Zuffenhausen – Lastwagen umgekippt

Posted by Klaus on 16th August 2018 in Stuttgart

Polizeibericht

Ein Lastwagen mit Kranaufbau ist am Donnerstag (16.08.2018) auf der Auffahrtsrampe zur Bundesstraße 27 auf die Seite gestürzt. Der 47 Jahre alte Lenker des Lasters mit Anhänger befuhr zunächst die Heilbronner Straße in Fahrtrichtung Zuffenhausen und schließlich die Auffahrtsrampe in Fahrtrichtung Ludwigsburg. Bei der Unterquerung der Bundesstraße kollidierte offenbar der fest verbaute Kran auf dem Lastwagen aus bislang ungeklärter Ursache mit dem Brückenbauwerk. Mutmaßlich durch den übertragenen Impuls verlor der Lastwagen die Fahrstabilität, kippte auf die Seite und durchbrach mit der Front das Brückengeländer. Der 47-Jährige konnte sich offenbar aus eigenen Kräften aus dem Fahrzeug befreien. Rettungskräfte waren vor Ort, kümmerten sich um den mutmaßlich leicht verletzten Mann und brachten ihn vorsorglich in ein Krankenhaus. Nach momentanen ersten Schätzungen der Beamten vor Ort sind über 100.000 Euro Sachschaden entstanden. Die Auffahrt zur Bundesstraße 27 ist bis auf weiteres gesperrt und die Bergungsarbeiten dauern an. Voraussichtlich erstrecken sie sich bis in die Abendstunden.

Fotos, Andys Pictures and Press/Event- & Pressefotografie

Von der Villa Berg bis an den Neckar 23.08.18

Info: Gemeinderatsfraftion Bündnis 90 Die Grünen lust-auf-stadt.de

Ein Park für die Bürgerinnen und Bürger und eine Villa mit öffentlicher Nutzung! Davon träumten nicht nur StuttgarterInnen im Osten. Auch weit über die Grenzen des Stadtbezirks hinaus wünschten sich die Menschen dieses Stück Stuttgart zurück. Und der Wunsch wird wahr, denn bei der Abschlussveranstaltung der öffentlichen Bürgerbeteiligung durch die Stadt Stuttgart wurde das Konzept „Offenes Haus für Musik und Mehr“ jetzt „festgezurrt“. Was genau das bedeutet, und wie sich die Villa auch baulich verändern wird, wollen wir auf einer Führung mit Astrid Schmelzer vom Stadtplanungsamt durchs Innere der Villa Berg erkunden.
Im Anschluss an die Führung werfen wir vom Park der Villa aus einen Blick auf den Neckar. Wie kann Stuttgart zu einer „Stadt am Fluss“ werden? Dieser Frage widmet sich ein interdisziplinäres Team an der Universität Stuttgart im Rahmen des anlaufenden Forschungsprojekts WECHSEL. Es thematisiert am Beispiel des Stuttgarter Neckartals die Transformation technisch-infrastrukturell geprägter Flussufer zu nachhaltigen urbanen Lebensräumen. Unsere Stadträtin Petra Rühle wird die Pläne und Ansätze der Studentinnen des Pilotprojektes in der Gaststätte „Friedenau“ vorstellen. Dort gibt es auch Raum für Fragen und Gespräche.

Download Flyer: 180823_VON DER VILLA BERG BIS AN DEN NECKAR – PDF, 0,3 MB

Treffpunkt Haupteingang Villa Berg 1, 70190 Stuttgart um 18 Uhr

Fotos, Manu’s Bilderecke und Klaus

Auffahrunfall – vier leicht Verletzte

Posted by Klaus on 16th August 2018 in Stuttgart

Polizeibericht

Bei einem Auffahrunfall mit sieben beteiligten Fahrzeugen sind am Mittwoch (15.08.2018) auf der Paulinenbrücke vier Personen leicht verletzt worden. Rettungskräfte kümmerten sich um die Verletzten. Ein 48-jähriger Mercedesfahrer befuhr gegen 22.30 Uhr mit überhöhter Geschwindigkeit die Paulinenstraße in Richtung Österreichischer Platz. Dabei bemerkte er die auf dem linken und rechten Fahrstreifen stehenden Fahrzeuge zu spät und prallte auf diese auf. Durch den Aufprall wurden insgesamt sechs Fahrzeuge aufeinander geschoben. Es wurden zwei Fahrzeuglenker im Alter von 24 und 27 Jahren sowie zwei 16-jährige Mitfahrer leicht verletzt. Drei Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Bei dem Unfall entstand ein Sachschaden von rund 40.000 Euro.

