „Ärztliche Versorgung/Krankenhäuser“ (71 Punkte; -2). Steigerungen in der Zufriedenheit von mindestens zwei Kommunalbarometerpunkten sind bei vier Lebensbereichen zu beobachten. Das ist der Fall bei den Themen „Öffentliche Sicherheit/Schutz vor Kriminalität“ (67 Punkte; +4), „Lärmpegel“ (52 Punkte; +2), „Luftqualität“ (47 Punkte; +5) und „Parkmöglichkeiten in der Innenstadt“ (34 Punkte; +2).

Während die Rangfolge der Lebensbereiche mit den höchsten Zufriedenheitswerten unverändert bleibt, verschlechtern sich bei neun Lebens- und Infrastrukturbereichen die Bewertungen um mindestens zwei Punkte. Dazu zählen, neben dem schon erwähnten Bereich der „Ärztlichen Versorgung/Krankenhäuser“, „Öffentliche Verkehrsmittel“ (66 Punkte; -2), „Schwimmbäder“ (61 Punkte; -3), „Arbeit der Stadtverwaltung insgesamt“ (59 Punkte; -3), „Versorgung mit Alten- und Pflegeheimen“ (57 Punkte; -5), „Angebot an Kindergärten/Kindereinrichtungen“ (55 Punkte; -2), „Situation für Fahrradfahrer“ (42 Punkte; -3), „Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge“ (41 Punkte; -7) und „Wohnungsangebot/Wohnungsmarkt“ (23 Punkte; -5).

Die Bereiche „Situation für Fahrradfahrer“ (42 Punkte; -3), die „Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge“ (41 Punkte; -7), die „Regelung des Autoverkehrs“ (37 Punkte wie 2017), die „Parkmöglichkeiten in der Innenstadt“ (37 Punkte; +2) und das „Wohnungsangebot/Wohnungsmarkt“ (23 Punkte; -5) stellen die fünf Lebensbereiche dar, mit denen die Befragten am wenigsten zufrieden sind. Dabei erzielt das Problem „Wohnungsangebot/Wohnungsmarkt“ 2019 mit 23 Punkten den niedrigsten Zufriedenheitswert eines Lebensbereichs von allen 13 Bürgerumfragen seit 1995.

Insgesamt sind es freilich nur 7 von 29 Lebensbereichen (24 %), mit denen die Befragten mehrheitlich „unzufrieden“ oder „sehr unzufrieden“ sind.

Größte Probleme in Stuttgart aus Sicht der Teilnehmer

Die Befragten werden immer auch aufgefordert, die für sie größten Probleme in Stuttgart aus einer vorgegebenen Auswahl von rund 30 Lebensbereichen zu benennen (vgl. Tabelle 7a). In der aktuellen Bürgerumfrage wurde diese Frage nun etwas differenzierter formuliert, indem jetzt grundsätzlich alle vorgegebenen 32 Lebensbereiche hinsichtlich ihrer Problemrelevanz für die Befragten zu bewerten waren (vgl. Tabelle 7). Die Probleme mit der höchsten Relevanz sind auf die angespannte Wohnungsmarktsituation in Stuttgart zurückzuführen: „Zu hohe Mieten“ (86 Punkte) und „Mangelhaftes Wohnungsangebot“ (84 Punkte). Beide Themen rangierten bei der letzten Bürgerumfrage auf den Plätzen 2 und 4. Das Thema „Zuviel Straßenverkehr“, vor zwei Jahren Problem Nr. 1, liegt jetzt mit 80 Punkten auf der dritten Position. Es folgen „Zu viele Baustellen“ (71 Punkte) und „Zu wenig Parkmöglichkeiten“ (70 Punkte). 2017 lagen diese Aspekte auf den Rängen 3 und 6. Die Themenkomplexe Wohnen und Verkehr stehen also nach wie vor, wenn auch in unterschiedlicher Rangfolge, an der Spitze der Problemagenda.

