Gablenberger-Klaus-Blog

Stuttgart

Krautwickelwettbewerb im Restaurant-Theater-Friedenau Stuttgart Ost

Im Oktober findet wieder der traditionelle Krautwickelwettbewerb in der Friedenau, Rotenbergstraße 127 in Stuttgart Ost, statt.
Wir berichteten ja schon darüber, auch wie der Wettbewerb entstand ( die-geschichte-zum-krautwickelwettbewerb-in-der-friedenau von Gerhard Wagner)

Wanderpokal des KrautwickelwettbewerbsKrautwettbewerb in der FriedenauKrautwickel
Der Krautwickelwettbewerb findet am 11. Oktober 2009 ab 18.30 Uhr statt.

Einen Bericht zum Ausgang des Wettbewerbs findet man im stuttgarter-wochenblatt/ Für den besten Krautwickel einen Pokal

Wer Lust hat kann sich noch an diesem Wettbewerb beteiligen. Koch-Interessierte bitte in der Friedenau melden.
Infos: restaurant-theater-friedenau/Krautwickelwettbewerb
Kontakt: Persönlich in der Friedenau vorbeischauen, Hier oder einfach anrufen unter Telefon: 0711 2 62 69 24 Fax: 0711 2 80 48 85

Fotos, Sabine und Klaus

Die neue Bibliothek entsteht – Und man kann dabei zusehen

Diesen Tipp verdanken wir Gerhard Wagner.

An der Baustelle an welcher die neue Bibliothek gebaut wir wurde eine Webcamp aufgestellt, um Interessierten die Baufortschritte zu zeigen. Nebenbei kann man im Hintergrund einen Teil des Stuttgarter Osten (Friedenskirche, Nikolauskirche) und die vorbeifahrenden Züge sehen.

Der Link: /webcam grossbaustelle
Die Seite aktualisiert sich alle 60 Sekunden.

Gerhard Wagner schreibt noch: Am linken Rand der Baustelle sieht man die Tunnelschächte für eine neue Stadtbahn-Linie, später wird das ganze Niveau auf die Höhe des Hügel rechts am Bildrand aufgeschüttet. Das quadratische Element in der Mitte ist ein Stück der Fassade, in die kürzlich als symbolische Grundsteinlegung ein Buch mit Beiträgen verschiedener Bürger und Schüler usw. eingelassen wurde. Dieses Buch wird auch noch gedruckt.

Weitere Informationen hier: stuttgart/stadtbuecherei

Foto, Klaus

Der Schriftsteller Gerhard Wagner im Stuttgarter Wochenblatt

In der neuesten Ausgabe des Stuttgarter Wochenblatts (2/55) ist ein stark gekürztes Interviewe mit Gerhard Wagner. Warum dieses Interviewe gekürzt wurden können werde der Schriftsteller noch seine Leser nachvollziehen. Das volle Interviewe kann man übrigens auf dem Blog von Gerhard Wagner nachlesen.

An dieser Stelle sei nochmals auf die Lesung mit Bildvortrag am 27.Januar 2009 mit Gerhard Wagner hingewiesen. Siehe hierzu: der-termin-fuer-die-lesung-mit-bildvortrag-mit-gerhard-wagner-wird-verschoben

Gerhard tröste Dich im neuen Outfit des Wochenblatts besteht Stuttgart Ost nur noch aus Berg, Gablenberg, Gaisburg und Ostheim, Frauenkopf und Gänsheide fielen wohl auch dem Rotstift zum Opfer.

Foto Klaus

Angebot für Heimatfreunde oder als Weihnachtsgeschenk! Von Gerhard Wagner

Die Originale dieser fünf DIN-A5-Füllerzeichnungen aus einem Spiralblock ungerahmt zusammen 1000 €.

Die Zeichnungen entstammen der Feder des Schriftstellers Gerhard Wagner (Anm. Klaus)

Näheres unter meiner e-mail-Adresse: gagau@t-online.de

Eine Reproduktion eines dieser Bilder ist zur Zeit neben anderen Gaskesselbildern von mir in der aktuellen Gaskessel-Ausstellung des Gablenberger MUSE-O zu sehen. 

