Am 05. September 2010 lädt der Arbeitskreis Bunkerforschung des Geschichtsvereins Bietigheim –Bissingen e.V. wieder zum Tag der offen Tür in den Museumsbunker Ro1 in der Bissinger Brandhalde.
Der Museumsbunker, ein originalgetreu hergerichteter Kampfstand der Neckar-Enz-Stellung aus der Zeit von 1935- 38, ist von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.



Die Neckar-Enz-Stellung ist eine Verteidigungskonzeption aus den 20-er Jahren des vorigen Jahrhunderts, geprägt von den strengen Auflagen des Versailler Vertrags. Sie zielte darauf ab, mit möglichst wenig eigenen Kräften einen möglichst effizienten Widerstand zu leisten. Verwirklicht wurde die Verteidigungslinie jedoch erst 1935 – 38. Sie sollte im Bereich Neckar-Enz einen Angriff von Westen aufhalten. Die deutsche Expansionspolitik und der folgende Angriffskrieg machten die Stellung schnell unbedeutend. Während des Krieges dienten die Bauwerke teilweise der Zivilbevölkerung als Luftschutzräume.
Im Bereich der Ufer von Neckar und Enz finden sich noch heute zahlreiche Überreste dieser Verteidigungslinie, die kaum noch im Bewusstsein der Bevölkerung präsent ist. Anders als viele Bauwerke des Atlantikwall oder der Maginot-Linie waren die Bauten der Neckar-Enz-Stellung überwiegend kleine, den geografischen Gegebenheiten bestens angepasste Kampfstände, Unterstände und Scheinanlagen.
Als die Neckar-Enz-Stellung 1945 in die Kämpfe mit den amerikanischen und französischen Truppen verwickelt wurde, waren die Bauwerke wehrtechnisch bereits veraltet. Dennoch wurde teilweise erbittert im Bereich die Linie gekämpft (z.B. im Raum Gundelsheim, Talheim, jedoch nicht in Bietigheim und Bissingen) und der amerikanisch/französische Vormarsch verzögerte sich um mehrere Tage. Nach dem Krieg wurden die meisten der 450 Bauwerke gesprengt.
Der Arbeitskreis Bunkerforschung des Geschichtsvereins Bietigheim –Bissingen e.V. widmet sich seit 11 Jahren der Recherche zur Neckar-Enz-Stellung. Seit 10 Jahren gehören die regelmäßigen Öffnungen des Museumsbunkers in der Brandhalde zu diesen Aktivitäten. Aber auch Veröffentlichungen, Artikel für die Presse und eine Homepage sind Medien zur Dokumentation und zur Erinnerung.
Im Museumsbunker wird der ursprüngliche Zustand aus den dreißiger Jahren gezeigt. Anhand zahlreicher Original-Exponate und einiger Ergänzungen wird dargestellt, welche Mittel und Ausrüstung für den erwarteten Verteidigungsfall zur Verfügung gestanden hätten.
Informationen zum Stellungsabschnitt Ro (Rotenacker Wald zwischen Bissingen und der Mündung des Leudelsbachs) runden das Bild ab.
Die Ausstellung geht aber auch auf die lokalen Ereignisse im Frühjahr 1945 ein.
Die folgende Abbildung zeigt die Anfahrt zum Museumsbunker.
Am 05. September 2010 lädt der Arbeitskreis Bunkerforschung des Geschichtsvereins Bietigheim –Bissingen e.V. wieder zum Tag der offen Tür in den Museumsbunker Ro1 in der Bissinger Brandhalde.
Der Museumsbunker, ein originalgetreu hergerichteter Kampfstand der Neckar-Enz-Stellung aus der Zeit von 1935- 38, ist von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Die Neckar-Enz-Stellung ist eine Verteidigungskonzeption aus den 20-er Jahren des vorigen Jahrhunderts, geprägt von den strengen Auflagen des Versailler Vertrags. Sie zielte darauf ab, mit möglichst wenig eigenen Kräften einen möglichst effizienten Widerstand zu leisten. Verwirklicht wurde die Verteidigungslinie jedoch erst 1935 – 38. Sie sollte im Bereich Neckar-Enz einen Angriff von Westen aufhalten. Die deutsche Expansionspolitik und der folgende Angriffskrieg machten die Stellung schnell unbedeutend. Während des Krieges dienten die Bauwerke teilweise der Zivilbevölkerung als Luftschutzräume.
Im Bereich der Ufer von Neckar und Enz finden sich noch heute zahlreiche Überreste dieser Verteidigungslinie, die kaum noch im Bewusstsein der Bevölkerung präsent ist. Anders als viele Bauwerke des Atlantikwall oder der Maginot-Linie waren die Bauten der Neckar-Enz-Stellung überwiegend kleine, den geografischen Gegebenheiten bestens angepasste Kampfstände, Unterstände und Scheinanlagen.
Als die Neckar-Enz-Stellung 1945 in die Kämpfe mit den amerikanischen und französischen Truppen verwickelt wurde, waren die Bauwerke wehrtechnisch bereits veraltet. Dennoch wurde teilweise erbittert im Bereich die Linie gekämpft (z.B. im Raum Gundelsheim, Talheim, jedoch nicht in Bietigheim und Bissingen) und der amerikanisch/französische Vormarsch verzögerte sich um mehrere Tage. Nach dem Krieg wurden die meisten der 450 Bauwerke gesprengt.
Der Arbeitskreis Bunkerforschung des Geschichtsvereins Bietigheim –Bissingen e.V. widmet sich seit 11 Jahren der Recherche zur Neckar-Enz-Stellung. Seit 10 Jahren gehören die regelmäßigen Öffnungen des Museumsbunkers in der Brandhalde zu diesen Aktivitäten. Aber auch Veröffentlichungen, Artikel für die Presse und eine Homepage sind Medien zur Dokumentation und zur Erinnerung.
Im Museumsbunker wird der ursprüngliche Zustand aus den dreißiger Jahren gezeigt. Anhand zahlreicher Original-Exponate und einiger Ergänzungen wird dargestellt, welche Mittel und Ausrüstung für den erwarteten Verteidigungsfall zur Verfügung gestanden hätten.
Informationen zum Stellungsabschnitt Ro (Rotenacker Wald zwischen Bissingen und der Mündung des Leudelsbachs) runden das Bild ab.
Die Ausstellung geht aber auch auf die lokalen Ereignisse im Frühjahr 1945 ein.
Die folgende Abbildung zeigt die Anfahrt zum Museumsbunker.


Weiter Infos findet Ihr unter:
forschungsgruppe-untertage und geschichtsverein-bietigheim-bissingen.
Auch der Arbeitskreis Bunkerforschung hat eine Website: arbeitskreis-bunkerforschung dort finden sich ein Grundriss des Museumsbunkers sowie zusätzliche Infos.
Fotos und Skizze, Forschungsgruppe-Untertage