Archive for the ‘Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB’ Category

Über Ostern in Stuttgart Mitte: Stadtbahnverkehr unterbrochen

Pressemitteilung der SSB

Über das Osterwochenende wird der Stadtbahnverkehr in Stuttgart Mitte am Olgaeck wegen Gleisbauarbeiten unterbrochen. Die Sperrung beginnt am Samstagabend, 20. April, gegen 21 Uhr, und geht bis einschließlich Montagabend, 22. April. Die Stadtbahnlinien werden in zwei Abschnitte aufgeteilt: Die U5 entfällt zwischen Killesberg und Möhringen. Ersatzweise kann die Buslinie 44 zwischen Killesberg und Charlottenplatz benutzt werden. Die U5 Süd fährt zwischen Leinfelden, Möhringen und Plieningen. Die U6 Nord fährt von Gerlingen bis Charlottenplatz, die U6 Süd zwischen Ruhbank, Weinsteige und Fasanenhof Schelmenwasen. Die U7 Nord pendelt zwischen Feuerbach Pfostenwäldle und Charlottenplatz, die U7 Süd zwischen Eugensplatz und Ostfildern. Zwischen Eugensplatz und Olgaeck kann die verkürzte Buslinie 42 benutzt werden. In den Randstunden, wenn die Linie 42 nicht fährt, bildet ein Taxi den Anschluss vom Eugensplatz bis zur Ersatzhaltestelle Olgaeck. Die U12 Nord verkehrt zwischen Remseck und Charlottenplatz, die U12 Süd zwischen Ruhbank/Weinsteige und Dürrlewang. Die U15 entfällt zwischen Zuffenhausen und Ruhbank. Zum Teil ändern sich die Taktzeiten und die Abfahrtszeiten.

Zwischen Schlossplatz und Degerloch fahren ersatzweise Busse. Diese halten etwa auf Höhe der Haltestellen der Stadtbahn. Die Buslinie 44 kann in dieser Zeit die Haltestelle Schlossplatz nicht bedienen, stattdessen kann die Haltestelle Dorotheenstraße benutzt werden. Gleichzeitig ist bereits während der ganzen Osterferien die Stadtbahnstrecke zwischen den Haltestellen Pragsattel und Kelterplatz gesperrt. Daher wird die U7 Süd nach Feuerbach Pfostenwäldle umgeleitet. Zwischen Stammheim, Zuffenhausen Kelterplatz und Mönchfeld fährt durchgehend die U15/U7 Nord, während zwischen Feuerbach Bahnhof und Zuffenhausen Kelterplatz ersatzweise Busse fahren. Die U15 Süd verkehrt zwischen den Haltestellen Heumaden/Ruhbank und Killesberg. In den Ersatzbussen werden keine Tickets verkauft, Fahrräder können nicht mitgenommen werden. Durch die Nutzung des Schienenersatzverkehrs verlängern sich die Reisezeiten in allen Relationen. Fahrgäste sollten dies bei der Reiseplanung bedenken. Fahrplantabellen und tagesaktuelle Reiseverbindungen sind unter www.ssb-ag.de und www.vvs.de abrufbar.

Bereits von Montagvormittag, 8. April, ab 9 Uhr bis einschließlich Freitagabend, 26. April, wird die Buslinie 42 wegen der Bauarbeiten am Olgaeck verkürzt und fährt nur zwischen Erwin-Schoettle-Platz, Stuttgart Ost und Ersatzhaltestelle Olgaeck in der Olgastraße, jedoch nicht weiter bis zum Schlossplatz. Der Überweg am oberen Ende der Stadtbahnhaltestelle Olgaeck auf Höhe der Alexanderstraße ist in dieser Zeit gesperrt. Ebenso kann der Autoverkehr den Kreuzungsbereich Charlottenstraße/Hohenheimer Straße/Alexanderstraße nur in Geradeausrichtung befahren. Das Abbiegen von der Charlottenstraße in die Alexanderstraße und aus dieser in die Hohenheimer Straße ist nicht möglich.