Paradigmenwechsel

s-p1490717.jpgs-p1490655.jpgs-p1490713.jpg„Schiller war Faschist“! Mit diesen Worten war mir Fünfzehnjährigem 1965 mein um sieben Jahre älterer Bruder als 68er-Phantast über den Mund gefahren, mit dem ich Schiller pries, als die Mutter Hefeteig machte.

s-p1490725.jpgp1570988-232.jpgp1580018-261.jpg1987 wurden die Schauspielerin Angela Winkler und der Schriftsteller Gerhard Wagner von der Stadt Erlangen mit Förderpreisen ausgezeichnet. Als Angela Winkler heute um 16 im Berliner Jüdischen Museum mit ihren Teil der vom Bundespräsidenten eröffneten Gedenklesung von Quellentexten zur Judenvernichtung begann, hatte ich am Stuttgarter Schillerdenkmal den vom Bundestagsvizepräsidenten am Morgen desselben Tages wegen des Aussterbens der Täter- und Opfergenerationen als notwendig angemahnten Paradigmenwechsel deutscher Erinnerungskultur bereits vollzogen.

p1570945-189.jpgp1570968-212.jpganfangsfinder-die-zwille.jpgWem meine obige Behauptung zu steil ist, der (selbstverständlich auch „die“, was für eine doitsche gender-Umstandskrämerei, ach, „Pallaksch“!) kopiere sich die Texte und verwandle sie in ein ausdruckbares Dokument, schreibe mir und erwarte meine Antwort. Danken möchte ich Klaus Rau und Jutta Bendt, Christoph Wenzel, Salvir Jakubovic und der Bäckerei Voß, Saifudeen Dag und Bernhard Kübler, Bernd Vögelein und Giorgios Chatzitheodorou. Wahrlich nicht zuletzt danken darf ich der lieben Familie Christian Hausmann.

Fotos von Sabine, Klaus Rau und Steff Sauter (Zwille von Gerhard Wagner).

Verantwortlich für den Inhalt und Text Gerhard Wagner

Denk- Stunde am Schiller-Denkmal

Der Schriftsteller Gerhard Wagner hatte zu einer Denk- Stunde am Schiller-Denkmal eingeladen. Einige Vertreter des Stuttgarter Ostens nahmen mit anderen Zuschauern an dieser Veranstaltung teil. Ich möchte dem Künstler nicht vorgreifen, da Er sich noch selber in diesem Blog über die Veranstaltung äußern wird.

VorbereitungenErklärung zum Kartoffelmehl581-s-p1490676.jpgUtensilien der VeranstaltungDas Banner wird entrolltZuschauerDer Künstler in Aktion584-p1580022-265.jpg

Bilder dieser Veranstaltung von Sabine und mir 

Siehe auch Stuttgarter Wochenblatt

Vom Anfangsfinder

Schillershand mit Buch KlausSchillers KopfBei der (Ge)denkaktion zum Tag der Befreiung von Auschwitz am 27. Januar 2008 ab 14 Uhr beim Schillerdenkmal werden vier Personen ein 18 Meter langes Banner entrollen, das von zwei Flaggenbändern mit den deutschen, israelischen und palästinensischen Farben gehalten, und (unter kursiver Verwendung von Teilen eines Schillerfragments) wie folgt beschriftet ist:
Deine Kartoffeln! Das Holokaust ist in das Geisterreich zu dringen ist das Holokaust ist Vorurteile zu besiegen, ist das Holokaust, das ist nicht des Deutschen Größe / Obzusiegen mit dem Schwert ist nicht das Holokaust und das sind deine Kartoffeln.

Anschließend werde ich versuchen, eine Berührung des Denkmalsockels mit dem Gemisch aus einem Pfund Kartoffelmehls und eines Liters Neckarwassers von der Kanu-Anlegestelle gegenüber dem Kilometer 184 Notizblock und Am Neckarstrand zu vermeiden.