Foto, Andys Pictures and Press/Event- & Pressefotografie

Einsatz von Drohnen in der Waldbewirtschaftung

Posted by Klaus on 16th August 2018 in Allgemein

Pressemitteilung Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz

Schwarzwald bei Bad Wildbad (Foto: © Staatsministerium Baden-Württemberg)

Bild: © Staatsministerium Baden-Württemberg

Das Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz testet die Nutzung von Drohnen in der Bewirtschaftung von Wäldern und beim Artenschutz. Der Blick von oben eröffnet neue Perspektiven und Möglichkeiten für das Monitoring beispielsweise der Auerwildhabitate.

„Drohnentechnologie können in der Wissenschaft und Forschung sowie in Betrieben der Forstwirtschaft für verschiedenste Aufgaben nutzbringend eingesetzt werden. Gerade aus der Vogelperspektive lassen sich die Lebensräume für das Auerhuhn, der Charakterart des Schwarzwaldes, erfassen und dokumentieren“, sagte Forstminister Peter Hauk anlässlich eines Informationstermins der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) am Hochkopf in Bühl.

Land verpflichtet sich zum Erhalt der biologischen Vielfalt

Das Land Baden-Württemberg verpflichtet sich zum Erhalt der biologischen Vielfalt als Lebensgrundlage. Deshalb hat die Landesregierung im November 2017 ein Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt beschlossen. Mit dem Projekt ‚Lücken für Auerhuhnküken im Privat- und Kommunalwald‘ soll die erfolgreiche Freiflächenkampagne des Landesbetriebs ForstBW über den Landeswald hinaus auf alle Waldbesitzarten ausgeweitet werden, denn dem Auerhuhn fehlt es in der regulären Waldwirtschaft an Licht.

Bereits 2008 wurde vom Landesbetrieb Forst Baden-Württemberg der ‚Aktionsplan Auerhuhn im Schwarzwald‘ initiiert, der ein großflächig und langfristig angelegtes Konzept darstellt, das die FVA mit dem Ziel erarbeitet hat, die Integration von Waldwirtschaft, Biodiversität, Tourismus und Windenergie zu ermöglichen. „Ein Schwerpunkt forstlicher Maßnahmen zur Förderung des Auerwilds ist dabei die Schaffung von Freiflächen. Solche Habitatmanagement-Maßnahmen müssen zielgerichtet umgesetzt werden. Hier am Hochkopf wird mit der Stadt Bühl in Kooperation mit dem Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord eine beispielgebende konkrete Maßnahme umgesetzt“, betonte der Minister.

Anhand eines Demonstrationsflugs über der Auerwildpflegefläche am Hochkopf wurde der Drohneneinsatz durch die Spezialisten der FVA vorgeführt und erläutert. Generell befasst sich derzeit die FVA mit den Einsatzmöglichkeiten unbemannter Luftfahrzeuge, allgemein als Drohnen bezeichnet, für verschiedene Anwendungen bei der Bewirtschaftung der Wälder. Weitere Themen möglicher Drohneneinsätze sind die Früherkennung von Borkenkäferbefall an Fichten sowie die Erfassung von Einzelbäumen im Rahmen von Waldinventuren.