Fotos, Sabine

Die Gäubahn und Stuttgart 21. Eine Spuren- suche und ein Geheimtipp für Modellbahnfans

Freitag, 12. April 2019 (Tagesfahrt)
Treffpunkt: 9.00 Uhr Stuttgart, Nordbahnhof
Ende: gegen 18.45 Uhr Stuttgart, Hauptbahnhof

INFOS unter: schwaebischer-heimatbund.de/studienreisen

Foto, Blogarchiv

Bürgerinitiative fordert Einlenken – „Landrat bremst Pendler aus“

Das Verhalten von Böblingens Landrat Roland Bernhard in Sachen Hermann-Hesse-Bahn gefährdet die Interessen der Pendler in den Kreis Böblingen und damit der dortigen Gewerbetreibenden. Diese Auf- fassung vertritt die Bürgeraktion Unsere Schwarz- waldbahn.
Die Bürgerinitiative bezieht sich auf den erneuten Vorstoß von Bernhard, der den Zugverkehr von Calw schon in Weil der Stadt enden lassen möchte.
„In der Verkehrswirtschaft gibt es die eindeutige Erfahrung, dass mehrmaliges Umsteigen auf kurzer Entfernung auf Berufspendler abweisend wirkt“, sagt Hans-Peter Benzing aus Renningen von der Bürgeraktion. Wer den Fahrgästen aus dem Kreis Calw Richtung Böblingen also unnötiges Umsteigen in Weil der Stadt zumute statt nur den Zugwechsel in Renningen, gefährde nicht nur die Akzeptanz der Hermann-Hesse-Bahn insgesamt. Es schädige auch die Attraktivität der Arbeitsplätze im Kreis Böblingen. Denn viele Mitarbeiter wollten sich nicht mehr mit Stau und Parkplatzsuche herumschlagen. Dies habe die Bürgerinitiative in einem Brief an Bernhard nun mitgeteilt. Schließlich sei eine solche Haltung auch ein Affront gegenüber den Mitarbeitern von Bosch in Renningen, die dort direkt auf den Zubringerbus zum Forschungszentrum umsteigen könnten. „Jede auf den Nahverkehr verlagerte Autofahrt ist ein Beitrag zur Energieeinsparung“, so Benzing: „Leider versucht Herr Bernhard, den Klimaschutz zu behindern.“
Unverständlich ist für Benzing, dass sich der Kreis Böblingen gegenüber dem Zuschussgeber Land in das Bahnprojekt einmische, anstatt den direkten Kontakt mit dem Kreis Calw zu suchen. „Böblingen leistet keine Beiträge zum Vorhaben und ist kein Antragsteller“, so der Bahnaktivist: „Landrat Bernhard ist gar nicht zuständig.“ Der Kreischef könne viel fordern, wenn sich die Kommune weder an den Kosten der Hessebahn noch denen einer S-Bahn beteiligen wolle. Die Bürgervertreter hätten den Landrat bereits im Januar in einem Brief die entscheidenden Gründe für die Bahn bis Renningen dargelegt, aber offenbar kämen Sachinformationen dort nicht an. Erneut bekräftigt die Bürgerinitiative nun in einem Schreiben an das Verkehrsministerium, dass das Land am vereinbarten Beschluss gemäß der Wirtschaftlichkeitsberechnung festhalten solle: „Die Pendler aus dem Nordschwarzwald werden es danken“, hofft Benzing, schließlich sei die Hermann-Hesse-Bahn ein Vorzeigeprojekt des Landes.
Eine Absage erteilt die Bürgeraktion der Idee, die bestehende S-Bahn nach Calw zu verlängern: „Dafür ist eine S-Bahn das ganz falsche Verkehrsmittel“, wie Hans-Joachim Knupfer aus Leonberg erklärt, „denn sie hält an jeder Milchkanne, hat viel zu wenig Sitzplätze und kein WC“. Eine Reisezeit von über 60 Minuten für nur gut 30 Kilometer Luftlinie seien eine Zumutung. Eine Express-S-Bahn sei ein Widerspruch in sich, resümiert Knupfer: „Wer nach Stuttgart will, möchte nicht in Feuerbach stranden.“ Die Verkehrsplanung in der Region müsse vom Kopf auf die Füße gestellt werden: Es gehe nicht darum, dahin zu fahren, wo zufällig ein Gleis frei sei, wie nach Feuerbach, sondern dorthin, wo die Hauptströme der Pendler wollten, wie von Calw nach Renningen und durchgehend nach Stuttgart. Die spätere Zukunft nach der Hermann-Hesse-Bahn heiße daher: schneller Metropolexpress Calw durch den Tiefbahnhof Stuttgart und weiter in die Region Stuttgart Südost. Dies sichere auch den raschen Anschluss
des Bosch-Forschungszentrums an den Flughafen.

