Archive for the ‘Künstler/innen’ Category

Häkeln für die Weltmeere – Neue Ausstellung in der EnBW-City

Posted by Klaus on 30th Juni 2022 in Künstler/innen

Pressemeldung

Die faszinierenden Korallenriffe der Geschwister Margaret und Christine Wertheim aus dem Museum Frieder Burda zu Gast bei der EnBW in Stuttgart

Stuttgart. Korallen häkeln und dadurch auf das weltweite Korallensterben durch den Klimawandel aufmerksam machen – das ist die Idee der Zwillingsschwestern Margaret und Christine Wertheim. Weltweit laden sie Menschen zum Mitmachen ein und arrangieren die so entstandenen Korallen mit ihrem Team anschließend zu eindrucksvollen Riffen. Ab dem 5. Juli sind die Kunstwerke bei der EnBW in Stuttgart zu sehen.

Bei ihrer letzten Aktion, die die Künstlerinnen für das Museum Frieder Burda in Baden-Baden initiierten, sind das sechs Teile umfassende Baden-Baden Satellite Reef und der Baden-Baden Satellite Reef – Coral Frieze entstanden. Mehr als 4.000 Menschen – Schulklassen, Seniorengruppen und zahlreiche Einzelpersonen – haben daran mitgewirkt und über 40.000 Korallen gehäkelt. Die EnBW hat die Entstehung des partizipativen Kunstwerks finanziell unterstützt. Das Resultat ist eine großartige farbige Korallenwelt, die eine beeindruckende Gemeinschaftsleistung und ein starkes gemeinsames Statement vieler Menschen für den Umwelt- und Klimaschutz darstellt.

Bei der Ausstellung in der EnBW-City in Stuttgart-Fasanenhof kooperiert die EnBW mit dem Museum Frieder Burda und präsentiert sowohl das Baden-Badener Riff als auch den Fries. Die Vernissage findet am Dienstag, 5. Juli 2022, 19:00 Uhr, statt. Vorständin Colette Rückert-Hennen wird die Gäste willkommen heißen. Im Anschluss daran führt Henning Schaper, Direktor des Museums Frieder Burda, in die Korallen-Welt der Wertheim-Geschwister ein.

Infos zur Ausstellung im Überblick

Titel: Margaret und Christine Wertheim. Das Baden-Baden Satellite Reef aus dem Museum Frieder Burda zu Gast bei der EnBW

Ort: EnBW City, Schelmenwasenstraße 15, 70567 Stuttgart-Fasanenhof

Vernissage: Dienstag, 5. Juli 2022, 19:00 Uhr

Dauer: 6. Juli bis 30. September 2022, montags bis freitags (an Werktagen) von 10:00 bis 18:00 Uhr. Eintritt frei. Von Oktober bis Dezember 2022 wird die Ausstellung am EnBW-Konzernsitz in Karlsruhe präsentiert.

Weitere Informationen: www.enbw.com/kunst

Fotos>>>>>>

Freundliche Grüße
Hans-Jörg Groscurth
Leiter Kommunale Kommunikation & Netze / Konzernpressesprecher
Kommunikation & Politik

Archivfoto

MUSE-O-Konzert im Fuchsrain

Neues von MUSE-O – 19.06.2022

Das geht ab: Seine Reihe feiner Unterhaltungsmusik setzt MUSE-O mit einem Country-Abend fort, und zwar unter freiem Himmel beim Naturfreundehaus Fuchsrain. Am Samstag, dem 16. Juli, kommt die großartige Mr. Big Stringband.

Pressefoto, Mr. Big Stringband

Mehr…

Mr. Big Stringband. Country-Musik vom Feinsten. Mit Martin Groß (Dobro, Banjo, Gitarre, Gesang), Egbert van der Hammen (Gitarre, Bass, Gesang), Ewe Krumpholz (Fiddle, Mandoline, Banjo) und Mathias Möhring (Gitarre, Bass, Mandoline, Gesang). Ein MUSE-O-Konzert in Zusammenarbeit mit der Naturfreundegruppe Stuttgart-Ost
Samstag, 16. Juli 2022, 19.30 Uhr
Eintritt € 10,-
Naturfreundehaus Fuchsrain, Neue Str. 150, 70186 Stuttgart

LA BRASS BANDA Konzert im Park der Villa Reitzenstein

Pressemeldun

Die Bandmitglieder von LaBrassBanda an einem Mercedes-Benz-Oldtimer

Pressefoto labrassbanda

Am Rande des Kesselfestivals spielt die Band LA BRASS BANDA am Rande des Stuttgarter Kessels im Park der Villa Reitzenstein. Die Band ist der Höhepunkt der diesjährigen Parköffnungen am Regierungssitz des Ministerpräsidenten. Der Eintritt für das Konzert am 26. Juni ist frei.

