Anmerkung aus Esslingen zu S21

Posted by Wolfgang / Moni ES on 4th Februar 2010 in Allgemein

EngelskerzeHallo Klaus !
Ich schicke Euch Stuttgartern eine Engelskerze, damit es in Eurer neuen
Bausstelle nicht dunkel werde und Euch endlich ein Lichtlein aufgeht-das
ist die ZUKUNFT !
Glück auf.

Gruß Wolfgang

16 Responses to “Anmerkung aus Esslingen zu S21”

  1. stratkon sagt:

    Hallo Esslinger,

    heute hat im Hbf Stuttgart eine Lok gebrannt. Siehe hierzu:

    http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2377635_0_9223_-im-hauptbahnhof-schalter-in-lokomotive-ueberhitzt.html

    Wenn das im Bunker-Bahnhof oder innerhalb einer Tunnelstrecke passiert wäre, hätte es nicht nur Panik, sondern auch Verletzte gegeben.

    Die Zu-und Abgänge der Bahnsteige sind unzureichend, ebenso wie die Kapazität der Aufzüge.

    Wenn das die Zukunft ist, dann „Gute Nacht, Marie!“

    Der Mehrzahl der Bürger sind schon mehrere Lichtlein aufgegangen – insbesondere im Hinblick auf die Machtpolitik einzelner Parteien und deren Blauäugigkeit, mit der alleine von Stuttgart ca. 600.000.000 € an ZUSATZ- und NEBENKOSTEN gestemmt werden sollen.

    Wenn man alle Bäume im Esslinger Zentrum fällen würde, käme man nicht auf die Zahl von 280 Bäumen – die jedoch im Mittleren Schlossgarten geschlagen werden müssen. Unverantwortlich.

    Freundliche Grüße
    stratkon

  2. BigB sagt:

    Den Verantwortlichen von S21 hat so ein Lichtlein den letzten Rest von Vernunft aus dem Schädel gebrutzelt. Denn dort siehts genau so finster aus wie in den Tunneln die wir bald hier haben werden. Ich hoffe auf ein Wunder, damit dieser Spuk noch ein Ende nimmt.

  3. Thomas Rudolph sagt:

    @strakton,
    von Mehrzahl der Bürger kann keine Rede sein.
    und die „Machtpolitik“ „einzelner Parteien“=
    CDU, SPD, FDP, Freie Wähler ist ja wohl der Hohn.
    Dieses Projekt hat seit 15 Jahren jede demokratische Hürde genommen.
    Bei der Bahn wurde S21 in unzähligen Abstimmungen immer wieder legitimiert.
    Das Projekt würde von 3 OB´sforcíert.
    Von Manfred Rommel, Erwin Teufel und Wolfgang Schuster. Es wurde von einer großen Mehrheit im Landtag verabschiedet.
    Es wurde von 3 Bundesregierungen geplant und die Zuschüsse beschlossen.
    Es wurden in der EU die Zuschlüsse beschlossen.
    Und da redest Du von Machtpolitik einzelner Parteien. Da muss man aber schon eine ganz spezielle Sicht der Dinge haben.

    Dagegen: Die Günen und SÖS/Die Linke und die sind gegen fast alles.
    Wenn man die schalten lassen würde, hätten wir die Infrastruktur von Uganda mit allen negativen Folgen.

    Das mit den Bäumen finde ich auch bedauerlich, aber die haben da auch nicht immer gestanden.
    Beim Bau des jetzigen Hauptbahnhofes hat man wertvolles Moorland einfach trockengelegt, mit allen negativen Folgen. Will sagen: Der Mensch greift immer in die Natur ein wenn er baut.
    Das liegt in der Natur der Sache.
    In Esslingen sollten dringend neue Bäume gepflanzt werden, da es dort scheinbar sehr wenige gibt. Das wäre ja ein Projekt, für das wir uns gemeinsam stark machen könnten.

    So jetzt habe ich wieder Luft abgelassen. Aber mir fällt es einfach schwer ruhig zu bleiben, wenn immer so unsachlich diskutiert wird und solche Halbwahrheiten verbreitet werden.

  4. Thomas Rudolph sagt:

    Jetzt hätte ich beinahe wegen des dicken Halses den Erwin Teufel zum OB gemacht. Selbstverständlich waren es nur 2 Manfred Rommel, der sich von Anfang an für das Projekt eingesetzt hat, und bis Heute in Stuttgart sehr beliebt ist und Wolfgang Schuster, den man auch noch schätzen lernen wird, da er aus dem verschlafenen Provinznest Stuttgart eine moderne Grossstadt geformt hat mit allen Vor aber auch Nachteilen.