Ministerium für Landlichen Raum und Verbraucherschutz

Landesbetrieb ForstBW

Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg

Härtefallregelung für Kunden von Kfz-Werkstätten möglich

Posted by Klaus on 16th August 2018 in Allgemein

Presseinfo Ministerium für Verkehr

Die Ausnahmekonzeption für die Verkehrsbe- schränkungen ab 1. Januar 2019 in Stuttgart sieht eine Härtefallregelung für Kunden von Kfz-Werkstätten vor. Bei Existenzbedrohung kann eine Einzelgenehmigung beantragt werden.

Bereits am 31. Juli 2018 hat im Verkehrsministerium ein Gespräch zwischen Ministerialdirektor Uwe Lahl und Vertretern des Verbandes des Kraftfahrzeuggewerbes Baden-Württemberg stattgefunden. Die dabei vorgetragenen Sorgen bezüglich kleinerer Kfz-Betriebe beantwortete gestern das Verkehrsministerium in einem Schreiben. Danach sind Härtefallregelungen für Kunden von Kfz-Betrieben möglich.

Bei Existenzbedrohung kann Einzel- genehmigung beantragt werden

In dem Schreiben heißt es, dass die Ausnahmekonzeption für die Verkehrsbeschränkungen ab 1. Januar 2019 in Stuttgart eine Härtefallregelung vorsieht. Sofern Kfz-Betriebe durch die Verkehrsbeschränkungen nachweislich in ihrer Existenz bedroht sind, kann eine Einzelgenehmigung bei der Stadt Stuttgart beantragt werden. Die Existenzbedrohung ist durch eine begründete Stellungnahme eines Steuerberatungs- oder eines Wirtschaftsprüfungsunternehmens zu belegen. Die Kunden dieser Kfz-Betriebe können sodann mit einer Terminbestätigung der Werkstatt, zum Zwecke der Arbeiten am Kraftfahrzeug, in die Umweltzone auf direktem Weg ein- und ausfahren.

Eine generelle Ausnahme für alle Kunden von Kfz-Betrieben für Diesel-Kfz der Euro-Norm 4 / IV und schlechter ab dem 1. Januar 2019 auf dem Gebiet der derzeitigen grünen Umweltzone Stuttgart ist nicht möglich, da in Stuttgart bereits seit geraumer Zeit die zum Schutz der menschlichen Gesundheit festgelegten Grenzwerte für Stickstoffdioxid und Feinstaub PM10 überschritten werden. Zur Einhaltung der Grenzwerte und damit dem Schutz der menschlichen Gesundheit, müssen alle ihren Teil dazu beitragen.

Zudem besteht das Ziel, Verkehrsbeschränkungen für Diesel-Kfz der Euro-Norm 5 / V zu vermeiden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen alle wirksamen Maßnahmen ergriffen werden. Dazu gehört auch, dass bei den jetzt beschlossenen Verkehrsbeschränkungen, Ausnahmen nur insoweit erteilt werden, wie sie notwendig sind. Nur so können die Verkehrsbeschränkungen ihre volle Wirkung entfalten.

Foto, Blogarchiv Klaus

Wer kennt diesen Mann? Die Polizei bittet um Mithilfe

Posted by Klaus on 15th August 2018 in Allgemein

Polizeipräsidium Stuttgart“

Stuttgart / Konstanz “  Die Polizei bittet um Mithilfe bei der Identifizierung eines Mannes, der sich am Donnerstagmorgen (09.08.2018) in der Bahnhofsmission Stuttgart gemeldet hat und vorgab, nicht zu wissen, wer er ist. Der etwa 50 bis 60 Jahre alte Mann konnte sich, abgesehen von den letzten drei Tagen, an nichts erinnern. Er wusste lediglich, dass er wohl mit dem Fahrrad von Radolfzell (Landkreis Konstanz) nach Stuttgart geradelt sei. Darüber hinaus fehle ihm jegliches Erinnerungsvermögen. Der überaus glaubwürdig wirkende Mann ist stationär in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Augenscheinlich ist er unverletzt; allerdings ist bislang völlig unklar, was seine Amnesie ausgelöst hat. Der Mann trug bei seiner Ankunft in Stuttgart dunkle Fahrradbekleidung und hatte eine schwarze Umhängetasche mit persönlichen Gegenständen dabei. Allerdings führte er keinerlei Ausweispapiere oder sonstige Dokumente mit sich, die auf seine Identität schließen lassen. Der Unbekannte ist 180 Zentimeter groß, wirkt gepflegt und spricht mitteldeutsch. Er hat eine sportlich- schlanke Figur, ist sonnengebräunt und hat graue, kurze Haare. Unterwegs war er mit einem blau-gelben Mountainbike mit der Aufschrift „Stevens“. Bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei zufolge hat bislang noch niemand den Mann als vermisst gemeldet. Die Beamten bitten unter der Rufnummer +4971189905778 um Hinweise zur Identität beziehungsweise Herkunft des Mannes.