 

 

unsere-schwarzwaldbahn.de

CALW: SEIT 35 JAHREN ABGESCHNITTEN
:: Anno 1872: Eröffnung Württembergische Schwarzwaldbahn Stuttgart – Renningen – Calw.
:: 1983: Auflassung der Personenzüge durch die Bundesbahn (1987 auch Ende Güterzugverkehr).
:: 1994 kauft Landkreis Calw um 1 Mark den Streckenabschnitt Calw – Weil der Stadt (22 km).
:: Seit 2012 kommunale Beschlüsse zur Wiederinbetriebnahme, im ersten Schritt (einzige wirtschaftlich sinnvolle Variante) als ‚Hermann-Hesse-Bahn‘ Calw – Weil der Stadt – Renningen
:: Das Land hat hierfür Zuschüsse zugesagt, der Zweckverband für den Betrieb ist gegründet und der Betrieb der Infrastruktur vergeben.
:: Die Wiederinbetriebnahme dieser Bahnstrecke bringt den Bürgern aus dem Kreis Calw endlich Gleichberechtigung: Alle anderen Landkreise in der Metropolregion Stuttgart haben schon immer eine Bahnverbindung nach Stuttgart, nur Calw nicht (seit 1983 nicht mehr).

V.i.S.d.P.:
Hans-Joachim Knupfer

Unsere Beiträge hierzu: Schwarzwaldbahn und Hesse-Bahn
Logo, B.A.U.S.
Foto, Blogarchiv

Siehe auch den Zeitungsbericht: stuttgarter-zeitung.de/hesse-bahn-streit-winfried-hermanns-ruck-bleibt-aus-vorerst.

Seilbahnspaziergang mit der SPD – Sonntag, 7. April 2019 von 09:30 bis 11:00

Kommt alle am 7.4. um 9.30 Uhr zur Wiese vor der Villa Berg. Dann zeigen wir Euch wie und wo eine Seilbahn Stuttgart-Ost helfen kann.

SPD Stuttgart-Ost weist den Weg für Seilbahn

Sichtbar machen, was sein könnte: Dieses Ziel verfolgt die aktuelle Aktion der SPD Stuttgart-Ost. Entlang der möglichen Seilbahnstrecke, die den Stuttgarter Osten mit dem Theaterhaus im Norden verbinden soll, hat der Ortsverein Plakate aufgehängt. Sie zeigen den Passanten, dass hier eine neue Dimension des öffentlichen Personen-Nahverkehrs möglich ist.

Daniel Campolieti, Vorsitzender der SPD Stuttgart-Ost, ist zuversichtlich: „Als die SPD im Stuttgarter Osten diese Idee vor einigen Jahren noch alleine verfochten hatte, wurden wir noch belächelt. Nun zeigt sich, dass die Idee eine Prüfung durch das Rathaus wert ist.“ Christiane Albrecht, ebenfalls wie Campolieti Kandidatin für den Gemeinderat, ergänzt: „Wichtig ist, dass die Strecke weiter führt als bloß bis zum Ostendplatz: Hoch zur Waldebene Ost, am besten über den Plettenberg.“

Auch über mögliche Haltestellen haben sich die Beiden schon Gedanken gemacht. „Das Wohngebiet Plettenberg könnte so endlich auch an den ÖPNV angeschlossen werden“, sagt Daniel Campolieti. Und Christiane Albrecht sagt: „Eine Haltestelle am Friedhof Gaisburg und bei der Herz-Jesu-Kirche wäre sicher eine echte Verbesserung.“

Für so ein Projekt ist die Diskussion mit den Bürgern unerlässlich. Deshalb verbindet die SPD die Kommunalpolitik mit dem Geselligen und veranstaltet am Sonntag, 7. April, einen Streckenspaziergang entlang der möglichen Trasse. Bereits um 9.30 Uhr geht es los von der Wiese vor der Villa Berg aus hoch zum Waldheim Raichberg – eine gute Gelegenheit, die Kandidaten der Ost-SPD kennen zu lernen.

