Archive for the ‘Heckengäu’ Category

Renninger Krippe vom 15.12.2019 – 2.02.2020

Posted by Klaus on 5th Dezember 2019 in Heckengäu, Veranstaltungen - TV - Tipps - Kuriositäten

Das Programm zur Krippenstellung finden Sie hier.

Details zu den von der Krippe geförderten Projekte finden Sie hier

Weiter Informationen zur Krippenausstellung finden Sie auch auf der

Homepage der katholischen Kirchengemeinde

 

 

 

 

 

 

 

Foto, Blogarchiv

Unsere Beiträge

Hesse-Bahn soll kommen

Info

Treffpunkt: Bahnhof RenningenIm Rahmen der Reaktivierung der Hermann-Hesse-Bahn bestätigen die Projektpartner die Realisierung bis Renningen und verständigen sich in Stufe zwei auf eine S-Bahn-Verlängerung bis Calw. Die Gremien aller beteiligten Partner müssen dem nun gefundenen Kompromiss noch zustimmen.

Die Reaktivierung der Württembergischen Schwarzwaldbahn (Hermann-Hesse-Bahn) ist einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Nach intensiven Verhandlungen im Ministerium für Verkehr unter Leitung des Amtschefs Ministerialdirektor Prof. Uwe Lahl einigten sich Vertreter des Ministeriums, des Verbands Region Stuttgart und der Landkreise Calw und Böblingen sowie der Kommunen Renningen und Weil der Stadt auf eine gemeinsame Marschroute zur künftigen Schienenanbindung der Region Calw. Die anwesenden Repräsentanten, Roland Bernhard (Landrat des Landkreises Böblingen), Helmut Riegger (Landrat des Landkreises Calw), die Bürgermeister Wolfgang Faißt und Thilo Schreiber (Renningen und Weil der Stadt) sowie Dr. Nicola Schelling (Regionaldirektorin des Verbands Region Stuttgart) begrüßten die Einigung. Die Gremien aller beteiligten Partner müssen dem nun gefundenen Kompromiss noch zustimmen.

Möglichkeiten erhöhter Bundesförderungen nutzen

Die Partner haben sich darauf verständigt, nun gemeinsam auch die zweite Stufe eines S-Bahn-gerechten Ausbaus der Strecke bis Calw anzugehen und dafür die Möglichkeiten erhöhter Bundesförderungen für Streckenreaktivierungen und Elektrifizierungen von Bahnstrecken zu nutzen. Die Projektpartner vereinbarten, die verbleibenden Kosten zwischen dem Landkreis Calw und dem Verband Region Stuttgart entsprechend ihres Verantwortungsbereichs aufzuteilen. Das Land sagte zu, spätestens ab der Aufnahme des elektrischen Betriebs auch die Betriebskosten der Strecke nach dem Landesstandard zu fördern: „Damit ist der politische Weg frei – auch für eine Realisierung der S-Bahn nach Calw“, betonte Ministerialdirektor Prof. Uwe Lahl.  Bis zum zweiten Quartal 2020 sollen die Förderbedingungen geklärt werden.

Zuvor wird die Hermann-Hesse-Bahn nun so schnell wie möglich von Calw bis Renningen realisiert. Im Abschnitt zwischen Renningen und Weil der Stadt wird eine noch in Planung befindliche und in den Hauptverkehrszeiten verkehrende Express-S-Bahn den Vorrang erhalten. In allen übrigen Zeiten steuert die Hermann-Hesse-Bahn Renningen an. Der Renninger Bürgermeister Faißt sagt zu, unter diesen Prämissen nach Zustimmung des Gemeinderats die Klage gegen die Planfeststellung des Umbaus des Renninger Bahnhofs zurückzuziehen. Das Ministerium für Verkehr und der Zweckverband sagen zu, Gespräche zu führen, um die Züge der Hermann-Hesse-Bahn mit emissionsfreien Antrieben auszustatten.

Chance für emissionsfreie Antriebe

Ministerialdirektor Lahl begrüßte die Einigung: „Unser Werben für eine gute Lösung für diese wichtige Reaktivierung einer historischen Bahnstrecke trägt nun Früchte. Mein Dank geht an den Verband Region Stuttgart, die Landkreise Böblingen und Calw und die Stadt Renningen, die für diesen Kompromiss wichtige Schritte aufeinander zugegangen sind. Wenn alle beteiligten Gremien diesem Vorschlag zustimmen, wird die facettenreiche Historie der neuen Hermann-Hesse-Bahn am Ende eine Erfolgsstory werden.“

Eine besondere Chance bietet die Hermann-Hesse-Bahn für den Einsatz emissionsfreier Antriebe. Ministerialdirektor Lahl unterstrich: „Wenn die Beschlüsse gefasst sind, werden wir uns umschauen, welche Techniken für die Hermann-Hesse-Bahn in Frage kommen. Es gibt vielversprechende Neuentwicklungen wie Wasserstoffzüge oder batterieelektrische Züge, deren möglicher Einsatz geprüft werden soll. Der Klimaschutz und die Luftreinhaltung können gleichermaßen von solchen innovativen Konzepten profitieren.“

Fotos, Blogarchiv

Einladung zur BAUS-Veranstaltung am 7. November in Renningen

Presseinfo

Liebe Freunde der Württ. Schwarzwaldbahn,

zu unserer Informations- und Diskussionsveranstaltung an diesem Donnerstag in Renningen laden wir Sie ein und freuen uns, wenn Sie kommen.

Um den Bahngegnern aus Renningen etwas entgegenzusetzen, wäre Redebeiträge/Fragen an Dr. Lahl erwünscht u. etwa mit dem Tenor:

– Die Förderwürdigkeit der Hermann-Hesse-Bahn ist nur erreicht worden durch den Ansatz, von Calw bis Renningen durchzufahren. Das erbringt das Potenzial für die Fahrgäste Richtung Böblingen, inzwischen ist dies auch für die Fahrgäste zu Bosch-Forschungszentrum wichtig. Die frühere Aufspaltung in einen Abschnitt Calw – Weil der Stadt hat diesen Streckenabschnitt umgebracht (nach Weil der Stadt will so gut wie niemand aus Calw, das ist kein Ziel für Fahrgäste). Warum sollte man jetzt erneut über eine Führung nur bis Weil der Stadt diskutieren und diesen totalen historischen Fehler wiederholen?