Die Bilder des unbekannten Mannes dienen aus datenschutzrechtlichen Gründen ausschließlich zur einmaligen Veröffentlichung in Zusammenhang mit der heutigen Pressemitteilung. Die Bilder sind nur im geschlossenen Bereich oder unter https://fahndung.polizei-bw.de/tracing/pp-stuttgart-stuttgart-unbekannte-person/ abrufbar.

Fünf Prozent mehr Gäste im ersten Halbjahr 2018

Posted by Klaus on 15th August 2018 in Allgemein

Die positive Entwicklung im Tourismus in Baden-Württemberg setzt sich fort. Im ersten Halbjahr 2018 kamen fünf Prozent mehr Gäste in den Südwesten als im Vorjahreszeitraum. Die neuesten Zahlen bestätigen das Tourismusgewerbe in seiner Stellung als Leitökonomie.

Die seit mehreren Jahren andauernde positive Entwicklung im Tourismus in Baden-Württemberg setzt sich auch im ersten Halbjahr 2018 fort. Zwischen Januar und Juni diesen Jahres buchten sich insgesamt 489.320 Menschen in den Hotels und Pensionen mit mehr als zehn Betten im Land ein, fünf Prozent mehr als noch im Vorjahreszeitraum. Die Anzahl der Übernachtungen stieg um eine Millionen beziehungsweise 4,3 Prozent. In allen sechs Monaten wurden bei den Gästen und den Übernachtungen die Ergebnisse des entsprechenden Vorjahresmonats übertroffen.

Tourismusminister Guido Wolf sagte angesichts der guten Zahlen: „Diese Zahlen belegen: Das Tourismusgewerbe ist seiner Stellung als Leitökonomie abermals gerecht geworden.“

Starker Anstieg der ausländischen Gäste

Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2018 über 10,3 Millionen Gästeankünfte und etwa 24,8 Millionen Übernachtungen in Baden-Württemberg gemeldet. Der überwiegende Teil der Gäste, acht Millionen Menschen oder 78 Prozent, kam aus dem Inland. Sie buchten gut 19,7 Millionen Übernachtungen. Bei den Inlandsgästen ergab sich bei den Ankünften ein Plus von 4,5 Prozent und bei den Übernachtungen von 3,9 Prozent.

Besonders erfreut zeigte sich der Minister von dem überproportionalen Zuwachs bei den ausländischen Gästen. Deren Zahl stieg sogar stärker als die der Gäste aus dem Inland. So erhöhte sich die Zahl der Ankünfte aus dem Ausland im ersten Halbjahr 2018 um 6,8 Prozent auf 2,3 Millionen Personen. Die Übernachtungen stiegen um 6,0 Prozent auf 5,1 Millionen an. „Das zeigt nochmals, wie wichtig für uns im Land der grenzüberschreitende Reiseverkehr ist. Für den Urlauber des Jahres 2018 sind europäische Grenzen nur noch eine Erinnerung an die Welt von gestern“, so Minister Wolf.