Am Sonntag, 26. Juni 2022 öffnet das Staatsministerium erneut seine Pforten und lädt zu einem außergewöhnlichen Matinee-Konzert im Rosengarten der Villa Reitzenstein. „Eine oberbayrische Blasmusikkapelle am Sitz der baden-württembergischen Landesregierung: Das ist schon ein ganz spezielles Aufeinandertreffen. Die Tradition der Südschiene verbindet Baden-Württemberg und Bayern eng – hier finden Innovations- und Wirtschaftskraft, ein tiefes Bewusstsein für kulturelles Brauchtum, Weltoffenheit und ein ganz besonderer Kreativgeist zusammen. Eine Mischung, die auch in der Musik von LA BRASS BANDA zu finden ist. In Lederhosen, aber immer barfuß trifft hier Tradition auf Moderne, Offenheit auf die Überwindung klassischer Genregrenzen“, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

„Wir sind der einzige Regierungssitz, der im Rahmen von Parkführungen und Kulturveranstaltungen regelmäßig für die Öffentlichkeit zugänglich ist“, betonte der Ministerpräsident. „Helene von Reitzensteins Garten ist der perfekte Ort für ein vielseitiges Kulturprogramm. Und das Konzert mit LA BRASS BANDA ist dabei sicherlich der musikalische Höhepunkt der Parksaison 2022. Ich bin überzeugt, dass sich die Besucherinnen und Besucher noch lange an diesen Auftritt im sommerlichen Garten hier auf der Gänsheide erinnern werden“, so Kretschmann weiter.

Konzert vor einmaliger Kulisse

Stefan Dettl, Bandleader von LA BRASS BANDA ergänzte: „Es ist uns eine große Ehre, in solch einem wunderschönen Ambiente Musik machen zu dürfen. Wir freuen uns auf einen tollen Auftritt mit interessanten Gesprächen.“

Als Warm-up für den Sonntags-Headliner auf dem Cannstatter Wasen findet das Konzert in Kooperation mit dem Kessel Festival statt. Christian Doll, Geschäftsführer der Kessel Festival GmbH & Co. KG: „Wir freuen uns sehr darüber, dass es LA BRASS BANDA trotz des sehr engen Zeitplanes des Kessel Festivals möglich ist, am Sitz der Landesregierung vor der einmaligen Kulisse der Villa Reitzenstein, am Sonntagmittag einen Gig zu spielen. Das Kessel Festival ist das Festival für Jedermann aus Stuttgart und dem Umland. So passt ein kleiner Ableger und Appetithappen auf unser großes Abendprogramm sehr gut in unser Konzept.“

Das Programm am 26. Juni

Der Park öffnet um 10 Uhr. Nach einer kurzen Begrüßung startet das Konzert um 12 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig. Sollte das Besuchermaximum des Parks erreicht sein, ist der weitere Einlass erst möglich, wenn Besucher das Gelände verlassen haben.

Für kühle Getränke vor Ort ist gesorgt. Bitte beachten Sie, dass es keine Bestuhlung gibt. Daher empfehlen wir Ihnen Decken oder Sitzkissen mitzubringen. Glasflaschen sind auf dem Gelände nicht gestattet. Es findet eine Taschenkontrolle statt. Mit Wartezeiten muss gerechnet werden.

Den Park der Villa Reitzenstein finden Sie in der Richard-Wagner-Straße 17-19 in 71084 Stuttgart. Am besten erreichen Sie uns mit der Linie U15 Richtung Ruhbank/Fernsehturm (Heumaden) bis zur Haltestelle Bubenbad.