Außerdem wird der Aufstieg mit einem Fest belohnt: Der Waldheimverein eröffnet am 7. April die Spielplatzsaison. Die körperliche Anstrengung wird mit der Aussicht auf den Brunch im Waldheim aufgewogen – und mit der Hoffnung, möglichst bald mit der Seilbahn gemütlich auf die Waldebene gondeln zu können.

Flyer, SPD August/2018 leinen-los-fuer-seilbahn-diskussion
Info: facebook.com/events/

Fotos und Bericht zum Spaziergang facebook.com/SPDStuttgart Ost

S-Bahn Böblingen – Leonberg – Stuttgart: S 60-Express besser als Konstrukt S 62

Posted by Klaus on 15th März 2019 in Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB

PRESSEMITTEILUNG

Bürgeraktion mit Vorschlag zu schnellerer S-Bahn
Wird die S 60 zur Expresslinie?
Vorteile für Fahrgäste aus Böblingen, Renningen und Weil der Stadt

Besonders für tägliche Pendler ist es ein Ärgernis: Wer mit der S-Bahn über Renningen fahren möchte, verbringt dort bei jeder Fahrt eine Wartezeit zwischen drei und 21 Minuten, mit oder ohne Umsteigen. Und es gibt über Leonberg nur die „langsame“ S 6. Bei dem könnte abgeholfen werden: mit einer abschnittsweise zur Express-S-Bahn geadelten S 60.
In die Diskussion um die Zukunft des S-Bahn-Verkehrs im Altkreis Leonberg kommt neue Bewegung. Eine Renninger Bürgerinitiative schlägt vor, die bestehende S 60 von Böblingen über Renningen Richtung Stuttgart zur Expresslinie zu machen. Die S 60 würde nicht mehr in Renningen an die Züge der S 6 von Weil der Stadt angehängt oder abgekuppelt, sondern eigenständig und mit weniger Halten unterwegs zumindest bis nach Stuttgart-Feuerbach durchfahren. Der Nutzen ließe sich sehen: Von Böblingen bis Feuerbach würde diese „S 60-Ex“ gut zehn Minuten weniger Reisezeit brauchen, damit wäre sie um über 20 Prozent schneller als bisher. Große Gewinner wären die Fahrgäste aus Renningen: Sie wären 16 statt heute 25 Minuten bis Feuerbach unterwegs. Selbst nach Stuttgart würden sich die Fahrzeiten beschleunigen, wenn auch mit Umsteigen in Feuerbach. Unter dem Strich wären die Pendler aus Renningen oder Leonberg immer noch etwa sechs Minuten rascher am Stuttgarter Hauptbahnhof oder in der Innenstadt.
„Wir sparen an zwei Stellen Reisezeit ein: beim Aufenthalt in Renningen und weil man ab dort nur noch in Leonberg, Korntal und Zuffenhausen halten würde“, erklärt Klaus Hünerfeld von der Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn, die das neue Konzept ausgetüftelt hat. Zwischen Böblingen und Renningen würde die S 60 hingegen weiterhin überall halten. Hünerfeld verweist auf zwei weitere wichtige Vorteile: „Die Böblinger haben dann mit jeder S 60 einen umsteigefreien Anschluss in Renningen, und das ganze S-Bahn-System wird stabiler.“ Denn das bisherige lästige so genannte Flügeln der Züge beider Linien in Renningen, das heute bei jeder Fahrt fünf oder sechs Minuten Aufenthalt kostet, fiele ganz weg. Auch die momentane Wartezeit in Renningen von über 20 Minuten vormittags, abends oder am Wochenende, wenn man zwischen der Linie von Böblingen Richtung Leonberg und Stuttgart umsteigen muss, gäbe es nicht mehr. „Statt der heute verknüpften Linien S 6 und S 60 gäbe es also zwei separate Linien, die nicht mehr gegenseitig Verspätungen mitschleppen“, unterstreicht Erwin Eisenhardt von der Bürgeraktion.
Auch für die Fahrgäste der S 6 zwischen Weil der Stadt und Renningen würden sich Vorteile ergeben, wie Hünerfeld erklärt: Die Reisezeit der S 6 könnte durch den wegfallenden Rangieraufenthalt in Renningen um drei bis vier Minuten verkürzt werden. Zwischen Renningen und Zuffenhausen gäbe es dann mit der S-60-Expresslinie endlich eine beschleunigte Verbindung, welche die S 6 entlasten würde. Daher würde die S 6 weiterhin alle Stationen bedienen, während die S 60 direkt vor ihr fahren würde und unterwegs nur in Leonberg und Korntal hielte. Zwischen Zuffenhausen und Feuerbach könnte die S 60-Ex in einem ersten Schritt das brachliegende Gleis 130 der Strohgäubahn nutzen. Durch die frühere Ankunft der S 60 in Feuerbach würden die Pendler aus dem Altkreis Leonberg dort am gleichen Bahnsteig die S 5 nach Stuttgart erreichen, wären also nochmals „einen Zug schneller“, so Erwin Eisenhardt.
Allerdings sei Gleis 130 für die dort durch Veto des Verbandes Region Stuttgart abgehängte Strohgäubahn genau so wertvoll, wie Klaus Hünerfeld betont, der selbst ständig als Pendler in dieser Relation unterwegs ist: „In einem zweiten Schritt, wenn der Feuerbacher Tunnel der Fernbahn durch S 21 frei wird, sollte die Express-S 60 zumindest bis Stuttgart Nord oder Mittnachtstraße fahren und die Strohgäubahn dann auf jeden Fall wieder bis Feuerbach.“

