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Pilotprojekt gegen Häusliche Gewalt wird landesweit ausgerollt

Posted by Klaus on 11th August 2020 in Allgemein

Pressebericht

Die Polizeipräsidien Mannheim und Ulm haben in einem Pilotprojekt ein neues Konzept zur Verhinderung Häuslicher Gewalt erfolgreich erprobt. Es soll nun landesweit umgesetzt werden. Zudem bieten die Polizei gemeinsam mit Opfer- hilfeeinrichtungen eine Telefonsprechstunde am 13. August 2020 an.

„Gewalt in der Familie ist weder Privatsache noch ein Kavaliersdelikt. Gleichzeitig ist Häusliche Gewalt ein besonders sensibler Deliktsbereich – Außenstehende bemerken Straftaten in der häuslichen Umgebung nicht ohne weiteres oder schauen aus Scham oder Angst weg. Gerade weil Opfer in der häuslichen Umgebung der Gewalt schutzlos ausgeliefert sind und oftmals aufgrund der engen Beziehung zum Täter oder zur Täterin von einer Anzeige absehen, müssen wir weitere Möglichkeiten zum Schutz und für die Sicherheit der potenziellen Opfer schaffen. Gewalt endet nicht an der Wohnungstür“, sagte der stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl.

Neue Wege gegen Häusliche Gewalt

Das Innenministerium hatte Ende vergangenen Jahres die Polizeipräsidien Mannheim und Ulm mit der Erprobung eines neuen Konzepts beauftragt, das von polizeilichen Expertinnen und Experten erarbeitet wurde.

Kernpunkte des Konzepts sind eine Gefährdungsanalyse und ein Gefahrenmanagement bei der Fallbearbeitung. Zur Verbesserung der Abläufe und der Optimierung der internen und externen Kommunikation wurde bei den Polizeipräsidien Mannheim und Ulm jeweils eine „Koordinierungsstelle Häusliche Gewalt“ eingerichtet. Für eine optimierte Risikoeinschätzung wurde die bisherige Bewertungspraxis überarbeitet und um das Prognoseinstrument ODARA (Ontario Domestic Assault Risk Assessment) erweitert. Während der Pilotierungsphase wurden mit diesem Prognoseinstrument rund 600 Fälle Häuslicher Gewalt bewertet. Hierbei steht das individuelle Risiko im Fokus der Betrachtung. In rund zehn Fällen führte die Bewertung zu dem Ergebnis, dass für das Opfer ein vergleichbar hohes Risiko angenommen werden muss, Opfer schwerer häuslicher Gewalt zu werden. Deshalb gab es in diesen Fällen eine Fallkonferenz. Ziel der behördenübergreifenden Fallkonferenzen ist es, das Vorgehen zu koordinieren und Verantwortlichkeiten direkt zu klären, um so einzelfallbezogen geeignete Maßnahmen abzustimmen und so letztlich das Risiko für weitere Gewalt zu reduzieren. „Die bei der Pilotierung gemachten Erfahrungen haben uns gezeigt, dass genau dieser ganzheitliche und interdisziplinäre Abstimmungsprozess ein wichtiger Schritt für einen erfolgreichen Opferschutz ist“, so der Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Mannheim, Andreas Stenger. Das in Mannheim und Ulm erprobte Gesamtkonzept soll nun nach Schaffung aller organisatorischen Voraussetzungen, landesweit umgesetzt werden.

Anlässlich der coronabedingten Ausgangsbeschränkungen hat das Landeskriminalamt Baden-Württemberg (LKA BW) eine umfassende Sonderauswertung zur Entwicklung der häuslichen Gewalt vorgenommen. Hierbei konnte kein signifikanter Anstieg der Fallzahlen festgestellt werden. „Wir verlassen uns nicht nur auf die bekannt gewordenen Fälle häuslicher Gewalt. Gerade die teilweise gesellschaftliche Isolation durch Corona hat einerseits die Nerven strapaziert und andererseits die Wahrnehmung einer Misshandlung zum Beispiel durch Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen oder in der Schule erschwert. Daher möchten wir allen Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen einer Telefonsprechstunde die Möglichkeit bieten, Fragen rund um das Thema Häusliche Gewalt zu stellen und sich von verschiedenen Experten beraten zu lassen“, betont Ralf Michelfelder, Präsident des LKA BW.

Gemeinsame Telefonsprechstunde

Gemeinsam mit den Opferhilfeeinrichtungen Weisser Ring e.V., Frauen helfen Frauen e.V. und dem Stuttgarter Kinderschutz-Zentrum bietet das LKA BW am Donnerstag, den 13. August 2020, zwischen 13 und 15 Uhr eine gemeinsame Telefonsprechstunde an. Unter der eigens hierfür eingerichteten Rufnummer 0711/5401-3500 beantworten Expertinnen und Experten der involvierten Hilfsorganisationen und der polizeilichen Kriminalprävention Fragen von Bürgerinnen und Bürgern und vermitteln schnelle und zielgerichtete Unterstützung und Hilfestellungen zum Thema Häusliche Gewalt.

„Häusliche Gewalt kann in jeder einzelnen Minute des Tages geschehen. Betroffen davon sind überwiegend Frauen: Jede dritte Frau in Deutschland hat schon einmal Gewalt erfahren. Das Dunkelfeld ist riesig. Deshalb ist die Unterstützung der Opfer gerade auch in der aktuellen Coronasituation immens wichtig“, so Hartmut Grasmück, kommissarischer Landesvorsitzender des Opferhilfevereins Weisser Ring e. V. Baden-Württemberg.

Der Opferhilfeverein Weisser Ring e.V. Baden-Württemberg und die Polizei Baden-Württemberg sind erfolgreiche Partner und haben schon vor Jahren eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. „Ich bin dankbar und freue mich, dass wir zusammen mit unserem Kooperationspartner und weiteren sehr wichtigen Akteuren im Themenfeld Häusliche Gewalt den Bürgerinnen und Bürgern ein professionelles und breit aufgestelltes Beratungsangebot machen können“, sagte Innenminister Thomas Strobl.