Am unteren Ende der Problemagenda findet sich der Punkt „Zu wenig wohnortnahe Einkaufsmöglichkeiten“ (32 Punkte), der 2017 noch 11 Plätze höher stand. Sodann folgen „Arbeitslosigkeit“ (34 Punkte), „Zu wenig Grün- und Parkanlagen“ (37 Punkte), „Zunehmender Linksextremismus“ (38 Punkte) und „Mangelnde Chancengleichheit von Frauen und Männern“ (39 Punkte). Auch die „Angespannte Finanz- und Haushaltslage der Stadt“ (40 Punkte) gehört zu den als nachrangig bewerteten Problemen.

Veränderungen zur Bürgerumfrage 2017

Welche Veränderungen zur vergangenen Bürgerumfrage 2017 sind festzustellen? Neben dem Sektor Straßenverkehr „Zu viel Straßenverkehr“ ( -2 Rangplätze) werden Umweltthemen als weniger problembeladen gesehen: „Schlechte Luftqualität“ (-1 Rangplatz), „Zu hohe Lärmbelästigung“ (-3 Rangplätze), „Zu wenig Grün- und Parkanlagen“ (-5 Rangplätze) und „Mangelnde Sauberkeit von Straßen und Grünanlagen“ (-8 Rangplätze). Auch der Komplex öffentlicher Nahverkehr wird als unproblematischer eingestuft: „Schlechter öffentlicher Nahverkehr“ (-5 Plätze) und „Zu wenig Verbindungen im öffentlichen Nahverkehr“ (-6 Plätze).

Der Bereich mit dem stärksten Rückgang in der Problemwahrnehmung ist Sicherheit und Ordnung. Die dazugehörigen Items „Sicherheit und Ordnung (Kriminalität, Einbrüche)“, „Unsicherheit auf den Straßen (Drogen, Raub, Sachbeschädigungen)“ und „Unsicherheit in öffentlichen Verkehrsmitteln (Belästigung, Raub, Sachbeschädigung)“ rutschen um 11, 14 beziehungsweise 15 Plätze auf der Problemrangliste nach unten.

An Relevanz zugenommen hat jedoch das Thema Wohnen: „Mangelhaftes Wohnungsangebot“ (+2 Plätze) und vor allem „Zu viel Leerstand von Wohnungen“ (+7 Plätze). Stärker im Fokus steht ferner die Infrastruktur für Ältere: „Zu wenig Alten- und Pflegeheime/Pflegedienste“ (+16 Plätze) und „Zu wenig Treffpunkte für Ältere“ (+9 Plätze).

Auch der Bereich Migration hat an Relevanz zugelegt. Dies ist ablesbar einerseits an dem Item „Mangelnde Integration von Migranten/ausländischen Mitbürgern“ (+6 Plätze) und andererseits an „Zunehmende Fremdenfeindlichkeit“ (+4 Plätze). Die nach Rangplätzen betrachtet gravierendste Verschärfung in der Problemwahrnehmung erfährt der Themenkomplex Kinder und Jugendliche. Genannt seien: „Zu wenig Spielmöglichkeiten für Kinder/Spielplätze“ (+4 Plätze), „Mangelndes Angebot an Jugendeinrichtungen“ (+7 Plätze), „Zu wenig Kindergärten/Kindertageseinrichtungen“ (+11 Plätze) und besonders „Zu wenig Ganztagesbetreuung für Kinder“ (+18 Plätze).

