Archive for the ‘Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB’ Category

Luftreinhaltung: Stadt richtet stadtauswärtige Busspur in der Wagenburgstraße ein

Info LHS

Im Auftrag des Landes richtet die Landeshauptstadt Stuttgart in der Wagenburgstraße eine weitere Busspur ein. Diese führt stadtauswärts von der Schwarenbergstraße bis zur Talstraße. Durch den neuen Sonderfahrstreifen sollen Busse der Linie 40 besser durch den Verkehr kommen und der ÖPNV noch attraktiver werden.

Die Markierungsarbeiten sollen bei entsprechender Witterung voraussichtlich am Samstag, 31. Oktober, erfolgen. Die Busspur kann dann ab Anfang November genutzt werden. Das hat die Stadt am Dienstag, 27. Oktober, bekanntgegeben.

In gegensätzlicher Fahrtrichtung – stadteinwärts von der Talstraße bis zur Schwarenbergstraße – wurde die Busspur bereits vor einem Jahr eingerichtet. Der Versuchszeitraum für diesen Abschnitt wurde bis voraussichtlich Ende April 2021 verlängert. Die Sonderfahrstreifen sind eine Maßnahme aus dem Luftreinhalteplan des Landes. Radfahrer und Taxis dürfen die Spuren mitbenutzen.

Die neue Busspur wird zunächst als Versuch testweise für ein Jahr eingerichtet. Auf Basis einer Evaluierung wird über den Fortbestand entschieden.

46 Parkplätze werden durch die Einrichtung der Busspur entfallen. Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass die Verkehrsüberwachung verstärkt kontrollieren wird. Sollten Busse die Spur nicht benutzen können, weil sie durch parkende Autos daran gehindert werden, so werden diese abgeschleppt.

Foto, LHS, Archiv

Vom Wrack zum Schmuckstück – der Garten- schauwagen Nr. 714

Posted by Klaus on 27th Oktober 2020 in Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB

Die Gartenschauwagen der SSB

Fotos, Klaus

Für den Zubringerverkehr zur Reichsgartenschau, die 1939 auf dem Killesberg stattfand, benötigte die SSB dringend zusätzliche Fahrzeuge. In der Folge wurden 24 zweiachsige Triebwagen neu in Auftrag gegeben. Hersteller waren die Maschinenfabrik Esslingen, die 14 Stück lieferte, und die Waggonfabrik Uerdingen, die mit 10 Stück beteiligt war. Die eleganten, passenderweise als Gartenschauwagen bezeichneten Fahrzeuge, erhielten anstelle des bis dahin üblichen Holzaufbaus stählerne Wagenkästen. Die Zuteilung von Stahl, der zu dieser Zeit bereits rationiert war, hatte nicht zuletzt Prestigegründe: Man wollte den Besuchern vor Augen führen, was die deutsche Industrie zu bieten vermochte. Entsprechend modern zeigte sich auch die Innenausstattung.

Die Gartenschauwagen blieben die einzigen Triebwagen, die während des Dritten Reiches neu nach Stuttgart kamen. Sieben von ihnen mussten als Kriegsverlust abgeschrieben werden.

Die „Überlebenden“ wurden in den 1950er Jahren unterschiedlich stark modernisiert und den veränderten Anforderungen und Vorschriften angepasst. Große einteilige Frontfenster und aufgesetzte Liniennummernkästen veränderten das Erscheinungsbild nachhaltig. Gleich zweimal mussten die Gartenschauwagen ihre Betriebsnummern für in Großserie neu beschaffte Fahrzeuge frei machen. Ursprünglich als 701 – 724 bezeichnet, hießen sie ab 1954 zunächst 651 – 667 und ab 1963 schließlich 851 – 867.

Die robusten Gartenschauwagen waren die letzten aktiven Vorkriegs-Triebwagen der SSB. Im Linien-verkehr fanden sie bis 1969 Verwendung. Bei kontinuierlich sinkendem Bestand verdingten sich einzelne Exemplare noch bis Mitte der 1970er Jahre als E-Wagen im Berufsverkehr sowie als Arbeitswagen.
Die beigefügten Bilder (Foto: Jürgen Daur) entstanden während der Verladung in Bad Cannstatt am 17.2.2011 bzw. einer Besichtigung in Gera am 20.8.2013.