Danach halten die vier Personen das Banner so um den Denkmalsockel, daß mehr als nur ein halber Meter Abstand zu ihm bleibt.
Mit dieser Aktion wird sowohl des Holokausts gedacht, daß bestes Schillerdeutschtum, von besten deutschen Juden fruchtbar anverwandelt, schon bald danach samt diesen selbst von Deutschen in eigens dafür fettrückführungsoptimierten Öfen verbrannt worden war, als auch der gnädigen List der Geschichte, daß der als bedingtem Reflex von gemeingefährlich sündenstolzen Nachgeborenen in einer angemaßt das eigene Volk verachtenden Pseudomenschenfreundlichkeit systematisch beförderten Masseneinwanderung bildungsferner orientalischer Unterschichten mit eben jenem Schillerdeutschtum zu einem Zeitpunkt begegnet werden könnte, da deren youth bulges zu entbrechen drohen. Hat es sich doch durch das Holokaust als eine durch Irrtum gesteigerte Wahrheit bewährt, die also die Gefahr ihres Gegenteils schon bestanden hat, wie Schillers Landsmann Schelling schwäbeln würde, gell, mei’ schpät’s Syschtem, des sott mer net vergesse, bloß weil’ se scho em übernäxschda Herbscht dem Schiller soin’ zwoihondertfuffzigschta täta feiara werda wellet!                                                 Die ZwillingeDer Anfangsfinder

Wer bewundert nicht hier, dieses Inbild eines Wegs vom Säugling übers Kind zum Mann als slingshot-Ready-made unseres neuen Michelangelos? Wie herrlich diese Kunst, griffig wie ein Anfangsfinder: Der eingerollte Wulst entlang der frischen Rolle Marken-Haushaltsfolie erspart die fisselige Zupferei, mit der man eine Billigfolie zahlt. Die bevorstehende Aktion am Schillerdenkmal versteht sich aber nicht nur als die Anfangsgabe, sondern auch als einer dreier Gegenstände eines längeren Textes, der zur Zeit entsteht. Er heißt „Mein Schillerjahr oder das, was das Holokaust ist“ und versteht sich so als Beitrag zu Schillers 250. Geburtstag im November 2009, wie ich zu dessen 240. im Jahre 1999 den Denkmalsockel in einer vom Amt für Öffentliche Ordnung damals äußerst prompt und freudigst erlaubten Weise mit Neckarwasser abwaschen und mit Kinderöl hatte einreiben Schiller-Denkmal lassen.
So weit meine Tastaturbemühung anläßlich der mir Anfang Dezember 2007 nach sechswöchiger Bearbeitungszeit auch noch mit „Empfangsbekenntnis“ zugestellten Auflagen, den Denkmalsockel weder irgendwie mit irgend etwas zu behandeln, noch mit irgend etwas zu behängen, um nun hier dieser Tastaturbemühung Ergebnis mit „unterthänigstem Hautschauern“ den von der Kollegin des Amts für Öffentliche Ordnung beim Kulturamt um eine Stellungnahme gebetenen Damen oder Herren vor den (die) die „dürren“(/e) „Calcaneus“(/i) (= Fersenbein(e)) „in Demut niederzulegen“.

Die Bilder: Vom Schillerdenkmal: Klaus Rau. Ausschnitte und Bearbeitung von Gerhard Wagner. Slingshot-Ready-made: Steff Sauter, bearbeitet von Gerhard Wagner. Anfangsfinder: Firmenfoto, bearbeitet von Gerhard Wagner.

Verantwortlich für den Inhalt und Text Gerhard Wagner

Denk- Stunde am Schillerdenkmal zum 27. Januar 2008 als dem Tag der Befreiung

Schiller-Platz in StuttgartZum vierten einer Reihe von Schritten, mit denen der Schriftsteller Gerhard Wagner  zu einer Denk- Stunde am Schillerdenkmal am 27. Januar 2008 ab 14 Uhr als dem Tag der Befreiung von Auschwitz führt.

Gerhard Wagner (Gablenberger-Klaus-Blog) hat in diesem Blog ja schon einige seiner Aktionen vorgestellt. Man darf gespannt sein was Er diesmal wieder auf die Beine stellt. Ich habe ja schon einiges im Voraus erfahren und glaube, auch diese Aktion wird wieder spektakulär.

Deine Kartoffeln!