– Die Renninger Bahngegner (Gemeinderäte) haben u.a. wörtlich „argumentiert“, Fahrgästen mache zweimaliges Umsteigen (in Weil und Renningen) überhaupt nichts aus, wer das nicht wolle, sei „nur zu faul“. Fachliche Beweise, dass diese Haltung sich irgendwo als richtig erwiesen habe, haben sie nicht. Sie fühlen sich auch nicht verpflichtet, sich selbst fachkundig zu machen. Vielmehr fordern sie, das Land solle alle geprüften Unterlagen nochmals überprüfen (wozu es verfahrenstechnisch keinerlei Grund gibt), nun aber aus Blickrichtung der Bahngegner.

– Sowohl die Stadt Renningen wie Weil der Stadt haben nach Vorlage des auf ihren Wunsch erweiterten Fahrplan-Stresstests 2017 akzeptiert, dass der Stresstest überzeugend ist und keine Behinderung der S-Bahn durch die Hermann-Hesse-Bahn eintritt. Jetzt begründet Renningen seine Klage u.a. erneut mit einer befürchteten Unpünktlichkeit der S-Bahn. Dabei hat Jürgen Wurmthaler, Verkehrsdirektor des Verbandes Region Stuttgart, im Interview in der Leonberger Kreiszeitung in den letzten Wochen betont, dass gerade die S 6 nach Weil der Stadt zu den pünktlichsten Umläufen gehöre. Die Stadt Renningen begeht also offenen politischen Wortbruch.

– Warum überhaupt über eine S-Bahn nach Calw diskutieren, wenn ein Metropolexpress Calw – Stuttgart mittelfristig (nach dem 2015 beschlossenen Start mit der Hermann-Hesse-Bahn Calw – Renningen) die beste Lösung wäre, anstatt der langsamen, unpünktlichen und für den Betreiber Kreis Calw viel zu teuren S-Bahn? Warum sollen der Kreis Calw – und die wichtigen Städte im Altkreis Leonberg, d.h. Leonberg, Renningen und Weil der Stadt – nach heutigem Stand als einzige Achse in der Metropolregion völlig vom Metropolexpress abgeschnitten werden? Und das, obwohl die Gesamtstrecke nach Calw (per S-Bahn!) die langsamste Reisezeit aller Zugverbindungen Stuttgart – Kreishauptstädte in der Metropolregion hätte. Gerade deshalb braucht Calw zwingend den Metropolexpress (dann braucht es halt zwischen Zuffenhausen und Feuerbach ein Überwerfungsbauwerk, damit der Calwer Zug auf das Ferngleis in den Tiefbahnhof wechseln kann – daran sollte es wohl angesichts des Aufwandes für S 21 nicht scheitern. Soll es bisher aber …).

– Mit einer „S-Bahn“ nach Calw wären die heute nicht mehr nötigen, sinnlosen, keiner Norm entsprechenden Hochbahnsteige zementiert. Damit wäre der Wettbewerb im Nahverkehr für den Kreis faktisch ausgeschaltet! So etwas kann keine Kommune hinnehmen – und das Land darf es nicht zulassen. Jede Möglichkeit, für den Kreis Calw ein echtes Bahn-Netz zu bilden, auf dem die Stuttgarter Züge z.B. im Sonntagsverkehr nach Bad Liebenzell oder Nagold weiterfahren könnten, wäre damit blockiert (unpassende Bahnsteighöhen, für S-Bahn nötige, ansonsten unnötige, viel zu teure Elektrifizierung). Das Verkehrsmittel, das nach Calw fahren soll, muss sich dem Netz anpassen, nicht umgekehrt. Die Hermann-Hesse-Bahn (mit Diesel- oder Batteriezügen) tut das, der Metropolexpress als zweite Ausbaustufe täte es auch. Eine S-Bahn tut es nicht, sie ist ein Fremdkörper.

– Die vom VRS plötzlich aus dem Hut gezauberte geplante Verdichtung des S-Bahn-Angebotes mit einer zweiten Linie (S 62) zwischen Feuerbach (wer möchte da hin?) und Weil der Stadt soll nur dazu dienen, zwischen Weil und Renningen die Fahrplantrassen für die Hermann-Hesse-Bahn zu blockieren. Sollte der VRS diese Leistungen bestellen, bevor die Strecke der HHB saniert ist (voraussichtlich bis 2022), wäre die HHB damit zwischen Weil und Renningen faktisch ausgebremst. Dabei gibt es angesichts des heutigen 15‘-Taktes keinen erkennbaren Bedarf für eine weitere S-Bahn-Linie zwischen Weil und Renningen, denn so viele Menschen wohnen dort nicht (Weil + Malmsheim), dass ein Zusatztakt (de facto nicht 7,5 Minuten, sondern als „Stottertakt“ im 30‘-Abstand schräg dazwischendrin) schlagartig so viele neue lohnende zusätzliche Kundschaft produzierte.

Zur Information füge ich unsere Pressemeldung bei, die im Schwarzwälder Bote erschienen ist. Aus ihr geht hervor, dass durchgehende Züge Calw – Stuttgart mit den neuen Akkuzügen viel rascher und preiswerter möglich wären (kein Fahrdraht nötig) als mit einer „S-Bahn“.
Die Leonberger Kreiszeitung hat diese Meldung – wie so oft bei unseren Meldungen – nicht gebracht, während andere Blätter sie bringen. Die Tendenz der LKZ, das Thema S-Bahn positiv darzustellen und Alternativen zu verschweigen, ist seit langem eindeutig. Auch in den Kommentaren der LKZ ist stets ausschließlich Calw der böse Bube, während das Verhalten von Renningen nie kritisiert wird. Eine solche Polarisierung einer Zeitung und das Verschweigen von Fakten (weit weg von der vielgerühmten angeblichen Pluralität und Aufgeschlossenheit der Presse) habe ich in den bisherigen über 30 Jahren verkehrspolitischer Tätigkeit und Öffentlichkeitsarbeit für diese Sache noch nie erlebt.