Freundliche Grüße

Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn (B.A.U.S.)
Bahnverbindung CalwRenningen (- Stuttgart)

www.unsere-schwarzwaldbahn.de

V.i.S.d.P.
Hans-Joachim Knupfer

Fotos, Blogarchiv

Veranstaltung der Verkehrsfreunde Stuttgart 16.03.2019

16.03.2019 Regionalstadtbahn Neckar-Alb – Vortrag von Bernd Strobel
und im 2. Teil: Bilder aus vergangenen Tagen von Erms-, Echaz- und Ammertalbahn sowie von der Reutlinger Straßenbahn – zusammengestellt von Bernd Katz und Jörg Zimmer, Referent: Jörg ZimmerSaal der AV Alania, Wächterstr. 11, Stuttgart-Mitte,
SSB-Haltestelle Dobelstraße (Linien U5, U6, U7, U12)

Beginn: 16.00 Uhr, Saalöffnung 15.30 Uhr (nach 16.00 Uhr bitte klingeln)Unser Ehrenmitglied Bernd Strobel ist nach seiner Pensionierung als Technischer Vorstand von SWEG und HzL seit dem Jahr 2010 ehrenamtlich im gemeinnützigen Verein „Pro RegioStadtbahn e.V.“ tätig und zwar als eines von vier geschäftsführenden Vorstandsmitgliedern. Der Verein wurde bereits vor 20 Jahren gegründet. Gemäß Satzung ist sein Zweck der Einsatz für eine umweltfreundliche, effektive und nachhaltige Verkehrsentwicklung in der Region Neckar-Alb, die den Aufbau eines regionalen Stadtbahn-systems für den Stadt-Umland-Verkehr zum Ziel hat.

Der Verdichtungsraum Neckar-Alb verfügt als einziger in Baden-Württemberg bisher über kein zusammenhängendes, integriertes Schienenverkehrssystem zur Lösung der beachtlichen Verkehrsprobleme und zur Verlagerung des Motorisierten Individualverkehrs (MIV) auf den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Vor längerer Zeit kam daher bereits der Gedanke auf, ein umfassendes System nach Vorbild des Karlsruher Modells einzurichten.
Die Voraussetzungen hierfür sind günstig, innerhalb der Region führen entlang der wichtigen Verkehrsachsen zahlreiche Vollbahnstrecken auf die Oberzentren Reutlingen und Tübingen zu. Hauptziele der Verkehrsströme sind die beiden genannten Städte mit einer hohen Anzahl von Arbeitsplätzen. Dementsprechend ist vorgesehen, einen Großteil der Regionalstadtbahn (RSB)-Linien des über 190 km langen und komplett zu elektrifizierenden Netzes als TramTrain umsteigefrei direkt in die Innenstädte Tübingen und Reutlingen hineinzuführen, in Reutlingen anschließend weiter auf die Alb.
Ein erstes „Modul“, der Abschnitt Herrenberg – Tübingen – Reutlingen – Metzingen – Bad Urach, ist bereits planfestgestellt, erste bauvorbereitende Maßnahmen sind dort in Arbeit. Die Bauausführung soll die-ses Jahr noch beginnen. Auf den übrigen Strecken des Netzes bis Albstadt-Onstmettingen, Burladingen, Kleinengstingen und Horb sowie den Innenstadtstrecken Reutlingen/Tübingen ist die jeweilige Vorplanung entweder abgeschlossen, in Arbeit oder steht kurz vor dem Beginn.

