Archive for the ‘Stuttgart’ Category

Gemeindewahlausschuss lässt 14 Bewerbungen zur OB-Wahl zu

Posted by Klaus on 13th Oktober 2020 in Allgemein, Stuttgart

INFO LHS

Der Gemeindewahlausschuss hat in seiner Sitzung am Dienstag, 13. Oktober, darüber entschieden, welche Kandidatinnen und Kandidaten bei der OB-Wahl am 8. November 2020 offiziell antreten dürfen.

Zugelassen werden 14 von insgesamt 17 eingegangenen Bewerbungen. Für die Zulassung waren erforderlich: eine fristgerechte, schriftliche Bewerbung (bis zum 12. Oktober), 250 gültige Unterstützungsunterschriften, eine Wählbarkeits- bescheinigung sowie eine eidesstattliche Versicherung, dass die Bewerber nicht von der Wählbarkeit ausgeschlossen sind.

Der Gemeindewahlausschuss legte in seiner Sitzung zudem die Reihenfolge der Namen auf dem Stimmzettel fest. Die Bewerbungen wurden dabei nach der Reihenfolge ihres Eingangs sortiert. Bei zeitgleichem Eingang entschied das Los.

Die offizielle Reihenfolge auf dem Stimmzettel lautet:

  1. Marian Schreier
  2. Dr. Frank Nopper
  3. Dr. Malte Kaufmann
  4. Hannes Rockenbauch
  5. John Heer
  6. Friedhild Miller
  7. Issam Abdul-Karim
  8. Marco Völker
  9. Martin Körner
  10. Werner Ressdorf
  11. Sebastian Reutter
  12. Veronika Kienzle
  13. Dr. Ralph Schertlen
  14. Michael Ballweg

Ab dem 19. Oktober beginnt die Zustellung der Briefwahlunterlagen an die Wahlberechtigten, die diese schon beantragt haben. Außerdem ist dann eine persönliche Beantragung der Briefwahlunterlagen und die persönliche Stimmabgabe im Rathausfoyer und in den Bezirksämtern des äußeren Stadtgebiets möglich.

Foto, Archiv

Coronavirus: Stadt verfügt neue Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie

Posted by Klaus on 12th Oktober 2020 in Stuttgart

Pressemeldung LHS 12.10.2020

In der Landeshauptstadt Stuttgart gelten ab Mittwoch, 14. Oktober, neue Vorgaben zur Eindämmung des Coronavirus. Sie regeln private Feiern, das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen im City-Ring, den Verkauf und den Konsum von Alkohol, den Schulunterricht sowie den Besuch von Fußballspielen.

Die dazugehörigen Verfügungen hat die Stadt am Montag, 12. Oktober, veröffentlicht. Rechtlich bindend sind sie ab Mittwoch. Sie gelten zunächst bis einschließlich Sonntag, 1. November. Bei Nichteinhaltung droht ein Bußgeld.

An privaten Feiern in Privaträumen dürfen nicht mehr als 10 Personen teilnehmen. In angemieteten Räumen dürfen es nicht mehr als 25 Personen sein.

Für folgende öffentliche Verkehrsflächen in der Innenstadt (sog. City-Ring), die durch die genannten Straßen, Wege und Plätze umschlossen werden, gilt die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung: Arnulf Klett Platz (mit Arnulf  Klett Passage), Friedrichstraße, Theodor Heuss Straße, Rotebühlplatz (einschließlich City Plaza und Rotebühlpassage), Paulinenstraße, Rupert?Mayer?Platz, Vorplatz der Kirche St. Maria, Feinstraße, Österreichischer Platz, Hauptstätter Straße, Charlottenplatz (einschließlich Charlotten Passage), Konrad Adenauer Straße, Gebhard Müller Platz, Schillerstraße. Es werden jeweils beide Seiten der genannten Straßen und alle Seiten der genannten Plätze erfasst.

Die Vorgabe gilt auch für alle Wochenmärkte in Stuttgart.
Ausgenommen von der Pflicht sind Kinder unter 6 Jahren oder Personen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder Behinderung keine Mund?Nasen?Bedeckung tragen können. Außerdem sind ausgenommen Bauarbeiter bei der Arbeit und Personen, die essen oder trinken, joggen oder Fahrrad fahren.