SportKultur – Gezeichnete Geschichten in der Kunsthalle Göppingen

Posted by Klaus on 14th Mai 2022 in Künstler/innen, Stuttgart Wangen, Vereine und Gruppen

Pressebericht

Mit den Begriffen „Sprechende Bilder Graphic Novel & Comic“ ist eine aktuelle, noch bis zum 26. Juni 2022 laufende Ausstellung der städt. Kunsthalle Göppingen überschrieben. Wer jetzt meint, es geht um dabei um lustige Bilderheftchen oder Ähnliches für Kinder, irrt gewaltig.
Graphic Novels sind dem altbekannten Genre Comic durchaus nahe, die erzählten Geschichten, die Art der Darstellung sowie die Ausführung von Zeichnung und Ausdruck sind aber wesentlich komplexer. Nicht umsonst werden Graphic Novels gerne als gezeichnete Romane typisiert. Eine Gruppe Kunstinteressierte der SportKultur Stuttgart ließ sich fundiert und ausführlich den künstlerischen Kosmos der zwölf AkteurInnen der ZeichnerInnenszene aus dem deutschsprachigen Raum vom engagierten Kunsthallenmitarbeiter Kai Bleifuß erläutern, dem es sichtlich Spaß machte, sein Wissen den aufgeschlossenen Besuchern zu vermitteln.

Ein unterstützendes Vermittlungselement der Ausstellung ist ein von der Kunsthalle mit der Band BRTHR entwickelter Soundtrack. Er gibt den ausgestellten Arbeiten einen gewissen Pfiff in Form einer zweiten Erfahrungsebene, nämlich dem akustischen Zugang zu den Werken und somit zu einem sinnlichen Erleben. Zur weiteren Vertiefung des Gesehenen, hat die Stadtbücherei Göppingen eine gute sortierte Leseecke eingerichtet.

Die Göppinger Kunsthalle präsentiert sehenswerte Arbeiten unterschiedlicher künstlerischer Herangehensweisen an das Thema. Von Kati Szilágyi sind das Scherenschnitte, das Duo Sourati (Christina Laube und Mehrdad Zaeri) sowie Josephine Wolff zeigen begehbare Comicpanels, originell sind die textilen Arbeiten von Jul Gordon, von Stephanie Leinhos sind große Wandzeichnungen zu sehen. Viele der KünstlerInnen sehen sich nicht als reine ComiczeichnerInnen, die Grenze zur Kunst ist fließend, wie z.B. bei marialuisa, oder Larissa Bertonasco. In ihrem Facettenreichtum verbinden sie verschiedene Ausdrucksstrategien der bildenden Kunst.

Von Katharina Kulenkampff sind u.a. zeitgenössische Illustrationen zu der von Lewis Caroll (Autor von „Alice im Wunderland“) im Jahre 1876 veröffentlichter Nonsensballade The Hunting of the Snark An Agonie in Eight Fits, auf Deutsch Die Jagd auf den Schnatz Eine Agonie in acht Krämpfen zu sehen. Sehr zum Vergnügen seines Publikums trug Kai Bleifuß zum Abschluss der Führung und der Exkursion in die Staufferstadt, einige wunderbar schräge Passagen daraus vor, was mit freudigem Applaus bedacht wurde.


Text und Fotos: Norbert Klotz

Einladung Theater Atelier ein neues Stück nach Ferenc Molnar – DIE KUNST EIN GUTES STÜCK ZU SCHREIBEN

Posted by Klaus on 12th Mai 2022 in In und um Gablenberg herum, Künstler/innen

Der Countdown läuft! In etwas mehr als zwei Wochen feiern wir Premiere von DIE KUNST EIN GUTES STÜCK ZU SCHREIBEN

Freitag, den 27. Mai um 20:00 Uhr.

Um eine Liebeskatastrophe zu vermeiden, muss Sandor Turai in einer einzigen Nacht ein gutes Stück schreiben.