Ansehen der Stadtverwaltung

Das Ansehen der Stadtverwaltung Stuttgart ist bei den Befragten persönlich – wie schon 2017 – um einen Punkt zurückgegangen, nachdem bei der Bürgerumfrage 2013 und 2015 die besten Ergebnisse seit 1995 gemessen wurden. Der Wert von 62 Punkten 2019 entspricht den Bewertungen bei den Bürgerumfragen 2009 und 2011. Der größte Anteil an Befragten (48 Prozent) beurteilt 2019 die Verwaltung als „gut“. Gefragt nach dem Ansehen der Stadtverwaltung in der Öffentlichkeit wurde am häufigsten „teils/teils“ (48 Prozent) angekreuzt. Auch hier geht der Wert in der Gesamtbetrachtung (55 Punkte; 2017: 57) auf den niedrigsten Stand seit 2003 zurück (vgl. Tabelle 8).

Ausgabeprioritäten für den städtischen Haushalt

Bis Jahresende verabschiedet der Gemeinderat den nächsten Doppelhaushalt 2020/21. Neben der persönlichen Beteiligung am Bürgerhaushalt können die Bürger, die für die Umfrage ausgewählt wurden, stellvertretend ihre Haushaltsprioritäten aus ihrer Sicht darlegen. Damit ermöglicht die Umfrage eine repräsentative Bürgerbeteiligung an den zentralen kommunalpolitischen Entscheidungsprozessen. Insgesamt 36 einzelne Aufgabenbereiche waren in der Befragung dahingehend zu bewerten, ob die Teilnehmer Einsparmöglichkeiten sehen, die Ausgaben unverändert bleiben sollen oder mehr Geld ausgegeben werden soll.

Ähnlich wie 2017 votieren die Befragten am häufigsten für Mehrausgaben (46 Prozent; 2017: 47). Nur neun Prozent der Befragten plädieren für „Geld einsparen“ (2017: 7 Prozent). 45 Prozent der Voten sind neutral: „Die Ausgaben unverändert lassen“. Diese Quote hat sich gegenüber 2017 marginal verringert (von 45 zu 46 Prozent) (vgl. Tabelle 9). Bei lediglich zwei Einzelbereichen, der „Wirtschaftsförderung“ und der „Stadtbibliothek“, überwiegen – wie schon 2017 – die Voten für „Geld einsparen“ (vgl. Tabelle 9 a). Ansonsten führen die Liste der Aufgaben, die am häufigsten als Einsparmöglichkeit genannt werden, neben der erwähnten „Wirtschaftsförderung“, der „Ausbau des Straßennetzes (Straßenneubau)“, der „Ausbau der Parkmöglichkeiten“ und der „Ausbau des Fahrradnetzes“ an. Verstärkt als Einsparvorschläge werden zudem die „Videoüberwachung auf Straßen und Plätzen“ und die „Videoüberwachung in der Stadtbahn“ genannt.

Besonders kontrovers bewertet werden vor allem die Themen „Ausbau des Straßennetzes (Straßenneubau)“, „Ausbau der Parkmöglichkeiten“, „Wirtschaftsförderung“, „Videoüberwachung auf Straßen und Plätzen“ und „Videoüberwachung in der Stadtbahn“. Bei diesen Punkten stehen sich größere Anteile an Befragten gegenüber, die entweder Geld einsparen oder mehr Geld ausgeben möchten.

An der Spitze der Aufgaben mit unveränderter Haushaltspriorität stehen erneut die „Stadtbibliothek“, „Kulturelle Einrichtungen/Veranstaltungen“, „Sportanlagen“ und „Parks und Grünanlagen“ (vgl. Tabelle 9 b). In diesen Wertungen spiegelt sich eine hohe Zufriedenheit mit diesen Bereichen wider.