De facto geht es bei der gesamten „Diskussion“ gar nicht um einen Zugverkehr nach Calw. Vielmehr versucht Regionalrat (Stuttgart) und Alt-Landrat (Böblingen) Bernhard Maier (Malmsheim) mit allen Mitteln, eine Bahnverbindung nach Calw ganz zu blockieren. Offenbar ist eine Entlastung des Wohnungsmarktes im Kreis Böblingen nicht erwünscht. Mit dem Stichwort S-Bahn soll lediglich versucht werden, dem Kreis Calw das Handeln aus der Hand zu nehmen, denn für eine S-Bahn wäre der Verband Region Stuttgart zuständig. Und der hätte tausend Möglichkeiten, ein solches Vorhaben, wenn ihm denn nähergetreten werden sollte, auf zig Jahre hinauszuzögern und versanden zu lassen (wie im aktuellen Regionalverkehrsplan nachzulesen, hat ein solches Vorhaben keinerlei Prio, da Calw nicht einmal im Zuständigkeitsgebiet des VRS liegt).

Zweiter de-facto-Gegenstand ist, dass Maier und seine Freien Wähler mit dieser „Diskussion“ seit Jahren den Böblinger Landrat Bernhard vorführen, dessen Ohnmacht und die Macht der Freien Wähler im Kreistag zeigen wollen. Bernhard, ursprünglich Befürworter und Unterstützer der Calwer Bahn, musste sich inzwischen vor Maiers Karren und damit den der Bahngegner spannen lassen, indem er beim Land versucht, das Projekt Calw – Renningen (für das er gar nicht zuständig ist) zu kippen und die fahrgastunfreundliche Verkürzung auf Calw – Weil der Stadt zu erreichen. Bernhard wurde auch gezwungen, dass der Kreis Böblingen sich nicht am Zweckverband Hermann-Hesse-Bahn beteiligt. Somit hat Böblingen jetzt keinerlei Mandat (König Ohneland), versucht aber umso lautstarker, jetzt erst recht mitreden zu wollen. Auch das ist vom politischen Respekt her ein inakzeptables Verhalten. Der Kreis Calw käme auch nicht auf die Idee, dem Ministerium konsequent am Kreis Böblingen vorbei (!) Vorschläge für die Böblinger Schönbuchbahn zu machen, obwohl Calw daran keinerlei Mitspracherecht hat. Aber genauso verhält sich Böblingen oder vielmehr Bernhard Maier. Dabei beklagt sich Böblingen, angeblich nicht von Calw informiert zu werden. Wer informiert wen nicht? Die S 62 ist also lediglich eine Maier-Bahn und Verhinderungsbahn für insgesamt besseren ÖPNV.

Unser Konzept einer S 60 light, die ohne großen Aufenthalt in Renningen eine wesentlich schnellere durchgehende Verbindung Böblingen – Leonberg – Feuerbach brächte und die Reisezeit fast halbieren würde, ruht beim VRS. Die Leonberger Zeitung hat auch diesen interessanten Ansatz, der für Leonberg eine große Verbesserung brächte, weil er die ÖPNV-Verbindung Leonberg – Böblingen endlich zum Pkw konkurrenzfähig machte, mit keinem Wort erwähnt.

Donnerstag, 7. November 2019, 19.00 Uhr
Hofstube, Lauerhalde 1, Renningen
Ab 18.15 Uhr gibt es die Möglichkeit zur Diskussion bei Gegrilltem

Freundlich grüßt Sie

H.-J. Knupfer
Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn (B.A.U.S.)
Bahnverbindung Calw – Renningen (- Stuttgart)

www.unsere-schwarzwaldbahn.de

Bericht zur Veranstaltung

Hermann-Hesse-Bahn: Bürgerinitiative für Elektrozug – „Batterietechnik ist einsatzreif“

Posted by Klaus on 29th September 2019 in Heckengäu, Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB

Pressemitteilung

Thema „S-Bahn“ Richtung Calw damit abgehakt

In die Diskussion um die Bahnverbindung nach Calw bringt die Bürgeraktion Unsere Schwarz- waldbahn eine neue Note: Statt der geplanten Dieselzüge könnten von Anfang an elektrisch angetriebene Züge eingesetzt werden, die durch Batterien gespeist werden. Diese Idee hat die Bürgerinitiative den Landkreisen Calw und Böblingen und dem Stuttgarter Verkehrsministerium unterbreitet. Durch solche Züge könnte sich auch die Diskussion um eine etwaige S-Bahn Richtung Calw erübrigen. Foto: Achim Uhlenhut, Hannover
„Inzwischen gibt es schon zwei Hersteller von Triebwagen, die durch Batterien angetrieben werden“, sagt Hans-Joachim Knupfer von der Bürgeraktion, die im Kreis Böblingen für die Bahnverbindung Stuttgart – Leonberg – Calw wirbt. Die Fahrzeuge beider Produzenten, die beide in Deutschland Zugmaterial bauen, könnten 80 bis 120 Kilometer Schienenstrecke mit Batterieladung zurücklegen, bei einer Geschwindigkeit von bis zu 120 Kilometern pro Stunde.
„Das passt bestens zur Verbindung Calw – Renningen mit einer einfachen Länge von rund 26 Kilometern“, so der Leonberger Fahrzeugexperte Knupfer. Da auf dem Streckenabschnitt der Deutschen Bahn zwischen Weil der Stadt und Renningen die elektrische Fahrleitung hänge, könnten diese Züge dieses Teilstück ideal nutzen, um automatisch die Batterie wieder aufzuladen.
Zudem seien die elektrischen Züge leise und würden keinerlei Abgase von sich geben, sagt Hans-Peter Benzing aus Renningen, der sich ebenfalls in der Bürgeraktion einsetzt: „Damit dürfte es keine Anstände wegen Geräuschen oder Gerüchen geben.“ Mit einem Angebot von 120 Sitzplätzen sei eine solche Zugeinheit ideal für den Pendelverkehr zwischen Calw und Renningen geeignet. Doch gebe es die Züge auch in längerer Einheit mit 160 Plätzen, oder ein Zweiteiler könnte später verlängert werden. Damit eröffne sich eine weitere Möglichkeit: „In einer zweiten, späterne Ausbaustufe können zwei komplette Einheiten von Calw nach Stuttgart durchlaufen“, so Benzing: „Damit bekommt auch der Altkreis Leonberg eine attraktive schnelle Anbindung an die Landeshauptstadt.“