„Die Kunst ein gutes Stück zu schreiben“ ist Molnars Liebeserklärung an das Theater und das Leben, als die größte und bunteste Bühne des Menschen.
Karten, Termine und weiter Infos findet ihr auf unserer Webseite: www.theateratelier.eu
Regie: Vladislav Grakovskiy
Bühne: Tascha Hamm
Kostüm: Lara Kamysina
Mit:
Guido Kunkel als Turai
Jannis Sky als Gál
Toni Irrache als Adam
Monika Läufle als Annie
Maximilian Grimm als Almády
Giovanni Gagliano als Dvornicek

Foto,Theater Atelier

Konzert zu Ehren von Königin Katharina in der Grabkapelle am So 15.5.2022

Info

Königin Katharina wurde am 10. Mai 1788 geboren. Die Schlösser und Gärten Baden-Württemberg haben die Veranstaltungen, die in diesem „Katharinen-Monat“ rund um die Grabkapelle auf dem Württemberg angeboten werden, der beliebten Regentin gewidmet. Katharina Pawlowna war nicht nur Königin von Württemberg, sondern auch Förderin der Kultur:
Am 15. Mai 2022 tritt deswegen das Schulorchester des Königin-Katharina-Stifts ihr zu Ehren im Innenraum der Grabkapelle auf dem Württemberg auf. Um 11 Uhr spielen die Schülerinnen und Schüler lyrische Orchesterstücke. Das Schulorchester wird unter anderem das „Chanson de nuit“ des britischen Komponisten Edward Elgar und den ersten Satz der 2. Symphonie von Franz Joseph Haydn spielen. Der weite Kuppelsaal des Kappellenraums ist nicht nur elegant – er verfügt auch über eine herausragende Akustik. Musik und Raum wirken zusammen und versprechen Gänsehaut.

Das Konzert unter dem Motto „Liebe, Lust, Leidenschaft“ beginnt um 11 Uhr und dauert etwa 45 Minuten. Eine telefonische Anmeldung und Kartenbestellung für die Veranstaltung ist unter 33 71 49 erforderlich. Eintritt 9,00 €

Weitere Infos >>>>>>

Archivfoto

SportKultur Kunstrundgang in Göppingen

Pressebericht

Die monatliche Exkursion führte Kunstfreunde der SportKultur Stuttgart im April nach Göppingen. Die Stadt ist bekannt für ihre vielfältigen Kunstpräsentationen im öffentlichen Raum. Organisator Hans Säuerle hatte mit der Kunsthalle Göppingen eine Tour mit drei thematisch sehr unterschiedlichen Anlauf- stellen vereinbart. Kai Bleifuß vom Göppinger Kunstverein, Mitarbeiter der Kunsthalle, führte die Gruppe bei einem kurzweiligen Spaziergang zu den jeweiligen Punkten. Kompetent und kenntnisreich vermittelt er sein schier unendliches Wissen seinem interessierten Publikum.

Die erste Station war der einstige Wohnsitz einer wohlhabenden Familie. Im Jahre 1924 ließ der bekannte Industrielle Eugen Märklin für seine große Familie im Göppinger Stadtteil Hailing vom Architekten Immanuel Hohlbauch eine repräsentative Villa mit Barock und Klassizismus zitierenden Stilelementen mitsamt großzügiger Parkanlage errichten. Die Wohnungen in dem 1977 der Stadt Göppingen vermachten Anwesens werden heute dem Wunsch der früheren Besitzer entsprechend, kostengünstig an ältere Bürger der Stadt vermietet. Ein Kleinod besonderer Güte ist bis heute in dem im Bauhausstil errichteten Badehaus neben dem ehemaligen Swimming Pool, erhalten geblieben. Es zeigt ein imponierendes Wandfresko mit fünf Badenden, entworfen von Stuttgarter Maler, Bildhauer und Bühnenbildner sowie Meister am Dessauer Bauhaus, Oskar Schlemmer, der einige Jugendjahre bei einer älteren Schwester in Göppingen verbrachte. Letztlich ausgeführt hat das Werk sein Bruder Carl. Im Nationalsozialismus galt Schlemmers Kunst als entartet. Glücklicherweise blieb dieses Werk von den Bilderstürmern unbeachtet und damit von der Zerstörung verschont. Die Familie Märklin hat es anscheinend wohl zu behüten gewusst.