Fortan untersagt ist der Verkauf von alkoholischen Getränken an Donnerstagen, Freitagen und Samstagen in der Zeit von 21 Uhr bis 6 Uhr des Folgetags: Diese Regel gilt für Gastro-Betriebe, die Getränke zum Mitnehmen („To Go“) verkaufen sowie für Läden und Supermärkte.
An diesen Tagen ist auf öffentlichen Straßen, Wegen, Plätzen und in Anlagen ab 23 Uhr der Konsum alkoholischer Getränke untersagt. Die Vorgabe bezieht sich neben dem City-Ring auf die Bereiche:

  • Mittlerer und Unterer Schlossgarten
  • Wilhelmsplatz (Stuttgart?Mitte)
  • Feuersee
  • Weißenburgpark
  • Marienplatz
  • Erwin?Schoettle?Platz
  • Karlshöhe
  • Bismarckplatz
  • Berliner Platz einschließlich Bosch?Areal
  • Stadtgarten
  • Pariser Platz
  • Mailänder Platz
  • Höhenpark Killesberg
  • Parkanlage Villa Berg
  • Wilhelmsplatz in Bad Cannstatt
  • Bahnhofsvorplatz in Bad Cannstatt
  • Kurpark in Bad Cannstatt
  • Wilhelm?Geiger?Platz in Feuerbach
  • Löwenmarkt in Weilimdorf.

Karte, LHS

Bei öffentlichen Veranstaltungen ist im gesamten Stadtgebiet durchgängig eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Fußballspiele sind unter Auflagen nur noch mit bis zu 200 Teilnehmenden möglich. Die Stuttgarter Kickers erhalten für die beiden anstehenden Heimspiele am 14. und am 17. Oktober eine Ausnahmegenehmigung für die Teilnahme von 500 Zuschauern, weil die Karten bereits verkauft waren.

Masken sind auch zu tragen in den auf der Grundschule aufbauenden allgemeinen Schulen, den beruflichen Schulen sowie den Sonderpädagogischen Bildungs? und Beratungszentren ab Beginn der Hauptstufe, jeweils in öffentlicher und freier Trägerschaft. Die Vorgabe gilt – auch während des Unterrichts – für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie sonstige anwesende Personen. In den Grundschulen sind Masken zu tragen von den Lehrkräften sowie sonstigen anwesenden Personen ab 16 Jahren, auch hier während des Unterrichts.

Für die Schüler ab der Klassenstufe 8 beginnt der Unterricht frühestens zur zweiten Stunde. Diese Anordnung soll den öffentlichen Nahverkehr entlasten.

Aufgehoben wird das Verbot sexueller Dienstleistungen. Grund dafür ist ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofs sowie eine neue Landesverordnung.

 

Coronavirus: Infektionszahlen steigen weiter – Gesundheitsamt kann Nachverfolgung nicht sicher gewährleisten

Posted by Klaus on 11th Oktober 2020 in Stuttgart

Presseinfo LHS

Bundeswehr um Amtshilfe gebeten – OB Kuhn: „Wir müssen jetzt entschieden handeln“

Die Corona-Infektionszahlen steigen in Stuttgart weiter stark an: Seit dem Vortag gilt die Eingriffsstufe, weil durch 82 neue Infektionen eine 7-Tage-Inzidenz von 50,5 je 100.000 Einwohner erreicht wurde. Der Trend scheint sich zu verschärfen.

Genaue Zahlen wird das Landesgesundheitsamt voraussichtlich am frühen Abend veröffentlichen. Auf Grund dieser Entwicklung hat sich die Stadtspitze am Sonntag?Mittag, 11. Oktober, auf weitere Einschnitte verständigt. Diese werden im Lauf der nächsten Tage in Stuttgart gelten.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte nach einer Telefonkonferenz der Lagebesprechung „Corona“: „Wir müssen jetzt entschieden handeln, um die Zahl der Neuinfektionen sofort wieder runter zu bekommen. Nur so können wir Schulen, Kitas, Wirtschaft und Handel offen halten. Nur so kann es gelingen, dass wieder alle Fälle durch das Gesundheitsamt nachvollzogen werden können. Diese Nachvollziehbarkeit ist das A und O bei der Eindämmung der Pandemie.“

Der Leiter des Gesundheitsamts, Prof. Stefan Ehehalt, äußerte sich sehr besorgt: „Die Zahlen steigen so stark, dass das Gesundheitsamt die für die Kontrolle der Pandemie so wichtige Nachverfolgung der Kontaktpersonen nicht mehr gewährleisten kann. Wir mobilisieren daher alle Kräfte innerhalb der Stadtverwaltung und erbitten Hilfe bei der Bundeswehr.“ Ehehalt appellierte: „Wir alle müssen die Zahl der Begegnungen untereinander deutlich reduzieren. Bitte unterstützen Sie uns, indem Sie auch die Abstands- und Hygieneregeln einhalten und unbedingt Masken tragen. Jetzt ist jeder und jede Einzelne gefordert.“

Um die Nachverfolgung wiederherzustellen, sollen über den so genannten „Pandemie-Pool“ Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anderer Ämter unmittelbar das Gesundheitsamt unterstützen. Zugleich wird die Verwaltung Amtshilfe bei der Bundeswehr ersuchen. Auch das Amt für öffentliche Ordnung soll entlastet werden.