Denn zwischen Weil der Stadt und Stuttgart könnten die Elektrozüge dann als Regional- oder Metropolexpress laufen: „Das ist bequemer und schneller als eine ‚Express-S-Bahn‘, die in Feuerbach endet“. Der Anteil an Sitzplätzen sei wesentlich größer als bei der S-Bahn, bei der langen Strecke ein nicht zu verachtender Vorzug. Und diese Züge könnten problemlos den Stuttgarter Tiefbahnhof ansteuern und weiter durch die Region fahren. „Das sind normale Nahverkehrswagen nach europäischer Norm, die können überall halten, die haben kein Bahnsteigproblem wie die veraltete S-Bahn Stuttgart“, sagt Hans-Joachim Knupfer. Die Beschaffungskosten für die modernen Batteriefahrzeuge seien auch für den Kreis Calw wohl kaum das Hindernis: Die Züge könne man vom Land vorläufig mieten. Auch Dieselfahrzeuge würden heute nicht mehr gekauft, sondern gemietet.
Der größte Vorteil liegt laut Knupfer und Benzing darin, dass der Batteriezug elektrisch bis nach Calw kommen kann, ohne dass man dazu dorthin die Oberleitung bauen müsste. Somit fielen für die Elektromobilität in den Nordschwarzwald weder Baukosten für den Fahrdraht noch eine Planfeststellung an. Vor allem könnten diese Elektrozüge sofort fahren, sobald das Gleis nach Calw saniert sei, also schon etwa in zweieinhalb Jahren. Es brauche also selbst für eine spätere Ausbaustufe keine jahrelangen Verhandlungen und Verzögerungen wegen einer S-Bahn, die für diese lange Relation sowieso nicht geeignet sei. „Damit“, so die Bahnaktivisten, „ist der Batteriezug schon heute jeder S-Bahn überlegen.“ In Calw, so weiß Hans-Peter Benzing, beobachte man den Batteriefahrzeugmarkt auch mit Interesse.

Weitere Infos: unsere-schwarzwaldbahn

V.i.S.d.P.:
Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn (B.A.U.S.)
Bahnverbindung Calw – Renningen (- Stuttgart)
Hans-Joachim Knupfer

Unsere Beiträge hierzu: Schwarzwaldbahn und Hesse-Bahn

Verkehrsministerium moderiert in der Debatte um Hesse-Bahn

Das Verkehrsministerium ist bereit, eine Moderationsrolle in der Debatte um die Fortführung der Hermann-Hesse-Bahn bis Renningen zu übernehmen. Dies ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen Vertretern des Ministeriums und des Landkreises Böblingen.

Das Gespräch zwischen Ministerialdirektor Prof. Uwe Lahl, Amtschef im Ministerium für Verkehr, und Roland Bernhard, Landrat des Kreises Böblingen, thematisierte die Fortführung der Hermann-Hesse-Bahn bis Renningen. Eine wichtige Voraussetzung ist allerdings, dass die Stadt Renningen ihre Klagebegründung gegen die Verlängerung der Hermann-Hesse-Bahn transparent macht. „Ich stelle mich gerne den Fragen der Stadtratsmitglieder zu diesem Thema“, unterstreicht Ministerialdirektor Prof. Uwe Lahl. „Wichtig ist es allerdings vorab zu wissen, welche juristischen Einwände es gegen den Umbau des Bahnhofs Renningen geben soll“, so der Amtschef im Ministerium für Verkehr.

Eine weitergehende Vereinbarung, ob die Hermann-Hesse-Bahn oder die zukünftige Express-S-Bahn auf der Bahnstrecke Vorrang bekommt, ist aus Sicht des Ministeriums vorstellbar, unterstreicht Lahl. „Wichtig ist nun, dass Fahrplanexperten die möglichen Abläufe unter die Lupe nehmen, und daraus Szenarien des Betriebs erarbeiten. Dann kann man über konkrete Vereinbarungen sprechen“, so der Amtschef.

Hesse-Bahn und Express-S-Bahn in Konkurrenz

„Unser gemeinsames Ziel muss es sein, die Schienenverbindung nach Calw mit dem bestmöglichen Betriebskonzept auf den Weg zu bringen“, betont Landrat Roland Bernhard. „Hierbei müssen sowohl die Interessen der Calwer Bürger an einer guten und schnellen Anbindung in Richtung Stuttgart bzw. Böblingen, als auch die Interessen der Bürger des Landkreise Böblingen an einem weiteren zügigen Ausbau des S-Bahn-Verkehrs Berücksichtigung finden.“ Die Konkurrenz zwischen Hermann-Hesse-Bahn und Express-S-Bahn, auf der zum Teil eingleisigen Streckenabschnitt zwischen Weil der Stadt und Renningen, müsse sachgerecht gelöst werden, so der Böblinger Landrat.

Verständigungen zu Finanzierung und Betrieb stehen noch aus

Ministerialdirektor Uwe Lahl verweist auf das beschlossene Stufenkonzept zwischen Landkreisen und Kommunen, welches in der ersten Stufe die Inbetriebnahme der Hermann-Hesse Bahn und einer zweiten Stufe eine S-Bahn-Verlängerung vorsieht. Sofern die Umsetzung der S-Bahn-Verlängerung konkret absehbar ist, wäre die erste Stufe auch als Vorlaufbetrieb denkbar. Damit wären förderrechtlich die Voraussetzungen gegeben, über einen Endpunkt der Hermann-Hesse-Bahn in Renningen oder Weil der Stadt frei entscheiden zu können. „Die Voraussetzung dafür wäre, dass das Betriebsprogramm und die Kosten für die S-Bahn-Verlängerung bzw. Express-S-Bahn-Verlängerung ermittelt sind und eine grundsätzliche Verständigung zur Finanzierung der Investitionen und des Betriebs zwischen allen Beteiligten vorliegt“, betont der Amtschef im Ministerium für Verkehr. Im Rahmen des Gesprächs wurde außerdem vereinbart, dass es zum Brief von Landrat Bernhardt zu rechtlichen Möglichkeit des Vorlaufbetriebs noch eine schriftliche Antwort des Verkehrsministeriums geben wird.