Foto, Polizei BW

Beim Tanken sparen

Posted by Klaus on 11th August 2020 in Allgemein

Pressemeldung 11.08.2020

Autofahrer können in der Regel an derselben Tankstelle bis zu zehn Cent je Liter sparen, wenn sie diese zum günstigsten Tageszeitpunkt anfahren. Morgens sind dabei die Preise durchschnittlich deutlich höher als abends.

„Gerade in der aktuellen Situation fahren viele Verbraucherinnen und Verbraucher mit dem Auto in den Urlaub. Daher scheinen zur Ferienzeit die Benzinpreise unaufhaltsam zu steigen. Durch einen Vergleich der Benzinpreise können Autofahrer in der Regel an ein und derselben Tankstelle sieben bis zehn Cent je Liter sparen, wenn sie diese Tankstelle zum günstigsten Zeitpunkt des Tages anfahren. Innerhalb einer Stadt sind sogar Preisunterschiede von bis zu 20 Cent pro Liter am Tag möglich. Vergleichen lohnt sich daher“, sagte Verbraucherminister Peter Hauk. Unternehmen, die öffentliche Tankstellen betreiben, müssten Preisänderungen bei den gängigen Kraftstoffsorten Super E5, Super E10 und Diesel „in Echtzeit“ an die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe beim Bundeskartellamt melden. Die gemeldeten Daten werden automatisch in einer elektronischen Datenbank gespeichert und können jederzeit minutenaktuell abgerufen werden

Dabei folgten die Tankstellenpreise laut Markttransparenzstelle im Tagesverlauf einem prägnanten Muster, das sich jeden Wochentag wiederholt. Morgens (circa 5 bis 8 Uhr) seien die Preise durchschnittlich deutlich höher als abends (circa 18 bis 22 Uhr). „Im Schnitt ist die günstigste Zeit zum Tanken spätnachmittags und abends, denn danach steigen die Preise wieder signifikant an“, so der Verbraucherminister. Zum Start der großen Sommerferien seien insgesamt höhere Preise festzustellen, je nach Ferienbeginn in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich. Zwischen Stadt und Land seien die Preisunterschiede im Schnitt eher gering, an Autohöfen die Preise im Vergleich häufig etwas teurer. Wer an einer Autobahntankstelle tanke, müsse mit ganz erheblich höheren Preisen rechnen.

Regionaler Preisvergleich im Internet oder per App

„Verbraucherinnen und Verbraucher können die aktuellen Informationen und den Preisvergleich direkt im Internet nutzen oder ein von der Markttransparenzstelle zugelassenes Programm auf das Tablet, den PC oder das Smartphone laden“, sagte Hauk. Geeignete Apps sind für alle Softwareplattformen (Windows, Android, Apple iOS) verfügbar. Nähere Informationen hierzu finden sich auf der Internetseite der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe auf der Webseite des Bundeskartellamts.

„Günstiges Tanken kann so mit wenig Aufwand geplant werden: Durch entsprechende Voreinstellungen können beispielsweise alle Tankstellen innerhalb eines vorgegebenen Radius angezeigt und gut verglichen werden“, so Peter Hauk. Die meisten Apps würden darüber hinaus auch noch eine Prognose zur weiteren Preisentwicklung angeben, wie zum Beispiel „Preise steigen, jetzt tanken!“ oder „Preise sinken, tanken Sie zwischen 17 Uhr und 18 Uhr!“.

Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Verbraucherschutz

Verbraucherportal Baden-Württemberg

Fotos, Klaus

Denkmal-Schnappschuss startet – Foto-Aktion zum Tag des offenen Denkmals

Posted by Klaus on 10th August 2020 in Allgemein, Es war einmal

Pressemeldung 10.08.2020

„Teilen Sie Ihren Denkmal-Schnappschuss mit uns und machen Sie mit beim digitalen Tag des offenen Denkmals!” Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) lädt auch in diesem besonderen Jahr zur Teilnahme an ihrem Fotowettbewerb ein. Ob bei einem entspannten Spaziergang oder den alltäglichen Erledigungen – überall begegnen dem aufmerksamen Auge des Fotofreundes historische Bauwerke und Grünanlagen, die die Umgebung prägen: Fachwerk- häuser, die repräsentative Gründerzeitvilla, die alte Holzscheune am Dorfrand oder am Ende doch der monumentale Kirchenbau, halt das faszinierende Gebäude in der Nachbarschaft.

Nun heißt es nur noch Smartphone oder Kamera zücken und das gewinnende Objekt ablichten. Dann den Denkmal-Schnappschuss unter www.tag-des-offenen-denkmals.de hochladen, Onlineformular ausfüllen und ein paar Sätze dazu schreiben, warum gerade dieses Bauwerk begeistert. Teilen Sie Ihren Denkmalschnappschuss auch bei Instagram mit den #tag-desoffenendenkmals #denkmalschnappschuss.

Einsendeschluss ist der 13. September, der Tag des offenen Denkmals. Unter den Mitmachern wählt eine Jury der Deutschen Stiftung Denkmalschutz die fünf eindrucksvollsten Denkmal-Schnappschüsse aus und veröffentlicht die Fotos mit den persönlichen Eindrücken in der November-Ausgabe von Monumente, dem Magazin für Denkmalkultur in Deutschland. Vorher wird der Gewinner aber bereits persönlich informiert. Details zu Bildqualität, Teilnahmebedingungen und Bildrechten finden alle Interessenten unter www.tag-des-offenen-denkmals.de.

Der Tag des offenen Denkmals ist die größte Kulturveranstaltung Deutschlands. Seit 1993 wird sie von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), die unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, bundesweit koordiniert. Die DSD ist für das Konzept des Aktionstags verantwortlich, legt das jährliche Motto fest und stellt ein umfassendes Online-Programm sowie zahlreiche kostenlose Werbemedien zur Verfügung. Sie unterstützt die Veranstalter mit bundesweiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie einem breiten Serviceangebot. Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days. Mit diesem Tag schafft die Stiftung große Aufmerksamkeit für die Denkmalpflege in Deutschland. Vor Ort gestaltet wird der Tag von unzähligen Veranstaltern – von Denkmaleigentümern, Vereinen und Initiativen bis hin zu hauptamtlichen Denkmalpflegern –, ohne die die Durchführung des Tags des offenen Denkmals nicht möglich wäre. Der Tag des offenen Denkmals ist eine geschützte Marke der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Team Tag des offenen Denkmals, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Schlegelstraße 1, 53113 Bonn E-Mail: info@tag-des-offenen-denkmals.de, www.tag-des-offenen-denkmals.de, www.facebook.de/tagdesoffenendenkmals.