Dem Schneidbrenner entgangen

Der stark modernisierte „Uerdinger“ Triebwagen 851 (ursprünglich 702) blieb im Bestand der SSB und wurde 1978 offiziell zum Museumswagen. Seit Einführung des Oldtimer-Linienverkehrs 1989 steht er wieder regelmäßig im Einsatz.

Mit dem „Esslinger“ 859 (ursprünglich 714) blieb noch ein zweites Exemplar erhalten. Das im Vergleich zum Triebwagen 851 weniger stark modernisierte Fahrzeug hatte die SSB 1973 an das damalige Deutsche Straßenbahn-Museum Hannover e. V. abgegeben, welches eine geradezu gigantische Sammlung alter Straßenbahnen und Omnibusse besaß, die ein ehemaliges Zechen- bzw. Militärgelände in Sehnde-Wehmingen bevölkerten. Was fehlte, waren geeignete Unterstellmöglichkeiten. Auch das ex-Stuttgarter Fahrzeug war jahrzehntelang Wind und Wetter ausgesetzt, was zu schweren Schäden führte.

Trotz seines beklagenswerten Zustands bemühte sich der 1987 gegründete Verein Stuttgarter Historische Straßenbahnen e. V. (SHB) um den Rückkauf dieses interessanten Sachzeugen, der nach längeren Verhandlungen im Dezember 2003 im damaligen Straßenbahnmuseum Zuffenhausen eintraf. Dort und am späteren Standort Bad Cannstatt wurde das Fahrzeug dem Publikum als künftiges Restaurierungsprojekt vorgestellt, wobei bereits feststand, dass das Fernziel einer Aufarbeitung zum fahrbereiten Museumswagen mit dem Fleiß und Know-how der Vereinsmitglieder allein nicht zu erreichen war.

Neuaufbau mit Hindernissen 

So fiel die Entscheidung, wesentliche Schritte der Instandsetzung außer Haus zu vergeben. Nach eingehender Marktsondierung ging der Auftrag an den Geraer Verkehrsbetrieb (GVB), der freie Werkstattkapazitäten für die Ausführung von Fremdaufträgen nutzte und schon eine Reihe von Referenzobjekten vorzuweisen hatte, darunter vormalige „Wracks“ vom Schlage eines 859. Für den GVB sprach auch, dass die einzelnen Gewerke je nach Kassenlage beauftragt werden konnten.

Vor seinem Abtransport wurde das Fahrzeug vollkommen „ausgebeint“, jedes entnommene Teil akribisch genau erfasst und katalogisiert. Dokumentiert wurde auch die zeitgenössische Außenwerbung für das

„1. Württembergische Haarbehandlungsinstitut“, die zu gegebener Zeit einen anderen Museumswagen zieren könnte. Zu einem Gartenschauwagen im Urzustand passt sie jedenfalls nicht. Parallel dazu wurde eine große Spendenaktion ins Leben gerufen, die bis heute knapp 80.000 € erbracht hat. Motto: „Deine Spende für Dein Stück Stuttgart“. Im Februar 2011 wurde der „Patient“ per Tieflader nach Thüringen überführt, wo sich eine erfahrene und motivierte Mannschaft des Projekts annahm.

Zur selben Zeit begannen die Vereinsaktiven in der Cannstatter Museumswerkstatt mit der Aufarbeitung der entnommenen Teile. Bald darauf ergab sich eine Kooperation mit der Robert-Bosch-Schule in Stuttgart-Zuffenhausen. Die traditionsreiche Berufsfachschule hatte von sich aus angeboten, Ersatz für fehlende oder irreparabel beschädigte Teile aus Metall im Rahmen des Unterrichts neu anzufertigen. So entstand eine echte Win-Win-Situation: Während der Verein die Ersatzteile kostenlos und in ausgezeichneter Qualität erhielt, konnten die Azubis sicher sein, dass ihre Produkte auch tatsächlich Verwendung finden und dies über einen langen Zeitraum hinweg. Die Partnerschaft dauert bis heute an.