Die Stadtverwaltung wird anordnen, dass private Feiern nur noch mit zehn Teilnehmern in privaten und 25 Teilnehmer in öffentlichen und angemieteten Räumen zulässig sind. Die Allgemeinverfügung wird am Dienstag veröffentlicht und dann ab Mittwoch, 14. Oktober, 0.00 Uhr, gelten. Mit verstärkten Kontrollen soll darüber hinaus gegen illegale Partys vorgegangen werden.

Weiterhin soll das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung innerhalb des Stuttgarter City-Rings verpflichtend werden. Eine Allgemeinverfügung wird die Örtlichkeiten und Verbindlichkeiten benennen. Auch sie ist in Vorbereitung.

Der Verkauf und der Konsum von Alkohol soll eingeschränkt werden. Das Amt für öffentliche Ordnung bestimmt derzeit die Plätze, an denen ab 23 Uhr kein Alkohol mehr getrunken werden darf. Bereits ab 21 Uhr dürfen anliegende Geschäfte keine alkoholischen Getränke mehr verkaufen – davon ausgenommen sind konzessionierte Gastronomiebetriebe. Die Beschränkungen für den Konsum und den Verkauf von Alkohol sollen für zwei Wochen gelten. Eine Sperrstunde für Gastronomiebetriebe wird aktuell nicht verfolgt.

Das Rathaus bleibt ein offenes Haus. Allerdings sollen Teilnehmer von Konferenzen, Ausschusssitzungen und Dienstbesprechungen eine Maske tragen. Mit dem Personalrat wird die Stadt eine Ausweitung der geltenden Maskenpflicht besprechen, diese Pflicht gilt bislang nur für die Gänge.

Zuschauer sind bei Fußball?Spielen vorübergehend nicht zulässig. Bei anderen Sport- oder Kulturveranstaltungen sind bis zu 500 Zuschauer zulässig, sie müssen durchgehend eine Maske tragen.

Der Oberbürgermeister wird zu Beginn der Woche die wichtigsten Dienstleister in der Stadt kontaktieren. Kuhn wird Banken, Versicherungen, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Kanzleien bitten, die Möglichkeiten zum Home?Office zu schaffen oder auszuweiten.

Die Stadt will als Trägerin der Schulen für mehr Abstand in Bussen und Bahnen sorgen. Dazu soll der Beginn des Unterrichts entzerrt werden. Denkbar wäre eine Anordnung auf Basis des Infektionsschutzgesetzes, die Schülern ab einer bestimmten Klassenstufe vorgibt, später mit dem Unterricht zu beginnen. Die Stadt strebt an, dies im Einvernehmen mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden?Württemberg zu erreichen.

Coronavirus: In Stuttgart gilt „Eingriffsstufe“ – 7-Tage Inzidenz von 50,5

Posted by Klaus on 10th Oktober 2020 in Stuttgart

Presseinfo LHS

In Stuttgart wurden 82 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Somit weist die Stadt eine 7-Tage Inzidenz von 50,5 auf. Das hat das Landesgesundheitsamt am Samstagabend, 10. Oktober, berechnet. Somit gilt die sogenannte Eingriffsstufe.

Die Stadt bereitet derzeit Einschnitte vor wie die Einführung einer Sperrstunde, Alkoholkonsum- beschränkungen und die Maskenpflicht innerhalb des City-Rings. Zudem will sie eine Entflechtung des Unterrichtbeginns erreichen, Arbeitnehmer zum Home-Office ermuntern, das Masketragen im Rathaus erweitern. Dies hatte der Verwaltungsstab „Corona“ am Freitag, 9. Oktober, in Auftrag gegeben, mit dem Ziel soziale Kontakte zu reduzieren und die Pandemie möglichst einzudämmen.