Fotos, Klaus

Hohe Temperaturen am Wochenende

Posted by Klaus on 9th August 2020 in Allgemein

Pressemeldung 8.08.2020

Angesichts der angekündigten großen Hitze an diesem Wochenende warnt Gesundheitsminister Manne Lucha vor möglichen gesundheitlichen Risiken. Hier finden Sie einige Tipps, um sich vor den negativen Auswirkungen der Hitze zu schützen.

Angesichts der vom Deutschen Wetterdienst (DWD) angekündigten großen Hitze an diesem Wochenende mit bis zu 38 Grad Celsius in Baden-Württemberg warnt Gesundheitsminister Manne Lucha vor möglichen gesundheitlichen Risiken.

Lucha warnt vor gesundheitlichen Risiken

„Temperaturen, die über einen längeren Zeitraum hinweg bei weit über 30 Grad liegen, können Kreislaufbeschwerden und körperliches Unwohlsein auslösen. Im schlimmsten Fall kann die extreme Hitze lebensbedrohlich sein“, warnte Lucha in Stuttgart. Typische hitzebedingte Beschwerden sind beispielsweise Schwindel, Kopfschmerzen, Erschöpfung, Übelkeit und Erbrechen, erhöhter Puls und ein trockener Mund.

Wie gut Personen die Hitze verkraften, hängt laut Angaben des Gesundheitsministeriums stark vom jeweiligen körperlichen Befinden ab. Für gesunde Erwachsene sind bei normaler Lebensführung und ausreichender Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme auch längere Hitzeperioden in der Regel nicht mit gesundheitlichen Gefahren verbunden. Ein erhöhtes Risiko besteht jedoch für Säuglinge und kleine Kinder, Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen sowie vor allem für ältere und pflegebedürftige Menschen.

Lucha: „Im Alter und bei Pflegebedürftigkeit lässt das Durstgefühl oft nach. Ältere Menschen trinken dann weniger. Dadurch wird die Möglichkeit der Wärmeabgabe über das Schwitzen vermindert.“ Lucha betonte, dass Kinder oder gesundheitlich geschwächte Personen niemals – auch nicht für kurze Zeit – in einem geparkten Fahrzeug zurückgelassen werden dürften. Er rief die Bevölkerung außerdem dazu auf, sorgfältig auf die Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes zu achten und den Alltag danach auszurichten.

Tipps, um sich vor den negativen Auswirkungen der Hitze zu schützen

  • Halten Sie sich während der Mittagshitze möglichst in Innenräumen oder im Schatten auf und versuchen Sie, körperliche Anstrengungen zu vermeiden. Tätigkeiten im Freien sollten auf die kühleren Morgen- und Abendstunden beschränkt werden.
  • Die Wohnung kann durch geschlossene Rollläden und Markisen kühl gehalten werden, eine kühle Dusche oder ein kühles Bad können zusätzliche Abkühlung verschaffen – ebenso wie kalte Packungen oder Wickel, feuchte Handtücher oder Schwämme sowie Fußbäder.
  • Sorgen Sie für eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung. Geeignet sind Wasser- und Mineralwasser, Saftschorle, Suppen oder auch wasserreiche Früchte. Vermeiden Sie Alkohol und Koffein. Nehmen Sie mehrere kleine, leichte Mahlzeiten zu sich.
  • Nutzen Sie die Abkühlung der Nacht und der frühen Morgenstunden, um Räume zu lüften. Dunkeln Sie Räume tagsüber ab und nutzen Sie dafür möglichst Außenjalousien oder Rollläden.
  • Tragen Sie leichte, nicht einengende Baumwollkleidung in hellen Farben.
  • Nutzen Sie ein Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor mindestens 20 (für Kleinkinder mindestens 30) oder höher mit der Bezeichnung „UVA-/UVB-Schutz“ oder „Breitenspektrum“. Nach dem Baden sollte der Sonnenschutz erneuert werden.

Das Gesundheitsministerium wies in diesem Zusammenhang auch auf die Gefahren hin, die von ultravioletter Strahlung ausgehen. „UV-Licht kann unterschiedliche Auswirkungen auf den Organismus haben. Setzt man sich wiederholt ungeschützt oder zu lange der Sonne aus, sind die körpereigenen Reparaturmechanismen überfordert“, warnte Minister Lucha.

UVA-Strahlen erzeugen freie Radikale, die als Auslöser des gefürchteten schwarzen Hautkrebses gelten und die Kollagenstruktur mit der Folge vorzeitiger Hautalterung schädigen. UVB-Strahlen verursachen Sonnenbrand und können die Hautzellen zu Basalzell- und Plattenepithelkarzinomen (so genannter heller Hautkrebs) entarten lassen. Auch das Auge ist durch starken Einfall von UV-Licht einer hohen Belastung ausgesetzt: Hornhaut- und Bindehautentzündung sowie eine Schädigung der Netzhaut und der Linse können die Folge sein. Daher ist es ratsam, sich möglichst im Schatten aufzuhalten und Sonnenschutzmittel zu verwenden.

Foto Klaus

Jahresstatistik der Feuerwehren 2019

Posted by Klaus on 7th August 2020 in Allgemein, Fotos

Pressebericht

Die Einsatzzahlen der Feuerwehren in Baden-Württemberg waren auch 2019 herausfordernd hoch. Die Zahl der Feuerwehrangehörigen ist weiter gestiegen.

„2019 war für die Feuerwehrangehörigen kein ‚normales‘ Jahr. Mit insgesamt 118.137 Einsätzen war es immer noch die zweithöchste Einsatzzahl der vergangenen zwanzig Jahre – auch wenn unsere Feuerwehren im Vergleich zum Vorjahr 5,4 Prozent weniger Einsätze hatten. Die Einsatzzahlen zeigen, dass unsere Wehren im Land auch ohne extreme Naturereignisse in vielfältigsten Einsatzlagen stark gefordert sind“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und InnenministerThomas Strobl anlässlich der Vorstellung der Feuerwehrjahresstatistik 2019.