In Gera wurde 2013 der Rohbau des Wagenkastens fertiggestellt, womit das erste Baulos abgeschlossen war. Es folgte der Einbau des Holzfußbodens. Im Jahr darauf wurden die Fahrmotoren und Getriebe überholt und die Radsätze neu bereift.

2014 dann der Schock: Die Stadtwerke Gera und mit ihnen der Geraer Verkehrsbetrieb mussten Insolvenz anmelden. Nichts ging mehr!

Wegen des schleppenden Insolvenzverfahrens wurde nach einem Ausweg gesucht, das Projekt dennoch weiter voranzubringen. Ergebnis war, dass das Fahrgestell per Lkw von Gera nach Leipzig reiste, um bei der IFTEC, einem Fachbetrieb für die Reparatur von Schienenfahrzeugen, instandgesetzt zu werden. Anschließend ging es zurück nach Gera, wo Fahrgestell und Aufbau wieder vereint wurden.

Nach Abschluss des Insolvenzverfahrens und unter neuer Leitung übernahm der Geraer Verkehrsbetrieb  keine Fremdaufträge mehr. Immerhin konnte vereinbart werden, dass einige der noch ausstehenden Arbeiten durch örtliche Handwerksbetriebe unter Anleitung eines GVB-Mitarbeiters ausgeführt wurden. Dies betraf unter anderem die Fertigstellung des Daches sowie eine Teillackierung.

Dank guter Vernetzung mit anderen Museumsvereinen und Verkehrsbetrieben konnte inzwischen auch die Woltersdorfer Straßenbahn, ein kleiner Verkehrsbetrieb in Brandenburg, als Partner gewonnen werden. Die dortige Werkstatt setzt gegenwärtig Teile der Fahrzeugelektrik instand.

Rückkehr und weitere Schritte

Am 30. Oktober 2020 wird der Gartenschauwagen 714, wie seine Nummer künftig wieder lautet, im Stuttgarter Straßenbahnmuseum in Bad Cannstatt zurückerwartet, wo er sich dem Publikum vom 1. November 2020 bis Ende Februar 2021 in seinem derzeitigen Zustand präsentieren wird.            

Anschließend folgen der Innenausbau, die elektrische Ausrüstung, die Verrohrung der Druckluftanlage und die Endlackierung – Maßnahmen, die in der Cannstatter Museumswerkstatt und mit Eigenmitteln durchgeführt werden können. Zu guter Letzt muss das Fahrzeug, das sich vor 48 Jahren letztmals aus eigener Kraft bewegt hat, durch die Technische Aufsichtsbehörde für Straßenbahnen abgenommen werden.

Fotos, G. Köhler

„Ungleiche Brüder“

Nach Abschluss des Projekts hat das Stuttgarter Straßenbahnmuseum seinem Publikum etwas ganz Außergewöhnliches zu bieten: Zwei einsatzbereite Schienenveteranen ein und desselben Typs, von zwei verschiedenen Herstellern stammend – der eine im schicken Ursprungszustand von 1939, der andere eher schlicht im Stil der 1950er Jahre – ein „ungleiches Brüderpaar“, wenn man so will.

Von Jürgen Daur, Stuttgarter Historische Straßenbahnen e. V. (SHB)
STUTTGARTER HISTORISCHE STRASSENBAHNEN e.V. (SHB)
Veielbrunnenweg 3
D-70372 Stuttgart (Bad Cannstatt)

Gemeinderat stimmt dem Weiterbetrieb der Schnellbuslinie X1 zu – Taktzeit wird auf sechs Minuten angepasst

Info LHS

Der Betrieb der Schnellbuslinie X1, die im Oktober 2018 als zweijähriges Pilotprojekt gestartet war, wird bis 30. Juni 2021 fortgesetzt. Das hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag, 22. Oktober, mehrheitlich beschlossen. Im Juli wird neu über das Projekt beraten.