  5. stratkon sagt:

    @ Thomas Rudolph

    Schön, dass Sie sich selbst korrigieren.
    Zum Thema „Machtpolitik“ möchte ich gerne noch etwas sagen. Die Bürger wählen Kandidaten und Parteien – nach Abgabe des Stimmzettels ist die demokratische Beteiligung der Bürger an Entscheidungsprozessen bis zur nächsten Wahl erledigt. In diesem Zusammenhang sei an die sogenannten Wahlversprechen erinnert, die zur Wahl motivieren sollen – aber eben auch nicht gehalten werden.

    Wenn die Befragung von 1.000 Bürgern der BR Deutschland ausreicht, um z.B. Wahlprognosen, den Erfolg eines Regierungsprogrammes oder die Beliebtheit eines Politikers zu bestimmen, dann sind die S21-Gegner klar in der Mehrheit.

    Denn nach demoskopischen Regeln ist immer von der Grundgesamtheit ( BRD 80 Mio. Bürger ) auszugehen. Nehmen wir großzügig an, dass Stuttgart 700.000 Einwohner hat. Die letzte Befragung der StZ zum Thema Baubeginn S21 ergab jedoch, dass 2.647 Bürger gegen S21, 857 Bürger für S21 unf 41 Bürger keine Meinung dazu hatten.

    Wenn 1.000 Befragungen für die Br Deutschland mit 80 Mio. Bürgern ausreichen, dann reichen wohl 2.647 Stimmen für 700.000 Bürger – um damit ein klares Zeichen zu setzen. Erinnert sei an diesem Punkt auch an eine Bürgerumfrage, die mehr als 60.000 Bürger mit NEIN zu S21 beantwortet haben.

    Wie wollen Sie denn eine solche Politik, die den klar erkennbaren Willen des Bürgers ( Souverän, 🙂 ) mißachtet benennen? Eben Machtpolitik!! Und die Mißachtung des erkennbaren Wählerwillens wird auch bei den nächsten Wahlen erkennbar werden.

    Die EU-Zuschüsse gibt es nur für die Strecke Wendlingen – Ulm, der Bahnhof ist der EU egal. Der Machtverlust der CDU ist für Ihre Partei schmerzlich ( 🙂 ), aber wa hat das mit Uganda zu tun?

    In Uganda gibts wahrscheinlich ebenso schlechte Strassen wie in Stuttgart – sprich Schlaglöcher.

    Na ja, ich muss keinen dicken Hals loswerden, rege mich ÜBERHAUPT NICHT auf und wünsche einen schönen Sonntag.

    Freundliche Grüße
    stratkon

  6. Wolfgang sagt:

    Hallo stratkon und Rudolph !
    Anscheinend seid Ihr noch nicht aus Eurem Stuttgart herraus gekommen. Sonst wüsten Ihr, daß Esslingen eine sehr grüne Stadt ist mit sehr vielen Bäumen. Fahrt mal auf der B10 in Richtung Plochingen. Dann sieht man die Stadt vor lauter Bäumen nicht.( Es gibt Pläne, diese abzuholzen, damit man die Stadt von der B 10 besser sieht).Von Auswertigen Besuchern wurden wir schon darauf Aufmerksam gemacht, wieviel Grün es in Esslingen es gibt. Also steigt in den Zug und fahrt los aus Eurem alten Bahnhof.
    Es grüß der Esslinger Wolfgang

  7. stratkon sagt:

    Hallo Wolfgang,
    ich schrieb, dass es im Esslinger Stadtzentrum keine 280 Bäume gibt. Die B10 gehört nicht zum Stadtzentrum, das üblicherweise an den Stadttoren beginnt. Und in der Welt unterwegs war ich auch schon eine Menge – zumeist beruflich.
    Finnland: Helsinki, Rovaniemie,
    Schweden: Stockholm, Göteborg, Malmö
    Norwegen: Oslo, Tromsö, Trondheim
    Dänemark: Kopenhagen
    Großbritannien: London, Manchester, Birmingham, Newcastle upon Tyne, Edinburgh, Glasgow, Chester, Swansea, Cardiff u.v.m.
    Südafrika: Johannesburg, Pretoria, Kapstadt
    USA: New York, Boston, Chicago, San Franzisco
    Brasilien: Rio de Janeiro, Brasilia, Campinas, Sao Paula, Fortalezza, u.v.m.