Das Gesundheitsamt arbeitet daran, die neuen Ansteckungen nachzuvollziehen und Kontaktpersonen zu ermitteln. Wer ein positives Testergebnis erhält, wendet sich am besten an:  covid-positiv@stuttgartde.

Mehr Informationen sind zu finden auf:  https://coronavirus.stuttgart.de/

Maßnahmen beim Überschreiten des kritischen Schwellenwertes

Sollte die Stadt die kritische Marke von 50 Neuinfektionen je 100.000 binnen sieben Tagen reißen, sind laut OB Kuhn folgende Maßnahmen vorgesehen:

  • Weniger Teilnehmer bei Feiern: Zu privaten Feiern in Privaträumen können nur zehn statt aktuell 25 Personen zusammenkommen, in öffentlichen bzw. angemieteten Räumen nur noch 25 statt 50.
  • Masken im öffentlichen Raum: Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wird innerhalb des Cityrings in Stuttgart Mitte verpflichtend.
  • Entflechtung des Unterrichtbeginns: Bestimmte Klassenstufen sollen eine Stunde später mit dem Unterricht beginnen, mit dem Ziel, den öffentlichen Nahverkehr zu entlasten. OB Kuhn wird dazu mit der zuständigen Landesverwaltung das Gespräch suchen.
  • Mehr Masken im Rathaus: Teilnehmer von Besprechungen sollen durchgängig Masken tragen.
  • Mehr Home-Office: Arbeitnehmer sollen wieder verstärkt zu Hause arbeiten. Kuhn appellierte an die Arbeitgeber in Stuttgart, wo möglich mehr Home-Office anzubieten.

Das Amt für öffentliche Ordnung prüft aktuell die Einführung einer Sperrstunde sowie Alkoholkonsumbeschränkungen.

Siehe auch: OB Kuhn: „Stuttgart soll heil durch die Corona-Krise kommen“

Foto, Andy

OB Kuhn: „Stuttgart soll heil durch die Corona-Krise kommen“

Posted by Klaus on 9th Oktober 2020 in Stuttgart

Pressemeldung LHS

Einschneidende Maßnahmen bei steigenden Fallzahlen angekündigt

Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat einschneidende Maßnahmen angekündigt für den Fall, dass in Stuttgart die Zahlen der Infektion mit dem Coronavirus weiter ansteigen und die Marke von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tage gerissen werden. Ziel sei es, einen gesellschaftlichen Lockdown abzuwenden.

Für Freitag, 9. Oktober, meldet das Landesgesundheitsamt 40 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus. Damit haben sich seit Ausbruch der Pandemie 3.196 Stuttgarterinnen und Stuttgarter infiziert. Die aktuelle 7 Tage Inzidenz liegt bei 41,2 pro 100.000 Einwohnern.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn erklärte auf einer Pressekonferenz: „Stuttgart soll heil durch die Corona-Krise kommen. Jetzt entscheidet sich, wie schwierig der Winter wird. Ich fordere alle auf, die Zahl der Begegnungen zu reduzieren, Masken zu tragen, die Abstands- und Hygieneregeln ernst zu nehmen und so oft es geht zu lüften.“ Gerade junge Menschen sollten vorsichtiger sein und Rücksicht nehmen zum Wohl aller Stuttgarter. Kuhn weiter: „Wir müssen umsichtig sein gegenüber Menschen, die schwer erkranken könnten. Wir müssen darauf achten, dass das Gesundheitsamt Infektionsketten nachvollziehen kann und die Kliniken die Kapazitäten bereitstellen können. Dazu sind große Einschnitte nötig. Mein Ziel ist, Kitas, Schulen und Geschäfte offen zu halten.“ Kuhn forderte die Stuttgarter auf, in den Herbstferien nicht in Risikogebiete zu reisen und besser in Stuttgart zu bleiben. Vor der Pressekonferenz hatte sich der OB mit Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und zehn Oberbürgermeistern deutscher Großstädte ausgetauscht.