Die Taktzeit wird geändert: Der Bus fährt fortan alle sechs – statt wie bisher – alle fünf Minuten. Damit werden jährlich Kosten in Höhe von 510.000 Euro eingespart.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte: „Ich halte den X1 für verkehrspolitisch absolut sinnvoll. Es ist ein attraktives Angebot, um im City Ring eine Verbindung mit hoher Taktzahl zu haben und weitere Kapazitäten zu schaffen. Gerade in Corona-Zeiten ist es besonders wichtig, zu entzerren.“

Die Schnellbuslinie X1 verbindet den Wilhelmsplatz in Bad Cannstatt mit der Stuttgarter Innenstadt. Ziel ist es, auf dieser stark belasteten Verkehrsachse zusätzliche Kapazitäten im ÖPNV anzubieten und die Stadtbahnen zu entlasten. Darüber hinaus ist die Linie X1 bis zur Einführung des 80-Meter-Zug-Betriebes auf der Stadtbahnlinie U1 eine Maßnahme der 3. Fortschreibung des Luftreinhalteplans.

Die Betriebskosten für die Fortführung der Schnellbuslinie belaufen sich mit dem neuen Betriebskonzept (6-Minuten?Takt) auf 2,25 Millionen Euro pro Jahr. Auf Antrag aus dem Rat wird sich der Oberbürgermeister einsetzen, dass sich das Land an den Kosten der Linie beteiligt („Konnexitätsprinzip“).

Dazu erspare ich mir jeden Kommentar 🙁

Foto. G. Köhler

Stuttgart-Ost: Umleitung wegen Straßenbau- arbeiten

Info SSB

Betroffene Linien: U9

Von Freitag, 23. Oktober 2020, ab 09:00 Uhr bis Sonntag, 25. Oktober 2020, Betriebsschluss, und von Freitag, 30. Oktober 2020, ab 09:00 Uhr bis Sonntag, 01. November 2020, Betriebsschluss, müssen die Bahnen der Linie U9 zwischen den Haltestellen Bergfriedhof und Brendle (Großmarkt) abwechselnd in jeweils eine Fahrtrichtung umgeleitet werden. Am ersten Wochenende können die Haltestellen Raitelsberg, Schlachthof und Wangener-/Landhausstraße nicht in Richtung Hedelfingen bedient werden. Am zweiten Wochenende nicht in Richtung Heslach Vogelrain.

Von Freitag, 23. Oktober 2020, ab 09:00 Uhr bis Sonntag, 25. Oktober 2020, Betriebsschluss, fahren die Bahnen der Linie U9 in Fahrtrichtung Hedelfingen ab der Haltestelle Bergfriedhof im Verlauf der Linie U4 über die Haltestellen Ostendplatz, Ostheim, Gaisburg und Wangener-/Landhausstraße nach Hedelfingen.

Fahrgäste der Linie U9 aus Richtung Heslach / Charlottenplatz kommend mit dem Fahrtziel Raitelsberg oder Schlachthof fahren mit der umgeleiteten Linie U9 bis zur Haltestelle Wangener-/Landhausstraße und steigen dort in die Bahnen der Linie U9 in Richtung Heslach Vogelrain um.

Fahrgäste an den Haltestellen Raitelsberg und Schlachthof mit einem Fahrtziel in Richtung Hedelfingen fahren mit den Bahnen der Linie U9 in Richtung Heslach bis zur Haltestelle Bergfriedhof und steigen dort in Bahnen der Linie U9 in Richtung Hedelfingen um.

Gaisburg – Talstraße Baustelle Gleisüberfahrt Wangener Straße und Rotenbergstraße

Gaisburg – Staugefahr

Talstraße – Gleisüberfahrt Wangener Straße und Rotenbergstraße

von 23.10.2020 bis 02.11.2020

Gleisbauarbeiten: Erneuerung der Gleise

Vollsperrung der Gleisüberfahrt jeweils von Freitagmorgen 9 Uhr bis Montagmorgen 4:30 Uhr.

Eine großräumige Umleitung ist ausgeschildert

Umleitung der Stadtbanlinie  U9

Foto, Klaus

Die Busse der SSB können am Mittwoch, dem 21. Oktober, jetzt doch fahren.

Info SSB

Die Busse der SSB können am Mittwoch, dem 21. Oktober, jetzt doch fahren.

Dies ist das Ergebnis von Gesprächen zwischen der ver.di und dem Vorstand der Stuttgarter Straßenbahnen am Dienstagvormittag. Die Busse der SSB-Flotte können nun gewartet und danach betriebsbereit auch am Mittwoch eingesetzt werden.