Einsatzzahlen

Von den insgesamt 118.137 Einsätzen im Jahr 2019 entfielen:

  • 50.386 (42,7 Prozent) auf technische Hilfeleistungen,
  • 24.002 (20,3 Prozent) auf Fehlalarme,
  • 18.680 (15,8 Prozent) auf Brandeinsätze,
  • 14.623 (12,4 Prozent) auf sonstige Einsätze, zum Beispiel Tierrettungen, und
  • 10.446 (8,8 Prozent) auf rettungsdienstliche Notfalleinsätze und Krankentransporte.

Während die Einsatzarten der technischen Hilfeleistung, etwa das Retten von Tieren, das Bergen von Unfallfahrzeugen oder das Beseitigen von Ölspuren (- 10,1 Prozent), sonstige Einsätze (- 6,6 Prozent) und Brandeinsätze (- 5,4 Prozent) teils deutlich abnahmen, legten Fehlalarme leicht (+ 0,6 Prozent) und Notfalleinsätze (+ 9,2 Prozent) deutlich zu.

Nach den Einsätzen der technischen Hilfeleistung stehen die Fehlalarme statistisch an zweiter Stelle. Die häufigste Ursache für Fehlalarme sind Brandmeldeanlagen. Dabei kann für das Auslösen der Brandmeldeanlage ein technischer Defekt oder nicht brandbedingte Rauchentwicklung (beispielsweise eine Täuschung der Brandmelder durch Staubbildung) verantwortlich sein. Hingegen rangiert die klassische Einsatzaufgabe der Feuerwehren, die Brandbekämpfung, seit mehreren Jahren nur noch an dritter Stelle, während insbesondere die Bedeutung von Notfalleinsätzen einen kontinuierlichen Anstieg verzeichnet. Ähnliche Entwicklungen zeigen sich auch bei den 164 Werkfeuerwehren in Baden-Württemberg, die ebenfalls einen deutlichen Anstieg bei den Notfalleinsätzen (+11,4 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen.

Im Jahr 2019 retteten die Feuerwehren in Baden-Württemberg 12.857 Menschen. Gleichzeitig mussten 1.595 Menschen tot geborgen werden. Auch zwei Angehörige der Feuerwehr kamen in Ausübung Ihres Dienstes in Übung und Einsatz 2019 ums Leben. Weitere 162 Feuerwehrangehörige der beruflichen Wehren und 1.516 Freiwillige erlitten während Ihres Dienstes zum Schutz anderer Verletzungen. „Es macht uns alle ganz besonders betroffen, wenn Menschen, die Leben retten wollen, sich dabei verletzen oder gar ihr eigenes Leben verlieren. Daher ist es mir wichtig, auch die Unfallfürsorge und psychosoziale Unterstützung auf eine gute Basis zu stellen und gleichzeitig die Ausbildung, Ausrüstung und Unterstützung für unsere Feuerwehren vor Ort konsequent weiterzuentwickeln, damit diese auch in Zukunft ganzheitlich am Bedarf ausgerichtet ist. Die Botschaft ist klar: Gemeinsam packen wir‘s an!“, so Minister Thomas Strobl.

Zahl der Feuerwehrangehörigen

„Knapp 98 Prozent unserer Feuerwehrfrauen und -männer sind Ehrenamtliche. Das dürfen wir niemals vergessen, denn das zeigt auch die herausragende Stellung und die tiefe Verwurzelung unserer Wehren in der Gesellschaft, überall im Land. Gleichzeitig lässt sich die hohe Belastung nur bewältigen, wenn die Ausbildung und technische Ausstattung auch weiterhin auf der Höhe der Zeit sind. Das hat Priorität für uns, wir wollen damit Hilfe zur Selbsthilfe – und zwar aktiv vor Ort – gestalten“, so Innenminister Thomas Strobl.

Die Zahl der Feuerwehrangehörigen ist seit 2013 gestiegen. Von den inzwischen 112.286 Angehörigen (+ 0,72 Prozent) der Gemeinde- und 6.385 Werksfeuerwehren (+ 2,8 Prozent) stieg 2019 vor allem der weibliche Anteil der Jugendfeuerwehren (+ 4,7 Prozent) auf nunmehr 19,3 Prozent. Dass der Nachwuchsarbeit eine besondere Bedeutung zukommt, zeigt auch die gestiegene Zahl der Jugendfeuerwehren von 796 im Jahr 1997 auf 1.026 im vergangenen Jahr. Stand jetzt ist die Zahl der 33.417 Jugendlichen in den Feuerwehren auf bereits mehr als 29,7 Prozent der Aktiven angewachsen. Der befürchtete Mitgliederrückgang bei den kommunalen Feuerwehren, der insbesondere Ende der Neunziger Jahre prognostiziert wurde, hat sich nicht bestätigt und scheint einem nachhaltigen Wachstum zu weichen.

„So geht nachhaltige Personalplanung – die Entwicklung stimmt mich sehr zuversichtlich! Früh übt sich, wer Meister werden will: Das gilt auch für den Feuerwehrnachwuchs. Mein Dank gilt an dieser Stelle vor allem auch den Betreuerinnen und Betreuern in den Jugendfeuerwehren. Durch Ihren Einsatz bei Werbung, Ausbildung und Betreuung legen sie den Grundstein, damit auch in Zukunft für den Feuerwehrnachwuchs in Baden-Württemberg gilt: Vor Ort, für den Ort – im ganzen Land zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger“, sagte Minister Thomas Strobl.

Wehren auch für Frauen attraktiv

Der Dienst in den örtlichen Wehren wird zunehmend auch für Frauen attraktiv. Die Zahl der Feuerwehrfrauen im aktiven Dienst ist von 2018 (6.489) bis 2019 (7.012) um 8,1 Prozent gestiegen. Demografisch zeigt sich auch in den Altersabteilungen eine Verstetigung auf hohem Niveau. So konnten 31.456 Angehörigen der Altersabteilungen im Jahr 2019 ihre Erfahrung in den Bereichen Versorgung, Logistik, Betreuung, Kommunikation und Wertevermittlung einbringen.