Fotos, Blogarchiv

Berichte zur Hesse-Bahn

Weitere Infos

Das Aus für die Sessler-Mühle in Renningen

Posted by Klaus on 11th Juli 2019 in Heckengäu

Sessler-Mühle schließt zum Ende des Jahres

 

Warum hat die Stadt sich nicht mehr engagiert?

 

Im Heckengäu unterwegs – Die Sessler-Mühle in Renningen

 

Renninger Mühl Heimatmuseum Renningen

 

Sesslermuehle.de/

 

Foto, Sabine

Neues auf dem Spielemarkt – „Wir bauen die Schwarzwaldbahn“

Posted by Klaus on 7th Juni 2019 in Heckengäu, In und um Gablenberg herum

Pressemitteilung – Böblingen/Renningen/Calw: Ein satirisches neues Bahn-Spiel

Ein Spiel für alle Spielverderber aus dem Landkreis Böblingen zwischen 8 und 99 Jahren

Auf eine interessante Neuerscheinung auf dem Spielmarkt weist die Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn in einer Pressemitteilung hin. Die Malefiz-Adaption bringt der Junge Spiele Verlag „Denk mal!“ heraus. Ausgangslage ist die geplante Wiederinbetriebnahme der Württembergischen Schwarzwaldbahn von Calw nach Renningen unter dem Produktname Hermann-Hesse-Bahn.
Der Landkreis Calw, der durch eine grüne Spielfigur dargestellt wird, versucht auf dem Spielplan die Strecke von Calw nach Renningen mit dem Würfel zu bewältigen. Doch bis zu vier Mitspieler wollen dies verhindern.

Treffpunkt: Bahnhof RenningenDa ist zunächst die Stadt Renningen, die mit allen Mitteln versucht, den Anschluss des Nachbarkreises an die Landeshauptstadt zu torpedieren. Dazu vefügt sie über die aus dem Malefiz bekannten Blockadesteine, von denen sie bei jedem Zug den Calwern einen in den Weg legen kann. Die Calwer können den Stein nur wegräumen, wenn sie direkt auf das Feld kommen. Die Blockade des Calwer Zuges hat für die verkehrsgeplagten Renninger aber einen Preis: Für jeden Stein, der den Calwern durch Renningen in den Weg gelegt wird, wird auf einem Kreis rund um Renningen ein Auto platziert. Dies symbolisiert die Blechlawine, die sich jeden Tag aus dem Schwarzwald den Weg nach Stuttgart bahnt. Wenn sich der Autokreis um Renningen geschlossen hat, ist die Rankbachstadt am Verkehr erstickt.

Ein weiterer Gegenspieler ist der Naturschutzbund, der die Wiedernutzung der Bahntunnels verhindern will, weil sich dort jetzt Fledermäuse angesiedelt haben. Der Nabu kann eine Fledermaus direkt vor die Calwer Figur stellen. Das Besondere: Die Fledermaus kann nicht aus
dem Feld geschlagen werden, sondern muss vom Landkreis Calw wegverhandelt werden.
Doch auch diese Blockade hat ihren Preis: Für jeden Spielzug, in dem der Nabu auf die Angebote aus Calw für Ausweichplätze für die Fledermäuse nicht eingeht, stirbt ein anderes Tier auf den Straßen nach Calw, weil der Autoverkehr immer mehr zunimmt.

So türmen sich über kurz oder lang tote Frösche, Hunde, Igel, Füchse und anderes Getier vor dem Nabu-Spieler: keine wirklich tolle Situation für einen Naturschutzbund. Es gibt noch zwei weitere Mitspieler. Eine schwarze Figur steht am Rand, genannt NOPy, mit einem Aufkleber einer russischen Großdiesellokomotive am Revers. NOPy schreibt jede Runde einen unsinnigen Lesebrief gegen die Bahn. Die Randfigur stößt bei jedem Leserbrief eine kleine Autoabgas-Wolke aus, die über die Renninger Spielfigur hinweg zieht. Ansonsten hat sie keine Funktion.

Dann gibt es als vierten Gegenspieler den Landkreis Böblingen. Dieser schreibt in jeder Runde einen Brief an den Spieleherausgeber und will die Regeln ändern. Die Bahn solle – wenn es nach Böblingen geht – nur bis Weil der Stadt fahren. Durchsetzen kann sich der Kreis Böblingen allerdings nur, wenn alle Mitspieler einverstanden sind. Doch warum sollten sie?

Der Landkreis Calw hat allerdings nicht nur Gegenspieler, sondern auch einen Verbündeten: Die Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn aus dem Landkreis Böblingen versucht der Bahn den Weg zu ebnen. In jeder Spielrunde kann sie der Bahn mit einer Aktion helfen. Sie kann alternativ einen Stein der Stadt Renningen aus dem Weg räumen, sie kann dem Nabu ein zweites totes Tier vor die Haustüre legen. Sie kann der schwarzen Spielfigur ein Hütchen überstülpen, das der Geruch nicht mehr so wahrnehmbar ist, oder sie kann versuchen, den Landkreis Böblingen davon zu überzeugen, mitzubauen statt an den Regeln herumzunörgeln. Sie muss sich allerdings in jeder Runde für eine Aktion entscheiden.