Weiter betonte Wolf, dass man sich auf den Erfolgen nicht ausruhen dürfe: „Es gilt auch hier: Stillstand ist Rückschritt. Wir müssen die Rahmenbedingungen für den Tourismus im Land weiter fortentwickeln.“ Dabei komme der Fortschreibung der aus dem Jahr 2009 stammenden Tourismuskonzeption besondere Bedeutung zu. „Wir müssen die Tourismuskonzeption auf Zukunft trimmen. Das betrifft die Digitalisierung, das betrifft aber auch den grenzüberschreitenden Tourismus. Für ein nachhaltiges Wachstum im Land sind wir auch in der Zukunft auf Urlauber aus unseren Nachbarstaaten angewiesen.“

Statistisches Landesamt: Pressemitteilung

Pressemeldung Ministerium der Justiz und für Europa

Foto, Blogarchiv Klaus

Sicherheitsanspruch an Brücken ist in Deutschland enorm hoch

Posted by Klaus on 15th August 2018 in Allgemein

Presseinfo Ministerium für Verkehr

Anlässlich des tragischen Brückeneinsturzes in Genua sieht das Verkehrsministerium keine Gefahr für die Brücken im Land. Zum einen gebe es hier keine vergleichbare Konstruktion, zum anderen werden nirgendwo so systematische und engmaschige Kontrollen von Brückebauwerken wie in Deutschland durchgeführt.

In Baden-Württemberg gibt es im Bereich der Bundesfernstraßen und Landesstraßen keine mit Genua vergleichbare Brückenkonstruktion. Dort wurde der Fahrbahnträger von nur einem Kabelpaar gehalten. Bei den hierzulande vorhandenen Schrägseilbrücken handelt es sich um sogenannte redundante Vielseilsysteme. Grundsätzlich ist der Sicherheitsanspruch insbesondere an Brücken in Deutschland enorm hoch. Nirgendwo werden Kontrollen so systematisch und engmaschig ausgeführt wie hier.

So wird jede Brücke im Zuständigkeitsbereich der Straßenbauverwaltung in Baden-Württemberg im Abstand von drei Jahren einer qualifizierten Bauwerksprüfung unterzogen. Dabei wechseln sich die sogenannte „Einfache Prüfung“ und die wesentlich umfangreichere „Hauptprüfung“ mit jeweiligem Sechs-Jahres-Turnus ab. Geprüft wird nach den Kriterien Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit nach Norm DIN 1076 in Verbindung mit der Richtlinie zur einheitlichen Erfassung, Bewertung, Aufzeichnung und Auswertung von Ergebnissen der Bauwerksprüfungen nach DIN 1076 (RI-EBW-PRÜF).

Hoher Anspruch an Prüferinnen und Prüfer

Auf Grundlage der Ergebnisse der Bauwerksprüfungen wird dann gegebenenfalls ein Sanierungskonzept erstellt. Der Anspruch an die Ausbildung der sogenannten Brückenprüfer ist hoch. Prüfen dürfen nur besonders qualifizierte erfahrene Ingenieure. Dies gilt für die Hauptprüfungen in besonderem Maße: Hier darf nur prüfen wer ein gültiges Zertifikat des Vereins zur Förderung der Qualitätssicherung und Zertifizierung der Aus- und Fortbildung von Ingenieurinnen und Ingenieuren der Bauwerksprüfung (VFIB) vorweisen kann.

Infolge eines Schwerpunktprogramms „Bauwerke mit einer Zustandsnote von 3,5 und schlechter“ konnte seit dem Jahr 2010 die sanierungsbedürftige Brückenfläche der Bauwerke an Autobahnen, Bundesstraßen und Landesstraßen, signifikant um 13 Prozent reduziert werden.

Genaue Übersicht über den Sanierungsbedarf

Als sanierungsbedürftig werden solche Bauwerke eingestuft, die eine Zustandsnote 3,0 und schlechter haben. Ein vordringlicher Sanierungsbedarf besteht für Bauwerke mit einer Zustandsnote 3,5 und schlechter. Im Hinblick auf die 1.886 Brücken an den Autobahnen, 4.210 Brücken an den Bundesstraßen in der Baulast des Bundes und 3.225 Brücken an den Landesstraßen in der Baulast des Landes stellt sich der Sanierungsbedarf im Einzelnen wie folgt dar:

  • Autobahnen: 239 Bauwerke, davon 22 Bauwerke 3,5 und schlechter
  • Bundesstraßen: 213 Bauwerke, davon 20 Bauwerke 3,5 und schlechter
  • Landesstraßen: 205 Bauwerke, davon 22 Bauwerke 3,5 und schlechter

Hierbei ist zu beachten, dass eine schlechte Zustandsnote nicht zwingend auf Tragfähigkeitsdefizite und in der Folge auf ein marodes Bauwerk hinweist. In vielen Fällen ist eine schlechte Zustandsnote auf Defizite im Bereich der Dauerhaftigkeit, etwa ersetzungsbedürftige Beschichtungen oder bei der Verkehrssicherheit wie beispielsweise Anfahrschaden an einem Brückengeländer zurückzuführen.

Im Mittel wurden in den vergangenen Jahren rund 80 Millionen Euro für die Bauwerkserhaltung (inkl. Stützbauwerke, Tunnel etc.) im Bereich der Bundesfernstraßen und 20 Millionen Euro für die Bauwerkserhaltung im Bereich der Landesstraßen eingesetzt.

Ausführliche Ausführungen Brückenerhaltungsmanagement (PDF)

Landtag von Baden-Württemberg: Antrag der Fraktion der SPD – Brückensanierungen in Baden-Württemberg (Drucksache 163736, PDF)

Erhaltungsmanagement an Bundes- und Landesstraßen in Baden-Württemberg

Fotos, Blogarchiv

Siehe auch Sicherheit von Brücken in Deutschland

Mauereidechse: Bestand erstmals systematisch erfasst – Stadt will Artenschutz und Neubau weiter in Einklang bringen

Info der Stadt Stuttgart

Hochgerechnet rund 140.000 erwachsene Mauereidechsen leben in Stuttgart. Die artenrechtlich streng geschützten Tiere wurden auf mehr als 1.000 Hektar des Stadtgebietes nachgewiesen. Sie besiedeln schwerpunktmäßig die Gleisanlagen im Neckartal, die Gäubahnstrecke und angrenzende Flächen, aber auch der Travertinpark in Bad Cannstatt und die Hanglagen von Wartberg und Lemberg. Das zeigt eine neue Bestandserfassung, die die Stadt in Auftrag gegeben hatte. Das verantwortliche Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung hat die Studie mit dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, dem Regierungspräsidium Stuttgart und der unteren Naturschutzbehörde beim Amt für Umweltschutz abgestimmt.

Dr. Detlef Kron, Leiter des Amts für Stadtplanung und Stadterneuerung, erklärte am Mittwoch, 15. August: „Ausgehend von dem städtischen Bauvorhaben im NeckarPark wollten wir eine Gesamtschau über das Vorkommen der Tiere erhalten. Den Rahmen dafür gab unser ‚Artenschutzkonzept Mauereidechse‘ vor. Ein Gutachten mit dieser Systematik ist beispielhaft in Deutschland.“ So haben Experten im vergangenen Jahr auf etwa 143 Hektar das Vorkommen intensiv überprüft, weitere 275 Hektar wurden in Augenschein genommen. „Wir wissen nun, dass es wesentlich mehr Mauereidechsen gibt und die Art ist stärker verbreitet als bislang angenommen.“ Die Tiere hielten sich üblicherweise in sehr warmen, sonnigen und trockenen Bereichen auf. „Das Gutachten zeigt, dass die Mauereidechsen jetzt auch Hochlagen wie den Birkenkopf besiedeln oder auch Flächen wie Waldränder, Grünflächen oder die Ufer des Neckars. Über die Gründe kann man nur spekulieren. Sicher ist, dass in Stuttgart eine der größten Populationen in Baden-Württemberg besteht“, so Kron.