Die Vorschlagsliste der Bürger für Mehrausgaben im städtischen Haushalt (vgl. Tabelle 9 c) führt der „Wohnungsbau“ an. Auch die Investitionen in „Allgemeinbildende Schulen und Berufsschulen“, „Kindergarten/ Kindertageseinrichtungen“ sowie in „Öffentliche Verkehrsmittel“ sollen aus Sicht der Befragten eindeutig forciert werden. Beide Themenbereiche, Wohnungsbau als auch die Bereiche Kinder und Schule, waren schon 2017 und 2015 oben auf der Investitionsagenda gestanden. An Priorität für Mehrausgaben verloren hat zwar die „Verbesserung der Luftqualität“, die Platzierungen von „Mehr Grün in der Stadt“ und von dem neu aufgegriffenen Item „Energiewende und Klimaschutz“ zeigen aber die hohe Priorität der Thematik Klimaschutz bei den Befragten. Ein weiteres kommunalpolitisches Handlungsfeld ist die Daseinsvorsorge für das Alter, die in dieser Bürgerumfrage eine eindeutig höhere Ausgabenpriorität zugewiesen bekommt. Dazu zählen konkret „Altengerechtes Wohnen“, „Alten- und Pflegeheime“, „Generationenübergreifendes Wohnen“ und „Ambulante Pflege- und Sozialdienste“.

Hohe Online-Beteiligung bei der Bürgerumfrage

Von den diesmal 9415 ausgewählten Personen beteiligten sich 3863 oder 41 Prozent an der Erhebung. Für eine freiwillige Meinungsumfrage ist das eine beachtliche Beteiligungsquote. 2017 wurde zwar eine höhere Rücklaufquote (44 Prozent) erreicht, die aktuelle Beteiligungsquote liegt aber über der der vorletzten Bürgerumfrage mit 40 Prozent, (vgl. Tabelle 1). Immer mehr Befragte beantworten die Fragen der Bürgerumfrage online. Die bisherige Höchstmarke von 26,7 Prozent bei der letzten Umfrage wurde mit 27,9 Prozent erneut übertroffen (2015: 24,9 Prozent; 2013: 21,6 Prozent; 2011: 19,1 Prozent; 2009: 16,4 Prozent). Die Online-Beteiligung wird nach wie vor eher von formal höher gebildeten Personen wahrgenommen (vgl. Tabelle 3).

Das Statistische Amt führt Bürgerumfragen seit 1995 im Zwei-Jahres-Rhythmus, jeweils im Zeitraum von April bis Juni, durch. Die nach dem Zufallsprinzip aus dem Einwohnerregister ausgewählten Einwohner ab 18 Jahren mit Hauptwohnung in Stuttgart wurden bei dieser 13. Bürgerumfrage gebeten, sich an der freiwilligen Befragung zu beteiligen. Für die Befragten bestand wieder die Möglichkeit der Beteiligung an einer Verlosung von Gutscheinen, etwa Eintrittskarten für Wilhelma, Kinos, Bäder und Museen. Auf Wunsch erhalten die Befragten außerdem die ausgewerteten Ergebnisse der Bürgerumfrage übersandt.

Download der Tabellen

Die in obigem Text erwähnten Tabellen können Sie hier herunterladen:

Foto, Blogarchiv

Stuttgart Süd – Zwei Postagenturen ersetzen Postbank Filiale Böblingerstraße

Posted by Klaus on 29th Juli 2019 in Stuttgart

Pressemitteilung

Längere Öffnungszeiten und zusätzliche Abholstellen für Pakete

Stuttgart, 29. Juli 2019:

Postbote Herr Bär

Wie die Postbank bereits im April 2019 mitgeteilt hat, wird sie ihre Filiale in der Böblinger Straße 36 Ende Juli schließen. Die Deutsche Post ersetzt die Postbank Filiale durch zwei neue Partner-Filialen (Postagenturen). Eine Filiale hat das Unternehmen bereits am 15. Juli 2019 in der Weißenburgstraße 8 eröffnet, eine weitere wird am 1. August 2019 in der Tübinger Straße 91 eröffnet. In den beiden neuen Partner-Filialen, die 49 Stunden und 60 Stunden pro Woche geöffnet haben, erhalten die Kunden alle Postdienstleistungen, die bisher in der Böblinger Straße 36 angeboten wurden.
Pakete, für die die Kunden vom Postboten eine Benachrichtigung erhalten haben, können künftig in den beiden neuen Filialen abgeholt werden und zusätzlich in der Filiale in der Böblinger Straße 135 und den DHL Paketshops in der Möhringer Straße 131 und in der Böblinger Str. 43. Durch die Verlagerung der Paketabholung auf mehrere Stellen verkürzen sich die Wege und die Wartezeiten für die Abholung deutlich.
Die Postbank Filiale in der Böblinger Straße 36 ist am 31. Juli 2019 zum letzten Mal geöffnet, und zwar bis 12.30 Uhr. Die Packstation im Vorraum der Postbank Filiale steht den Kunden leider nicht mehr zur Verfügung, die Packstation vor der Filiale kann vorerst weiterhin genutzt werden. Die Deutsche Post beabsichtigt in unmittelbarer Nähe zur Böblinger Straße 36 zwei neue Packstationen aufstellen und führt bereits Gespräche mit Grundstückseigentümern.

Hugo Gimber

Foto, Blogarchiv

3. Stuttgarter Schwäbische Mundarttheatertage 6. – 8. September 2019

Freitag, 06. September 2019
19.15 Uhr Eröffnung der 3. Schwäbischen Stuttgarter Mundarttheatertage
Grussworte:
Herr Prof. Dr. Roland Müller
Stadtarchiv Stuttgart
Frau Renate Polinski
Bezirksvorsteherin Stuttgart-Münster
Frau Tatjana Strohmaier
Bezirksvorsteherin Stuttgart-Ost
Herr Bernd-Marcel Löffler
Bezirksvorsteher Stuttgart-Bad Cannstatt

20.00 Uhr Stuttgarter Komödle
„Paul dr`Lugabeutel“, Komödie
Paul der Grundhofbauer steht völlig unter dem Pantoffel von seiner Frau Luise. Um ab und zu ins Wirthaus zu kommen, greift er zu einer Notlüge. Als das ganze aufzufliegen droht, braucht er Unterstützung von seinem Freund und Nachbarn Eugen. Dabei geht es drunter und drüber.
Eine spritzige Verwechslungskomödie der besonderen Art.

Samstag, 07. September 2019
15.00 Uhr Neugereuter Theäterle e.V.
„Senioren-WG“
Komödie von Joachim Grabbe,
Plausus-Theaterverlag
Regie: Inka Bauer
Inhalt: Luise ist Witwe und lebt in ihrem Haus allein. Beim Kaffeeklatsch mit ihrer Freundin Berta macht diese den Vorschlag, eine Wohngemeinschaft für Senioren zu gründen. Berta würde gerne bei ihr einziehen, denn sie ist auch allein. Beide überlegen, wer wohl noch in Frage käme, zu ihnen in die WG zu ziehen. So wird auch noch Klara, eine andere Freundin, für diesen Plan gewonnen. Bei der Frage, ob auch ein Mann in diese WG aufgenommen werden sollte, bestehen allerdings unterschiedliche Meinungen. Doch letztendlich denkt man an das Praktische. Wer von ihnen sollte auch eine defekte Wasserleitung reparieren oder sonstige kleine Reparaturen an dem Haus vornehmen?
In amüsanter Weise erzählt die Komödie, welche Situationen entstehen, wie sie gemeistert werden müssen und wie man letztendlich miteinander umgeht.