Spielziel und Ausgang: Entweder gewinnt der Landkreis Calw, in dem er Renningen erreicht, oder die Stadt Renningen verliert, weil sie im Verkehr erstickt ist. Für Spannung ist also gesorgt.
Bei weniger als sechs Spielern kann ein Spieler auch zwei oder mehr Funktionen übernehmen. Das Spiel gilt als pädagogisch wertvoll. Die Bürgeraktion Unserer Schwarzwaldbahn hat für bestimmte Personen im Landkreis jeweils ein Freiexemplar reserviert.

Freundliche Grüße

Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn (B.A.U.S.)
Bahnverbindung CalwRenningen (- Stuttgart)
www.unsere-schwarzwaldbahn.de
V.i.S.d.P.
Hans-Joachim Knupfer

Logo, (B.A.U.S.)
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Unsere Beiträge hierzu: Schwarzwaldbahn und Hesse-Bahn

Hermann-Hesse-Bahn auf gutem Weg

Verkehrsminister Winfried Hermann (r.) zeigt auf eine Systemskizze der Kammerlösung (Bild: Verkehrsministerium Baden-Württemberg)

Dank einer Einigung zwischen dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) und dem Zweckverband Hermann-Hesse-Bahn wird der Weg frei für die Reaktivierung der stillgelegten Bahnstrecke zwischen Weil der Stadt und Calw. Damit erhält der Landkreis Calw wieder eine direkte Schienenanbindung an die Region Stuttgart.

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) und der Zweckverband Hermann-Hesse-Bahn haben heute in Calw mit einem Vertrag den Weg geebnet zur Reaktivierung und zum Teilausbau des Schienenprojekts bei gleichzeitigem Schutz der Fledermauspopulation. „Die große Herausforderung war, den Ausbau klimafreundlicher Mobilität voranzubringen ohne den Natur- und Artenschutz zu missachten. Es war mir wichtig, zu zeigen, dass mit Geduld und Kompromissbereitschaft eine gute Lösung gefunden werden kann“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann. „Deshalb habe ich mich in das Verfahren eingeklinkt und einen Moderationsprozess in Gang gesetzt, der mit der Unterzeichnung eines öffentlich-rechtlichen Vertrages zwischen dem NABU und dem Zweckverband Hermann-Hesse-Bahn heute sein gutes Ende findet.“

Anfang 2017 sah sich der Landkreis Calw wegen der bestehenden artenschutzrechtlichen Konflikte im Verfahren um die Reaktivierung der Hermann-Hesse-Bahn vor große Herausforderungen und ein überlanges Genehmigungsverfahren gestellt. In zwei langen ungenutzten Bahntunneln hatten sich verschiedene streng geschützte Fledermausarten einquartiert, was die Wiederinbetriebnahme der Strecke zu verhindern schien.

„Der Vertrag schützt die Fledermäuse und schafft für die Bürgerinnen und Bürger in der Region um Calw eine gute Schienenverbindung in den Raum Stuttgart“, sagte Hermann. „Zwischendurch habe ich daran gezweifelt, ob die unterschiedlichen Interessen zusammengebracht werden können“, so der Verkehrsminister.

Umfassendes Artenschutzkonzept

Ermöglicht wurde die Vereinbarung durch ein umfassendes Artenschutzkonzept, vor allem aber durch eine innovative technische Lösung, die sogenannte „Kammerlösung“. In die Tunnel werden Trennwände eingezogen, die eine Nutzung der Tunnel durch die Bahn auf der einen Seite und durch die Fledermäuse auf der anderen Seite der Trennwand ermöglichen. „Die Konstruktion der Trennwände hat die vom Landkreis Calw beauftragten Planer vor große Herausforderungen gestellt, die sie gemeistert haben“, freut sich auch der Calwer Landrat Helmut Riegger. „Ich habe mich über viele Jahre für eine Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Richtung Stuttgart eingesetzt. Die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Calw und seinem Umkreis brauchen dringend eine gute Bahnverbindung nach Stuttgart, die wir nun schaffen können. Die Hermann-Hesse-Bahn ist ein Klimaschutzprojekt, das den Menschen in der gesamten Region zu Gute kommt. Sie ist aber auch ein Artenschutzprojekt, das den Fledermäusen hilft“, so der Landrat.

„Ziel des NABU war es nie, die Hermann-Hesse-Bahn zu verhindern, da gute öffentliche Verkehrsverbindungen ein großes Anliegen des NABU sind“, erklärte Johannes Enssle, der Landesvorsitzende des NABU Baden-Württemberg. „Allerdings muss auch ein wichtiges Infrastrukturprojekt die artenschutzrechtlichen Vorgaben beachten und geschützten Tieren ihren Lebensraum belassen. Wir waren in Sorge, dass die Belange der Fledermäuse in den Hintergrund treten könnten und mussten deshalb vorsorglich Klage gegen das Vorhaben erheben“, begründete der NABU-Landesvorsitzende das Vorgehen. „Mit der Trennwand und dem vertraglich gesicherten Artenschutzkonzept konnte jetzt ein Kompromiss für Mensch und Natur gefunden werden, den wir mittragen. Wir werden deshalb unsere Klage zurücknehmen und die Umsetzung des Artenschutzkonzeptes konstruktiv begleiten“, bestätigte Johannes Enssle.

„Eine stress- und staufreie Verbindung zwischen den Regionen Calw und Stuttgart ist für die Menschen und die Wirtschaft essentiell und ein wichtiger Beitrag zum Klima- und Naturschutz“, fasste Minister Hermann zusammen. „Ich danke allen am Vermittlungsprozess Beteiligten auf Seiten der Naturschutzverbände, namentlich dem NABU, dem BUND und dem Landesnaturschutzverband, den Landkreisen und Landesbehörden, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in meinem Hause und dem Moderator Dr. Christoph Ewen mit seinem Team. Sie alle haben mit viel Einsatz und Geduld ermöglicht, dass die Hermann-Hesse-Bahn bald fahren kann.“

Reaktivierung der stillgelegten Bahnstrecke zwischen Weil der Stadt und Calw

Mit dieser Einigung wird der Weg frei für die Reaktivierung der stillgelegten Bahnstrecke zwischen Weil der Stadt und Calw. Damit wird der Landkreis Calw wieder eine direkte Schienenanbindung an die Region Stuttgart erhalten. Die Beteiligten haben sich auf ein Stufenkonzept verständigt: zunächst erfolgt eine Reaktivierung ohne eine Streckenelektrifizierung. Eine spätere Elektrifizierung zur Verlängerung der Stuttgarter S-Bahn-Linie 6 oder einer zusätzlichen Express-S-Bahn-Linie bis nach Calw ist vorgesehen und wird derzeit gutachterlich untersucht.