„Die Feuerwehr ist ein Abbild unserer Lebenswirklichkeit, unserer Gesellschaft und für jede Altersgruppe interessant – egal welchen Alters, welcher Vorbildung oder welcher Interessen. Dieser grandiose Einsatz unserer Frauen und Männer in Uniform macht mich stolz und ist nicht selbstverständlich, dafür danke ich ihnen von Herzen, jeden Tag aufs Neue“, so Minister Thomas Strobl.

 Feuerwehrstatistik 2019 (PDF)

Fotos, Blogarchiv

Beste Verkehrsunfallbilanz seit Einführung der Statistik

Posted by Klaus on 6th August 2020 in Allgemein

Pressemeldung

Die Verkehrsunfallbilanz des ersten Halbjahrs 2020 ist die beste Bilanz seit der Einführung der Unfallstatistik im Jahr 1953. Die Anzahl der Getöteten und Verletzten ist auf einem historischen Tiefstand.

„Die Zahl der Verkehrsunfälle ist im ersten Halbjahr 2020 deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig ist die Anzahl der Verkehrstoten und der auf baden-württembergischen Straßen verletzten Bürgerinnen und Bürger auf historischen Tiefständen. So niedrige Zahlen hatten wir seit Einführung der Unfallstatistik im Jahr 1953 nicht. Natürlich ist diese Entwicklung in großen Teilen auf die Corona-Pandemie und das damit verbundene verringerte Verkehrsauf- kommen zurückzuführen. Aber klar ist auch, dass wir hier im zweiten Halbjahr anknüpfen wollen“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl bei der Vorstellung der Halbjahresstatistik.

Die Zahl der Verkehrsunfälle ist im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 von 161.817 auf 126.198 gesunken (- 22,0 Prozent). Bei diesen Unfällen wurden 14.618 Personen leicht (- 21,1 Prozent) und 3.352 Personen schwer verletzt (- 12,9 Prozent). 146 Menschen (- 31,8 Prozent) verstarben auf Baden-Württembergs Straßen.

Weniger Unfälle mit Motorrädern und LKWs

Ein Rückgang ist auch bei den Unfällen unter Beteiligung von Motorrädern (von 2.196 auf 2.047, – 6,8 Prozent) festzustellen. Im ersten Halbjahr 2020 sind 21 Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer ums Leben gekommen. „Im ersten Halbjahr 2020 gab es 29 getötete Bikerinnen und Biker weniger als im 1. Halbjahr 2019 – ein Rückgang von rund 60 Prozent. Das allein sind 29 Familien, die nicht das unsägliche Leid des schmerzlichen Verlustes einer ihrer Lieben ertragen müssen“, so Innenminister Thomas Strobl. Um hier anzuknüpfen ist die Polizei auch in diesen Tagen aktiv. „Natürlich verfolgen wir gemeinsam mit unseren Partnern weiterhin unseren 5-Punkte-Plan, der eine Überwachungsoffensive, verstärkte Prävention, kostenlose Technikchecks, eine offensive Öffentlichkeitsarbeit und eine Entschärfung gefährlicher Strecken vorsieht“, erklärte Minister Thomas Strobl.

Positiv sind auch die Rückgänge der Unfälle mit Lastkraftwagen auf 5.712 (- 22,5 Prozent) und die Unfälle mit Fußgängern auf 1.518 (- 20,3 Prozent). Die Zahl der Autobahnunfälle reduzierte sich auf 6.022 (- 31,6 Prozent) und es verunglückten dabei 654 Menschen weniger als im ersten Halbjahr 2019 (- 38,5 Prozent).

Anstieg bei Unfällen mit Fahrrädern

Bei den Unfällen unter Beteiligung von Fahrrädern spiegelt sich der positive Trend nicht wider. Die Zahl der Unfälle insgesamt ist auf 5.412 angestiegen (+ 7,4 Prozent). Die Zahl der Leichtverletzten ( 3.732, + 8 Prozent) und Schwerverletzten (1.048, + 19 Prozent) ist ebenfalls gestiegen. Die Anzahl der getöteten Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer ging erfreulicherweise um 20 Prozent auf 24 Verstorbene zurück. Die Anstiege sind weit überwiegend auf Unfälle mit Elektrofahrrädern zurückzuführen. Bei jedem vierten Fahrradunfall mit Verletzten ist mittlerweile ein Elektrofahrrad beteiligt. Bei den Fahrradunfällen mit Getöteten ist es sogar schon jeder Dritte. „Die Menschen fahren immer mehr Elektrofahrräder. Das schlägt sich mittlerweile auch ganz klar in der Unfalllage nieder. Um dem negativen Trend in der Unfallbilanz entschlossen entgegenzuwirken, werden wir im kommenden Jahr einen landesweiten Schwerpunkt bei der Bekämpfung der Fahrradunfälle setzen und hierbei möglichst viele Partner mit ins Boot nehmen“, betonte Innenminister Thomas Strobl.

Geschwindigkeit weiter Unfallursache Nr. 1

Die traurigen Spitzenreiter bei den Unfallursachen mit tödlichem Ausgang sind auch im ersten Halbjahr 2020 überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit, gefolgt von Vorfahrtsfällen und mangelnder Verkehrstüchtigkeit. Insgesamt verloren 73 Menschen ihr Leben, weil einer der Unfallbeteiligten nicht mehr fahrtüchtig oder zu schnell unterwegs war.

„Nicht umsonst haben wir seit letzter Woche landesweit sechs Enforcement Trailer im Einsatz – und weitere sind bereits bestellt. Wir werden rücksichtsloses Verhalten im Straßenverkehr, viel zu hohe Geschwindigkeiten und Alkohol sowie Drogen am Steuer nicht dulden. Wir packen da an, wo Menschen im Straßenverkehr ums Leben kommen. Jeder der im Straßenverkehr teilnimmt, trägt nicht nur für sich, sondern auch für andere Verantwortung“, so Minister Thomas Strobl.