Der Leiter des Gesundheitsamts, Prof. Stefan Ehehalt, führte aus: „Die Entwicklung ist besorgniserregend. In den nächsten Tagen wird sich zeigen, ob wir in Stuttgart ein exponentielles Wachstum erleben.“ Die Ausbreitung des Virus werde zunehmend diffus, so Ehehalt. Es gebe Erkrankungen in Alten- und Pflegeheimen, Flüchtlingsunterkünften, auf Baustellen und im Rahmen privater Feiern. Gerade Letzteres sieht der Leiter des Gesundheitsamts als Problem: „Dort, wo viele Menschen zusammenkommen, ist das Risiko einer Ansteckung erhöht. Mich beunruhigt, dass die Sozialkontakte steigen und immer mehr Infizierte nicht wissen, wo sie sich angesteckt haben. Das erschwert es dem Gesundheitsamt, die Kontaktketten nachzuverfolgen.“ Die Arbeitsbelastung mache seinen Mitarbeitern zu schaffen: „Wir sind erschöpft. Das gebe ich offen zu.“ Entspannung sei erst zu erwarten, wenn die 20 geschaffenen Stellen besetzt seien und Mitarbeiter anderer Ämter über den „Pandemie-Pool“ das Gesundheitsamt entlasteten. Zudem würden viele Prozesse digitalisiert: Betroffene könnten ihre Symptome oder mögliche Kontaktpersonen digital melden.

Der Medizinische Vorstand des Klinikums Stuttgart, Prof. Jan Steffen Jürgensen, berichtete: „Im Klinikum ist die Lage bislang stabil. Wir sehen aber bei den durchgeführten Tests, dass die Zahl der Betroffenen steigt – vor allem bei den Jüngeren. Bezogen auf die Latenz, also auf die Verzögerungszeit bis die schweren Verläufe in den Kliniken ansteigen, ist das alarmierend. Man kann nicht erst gegensteuern, wenn die Todeszahlen steigen. Das ist zu spät.“

Erster Bürgermeister Dr. Fabian Mayer sagte: „Wir versuchen, die Leistungsfähigkeit der Verwaltung zu erhalten, dazu gehört die Ausweitung von Arbeitszeitmodellen wie rollierenden Systemen und Schichtbetrieb. Alle externen Veranstaltungen im Rathaus sind bis mindestens Jahresende abgesagt, Dienstbesprechungen und interne Veranstaltungen sind auf ein Mindestmaß beschränkt. Der Gemeinderat wird ebenfalls bis mindestens Jahresende in der Liederhalle tagen, die Ausschüsse im Großen Sitzungssaals des Rathauses.“

Der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Martin Schairer, erklärte: „Wir sind als Stadt dazu befugt, per Allgemeinverfügung Maßnahmen zu treffen. Dies betrifft auch die Maskenpflicht: Bereits jetzt haben wir bei Verstoß einen Bußgeldrahmen von 50 bis 250 Euro und bei Diskotheken einen Rahmen von 2.500 bis 10.000 Euro. Das wollen wir ausschöpfen.“

Maßnahmen beim Überschreiten des kritischen Schwellenwertes

Sollte die Stadt die kritische Marke von 50 Neuinfektionen je 100.000 binnen sieben Tagen reißen, sind laut OB Kuhn folgende Maßnahmen vorgesehen:

  • Weniger Teilnehmer bei Feiern: Zu privaten Feiern in Privaträumen können nur zehn statt aktuell 25 Personen zusammenkommen, in öffentlichen bzw. angemieteten Räumen nur noch 25 statt 50.
  • Masken im öffentlichen Raum: Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wird innerhalb des Cityrings in Stuttgart Mitte verpflichtend.
  • Entflechtung des Unterrichtbeginns: Bestimmte Klassenstufen sollen eine Stunde später mit dem Unterricht beginnen, mit dem Ziel, den öffentlichen Nahverkehr zu entlasten. OB Kuhn wird dazu mit der zuständigen Landesverwaltung das Gespräch suchen.
  • Mehr Masken im Rathaus: Teilnehmer von Besprechungen sollen durchgängig Masken tragen.
  • Mehr Home-Office: Arbeitnehmer sollen wieder verstärkt zu Hause arbeiten. Kuhn appellierte an die Arbeitgeber in Stuttgart, wo möglich mehr Home-Office anzubieten.

Das Amt für öffentliche Ordnung prüft aktuell die Einführung einer Sperrstunde sowie Alkoholkonsumbeschränkungen.

Weitere Informationen

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OB-Wahl: Tickets für Kandidaten Vorstellung erst wieder ab Mitte nächster Woche erhältlich

Posted by Klaus on 9th Oktober 2020 in Stuttgart

Info LHS

Die zugelassenen Bewerberinnen und Bewerber für die Oberbürgermeisterwahl präsentieren sich am Dienstag, 20. Oktober, in der Hanns?Martin Schleyer Halle der Öffentlichkeit. Coronabedingt kann nur eine begrenzte Zahl an Zuschauerinnen und Zuschauern teilnehmen.