    Im Übrigen gibt es in London eine Menge Kopfbahnhöfe, wunderschön restauriert so wie der in Leipzig. Warum wollen die keine Bahnhofsbunker?

    Freundliche Grüße
    stratkon

  8. Wolfgang sagt:

    Ich weis nicht über was Ihr Euch aufregt. Bei uns führt demnächst die Hauptstraße durch das Bahnhofsgelände. Nähmlich dort, wo sich heute noch das Gleis 1 sich befindet. Das heiß, zwischen Bahnhofsgebäude und dem zukünftigen Gleis 1. Das ist Wahnsinn-hellau.

  9. stratkon sagt:

    Hallo,
    die Mehrzahl der Bürger regt sich über S21 auf.
    Aber in Esslingen solltet ihr aufpassen, dass die Minarette nicht höher werden als die Kirchtürme von St.Dionys. 🙂

    Schönen Sonntag, stratkon

  10. Wolfgang sagt:

    Hallole,
    Wenn der Bauherr sich nicht an Baupläne hält, muß man dies Beanstanden. Passen Sie auf, daß der ICE nicht plötzlich durch Ihr Wohnzimmer praust, weil man sich nicht an Baupläne hält.
    Über die Neue Messe hat man sich auch aufgeregt und heute gehen sie alle gerne dort hin. Ich als Messebestücker finde es gut, daß man mit dem LKW bis vor die Hallen fahren kann.
    So-man sieht sich vielleicht bei der Einweihung von S21 oder auf dem Weg zum Flughafen nach München bei der nächsten Geschäftsreise, die ja man so schön von der Steuer absetzen kann.

  11. Klaus sagt:

    @ Aber Hallole,

    das geht hier ja wieder ziemlich zur Sache. Dieses Thema schein der ewige Renner hier im Blog zu sein.
    Wir regen uns leider umsonst auf, die Herren Politiker machen eh was Ihnen in den Kram passt. Volkesstimme verstummt leider viel zu oft. Die Bürgerentscheide gehören einfach ins Grundgesetz geschrieben, nur so haben die Bürger wirklich die Möglichkeit nach den Wahlen mit zu entscheiden.

  12. stratkon sagt:

    @ Wolfgang

    Es ist ein Unterschied ob nun ein paar Krautäcker in Flughafennähe bebaut werden oder ob mehrere DENKMALGESVHÜTZTE Gebäude abgerissen und 280 uralte, gesunde Bäume gefällt werden.

    Ausserdem hat die Stadt Stuttgart ALLEINE Zusatzkosten von ca. 600.000.000 € zu tragen. Im April beginnt die Hauptverhandlung im Urheberrechtsprozess – dann sehen wir weiter.

    Freundliche Grüße
    stratkon

  13. Thomas Rudolph sagt:

    Schön, in letzter Zeit melden sich immer mehr Befürworter von S21

    @Wolfgang
    Ich finde Esslingen auch sehr grün. Ich bin sehr gerne in Esslingen, da es tollen Flair hat.
    Es wird immer vergessen, daß nach Fertigstellung von S21 das grösste Baumpflanzprogramm ganz Deutschlands in einer Innenstadt beginnt. Eigentlich müssten unsere grünen Freunde vor lauter Freude in die Luft springen.

    @strakton
    Bei der nächsten Wahl wird S21 nicht mehr das alles beherschende Thema sein.
    Die Grünen werden auf Normalmass gestutzt, weil sie eine andere Politik machen wie sie versprochen haben. Und bei der SÖS hat man jetzt schon gemerkt, daß das Kommunisten im grünen Mäntelchen sind.
    Da ist mir vor den nächsten Wahlen nicht bange, Kontuinität wird sich auszahlen.

  14. BigB sagt:

    Lieber Thomas,

    mir würde auch nicht bange werden, wenn ich weiß, dass ein Großteil der Bürger nicht mehr zur Wahl geht. Das nennt man Politikverdrossenheit. Finde ich persönlich alles andere als gut, aber ich kann dieses Verhalten nachvollziehen: Man verspricht dem Wähler Wahl um Wahl ein ums andere Mal, Dinge zu ändern, Dinge besser zu machen. Letztlich ändert sich nur etwas für bestimmte Gruppen, die Lobbyisten.