Nach dem ursprünglichen Streikaufruf von ver.di hätten die Busse am zweiten Tag von zwei Warnstreiktagen im Depot bleiben müssen, obwohl die SSB trotz ihrer bestreikten Werkstätten in dieser kritischen Phase der Corona Pandemie den Betrieb aufrecht erhalten will. Fahrerinnen und Fahrer sind aktuell nicht zum Warnstreik aufgerufen. Warnstreikbedingt kann es dennoch weiterhin zu einzelnen Fahrtausfällen bis zum Ende der Woche kommen.

Foto, SSB

SSB wird bestreikt: Dienstag fahren Busse und Stadtbahnen, Mittwoch nur Stadtbahnen

Info SSB

Die Busse der SSB können am Mittwoch, dem 21. Oktober, jetzt doch fahren.

 

 

Technisch sicherer Betrieb an den Streiktagen, aber: mögliche Fahrtausfälle

Streikaufruf
Verdi hat die Mitarbeitenden der SSB, die für die Sicherheit von Infrastruktur und Fahrzeugen verantwortlich sind, zu einem Warnstreik am Dienstag und Mittwoch dieser Woche aufgerufen. Benannt sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bus-, Stadtbahn- und Infrastrukturwerkstätten. Fahrerinnen und Fahrer sind nicht dazu aufgefordert, an dem zweitägigen Warnstreik teilzunehmen.

Verdi ruft damit dazu auf, gezielt jene Bereiche der SSB, die die technische Sicherheit des SSB-Betriebes gewährleisten, zu bestreiken. Wenn der Wartungsstand der Infrastruktur und der Fahrzeuge es nicht zulassen, den Betrieb aufzunehmen oder aufrecht zu erhalten, können keine Fahrzeuge ausrücken. Somit hätte die SSB keine Möglichkeit, die Arbeit ihrer Fahrerinnen und Fahrer anzunehmen. Wer nicht zum Warnstreik aufgerufen ist und dennoch nicht arbeiten kann, erhält kein Streikgeld.

Verantwortungen
Die SSB muss nach diesem Streikaufruf für zwei Tage mehrere Verantwortungen abwägen: Die Sicherheit der Fahrgäste muss technisch gewährleistet sein.

Angesichts der bestehenden aktuellen Gefährdungsstufe in der Corona-Pandemie will die SSB Situationen, in der das Ansteckungsrisiko für die Bevölkerung steigt, nach Kräften vermeiden und für ihre Fahrgäste soweit es möglich ist, zur Verfügung stehen. Wenn das Angebot der SSB wegen eines Warnstreiks ausfällt, steigen erfahrungsgemäß die Fahrgastzahlen in der nicht bestreikten S-Bahn.

Zusätzlich ist es der SSB ein Anliegen, ihren Betriebsfrieden so gut wie möglich zu bewahren.

Fahrtangebot an den Warnstreiktagen
Die SSB hat sich vor allem unter Berücksichtigung des Coronageschehens zu folgender Lösung entschlossen:

Am Dienstag rücken alle Stadtbahnen und Busse aus und nehmen ihren Betrieb nach Fahrplan auf.

Am Mittwoch rücken alle dann noch verfügbaren Stadtbahnen aus und erfüllen den Stadtbahnfahrplan so umfangreich wie möglich. Busse können dann nicht mehr ausrücken, da sie nach gesetzlicher Vorgabe nach dem Einrücken ins Depot ihre Betriebsfreigabe verlieren und nur nach einer bestimmten Wartung durch das zum Streik aufgerufene Personal wieder ausrücken dürfen. Auf einzelnen Linien der SSB fahren Busse von Auftragsunternehmen, die nicht vom Streikaufruf betroffen sind. Die Linien 53, 54, 58, 60, 64, 66, 73, 90 fahren daher Dienstag und Mittwoch vollständig.

„Wir garantieren mit dieser Lösung einen sicheren Betrieb. Dafür nehmen wir in Kauf, dass es zu einzelnen Fahrtausfällen kommen wird. Das ist eine belastende Ausnahmesituation, aber wir verhindern damit hoffentlich, dass zum jetzigen Punkt der Coronapandemie das Risiko für die Fahrgäste im ÖPNV unnötig steigt“ erklärt der Technische SSB-Vorstand und Vorstandssprecher Thomas Moser.