Verkehrsunfallentwicklung in Baden-Württemberg (JPG)

Entwicklung der Verunglückten bei Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg (JPG)

Entwicklung der Verunglückten bei Motorradunfällen in Baden-Württemberg (JPG)

Verkehrsunfallentwicklung auf Autobahnen in Baden-Württemberg (JPG)

Entwicklung der Verunglückten bei Fahrradunfällen in Baden-Württemberg (JPG)

Entwicklung der verunglückten Elektrofahrradnutzer in Baden-Württemberg (JPG)

Unfallursachen bei tödlichen Verkehrsunfällen in Baden-Württemberg 1. Halbjahr 2020 (JPG)

Gib acht im Verkehr

Polizei Baden-Württemberg

Foto Sabine

Geschwindigkeit senken rettet Leben

Posted by Klaus on 6th August 2020 in Allgemein

Pressemeldung

Foto, Verkehrsministerium

Die Verkehrssicherheitskampagne „Vorsicht. Rücksicht. Umsicht“ rückt in diesem Jahr das Schwerpunktthema „Sichere Landstraße“ in den Mittelpunkt. Ein Teil der Kampagne ist eine aufmerksamkeitsstarke Schilder-Aktion.

Die tief stehende Sonne, eine nasse Fahrbahn oder ein Wildwechsel können für Verkehrsteilnehmende außerorts zur Gefahr werden, wenn die Geschwindigkeit nicht der Situation angepasst wird. Darauf macht die Verkehrssicherheitskampagne „Vorsicht.Rücksicht.Umsicht“ des Ministeriums für Verkehr aufmerksam, dieses Jahr mit dem Schwerpunkt „Sichere Landstraßen“.

Ein Teil der Kampagne ist eine aufmerksamkeitsstarke Schilder-Aktion, zu der Verkehrsminister Winfried Hermann am Parkplatz des Schwaben Parks bei Kaisersbach (Rems-Murr-Kreis) den Startschuss gegeben hat. Mehr als 100 Schilder auf Parkplätzen an Landstraßen in ganz Baden-Württemberg weisen auf die möglichen Unfallgefahren außerorts hin. Der Minister enthüllte im Rahmen eines Pressetermins auf dem Parkplatz des Schwaben Parks eines der Schilder, die von nun an im ganzen Land zu sehen sind. Die Schilder fordern mit einem Augenzwinkern beispielsweise dazu auf, Wildwechsel oder Regnen zu unterlassen. Aufgelöst wird diese überraschende Forderung dann durch den Appell an die Verkehrsteilnehmenden, die Geschwindigkeit zu reduzieren – weil die eingangs erwähnten Aufforderungen an das Wetter oder an Tiere selbstverständlich ohne Wirkung bleiben werden.

Anpassen der Geschwindigkeit senkt das Unfallrisiko

„Die Geschwindigkeit zu senken kann Leben retten und ist außerorts besonders wichtig“, sagte Verkehrsminister Hermann. „Wir appellieren daher an alle Verkehrsteilnehmenden: Achten Sie auf Faktoren wie Nässe, Lichtverhältnisse oder möglichen Wildwechsel und reduzieren Sie Ihre Geschwindigkeit – auch unter die zulässige Höchstgeschwindigkeit. So können Sie in gefährlichen Situationen besser reagieren. Sie haben Ihre Sicherheit und die anderer Verkehrsteilnehmenden zu einem großen Teil selbst in der Hand!“

Verkehr außerorts ist Unfallschwerpunkt

Bei sogenannten Geschwindigkeitsunfällen außerorts bewegen sich Verkehrsteilnehmende in vielen Fällen innerhalb der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, passen aber die Geschwindigkeit nicht den äußeren Bedingungen an. Vorausschauendes Fahren bedeutet, äußere Faktoren, aber auch das Verhalten von anderen Verkehrsteilnehmenden zu berücksichtigen. Die maximal erlaubte Geschwindigkeit sollte nur bei optimalen Bedingungen gefahren werden. Außerhalb von Ortschaften ereignen sich zwar insgesamt nur rund ein Drittel der Verkehrsunfälle, jedoch verunglücken dort dreimal so viele Menschen tödlich wie innerorts. Besonders häufig betroffen sind Motorradfahrende – auch ihnen sollen die Schilder das Anpassen der Geschwindigkeit ins Gedächtnis rufen.

Verkehrssicherheitskampagne „Vorsicht. Rücksicht. Umsicht“

2019 hat das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg seine mehrjährige Verkehrssicherheitskampagne „Vorsicht. Rücksicht. Umsicht“ gestartet. Sie rückt über mehrere Jahre hinweg wechselnde Fokusthemen der Verkehrssicherheit in den Mittelpunkt. Die Kampagne macht auf wichtige Sicherheitsthemen aufmerksam, klärt über Fakten auf und gibt konkrete Tipps für Verhaltensänderungen: Damit die Teilnahme am Straßenverkehr in Baden-Württemberg sicherer wird.

Im Kampagnenjahr 2019 lag der Schwerpunkt auf Unfälle im ruhenden Verkehr. In diesem Jahr wird das Schwerpunktthema „Sichere Landstraße“ in den Mittelpunkt gerückt, da Landstraßen einen Unfallschwerpunkt darstellen. Hier ereignen sich knapp 60 Prozent der tödlichen Verkehrsunfälle. 2019 waren dies 281 von insgesamt 437.

Unfälle mit Personenschaden Getötete Schwerverletzte Leichtverletzte
Landstraßen

11.048

(Anteil: circa 30 Prozent)

281

(Anteil circa 64 Prozent)

3.863

(Anteil circa 48 Prozent)

12.271

(Anteil circa 32 Prozent)

Alle Straßen 36.313 437 8.104 38.699

Verkehrssicherheitskampagne „Vorsicht. Rücksicht. Umsicht“

Hintergrundinformationen und Zahlen zur Verkehrssicherheitskampagne (PDF)

Schilder (PDF)

Video>>>

Änderung der Corona-Verordnung zum 6. August

Posted by Klaus on 5th August 2020 in Allgemein

Pressemeldung

Fahne des Landes Baden-Württemberg

Die Landesregierung hat die Corona-Verordnung vom 1. Juli erstmals geändert. Die Geltungsdauer der Verordnung wird verlängert, die Regelung zur Maskenpflicht an Schulen wird ergänzt. Zudem erfolgen einzelne Korrekturen zur Klarstellung und Beseitigung bestehender Regelungslücken.