Sieben Herpetologen – Repitilienkundler – waren von März bis Oktober letzten Jahres im ganzen Stadtgebiet unterwegs. Sie wurden von der ‚Gruppe für Ökologische Gutachten‘ aus Stuttgart koordiniert, die von der Stadt beauftragt worden war. Die Experten haben jede Fläche dreimal begangen, um herauszufinden, ob und falls ja wie viele der Tiere die Flächen besiedeln. Weiterhin haben sie auch eine Kartierung der Zauneidechse aus dem Jahr 2016 ausgewertet, die auch das Vorkommen der Mauereidechse erfasst.

Dr. Kron erläuterte: „Als Stadt wollen wir neue Bauprojekte ermöglichen, müssen zugleich darauf achten, dass artenschutzrechtliche Vorgaben eingehalten werden. Das erfordert eine hohe Koordination wie auch eine Sensibilisierung für dieses Thema. Bauherren müssen um die Möglichkeiten und Pflichten wissen. Hier kann das Gutachten hilfreich sein.“

Die Experten haben auch mögliche Ersatzhabitate untersucht. Die Flächen, die sie untersucht haben, sind bereits von Mauereidechsen oder Zauneidechsen besiedelt. „Diese Flächen können also nicht als Ausweichquartier genutzt werden. Dort fänden weitere Mauereidechsen nicht genügend Nahrung oder ausreichend große Reviere. Zugleich bestünde eine Konkurrenzsituation mit den Zauneidechsen“, so Kron. Die Stadt ist auch nicht frei in der Wahl von Ersatzhabitaten. So gibt es, unabhängig von den nun vorliegenden Ergebnissen der Erfassung der Mauereidechsen enge räumliche Vorgaben des Regierungspräsidiums. Außerhalb einer so genannten Gebietskulisse dürfen keine Mauereidechsen angesiedelt werden.

Dr. Kron zieht den Schluss: „Zentral ist eine stabile Gesamtpopulation und ein günstiger Erhaltungszustand der Mauereidechse. Dies wird die Stadt selbstverständlich achten. Um Veränderungen und Neubau zu ermöglichen, werden wir stets pragmatisch und projektbezogen nach Lösungen suchen. Im NeckarPark ist uns das mit der Umsiedlung von 2.000 Mauereidechsen in den eigens eingerichteten ‚gleisparallelen Grünzug ja gelungen.“ Auch Ausnahmeregelungen seien im Einzelfall denkbar.

Die Stadt investierte rund 150.000 Euro für die Erstellung des Gutachtens.

Das Gutachten können Sie hier herunterladen:

Beiträge in den Zeitungen: Mauereidechsen in Stuttgart – Stuttgart 21 könnte von Ausnahmen im Artenschutz profitieren und Mauereidechsen-Population in Stuttgart – Kein Freibrief zum Ausrotten, Artenschutz in Stuttgart – Viel mehr streng geschützte Eidechsen als vermutet

Foto, Sabine

Möhringen – Nur gut, dass die Flaschen leer waren

Posted by Klaus on 15th August 2018 in Allgemein

Getränkelaster verlor in der Plieninger Straße in Möhringen sein Leergut

Polizeibericht

Ein 51 Jahre alter Fahrer eines Getränkelastwagens hat am Mittwoch (15.08.2018) in der Plieninger Straße bei der Ausfahrt aus einem Kreisverkehr einen Teil seiner Ladung verloren. Der 51-Jährige befuhr gegen 11.25 Uhr die Rembrandtstraße in Richtung Plieninger Straße. Im Kreisverkehr an der Sigmaringer Straße öffnete sich offenbar aus bislang nicht geklärter Ursache die Bordwand auf der rechten Seite. In der Folge fielen rund 200 Kisten mit leeren Flaschen auf den Gehweg und teilweise auf die Fahrbahn. Es entstand Sachschaden von rund 300 Euro. Für den fließenden Verkehr entstanden keine Beeinträchtigungen. Die Aufräumarbeiten, bei denen unter anderem hilfsbereite Anwohner mithalfen, dauerten zirka zwei Stunden.

Anmerkung: Und die Brauereien warten auf Ihr Leergut (spiegel.de/leergut-brauereien-klagen-ueber-fehlende-pfandflaschen)

Foto, Andys Pictures and Press/Event- & Pressefotografie