Ganz anderer Art ist die zweite Station der Gruppe gewesen, nämlich der angemessene Umgang mit dem Gedenken an die Gefallenen und andere Opfer des Krieges. Als Ersatz für das nach dem ersten Weltkrieg als christlich orientierte Pietà, eine trauernde Mutter mit ihrem gefallenen Sohn im Arm, ausgeführte Kriegerdenkmal, beauftragen die herrschenden Nationalsozialisten den Bildhauer Fritz Nuss mit der Schaffung einer mehr stolzen, heldenhaften Statue. Diese ist zwar bereits 1939 im heutigen Oberhofenpark aufgestellt, aber nicht mehr enthüllt worden. Mit dem deutschen Überfall auf Polen begann der zweite Weltkrieg, daher war eine feierliche Denkmalsenthüllung erst nach dem erwarteten Endsieg vorgesehen. Dieser Plan scheiterte aus bekannten Gründen, daher blieben die zwei strammen Landser bis 1946 in ihrer Bretterverschalung eingehaust. Nach langen, teils  hitzig geführten Debatten über die Einordnung dieser Hinterlassenschaft des Dritten Reichs, fand sich dann 2017 eine Lösung. Auf Anregung des Göppinger Kunstvereins beschäftigte sich der Berliner Projektkünstler Nasan Tur mit dem Thema. Mit seinem Werk „Schalung“ entstand eine Art Gegenskulptur in der Form und Ausmaß des Bretterverschlags der einst die Kriegerstatue umhüllte. Der hölzerne Verschlag wurde exakt gegenüber

der steinernen Nuss-Statue platziert, die beiden Werke stehen quasi Auge in Auge zueinander. Tur thematisiert so die machtpolitische Vereinnahmung, Instrumentalisierung und Missbrauch von Kunst in autoritären Gesellschaften.

In der Mörikeanlage unmittelbar neben der aus der Epoche der Gotik entstammenden Oberhofenkirche, findet sich ein großformatiges (435x525x610cm) rostbraun-stählernes Gebilde in der Form eines menschlichen Herzens. Gestaltet hat diese Skulptur der vielseitige Offenburger Künstler Stefan Strumbel im Jahr 2015 aus wetterfestem Cortenstahl. Für Strumbel ist das kalte Herz der Ausdruck einer Gesellschaft die Habsucht und Kapital gegen die soziale Komponente des Zusammenlebens eingetauscht hat. Also eine moderne Analogie zu Wilhelm Hauffs Erzählung „Das kalte Herz“ von 1827. Das ist die Geschichte von Peter Munk, dem armen Köhlersohn aus dem Schwarzwald der aus Gier nach Geld und Anerkennung sein Herz gegen einen gefühllosen Stein eintauscht. Aus dem Hauffschen Werk rezitierte Kai Bleifuß zum Abschluss des abwechslungsreichen Kunstspaziergangs, sehr zum Gefallen seiner Zuhörer, einige entscheidende Passagen.

Text und Foto: Norbert Klotz

Am Sonntag 24. April 2022 in der Berger Kirche!

Konzertreihe Berger Kirche

?? Benefizkonzert für die Ukraine??
Die Künstler Ofer Canetti, Manuel Hofer, Jan Bjøranger und Yeijin Gil möchten das Konzert am kommenden Sonntag 24.4. um 16:30 Uhr in der Berger Kirche den Opfern des Krieges in der Ukraine widmen. Sie verzichten auf ihre Gage und spenden alle Einnahmen. Inhaltlich gibt es keine Veränderungen.
Kartenvorverkauf: www.easyticket.de

SportKultur auf Achse – Bei Helden des Südwestens in Kornwestheim

Pressebericht

Viele weltbekannte Unternehmen und Produkte haben ihren Ursprung in Deutschlands Südwesten, in BadenWürttemberg. Viele davon existieren noch heute, andere dagegen sind längst Geschichte oder zu Marken anonymer, weltweit agierender Konzerne degradiert. Die famose, noch bis 9. Oktober 2022 zu sehende Ausstellung im Museum im KleihuesBau in Kornwestheim, ruft die Firmen den Besuchern unter dem Titel „Helden des Südwestens Kultprodukte und Werbeikonen“ wieder ins Gedächtnis zurück. Durch die lebendig kuratierte Sammlung, führte sehr kompetent Saskia Dams von der Museumsleitung Kunstinteressierte der SportKultur Stuttgart.