_deine-kartoffeln_-kopie_cf63.jpgUnsere Kartoffeln! Es sollte Ehrensache sein für gute Deutsche wie uns, das rechte Wort nur richtig zu gebrauchen. Deine Kartoffeln! „Das Holokaust ist in das Geisterreich zu dringen ist das Holokaust ist Vorurteile zu besiegen, ist das Holokaust, das ist nicht des Deutschen Größe / Obzusiegen mit dem Schwert ist nicht das Holokaust und das sind deine Kartoffeln“. So unser Bannertext.

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Hier wird er auf eine 18 Meter lange Folie übertragen, welche am 27. Januar 2008 als dem Tag der Befreiung von Auschwitz ab 14 Uhr vor dem Schillerdenkmal entrollt werden wird. „Mit unterthänigstem Hautschauern“ werden  die Auflagen des Amts für Öffentliche Ordnung erfüllt, das Denkmal weder mit einem Spruchband zu behängen, noch mit Neckarwasser oder Babyöl zu behandeln. Flugblätter zu verteilen wurde mir ausdrücklich erlaubt, sowie eine Rede zu halten, obwohl ich beides gar nicht angemeldet hatte. Zur Freude also hoffentlich dieser „gefräßigen Majestät“ werde ich ein Pfund Kartoffelmehl mit dem geschöpften Neckarwasser zu einem Läpperbrei verrühren, während das Banner von vier Personen wie eine spanische Wand frei um den Denkmalsockel so gehalten wird, daß das auch den „Hungerwolf“ der Öffentlichen Ordnung besänftigen sollte. Doch das „eiserne Gewicht des widrigen Vorurteils, das schwer über dem Norden brütet, von der Stelle zu räumen, foderte einen stärkeren Hebel als den Enthusiasmus einiger wenigen“, die schon länger wissen, daß es dieser üblich gewordene Gebrauch des altgriechischen Begriffes holokáutoma (lat. holokaustum, dt. das Holokaust) für „das ganze Feueropfer“ als peinlich nasal amerikanisiert gesprochener „Holocoashd“ alias „der“ Holocaust alias Menschenmassenvernichtung fortan unmöglich macht, zu begreifen, was der Begriff bedeutet und was nicht. Was haben nur die Hohenpriester der Einzigartigkeit im düsteren Schimmer des dröhnenden Wortes vom  „Zivilisationsbruch“ für lyotardisch verklügelte Spitzentüchleins erklöppelt, mit denen sie sich ihre Perlen von den Stirnen tupfen, die ausgeschwitzten Kondensate ihres Grübelns über die Unmöglichkeit, eines historisch verbürgten Geschehens zu gedenken, für das man zuvor die blackbox eines außerhistorischen Vakuums ersonnen hatte, um so die Singularität des Verbrechens (auch) als undarstellbar festzuhalten, die Unvergleichlichkeit des sich ja nur im Lande der Dichter und Denker entwickelt haben könnenden, absolut Bösen. Nicht an der naheliegenden Frage, was denn dann bloß ein „relatives Böses“ sei, schwitzen sie sich aus, sondern am selbsterzeugten Dilemma, wie man das Verbrechen, um seiner zu gedenken, dem besagten Vakuum entziehen – es folglich also auch historisieren oder darstellen kann – und es zugleich darin belassen, damit es dort auch weiterhin die unvergleichliche Einzigartigkeit begründe.

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„Deutsche Größe“. So heißt der Titel des Fragments von 1801(?), aus dem die Worte stammen, die kursiv im Bannertext erscheinen. (Für die entsprechenden Gedicht-Bände der beiden einzigen Ausgaben, in denen dieser Entwurf auch ganz zu finden ist, existieren zur Zeit keine verlinkbaren Angaben sowohl des Metzler- als auch des Deutschen Klassiker Verlages. Deshalb hier die Adresse der Württembergischen Landesbibliothek.