Im Anschluss daran wird unser Ehrenmitglied Jörg Zimmer als Zeitzeuge den aktuellen Vortrag mit Anekdoten und Bildern aus vergangenen Tagen von Erms-, Echaz- und Ammertalbahn sowie von der Reutlinger Straßenbahn ergänzen. Bernd Katz und Jörg Zimmer haben in ihren Archiven „gekramt“ und sind fündig geworden!

Infos: https://www.vfsev.de/

Ausbau des Stadtbahn- und des S-Bahn-Netzes – Vorschlag Nr. 50004 zum Bürgerhaushalt

Bekanntlich ist derzeit wieder Bürgerhaushalt-Zeit.

In diesem Rahmen habe ich den Vorschlag Nr. 50004 gemacht. Er zielt auf einen massiven Ausbau des Stadtbahn- und des S-Bahn-Netzes.

Einzelheiten des Vorschlags sind auf der folgenden Website zu sehen: buergerhaushalt-stuttgart.de/vorschlag/50004. Stimmen Sie bitte auf dieser Website für den Vorschlag ab.

Weiter sind die Einzelheiten auf dem folgenden Flyer dargestellt.

 

Graphisch visualisiert sind die neuen Linien unter folgendem Link zu sehen: google.com/maps/

 
Von dem Vorschlag profitieren viele Stuttgarter Stadtbezirke bzw. Stadtteile. Gerade auch für den Stuttgarter Osten und Gablenberg hat der Vorschlag viele Vorteile, insbesondere die folgenden:

1. Die vorgeschlagene neue U10 soll für einen Stadtbahnanschluss der Schwarenbergstraße sorgen und darüber hinaus direkte Verbindungen zwischen Stuttgart-Ost einerseits, Stuttgart-Nord und bisher nicht erschlossenen Teilen von Stuttgart-Süd andererseits bringen.

2. Die U18 soll Gablenberg ans Stadtbahnnetz anbinden und zudem für direkte Verbindungen zwischen Stuttgart-Ost einerseits, den Fildern und Bad Cannstatt andererseits sorgen.

3. Die U19 soll vom Neckarpark ausgehend Richtung Talstraße und Wagenburgstraße verlängert werden und von dort weiter zum Hauptbahnhof und zum Hölderlinplatz geführt werden. Auch dies führt zu deutlich besseren Anschlüssen in Stuttgart-Ost.

Vom 12. März bis 1. April läuft die Abstimmungs- bzw. Bewertungsphase des Bürgerhaushalts.

Thorsten Häberlein

Verkehrskontrollen – Verbotenes Wenden

Polizeibericht

Polizeibeamte haben am Mittwoch (06.03.2019) zusammen mit Beamten der Verkehrsprävention in der Charlottenstraße Verkehrskontrollen durchgeführt und ihr Hauptaugenmerk auf das vorschriftswidrige Wenden der Verkehrsteilnehmer gelegt. Zwischen 10.00 Uhr und 12.40 Uhr kontrollierten die Beamten Verkehrsteilnehmer, die in der Charlottenstraße stadtauswärts unterwegs waren und auf Höhe der Alexanderstraße, trotz bestehendem Wendeverbots, über die Stadtbahngleise wendeten. Insgesamt 16 Verkehrsteilnehmer wurden beanstandet und müssen nun mit einem Bußgeld rechnen. Darüber hinaus beanstandeten die Beamten vier Verkehrsteilnehmer, die ihr Mobiltelefon während der Fahrt bedienten sowie acht Verkehrsteilnehmer, die nicht angegurtet waren. Ein weiterer Verkehrsteilnehmer missachtete das Rotlicht an einer Fußgängerfurt. Die Präventionsbeamten führten zahlreiche verkehrserzieherische Gespräche, verteilten Flyer und wiesen auf die hohe Gefahr hin, die von einem falschen Verhalten im Bereich der Stadtbahngleise sowie dem Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes und dem Benutzen des Mobiltelefons während der Fahrt ausgeht.