Hermann-Hesse-Bahn ist der Name eines Reaktivierungsprojektes der alten Württembergischen Schwarzwaldbahn auf dem Abschnitt Calw-Weil der Stadt mit Verlängerung bis zum Anschluss an die S 60 in Renningen. Am 6. Dezember 2016 wurde der Zweckverband Hermann-Hesse-Bahn gegründet, der Aufgabenträger der Hermann-Hesse-Bahn ist, die Infrastruktur instandsetzen und betreiben wird. Dem Zweckverband gehören zunächst der Landkreis Calw sowie die Große Kreisstadt Calw und die Gemeinden Althengstett und Ostelsheim an.

Die Planung zur Reaktivierung der Strecke sieht vor, künftig zwei ehemalige Eisenbahntunnel wieder zu nutzen. Diese werden zwischenzeitlich von mehreren Fledermausarten mit vermutlich mehreren tausend Exemplaren als Winter-, Sommer- und Schwärmquartiere genutzt. Fledermäuse sind nach dem Naturschutzrecht (EU-Recht und Bundesnaturschutzgesetz) streng geschützt, viele Fledermausarten sind bedroht.

Quelle:
Zweckverband Hermann Hesse Bahn; Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg; Naturschutzbund Baden-Württemberg

Unsere Beiträge hierzu: Schwarzwaldbahn und Hesse-Bahn

Bürgerinitiative fordert Einlenken – „Landrat bremst Pendler aus“

Das Verhalten von Böblingens Landrat Roland Bernhard in Sachen Hermann-Hesse-Bahn gefährdet die Interessen der Pendler in den Kreis Böblingen und damit der dortigen Gewerbetreibenden. Diese Auf- fassung vertritt die Bürgeraktion Unsere Schwarz- waldbahn.
Die Bürgerinitiative bezieht sich auf den erneuten Vorstoß von Bernhard, der den Zugverkehr von Calw schon in Weil der Stadt enden lassen möchte.
„In der Verkehrswirtschaft gibt es die eindeutige Erfahrung, dass mehrmaliges Umsteigen auf kurzer Entfernung auf Berufspendler abweisend wirkt“, sagt Hans-Peter Benzing aus Renningen von der Bürgeraktion. Wer den Fahrgästen aus dem Kreis Calw Richtung Böblingen also unnötiges Umsteigen in Weil der Stadt zumute statt nur den Zugwechsel in Renningen, gefährde nicht nur die Akzeptanz der Hermann-Hesse-Bahn insgesamt. Es schädige auch die Attraktivität der Arbeitsplätze im Kreis Böblingen. Denn viele Mitarbeiter wollten sich nicht mehr mit Stau und Parkplatzsuche herumschlagen. Dies habe die Bürgerinitiative in einem Brief an Bernhard nun mitgeteilt. Schließlich sei eine solche Haltung auch ein Affront gegenüber den Mitarbeitern von Bosch in Renningen, die dort direkt auf den Zubringerbus zum Forschungszentrum umsteigen könnten. „Jede auf den Nahverkehr verlagerte Autofahrt ist ein Beitrag zur Energieeinsparung“, so Benzing: „Leider versucht Herr Bernhard, den Klimaschutz zu behindern.“
Unverständlich ist für Benzing, dass sich der Kreis Böblingen gegenüber dem Zuschussgeber Land in das Bahnprojekt einmische, anstatt den direkten Kontakt mit dem Kreis Calw zu suchen. „Böblingen leistet keine Beiträge zum Vorhaben und ist kein Antragsteller“, so der Bahnaktivist: „Landrat Bernhard ist gar nicht zuständig.“ Der Kreischef könne viel fordern, wenn sich die Kommune weder an den Kosten der Hessebahn noch denen einer S-Bahn beteiligen wolle. Die Bürgervertreter hätten den Landrat bereits im Januar in einem Brief die entscheidenden Gründe für die Bahn bis Renningen dargelegt, aber offenbar kämen Sachinformationen dort nicht an. Erneut bekräftigt die Bürgerinitiative nun in einem Schreiben an das Verkehrsministerium, dass das Land am vereinbarten Beschluss gemäß der Wirtschaftlichkeitsberechnung festhalten solle: „Die Pendler aus dem Nordschwarzwald werden es danken“, hofft Benzing, schließlich sei die Hermann-Hesse-Bahn ein Vorzeigeprojekt des Landes.
Eine Absage erteilt die Bürgeraktion der Idee, die bestehende S-Bahn nach Calw zu verlängern: „Dafür ist eine S-Bahn das ganz falsche Verkehrsmittel“, wie Hans-Joachim Knupfer aus Leonberg erklärt, „denn sie hält an jeder Milchkanne, hat viel zu wenig Sitzplätze und kein WC“. Eine Reisezeit von über 60 Minuten für nur gut 30 Kilometer Luftlinie seien eine Zumutung. Eine Express-S-Bahn sei ein Widerspruch in sich, resümiert Knupfer: „Wer nach Stuttgart will, möchte nicht in Feuerbach stranden.“ Die Verkehrsplanung in der Region müsse vom Kopf auf die Füße gestellt werden: Es gehe nicht darum, dahin zu fahren, wo zufällig ein Gleis frei sei, wie nach Feuerbach, sondern dorthin, wo die Hauptströme der Pendler wollten, wie von Calw nach Renningen und durchgehend nach Stuttgart. Die spätere Zukunft nach der Hermann-Hesse-Bahn heiße daher: schneller Metropolexpress Calw durch den Tiefbahnhof Stuttgart und weiter in die Region Stuttgart Südost. Dies sichere auch den raschen Anschluss
des Bosch-Forschungszentrums an den Flughafen.