„Viele unserer Führungskräfte springen Dienstag und Mittwoch an der Basis ein, dafür sind wir ihnen sehr dankbar. Wir wollen gemeinsam verhindern, dass es zu erheblichen Beeinträchtigungen der Fahrgäste kommt, und dass die sehr guten Leistungen der SSBlerinnen und SSBler während des Lockdowns im Frühjahr durch Auswirkungen der Tarifverhandlungen im Herbst ad absurdum geführt werden“ ergänzt Dr. Sabine Groner-Weber, die Arbeitsdirektorin der SSB.

Die Entscheidung, den Betrieb unter den gegebenen Bedingungen weiterzuführen hat zur Folge, dass an beiden Warnstreiktagen und auch an den darauffolgenden Tagen durch nicht reparierte Fahrzeuge Fahrtausfälle zu erwarten sind. Die Dienstag und Mittwoch aufgelaufenen Störungen können durch den Streik nach jetzigen Stand erst ab Donnerstag bearbeitet werden. An den beiden Warnstreiktagen können die Fahrzeuge nicht wie gewohnt gereinigt werden. Eine Desinfektion findet jedoch statt. Würde an beiden Warnstreiktagen kein Betrieb stattfinden, hätte die SSB den Betrieb am Donnerstag wie gewohnt wieder aufnehmen können.

Fotos, Klaus

175 Jahre Württembergische Eisenbahn – Open-Air-Ausstellung in der Fußgängerzone Untertürkheim

Die ursprünglich für den Fleggatreff konzipierte Ausstellung des Bürgervereins Untertürkheim zum 175. Jubiläum der „Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen“ im Jahr 1845 ist seit heute in den Schaufenstern der Widdersteinstraße 19 in Untertürkheim zu sehen – ein idealer Platz zu Corona-Zeiten.
Auf 10 Tafeln werden die Anfänge des Eisenbahnverkehrs vor 175 Jahren in Stuttgart, Cannstatt und Untertürkheim dargestellt.

Am 2. Oktober 1845 lief der erste Probezug über die Strecke Cannstatt-Untertürkheim, drei Wochen später am 22. Oktober wurde der reguläre Verkehr zwischen dem Cannstatter Bahnhof und Untertürkheim aufgenommen.
www.bv-untertuerkheim.de

Ausstellung in der Widdersteinstraße 19 – Foto: Enslin

 

mit freundlichen Grüßen

Klaus Enslin
Vorsitzender
Bürgerverein Untertürkheim e.V.

Bahnhofsfoto Klaus Rau

Siehe auch>>>>>
und Erste Württembergische Eisenbahnstrecke: 22. Oktober 1845 Cannstatt-Untertürkheim

Gewerkschaft ver.di hat zu eintägigem Warn- streik aufgerufen – Morgen, am 15. Oktober 2020, wird die SSB bestreikt.

Presseinfo SSB 14.10.2020

Die SSB-Kundencentren am Rotebühlplatz, am Charlottenplatz und am Hauptbahnhof bleiben geschlossen. Per E-Mail oder telefonisch über das Servicetelefon unter 0711-78853333 ist der Kundenservice der SSB am 15. Oktober nicht zu erreichen.

Bei den Bussen und Stadtbahnen der SSB kann es zu vereinzelten Behinderungen oder Fahrtausfällen kommen.

Die Gewerkschaft ver.di hat ihre Mitglieder in vereinzelten Bereichen der SSB am Donnerstag zu einem Warnstreik aufgerufen.

Foto, Archiv

Streik – Vom 08.10.2020 04:00 Uhr bis 09.10.2020 01:40 Uhr entfallen sämtliche Fahrten.

Posted by Klaus on 8th Oktober 2020 in Fotos, Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB

Info der SSB Kurz und Bündig

Fotos, Archiv

U-Bahn
U1, U2, U3, U4, U5, U6, U7, U8, U9, U12, U13, U14, U15, U16, U19, U29, U34
Bus
40, 41, 42, 43, 44, 45, 50, 52, 56, 57, 61, 62, 65, 70, 71, 72, 74, 76, 77, 80, 81, 82, 84, 86, 91, 92, 99, X1, X2, X7
Zacke
10
Seilbahn
20