    Deine favorisierte Partei hat in den 90ern ein Politik des Aussitzens praktiziert, getreu dem Motto: Wird schon irgendwie schiefgehen. Und es ging schief. Dummerweise hat der nächste Kanzler mit seiner Agenda 2010 einen Griff ins Klo gelandet. Reformen waren nötig, aber die SPD hat es auch verhunzt.

    Die große Koalition hat sich mit ihren Zwistereien um die „Mitte“ der Gesellschaft von selbst zerfleischt und was im Moment geschieht, ist ebenso ein Armutszeugnis.

    Seien wir mal ehrlich, die großen Volksparteien haben ihr Pulver verschossen und unabhängig von externen Zwängen haben sie leider auch kein Profil mehr, eine CDU unter Erhard oder eine SPD unter Brandt und Schmidt hatten in der Bevölkerung eine wesentlich höhere Bedeutung als eine Regierung deren Familienministerin eine junge Single-Frau, deren Außenminister ein Spaßvogel und deren Konzept eine windige Mogelpackung ist.

    Wenn ich mir die Wahlzettel heutzutage anschaue, dann kann ich mir gut vorstellen, wie sich ein Bürger der Weimarer Republik gefühlt haben muß und in dem Moment bekomme ich es mit der Angst zu tun; Angst davor, daß sich eine gut entwickelte Demokratie durch äußere Umstände wie Wirtschaftskrise und durch innere Zersplitterung in eine Strohmänner-Oligarchie oder Ochlokratie verwandelt.

    Zum Thema Bahnhof: Natürlich ist Stuttgart 21 ein großes Thema, aber es liegt in der Natur der Sache, daß man aus allen möglichen Varianten – man möge mir die Wortwahl verzeihen – die Beschissenste gewählt hat.

    Es gab und gibt bessere Möglichkeiten wie z.B die Nutzung des Untertürkheimer Bahngeländes als Durchgangsbahnhof und mit einer veränderten Trassenführung über die Güterlinie nach Kornwestheim und Ludwigsburg, die man auch 4-gleisig durchführen kann/könnte.
    Eine verbesserte Anbindung des Nahverkehrs wäre dann zwar Plicht, aber eine 4-gleisige Anbindung eines shuttle-Verkehrs von Untertürkheim nach Stuttgart beseitigt dieses Problem bei gleichzeitiger Gewinnung sämtlicher Bahnflächen in der City und dem Erhalt sämtlicher Gebäude und bestehender Grünflächen. Und die Kosten wären bei weitem nicht so hoch!

  15. Wolfgang sagt:

    Liebe Leser vom Klaus-Block !
    Wir wollten Euch nur ein schönes Foto von einer Engelskerze zeigen und eine kleine Anmerkung zum Baubeginns von S 21 geben. Beruhigt Euch, sonst schmort der PC vom Klaus noch durch.
    Wir danken trotzdem allen Beteiligten für Ihre Meinung.
    Es grüßt der Verursacher- Wolfgang

  16. Klaus sagt:

    @Wolfgang,

    so schnell brennt bei mir am Rechner und Server nichts durch 😉 Solange ein Diskussion so sachlich und fair geführt wird, was ja alle genehmigten Kommentarschreiber auch tun, gibt es keinen Grund einzuschreiten. Das Thema S21 braucht nur gestreift zu werden und es entwickelt sich meist eine heiße Diskussion. Da wir in diesem Thema nicht alle einer Meinung sind, spiegelt auch die Meinung in der Bevölkerung wieder.
    Das die Bevölkerung nicht richtig und viel zu spät von diesem Bauprojekt unterrichtet wurde hat sogar der Bahnchef zugegeben. Ob dieses Bauprojekt gut für Stuttgart ist oder nicht wird wohl eh erst die Zukunft weißen. (Dann sind die Milliarden aber schon Futsch)

    An dieser Stelle möchte ich nun mal Dein Foto loben. Eine stimmungsvolle Aufnahme 😉 Die Aufnahme ist Dir gelungen.
    Den anderen Kommentarschreibern danke ich an dieser Stelle mal wieder für den doch schon kameradschaftlichen Ton untereinander, obwohl wir nicht alle einer Meinung sind.

    Danke

    😉 Grüßle Klaus

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