Ganz wie gehabt indes im Schillerbrief sich eine Prophezeiung findet, die man in Deutschland gerne zu erfüllen scheint, denn man werde, so 1793, „ in anderen Weltteilen den Negern die Ketten abnehmen und in Europa den – Geistern anlegen“ werden. Es sind nur keine klirrenden Ketten mehr, schon gar nicht sind’s Gesetzesregeln, es ist die kuschwelweiche, lächelnd-smarte Ignoranz, in der zum Beispiel von der Leitung eines Stuttgarter Gymnasiums mein Anliegen ausgebremst worden war, Oberstufenschüler dafür zu gewinnen, beim Weiterführen dieses Blogs bis zum Gedenktag hin auch selber mitzumachen, indem ich eine Stunde in die Klasse käme und von all dem hier erzählte. Doch dies sei „unbedingt nur möglich, wenn gerade auch ein Unterrichtszusammenhang gegeben“ sei. Als ob bei einer solchen täglichen Medienpräsenz dieses staatstragenden Themas tatsächlich „unbedingt“ notwendig wäre, daß „uns Adolf“ auch gerade dann auf dem Unterrichtsplan stehen müsse, wenn jungen Bürgern zu verstehen gegeben werden soll, warum am 27. Januar 2008 am Schillerdenkmal der Befreiung von Auschwitz gedacht, sowie auch das verstanden werden will, was das Holokaust ist. Das Holokaust das ganze Feueropfer. Was wurde wem geopfert? Worin besteht die Singularität? Worin liegen die Anmaßung des Bloch’schen Denkmalsspruches „Niemals wieder“ und die schielende Gedankenwurschtigkeit des Mantras vom „Erinnern“ und der „Wiederholung“? Was heißt Shoah und was nicht, was geistige Symbiose? Das sind deine Kartoffeln. „Wer nicht denken will, fliegt raus“ (Joseph Beuys).

Verantwortlich für den Inhalt und Text Gerhard Wagner

Fotos Ch. Hausmann, K. Rau

Schöpfen macht frei

Am NeckarstrandEs war ein kalter Dritter Advent an der Kanuanlegestelle am Wasenufer gegenüber dem Kilometer 184 auf diesem mit dem Polarisationsfilter fotografierten Bild.  
Auch auf dieser Füllerzeichnung ist das Kilometerschild versteckt zu sehen.
Klaus nahm sich Zeit mit den Einstellungen und verwendete auch einen Polarisationsfilter.

Am NeckarDer Poly-Ballon fasst zehn Liter und stammt von Edgar Harwardt  Kulturpreis Baden-Württemberg, der ihn 1993 für sein Neckarprojekt „Wortstrom“ erwarb. Auf dem Ballon klebt meine Fotografie der Stuttgarter Inschrift „Neckar bleibt“ aus dem Jahre 1991, Rollfilm 6×9. Erstmals verwendete ich den Polyballon 1999 am Schillerdenkmal.

                                                

Am Neckar 2Am Neckar 3Am Neckar 4

              
“Licht am Ende des Tunnels”, rief Klaus, der hinter mir ging, und mich dann bat, stehen zu bleiben, damit er fotografieren könne. Dann fragte er mich, warum ich dieses Kapitel “Schöpfen macht frei” nennen wolle. Ich antwortete ihm mit Karl Valentins Worten von der Kunst, die schön sei, aber eben Arbeit mache. Und dass Arbeit befreie, dürfe man ja seit dem Tor von Auschwitz nicht mehr sagen. Deshalb nun “Schöpfen macht frei”.

Und was die bösen Wörter betrifft, so artet die Kultur bereits bei Schiller aus, wie es im Brief an Friedrich Christian von Augustenburg vom 13. Juli 1793 nachzulesen ist, Metzler, oder in anderen Ausgaben. Wen Schiller heute wohl damit meinen würde?
So kamen wir zum Ende des Tunnels. Dort stiegen wir rechts einige Stufen hinunter, wo Klaus einen stromaufwärts stehenden Kran fotografieren wollte, bevor er abgebaut wird. Weiter hinten überquerte eine gelbe Stadtbahn 4 den Neckar von Untertürkeim her. Ollie vom Stammtisch der Friedenau hatte eine Antwort gewusst auf die Frage, wie der Hebel heiße, den der Stadtbahnführer (nicht Fahrer!) vorwärts schiebt, wenn er beschleunigt. So war der  Sollwertgeberhebel in den Anfang des Liedes gekommen, während mir Klaus angesichts eines Rettungsseils beim Wasserspiegel am glitschigen Beton der Uferschräge von einer Bekannten erzählte, die sich im Neckar ertränkt hatte.

Verantwortlich für den Inhalt und Text Gerhard Wagner

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