Die Geltungsdauer der Corona-Verordnung wird bis zum 30. September 2020 verlängert. Damit erhalten Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen rechtzeitig die notwendige Planungs- und Regelungssicherheit, da die meisten Regelungen der Corona-Verordnung zum 31. August 2020 – und damit während der Sommerferien – außer Kraft getreten wären. Gleichzeitig erfolgen an einzelnen Stellen Korrekturen, die vor allem der Klarstellung und Beseitigung bestehender Regelungslücken dienen.

Wesentliche Änderungen

Die wesentlichen Änderungen sind nachfolgend aufgelistet:

  • Geltungsdauer
    • Die Geltungsdauer der Corona-Verordnung wird bis zum 30. September 2020 verlängert.
  • Mund-Nasen-Bedeckung
    • Ab 14. September 2020 muss an weiterführenden Schulen, beruflichen Schulen und Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren außerhalb der Unterrichtsräume eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Dies gilt insbesondere auf Fluren, Pausenhöfen sowie in Treppenhäusern und Toiletten. Die Maskenpflicht an Schulen gilt nicht innerhalb der Unterrichtsräume, in zugehörigen Sportanlagen bzw. Sportstätten sowie bei der Nahrungsaufnahme.
    • Auf allen Großmärkten, Wochenmärkten, Spezial- und Jahrmärkten, die in geschlossenen Räumen stattfinden, muss künftig eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden.
  • Datenverarbeitung
    • Die Alternativmöglichkeit zur Angabe einer E-Mail-Adresse bei der Datenerhebung wird gestrichen, da die Datenverarbeitung mittels E-Mail – insbesondere etwa die Kontaktaufnahme durch Gesundheitsbehörden – häufig nicht den Anforderungen der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung entsprechen.
    • Bei Großmärkten, Wochenmärkten, Spezial- und Jahrmärkten entfällt die Pflicht zur Datenerhebung.
    • In Betriebskantinen muss nur bei externen Gästen eine Datenverarbeitung erfolgen.

Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-CoV-2 (Corona-Verordnung – CoronaVO) in der ab 6. August 2020 gültigen Fassung

Gesetzblatt für Baden-Württemberg Nr. 28 vom 5. August 2020

Weitere Informationen zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Land weitet Tests für Reiserückkehrer aus

Posted by Klaus on 3rd August 2020 in Allgemein

Pressemeldung

Das Land hat bereits kostenlose Tests für Reiserückkehrer an den Flughäfen im Land beschlossen, inklusive des Fernbusverkehrs am Stuttgarter Flughafen. Die Testmöglichkeit soll nun auf den Straßen-, Bahn- und weiteren Busverkehr ausgedehnt werden.

Baden-Württemberg weitet die Testmöglichkeiten auf das Coronavirus aus. Das Land hat bereits Anfang der Woche kostenlose Tests für Reiserückkehrer an den Flughäfen im Land beschlossen, inklusive des Fernbusverkehrs am Stuttgarter Flughafen. Die Testmöglichkeit soll nun auf den Straßen-, Bahn- und weiteren Busverkehr ausgedehnt werden. Das hat die Lenkungsgruppe „SARS-CoV-2 (Coronavirus) der Landesregierung am Freitag, 31. Juli 2020, beschlossen.

Kostenlose Testangebote an mobilen Teststationen

Die mobilen Teststationen sollen an geeigneten Standorten mit nennenswertem Reiseverkehr sowie an großen Um- und Ausstiegsbahnhöfen errichtet werden, an denen eine große Anzahl von Reiserückkehrer aus dem Ausland zu erwarten sind. Und zwar sowohl aus Risiko- als auch aus Nicht-Risikogebieten. Reiserückkehrer aus Risikogebieten sind zu einem Test oder einer 14-tägigen Quarantäne verpflichtet. Die Tests sind für Reiserückkehrer aus Nicht-Risikogebieten freiwillig. Alle Testangebote sind kostenlos. Die Flughäfen Stuttgart, Baden-Baden und Friedrichshafen werden sukzessive Testmöglichkeiten anbieten. Ab Montag sind bereits Testungen am Flughafen Stuttgart möglich. In der kommenden Woche werden darüber hinaus Teststationen an Autobahnparkplätzen und Bahnhöfen schrittweise eingerichtet.

Alternativ zu den neu zu errichtenden Testmöglichkeiten können Reiserückkehrer aus dem Ausland den entsprechenden Test auch kostenlos bei niedergelassenen Ärzten und durch die von den Kassenärztlichen Vereinigungen betriebenen Testzentren durchführen lassen.

Pro Woche werden in Baden Württemberg zwischen 135.000 bis 140.000 Tests durchgeführt. Die Auslastung beträgt damit rund 53 Prozent.

Das Sozialministerium wird sich mit dem Verkehrsministerium um die Einrichtung der Testkapazitäten an den Raststätten und Bahnhöfen kümmern.

Teststationen für den Bahnverkehr

Für den Bahnverkehr sind Teststationen an folgenden Stellen vorgesehen:

  • Karlsruhe Hauptbahnhof
  • Stuttgart Hauptbahnhof
  • Freiburg oder Basel Badischer Bahnhof
  • Ulm Hauptbahnhof (in Prüfung)
  • Mannheim Hbf (in Prüfung)

Damit werden die Verkehrsverbindungen aus Richtung Schweiz, Frankreich sowie Österreich und Italien (via Bayern) abgedeckt.

Testmöglichkeiten im Straßenverkehr

Im Straßenverkehr sind an folgenden Stellen Testmöglichkeiten vorgesehen:

  • A 5 – Parkplatz Brachfeld Ost
    Der Verkehr des Grenzübergangs B 28 bei Kehl / Europabrücke wird auf der A5 bestmöglich erfasst.
  • A 5 – Parkplatz Neuenburg Ost
    Die Verkehre der Grenzübergänge bei Neuenburg und Weil am Rhein werden an dieser Stelle bestmöglich erfasst.
  • A 81 – Parkplatz Räthisgraben
    Erfassung des Verkehrs aus Schweiz auf der A 81
  • A 7 – Parkplatz St. Jakob
    Verkehr von Süden kommend in Fahrtrichtung Norden auf der A 7
  • A 8 – Parkplatz Kemmental
    Verkehr von Süden kommend in Fahrtrichtung Nord / Nordwest auf der A 8