 

 

unsere-schwarzwaldbahn.de

CALW: SEIT 35 JAHREN ABGESCHNITTEN
:: Anno 1872: Eröffnung Württembergische Schwarzwaldbahn Stuttgart – Renningen – Calw.
:: 1983: Auflassung der Personenzüge durch die Bundesbahn (1987 auch Ende Güterzugverkehr).
:: 1994 kauft Landkreis Calw um 1 Mark den Streckenabschnitt Calw – Weil der Stadt (22 km).
:: Seit 2012 kommunale Beschlüsse zur Wiederinbetriebnahme, im ersten Schritt (einzige wirtschaftlich sinnvolle Variante) als ‚Hermann-Hesse-Bahn‘ Calw – Weil der Stadt – Renningen
:: Das Land hat hierfür Zuschüsse zugesagt, der Zweckverband für den Betrieb ist gegründet und der Betrieb der Infrastruktur vergeben.
:: Die Wiederinbetriebnahme dieser Bahnstrecke bringt den Bürgern aus dem Kreis Calw endlich Gleichberechtigung: Alle anderen Landkreise in der Metropolregion Stuttgart haben schon immer eine Bahnverbindung nach Stuttgart, nur Calw nicht (seit 1983 nicht mehr).

V.i.S.d.P.:
Hans-Joachim Knupfer

Unsere Beiträge hierzu: Schwarzwaldbahn und Hesse-Bahn
Logo, B.A.U.S.
Foto, Blogarchiv

Siehe auch den Zeitungsbericht: stuttgarter-zeitung.de/hesse-bahn-streit-winfried-hermanns-ruck-bleibt-aus-vorerst.

„S-Bahn ist Fata Morgana“ – Bürgeraktion warnt vor Irrtum wegen Unterschriftenaktion

PRESSEMITTEILUNG 27.12.2018

Beschlüsse sind längst gefallen
„S-Bahn ist Fata Morgana“
Gibt es in der Frage der Bahnreaktivierung nach Calw eine neue Sachlage? Die ‚Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn‘ bestreitet das. Die Unterschriftenaktion der Bahngegner in Renningen sei irreführend gewesen. An der Ausgangslage, dass die Hermann-Hesse-Bahn von Calw bis Renningen geplant sei, ändere sich nichts.
„Es ist schön, wenn sich Renninger Bürger in Sachen Bahnverbindung nach Calw engagieren, aber die Unterschriftenlisten in Renningen und Weil der Stadt waren ein sinnloses Ablenkungsmanöver“, sagt Hans-Joachim Knupfer von der Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn: „Es gibt nur eine Beschlusslage – alle Kommunen im Kreis Calw haben sich längst für die Hermann-Hesse-Bahn entschieden, als einzige verbliebene Möglichkeit.“ Während der Verband Region Stuttgart zugebe, dass seine neue Idee einer zusätzlichen S-Bahn-Linie S 62 in erster Linie den Zugverkehr der Hermann-Hesse-Bahn bis Renningen verhindern solle, habe es sich bei der Renninger Unterschriftensammlung lediglich um eine Maßnahme des kommunalen Vorwahlkampfes gehandelt. Mit einer ernsthaften Diskussion um eine etwaige S-Bahn nach Calw, von der in den Listen die Rede war, habe das nichts zu tun, so Knupfer: „Die Region Stuttgart sieht dafür keine aktuelle Planung vor, es ist allenfalls von ‚später‘ die Rede“- also von Sankt Nimmerlein.“ Die Unterschriftenlisten hätten zwar ein „Ja“ von den Unterschreibenden erfordert, de facto aber ein „Nein“ gegen die Bahn nach Calw bedeutet: „Leute aus Renningen haben uns hinterher betroffen gesagt, sie hätten sie nicht unterschrieben, wenn sie besser informiert worden wären“.
Der puren Phantasie entspringe die Ansicht, dass eine nicht existierende S 62 die Hermann-Hesse-Bahn verhindern würde, erläutert Klaus Hünerfeld von der Bürgeraktion. Für die Anmeldung planmäßigen Zugverkehrs auf der öffentlichen Bahnstrecke habe jedes Eisenbahnunternehmen – also auch der Kreis Calw – das gesetzliche Recht auf Zulassung der Zugfahrten, gleichrangig mit der S-Bahn. Für eine weitere S-Bahn-Linie zwischen Weil der Stadt und Renningen lasse sich kein Bedarf begründen: „Wenn eine Vergrößerung der Kapazität der S 6 zwischen Korntal und Hauptbahnhof notwendig ist, sind bessere Ideen gefragt, als eine S 62 von Weil der Stadt nach Feuerbach.
Es sei auch bedauerlich, durch die Idee einer S-Bahn nach Calw falsch Hoffnungen zu wecken, weil es sich bei einer S-Bahn dafür um das falsche und viel zu teure Verkehrsmittel handle, sagt Hünerfeld. Es gebe dafür keinen Träger, keine Finanzierung, keine beschlussfähige Institution, keinen Bauherren – „und eine S-Bahn ist etwas für Vorortverkehr, nicht für eine überregionale Verbindung, die bis Stuttgart über eine Stunde brauche.“ Zudem sei die Bahnsteighöhe der S-Bahn ungeeignet, veraltet und nicht normgerecht. Hans-Joachim Knupfer betont, nur für ein einziges Konzept sei die Zuschussfähigkeit nachgewiesen worden, ob einem das gefalle oder nicht: „Für die Hermann-Hesse-Bahn als Durchläufer bis Renningen.“ Was immer man später einmal noch daraus machen könne, seien es Züge mit Antrieb per Wasserstoff oder Batterie oder die Aufstufung zur besten Lösung, dem Metropolexpress: „Ohne den Einstieg in Form der Hermann-Hesse-Bahn bis Renningen passiert gar nichts“.

www.unsere-schwarzwaldbahn.de

V.i.S.d.P.:
Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn (B.A.U.S.)
Bahnverbindung CalwRenningen (- Stuttgart)
Hans-Joachim Knupfer

Foto, Sabine