Prominent präsentiert sind die ehem. Kornwestheimer Lokalmatadoren Salamander Schuhe und Kreidler Krafträder. Untrennbar mit Salamander sind seit 1937 Lurchi und seine Freunde verbunden. Interessant zu sehen war, wie sich die Figuren im Lauf der Jahre immer dem jeweiligen Zeitgeschmack anpassten. Mit 16 Jahren ein Kreidler Florett zu fahren war ein Traum vieler junger Männer bis weit in die 1970iger Jahre hinein. Selbstverständlich vertreten, aus Platzgründen nicht mit Originalen, sind Porsche, DaimlerBenz und ZeppelinLuftschiffe. Nicht vergessen in der Schau sind die großen Spiele und Kinderzimmerhelden wie Ravensburger, Steif, Märklin und die legendären PustefixSeifenblasen. EszetSchokolade, RitterSport und FrigeoBrause sind bis heute für Groß und Klein beliebte Süßwaren. Knorr aus Heilbronn, Hengstenberg aus Esslingen, CaroKaffee aus Ludwigsburg sind genauso vertreten, wie BirkelNudeln und BürgerMaultaschen. Ebenfalls im Südwesten beheimatet sind UhuKleber, HakleToilettenpapier, SpeickSeife, LeitzOrdner sowie Weck Gläser zum Eindünsten von Obst und Gemüse. Neben den BurdaZeitschriften sind Modehelden z.B. die kratzenden Bleyle Matrosenanzügle für die Knaben. Weibliche Familienmitglieder trugen Wäsche und Bademode aus der Trikotagenfabrik mit dem bis heute geläufigen Slogan: „Triumph krönt die Figur!“ Das Untendrunter für sie und ihn bewarb ein Wettbewerber mit dem Motto: „Schiesser ist sportlich… und deshalb trägt man SchiesserWäsche!“

Neben der räumlichen Herkunft haben alle Unternehmen weitere Gemeinsamkeiten. Viele waren, manche sind es immer noch, Marktführer und in vielen Ländern der Erde mit ihren Produkten vertreten. Mit Qualität, aber auch mit Werbesprüchen, mit der grafischen,  bildlichen Darstellung ihrer Firmen und Produkte, setzten sie Maßstäbe, die bis heute ihresgleichen suchen. LeitzOrdner ist ein Oberbegriff für alle auf dem Markt vertretenen
Ablageordner geworden. Der Begriff „Einwecken“ ist untrennbar mit den Weckgläsern verbunden. Der moderne Begriff „Marketing“ war noch unbekannt. Trotzdem hat es, jeweils im Stil der Zeit, gut gemachte Werbung und treffende Kundenansprache gegeben.
Angesichts manch hohler Werbephrasen in unserer Zeit, wahrlich echte Werbeikonen ganz ohne nostalgisch verklärtes Zurücksehnen in eine  vermeintlich bessere Zeit.


Text und Fotos: Norbert Klotz

Speed Lines – Objektkunst von Stefan Rohrer

Posted by Klaus on 29th März 2022 in Künstler/innen, Stuttgart Wangen, Vereine und Gruppen

Pressemeldung

Farbenfrohe Skulpturen des in den Stuttgarter Wagenhallen tätigen Künstlers Stefan Rohrer sind noch bis 24. April im Museum im Kleihues-Bau in Kornwestheim zu bewundern.

Kunstinteressierte der SportKultur Stuttgart waren dort und haben die einzigartigen Objekte bewundert. Rohrers Material sind Autokarosserien, Motorroller und Modellautos. Meist im Stil von Comics grotesk geformt, stets dynamisch hochglänzend mit dem Eindruck von hohem Tempo. Das wickelt sich eine Vespa um eine Laterne, da hat ein Porsche eine mehrere Meter lange Schnauze, einen knalligen Außensitzplatz und die Räder zeigen voraus. Was vordergründig humorvoll zu sein scheint wandelt sich in den Wandreliefs ins Gegenteil. Der Mythos zeigt seine Schattenseiten. Die Freude an der Geschwindigkeit vergeht, der Schrecken übernimmt die Geschichte, die Insassen werden regelrecht aus dem Fahrzeug katapultiert. Rohrer hat nicht die Absicht zur Vorsicht zu mahnen und mit dem Zeigefinger zu fuchteln. Er zeigt nur auf, wie schnell aus Spaß das Gegenteil werden kann.

Ein zweiter Bericht über das eigentliche Ziel folgt demnächst.

Fotos und Text Norbert

Beste Grüße

Norbert Klotz