Foto, Blogarchiv Sabine

Busspur am Neckartor kann Luftbelastung senken

PM – Minister für Verkehr

Eine Busspur am Neckartor in Stuttgart kann dazu beitragen, die Schadstoffbelastung für die Anwohnerinnen und Anwohner zu senken. Zu diesem Ergebnis kommt ein vom Regierungspräsidium Stuttgart gemeinsam mit dem Verkehrsministerium in Auftrag gegebenes Gutachten.

Die von der Landesregierung in Stuttgart am Neckartor geplante separate Busspur kann zu einer erheblichen Senkung der Luftbelastung an dem hoch belasteten Straßenabschnitt führen. Das geht aus einem vom Regierungspräsidium Stuttgart gemeinsam mit dem Verkehrsministerium im Auftrag gegebenen Gutachten hervor. Die Immissionsbelastung mit Stickstoffdioxid geht laut Gutachten vor allem deshalb zurück, weil nach Einrichtung der Busspur voraussichtlich weniger Autos am Neckartor vorbeifahren werden. Besonders stark sinken die Werte dabei mit mehr als zehn Prozent vor der Wohnbebauung, also dort wo die schützenswerte Bevölkerung lebt. Die Gutachter errechneten selbst an der Messstelle, die vor dem Amtsgericht platziert ist, einen deutlichen Rückgang von drei bis vier Prozent.

Das Gutachten zeigt gleichzeitig eine große Wirkung verschiedener Maßnahmen auf den Verkehr in Stuttgarts Innenstadt. Damit sind Risiken und Chancen verbunden. So müsste der Kfz-Verkehr auf dieser Relation um rund zehn Prozent abnehmen, damit keine zusätzlichen Staus entstehen. Das Verkehrsministerium verweist dazu auf parallele Maßnahmen, deren Wirkung nicht Teil des Gutachtens waren.

Verkehrsbelastung am Neckartor weiter rückläufig

So sinkt die Verkehrsmenge am Neckartor ohnehin seit mehreren Jahren. Seit 2015 nahm die Zahl der Fahrzeuge auf dieser Hauptverkehrsachse um mehr als zehn Prozent ab. Dazu kommt die Wirkung des Verkehrsverbots für Diesel Euro 4/IV und die Wirkung der von 1. April 2019 an geltenden günstigeren Ticketpreise im öffentlichen Verkehr, die mehr Menschen zum Umsteigen veranlassen sollen. Und schließlich wird Busspur von der Öffentlichkeit und damit auch von den Autofahrern prominent wahrgenommen werden. Aus diesen Gründen rechneten die Gutachter auch mit einer Abnahme des stadtauswärts fahrenden Verkehrs um 25 Prozent.

Die genaue Wirkung der Busspur wird sich erst nach ihrer Einführung zeigen. Dann ist auch eine Evaluation vorgesehen, um die Ergebnisse des Gutachtens an der Realität zu messen.

Gutachten: Wirkungsberechnungen einer erweiterten Busspur auf der B14 (PDF)

Foto, Gerd Köhler

Weitere Option für Schienenverbindung nach Calw möglich

Posted by Klaus on 12th Februar 2019 in Rund um die Eisen- und Straßenbahn, Zacke,Seilbahn,SSB

PM – Ministerium für Verkehr

Die Bahnstrecke von Stuttgart nach Calw soll reaktiviert werden. Eine Untersuchung über eine S-Bahn-Verlängerung ist zu einem positiven Ergebnis gekommen. Nun soll auch der Einsatz einer Express-S-Bahn untersucht werden.

Für die Reaktivierung der Bahnstrecke von Stuttgart nach Calw ist eine weitere Option im Gespräch. Die Verwaltungsspitzen der Landkreise Calw und Böblingen sowie des Verbands Region Stuttgart haben sich gemeinsam mit Verkehrsminister Winfried Hermann die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie zur Verlängerung der S-Bahn-Linie 6 von Weil der Stadt nach Calw erläutern lassen. Im Auftrag der drei Gebietskörperschaften hat das Verkehrswissenschaftliche Institut Stuttgart (VWI) diese Studie erstellt. Mit ihr sollte ermittelt werden, ob nach der laufenden Reaktivierung der stillgelegten Bahnstrecke mit Dieselzügen im zweiten Schritt auch mit einer Verlängerung der S-Bahn ein volkswirtschaftlich positives Nutzen-Kosten-Verhältnis erzielt werden kann. Dies wäre die Voraussetzung, damit staatliche Fördermittel für den Ausbau der Strecke gewährt werden. Unabhängig davon waren sich die Beteiligten einig, dass die Arbeiten zur Reaktivierung der Hesse-Bahn weiterlaufen sollten.