Verordnung des Sozialministeriums zu Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende zur Eindämmung des Virus SARS-CoV-2 (Corona-Verordnung Einreise-Quarantäne)

Sozialministerium: Aktuelle Liste der Risikogebiete

Wenn Landesbedienstete in Risikogebiete reisen

Aktuelle Informationen zum Coronavirus in Baden-Württemberg

Fotos, Klaus

Jahresbericht der Lebensmittelüberwachung für 2019 präsentiert

Posted by Klaus on 3rd August 2020 in Allgemein

Pressemeldung 3.08.2020

v.l.n.r.: v.l.n.r.: Petra Mock, Leiterin Referat Lebensmittelwesen, Lebensmittel, Wein- und Trinkwasserüberwachung, Verbraucherschutzminister Peter Hauk und Marcus Mockler, Vorsitzender der Landespressekonfenz (Bild: Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz)

v.l.n.r.: Petra Mock, Leiterin Referat Lebensmittelwesen, Lebensmittel, Wein- und Trinkwasserüberwachung, Verbraucherschutzminister Peter Hauk und Marcus Mockler, Vorsitzender der Landespressekonfenz

Verbraucherschutzminister Peter Hauk hat den Jahresbericht der Lebensmittel- überwachung für 2019 vorgestellt. Bis auf seltene Ausnahmen ist die Sicherheit der Produkte im Land insgesamt gewährleistet.

„Bei der Überwachung von Lebensmitteln, Trinkwasser, Futtermitteln und Verbraucherprodukten wie Kosmetika oder Bedarfsgegenständen ist auch 2019 wieder hervorragende Arbeit geleistet worden. Mit viel Engagement und Tatkraft arbeiten die Expertinnen und Experten an ihren vielfältigen Aufgaben. Die Verbraucherinnen und Verbraucher im Land können sich darauf verlassen, dass die Kontrolle der Lebensmittel, des Trinkwassers und der Futtermittel im Land gut funktioniert“, sagte Verbraucherschutzminister Peter Hauk.

Im Jahr 2019 wurden insgesamt 80.146 Betriebe kontrolliert. Bei 117.958 Kontrollbesuchen wurden in rund 16 Prozent der Betriebe Verstöße festgestellt. Etwa 48.000 Proben an Lebensmitteln, kosmetischen Mitteln, Bedarfsgegenständen und Tabakerzeugnissen haben die Sachverständigen unter die Lupe genommen. Von diesen wurden etwa 19 Prozent beanstandet, aber nur 0,3 Prozent als gesundheitsschädlich beurteilt. „Insgesamt ist die Sicherheit der Produkte im Land, bis auf seltene Ausnahmen, gewährleistet. Diese Ausnahmefälle zeigen jedoch, wie wichtig eine funktionierende Überwachung ist, die Missstände aufdeckt und behebt“, sagte der Minister.

Kontaminanten und Fremdbestandteile in Oregano

Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart hat bei der Untersuchung von gerebeltem Oregano gleich mehrere Problemfelder aufgedeckt. 71 Prozent der untersuchten Proben wurden wegen auffällig hoher Gehalte an leberschädigenden und möglicherweise krebserregenden Pyrrolizidinalkaloiden (PA) als nicht sichere Lebensmittel eingestuft. Die Ursache hierfür sind vermutlich versehentlich mitgeerntete Unkräuter, die PA enthielten.

Außerdem ergaben weitere Untersuchungen Überschreitungen der Höchstmengen für Pestizide. Die zu hoch mit PA belasteten Waren haben die betroffenen Lebensmittelunternehmer selbst bzw. die zuständigen unteren Verwaltungsbehörden aus dem Verkehr genommen. „Neben dem Gesundheitsschutz ist der Täuschungsschutz das zweite Hauptziel der Lebensmittelüberwachung. Bei jeder fünften Oregano-Probe stellten die Kontrolleure eine Verbrauchertäuschung durch Beimengung von minderwertigem Fremdpflanzenmaterial fest“, erklärte Hauk.

Reinigungs- und Desinfektionsmittel in Pangasiusfilets

Bei Untersuchungen verschiedener Fischprodukte am CVUA Freiburg waren Pangasiusfilets wegen Rückständen von Chlorat und quartären Ammonium­verbindungen (QAV) auffällig. Die genannten Substanzen gelangen bei der Verarbeitung in die Produkte, beispielsweise, wenn nach der Reinigung von Arbeitsgeräten und -flächen die QAV-haltige Desinfektionsmittel nicht mit ausreichend Wasser wieder weggespült werden.

Zwei der 17 Proben wurden wegen der sehr hohen Gehalte an Chlorat beziehungsweise QAV als gesundheitsschädlich beurteilt, drei Proben mit Chloratgehalten zwischen 2,0 und 2,7 Milligramm pro Kilogramm (mg/kg) als nicht zum Verzehr geeignet. Die Waren wurden aus dem Verkehr genommen.

Blaues Wasser in Heidelberg

Am 7. Februar 2019 musste das Gesundheitsamt wegen einer ungewöhnlichen Blaufärbung für rund sechs Stunden den Konsum des Trinkwassers im Stadtgebiet von Heidelberg untersagen. Das hatte weitreichende Folgen. Mensen mussten über 6.000 mit dem Wasser gekochte Essen entsorgen, Kliniken verschoben kurzfristig Operationen, Schulen und Kindergärten schlossen. Parallel begann eine intensive Ursachensuche. Nach umfangreichen Untersuchungen und einer eingehenden Risikoabschätzung hob der zentrale Krisenstab das Konsumverbot wieder auf.

Letztendlich wurde nachgewiesen, dass höchstwahrscheinlich ungelöste kleinste Kalkpartikel die Ursache für die Verfärbung des Trinkwassers waren. Ein solches optisches Phänomen ist in Baden-Württemberg auch durch den „Blautopf“, eine Quelle mit auffallend blauem Wasser, bekannt. „Insgesamt bestätigen auch die Trinkwasseruntersuchungen von 2019 wieder, dass die Trinkwasserqualität in Baden-Württemberg hervorragend ist. Bei rund 6.300 Proben, die risikoorientiert erhoben wurden, wurden nur knapp acht Prozent beanstandet“, so der Minister abschließend.

Jahresbericht Lebensmittelüberwachung 2019 (PDF)