Samstag, 07. September 2019
20.00 Uhr Neugereuter Theäterle e.V.
„Kleine Morde erhalten die Erbschaft“
Komödie von Andreas Keßner,
Regie: Inka Bauer, Plausus-Verlag
Inhalt: Klothilde Winzer wird zuhause von ihren Lieben gepflegt. Statt sich dafür dankbar zu zeigen, schikaniert sie ihre Schwiegertochter Vera nach allen Regeln der Kunst.
Die geplagte Vera will sich das nicht mehr gefallen lassen und beschließt, ihrem Mann Rüdiger die Pflege seiner Mutter zu überlassen. Doch der und Tochter Katrin haben wenig Interesse, sich um Oma Klothilde zu kümmern.
Urplötzlich äußert Klothilde den Wunsch, in ein Pflegeheim zu ziehen. Um den Aufenthalt im auserwählten 5-Sterne-Altersruhesitz zu finanzieren, muss sie allerdings das Haus verkaufen.
Dass der Verkauf verhindert werden muss, darüber sind sich Rüdiger, Vera und Katrin einig.
Wo sollen sie sonst wohnen? Also klügeln sie diverse Pläne aus, um Oma Klothilde aus dem Leben scheiden zu lassen und das Erbe antreten zu können. Doch zum Mörder ist nun mal nicht jeder geboren, und Oma Klothilde denkt gar nicht daran, das Zeitliche zu segnen…..

Sonntag, 08. September 2019
10.30 Uhr Frühschoppen
11.30 Uhr „Schwäbisches Allerlei“
D`Scheureburzler e.V.
„S`goht alleweil ebbes“
Freilichtspiele Mühlhausen e.V.
Schwäbische Kurzstücke und Sketsche
„Kaos-plus Duo“
unterhält Sie an diesen Tagen mit schwäbischen Liedern.

Eintrittspreise
Für die Aufführungen am Freitag,
Samstag 15 Uhr, Samstag, 20 Uhr
und Sonntag je 10,00 Euro
Drei-Tages-Karte für alle Vorstellungen 30,00 Euro
Freie Platzwahl
Eine Stunde vor Beginn ist die Tageskasse geöffnet.
Vor Beginn in den Pausen und nach den Aufführungen bieten wir Getränke, belegte Brötchen, Fleischkäswecken, Butterbrezeln, sowie am Samstag/Sonntag Kaffee und Kuchen an.
Zum Frühschoppen am Sonntag bieten wir Weiswürste und Saitenwürste.
Informationen über das Programm können Sie auf unserer Homepage einsehen und Eintrittskarten bestellen:
www.stuttgart-vsm.de
Veranstalter:
Vereinigung Stuttgarter Mundarttheater e.V.
Schneideräckerstr. 57, 70378 Stuttgart

30 Jahre Haus des Waldes

Posted by Klaus on 27th Juli 2019 in Fotos, Stuttgart

Seit 30 Jahren vermittelt das Haus des Waldes in Stuttgart moderne und zukunftsweisende Waldpädagogik für Schulklassen aber auch für die ganze Familie. Forstminister Peter Hauk und Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann lobten das Engagement der Einrichtung.

„Die Gründer des Haus des Waldes dachten 1989 modern und zukunftsweisend. Die damalige Landesforstverwaltung setzte bereits vor 30 Jahren gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald auf Bildung, die greifbar und erlebbar ist. Es gibt kaum einen besseren Ort als den Wald, um die Zusammenhänge der Natur zu begreifen als draußen. Der Lernort Wald ist das größte und schönste Klassenzimmer Baden-Württembergs“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, am Freitag, beim feierlichen Festakt zum 30-jährigen Jubiläum im Haus des Waldes in Stuttgart. Die Kultusverwaltung habe früh das große Potential des außerschulischen Lernorts Wald erkannt und das forstliche Bildungsprojekt von Beginn an mit einer Lehrkraft unterstützt. Diese Zusammenarbeit sei optimal, da dadurch das waldpädagogische Angebot eng an den Bedürfnissen der Schulen und deren Bildungspläne angepasst werden könne.

„Das Haus des Waldes ergänzt als außerschulischer Lernort den Schulunterricht in idealer Weise. Hier lernen die Schülerinnen und Schüler mit allen Sinnen: Sie forschen, spielen, gestalten und arbeiten in der Natur und entdecken dabei, wie wertvoll der Wald für viele Tiere und Pflanzen als Lebensraum ist. Seine vielfältigen Funktionen, der Schutz und der verantwortungsbewusste Umgang mit ihm haben im Bildungsplan mit der Leitperspektive Bildung für nachhaltige Entwicklung einen festen Platz“, sagte Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann.