Zugleich haben sich in den vergangenen Monaten neue Entwicklungen ergeben, die den betreffenden Landkreisen nun erstmals vorgestellt wurden. Im Rahmen des Gesamtpakets zum Ausbau der S-Bahn und der Einführung des elektronisches Zugsicherungssystems ETCS hat der Verband Region Stuttgart mit Unterstützung des Landes beschlossen, in den kommenden Jahren eine zusätzliche Verstärkerlinie in der Hauptverkehrszeit auf der Linie S 6 einzuführen.

Verstärkerlinie soll als beschleunigte Expresslinie ausgestaltet werden

Auf Wunsch des Landes, das dafür die Finanzmittel bereitstellt, soll diese Verstärkerlinie als beschleunigte Expresslinie ausgestaltet werden. Damit bestünde die Möglichkeit, diese Express-S-Bahn über Weil der Stadt hinaus bis nach Calw zu verlängern.

Minister Hermann sagte: „Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass mit einer durchgängigen S-Bahn-Verbindung von Calw nach Stuttgart nochmals erheblich mehr Fahrgäste für die Hermann-Hesse-Bahn gewonnen werden können. Das ist ein wichtiges Ergebnis. Mit einer Expressverbindung könnte das noch deutlicher ausfallen. Daher wollen wir diese Möglichkeit nun ebenfalls untersuchen lassen.“

Der Calwer Landrat Helmut Riegger erklärte: „Ich freue mich, dass im Rahmen des Termins von allen Beteiligten die weitere Gültigkeit des Stufenkonzepts zur Umsetzung der Hermann-Hesse-Bahn bestätigt wurde. Wenn sich in einem nächsten Schritt Verbesserungen für die Fahrgäste aus Calw nach Stuttgart ergeben, stehen wir dem aufgeschlossen gegenüber und werden die Machbarkeit untersuchen.“

Nordschwarzwald in das S-Bahnnetz einbinden

Die Untersuchung des VWI zeigt auf, dass unter den Bedingungen der aktuellen Planungen des Stuttgarter S-Bahn-Netzes eine Verlängerung bis Calw ein positives Ergebnis erzielt und somit in einer zweiten Stufe die S-Bahn nach Calw realisiert werden könnte. Der Vorsitzende des Verbands Region Stuttgart Thomas S. Bopp sieht nach dem positiven Ergebnis der Untersuchung die große Chance, dass Calw und damit der Nordschwarzwald in das S-Bahnnetz eingebunden werden kann und damit eine direkte Verbindung bis Feuerbach Realität werden könnte.

Der Böblinger Landrat Roland Bernhard sagte: „Der Landkreis Böblingen begrüßt das Gutachten zur S-Bahn-Verlängerung und die Überlegungen zur Expresslinie. Beides bietet die Chance sowohl die Belange des Landkreises Calw zur Schienenverbindung in den Raum Stuttgart als auch die Interessen der Anwohner in Weil der Stadt und Renningen zu berücksichtigen. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Befriedung der Diskussion vor Ort. Für den Landkreis bleibt von hohem Interesse, mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene zu bringen.“

Alle Beteiligten werteten die Möglichkeit, die Fahrzeit aus Calw und Weil der Stadt/Renningen nach Stuttgart zu verkürzen, als sehr interessante weitere Option. Diese Variante soll nun in einem ergänzenden Schritt durch das VWI untersucht werden.

Minister Hermann stellte in Aussicht, dass sich im Fall einer durchgehenden Expresslinie nach Calw das Land auch an den laufenden Betriebskosten über Weil der Stadt hinaus beteiligen könne.

Siehe auch Hesse-Bahn
krzbb.de/_Hesse-Bahn-Positive-Reaktionen-zur-S-Bahn-Variante

Foto, Blogarchiv Sabine