Ausbildung von Waldpädagoginnen und Waldpädagogen

Damit die Waldpädagogik in möglichst vielen Schulen in Baden-Württemberg angeboten werden kann, wurde 2003 das Zertifikat Waldpädagogik eingeführt. Unter der gemeinsamen Trägerschaft des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, dem Ministerium für Kultus- Jugend und Sport und der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband wurden bisher etwa 350 staatlich zertifizierte Waldpädagogen und Waldpädagoginnen ausgebildet, insgesamt wurden in dieser Zeit rund 1.200 Lehrer-/Försterfortbildungen angeboten. „Wir zeigen hier gelebten Natur-, Umwelt- und Artenschutz. Wer als junger Mensch spielerisch lernt, für andere und seine Umwelt Verantwortung zu übernehmen, wird als Erwachsener davon profitieren“, betonte Forstminister Hauk.

Das Haus des Waldes als waldpädagogisches Kompetenzzentrum von Baden-Württemberg ist Taktgeber für die weitere Entwicklung von Waldpädagogik landes- und bundesweit. So wurde ein Waldpädagogik-Anhänger entwickelt, der seit 2017 den Försterinnen und Förstern in allen 44 unteren Forstbehörden zur Verfügung steht. Auch international ist das Haus des Waldes als Vorbild für die Einrichtung von waldpädagogischen Zentren in China, Japan, Südkorea oder Indonesien gefragt.

Das Haus des Waldes versteht sich jedoch gleichermaßen als waldpädagogisches Zentrum für die Bevölkerung in der Region. Jeder soll die Möglichkeit haben, den Wald als komplexen und wichtigen Lebensraum zu erleben, zu begreifen und zu genießen. Die Ausstellung ‚StadtWaldWelt‘ und der barrierefreie Walderlebnisweg Sinneswandel bieten hierfür tolle Möglichkeiten. Darüber hinaus finden die Besucherinnen und Besuchern alles, was einen erlebnisreichen Ausflug ausmacht: über 100 Veranstaltungen in einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm für die ganze Familie sowie einen schönen Platz im Wald zum Ausruhen und Erholen.

Seit 30 Jahren auf dem richtigen Weg

Mehrere Auszeichnungen der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ in den Jahren 2006, 2012 und 2013 unter anderem für die Ausstellung „StadtWaldWelt“ zeigen, dass das Haus des Waldes inhaltlich und methodisch auf dem richtigen Weg ist. Auch strukturell und organisatorisch möchte das Haus des Waldes Vorbild sein. Es stellte sich 2004 dem Zertifizierungsprozess nach EMAS, dem europäischen Nachhaltigkeitsaudit. Mittlerweile wurde es schon dreimal rezertifiziert.

In den 30 Jahren seines Bestehens hat das Haus des Waldes mehr als 700.000 Gäste begrüßt. Es fanden 1.200 Fortbildungen für Lehrkräfte und Forstleute statt,12.000 Gruppen wurden betreut, 7.000 Schulklassen lernten in und vom Wald und nicht zuletzt wurden 2.400 Kindergeburtstage durchgeführt. Jedes Jahr wird ein Jahresprogramm mit Veranstaltungsformaten vom Baumklettern über den Wald erforschen und mit Holz arbeiten bis zu Theater und Konzerten in über 100 Veranstaltungen angeboten.

Am 28. Juli findet von 10:00 bis 18:00 Uhr das große Jubiläumsfest mit Angeboten von 14 Partnern an 21 Stationen statt.

Haus des Waldes Stuttgart

Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg: Schwerpunkt Wald und Naturerlebnis

Forstverwaltung in Baden-Württemberg: ForstBW

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