Die kostenlosen Tickets sind erst wieder ab Mitte kommender Woche erhältlich. Der Online-Zugang unter  www.easyticket.de/OBWahl2020 wurde deaktiviert. Bereits gebuchte Tickets behalten ihre Gültigkeit. Grund für die Entscheidung ist das Infektionsgeschehen in Stuttgart, wie die Verwaltung am Freitag, 9. Oktober, mitteilte.

Die Landeshauptstadt Stuttgart zeichnet die Veranstaltung auf und veröffentlicht die Aufzeichnung anschließend bis zur Wahl auf der Homepage  www.stuttgart.de.

Foto, Archiv

In Erinnerung an die Deportation jüdischer Mit- bürger – Die Tour findet am 18. Oktober letzt- malig statt

Presseinfo Stuttgart-Marketing GmbH

Heute ein beliebtes Ausflugsziel, diente der Killesberg Anfang der 1940er Jahre den Nationalsozialisten als Durchgangslager. Hier versammelten sie jüdische Mitbürger aus ganz Württemberg, bevor diese vom Stuttgarter Nordbahnhof aus in Sammel- und Konzentrationslager deportiert wurden.
Beginnend an der Gedenkstätte am Killesberg folgt die Führung „Vom Killesberg zum ‚Zeichen der Erinnerung‘“ der Stuttgart-Marketing GmbH dem Weg der Deportierten. Dieser führte über den Eckartshaldenweg, vorbei an der Kirche St. Georg und der Martinskirche. Endpunkt der Führung ist am Inneren Nordbahnhof, an dem 2006 das „Zeichen der Erinnerung“ errichtet wurde. In der Gedenkstätte sind originale Gleisanlagen sowie eine Wand mit den Namen der Opfer, Daten und Zielen der Deportationszüge zu sehen.

Die Tour, die an die Entrechtung, Gewaltanwendung und Deportation der jüdischen Deutschen erinnert, wird am Sonntag, dem 18. Oktober zum letzten Mal von Stuttgart-Marketing angeboten.

Vom Killesberg zum „Zeichen der Erinnerung“

Tag: So, 18.10.2020
Beginn: 14.00 Uhr
Dauer: ca. 1,5 Stunden
Preis: 14 Euro pro Person

Für alle Touren ist eine verbindliche Reservierung erforderlich. Tickets sind im i-Punkt erhältlich. Telefonische Buchung unter 0711 / 22 28-123 oder online unter www.stuttgart-tourist.de

Fotos, Blogarchiv

Lebensräume sichern – Stillgewässer im Wald pflegen

Posted by Klaus on 8th Oktober 2020 in Seen, Flüsse u. Brunnen in der Region Stuttgart, Stuttgart

PM und Antrag der Stadträtinnen/Stadträte – Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN-Gemeinderatsfraktion

Stuttgart erlebte dieses Jahr den dritten trockenen Sommer in Folge. Der Wald und seine da-rin befindlichen Tümpel, Teiche und Weiher befinden sich dadurch in einem schlechten Zu-stand. Diese kleinen Stillgewässer bieten jedoch vielen geschützten Arten, wie z.B. der Gelb-bauchunke, Springfrosch und Kammmolch wichtige Lebensräume, insbesondere als Laichge-wässer.
Diese meist kleinen und künstlichen Stillgewässer trocknen immer mehr aus. Ein Grund ist die beschriebene Klimaerwärmung, aber auch Verlandung und Gehölzsukzession. Die Folge ist, dass viele auf diese Biotope spezialisierten Tier- und Pflanzenarten stark zurückgehen – ins-besondere die streng geschützte Gelbbauchunke.
Das Artenschutzkonzept der Stadt Stuttgart und der FFH-Managementplan „Glemswald und Stuttgarter Bucht“ sehen konkrete Maßnahmen gegen eine Austrocknung vor. Vom Ausbag-gern bis zum Freischneiden und der Neuanlage. Bei einer Entschlammung und Entladung ei-nes Tümpels vergrößert sich das Volumen des Wasserkörpers, dadurch kann Amphibienlaich längere Trockenphasen besser überstehen.
Zahlreiche Biotope sind stark zugewachsen, so dass eine noch stärkere Verlandung und Aus-trocknung im nächsten Jahr zu befürchten ist. Die Pflegemaßnahmen finden idealerweise im Zeitraum zwischen Oktober und Dezember bzw. Januar statt.

Deshalb bitten wir die Verwaltung im Waldbeirat darzustellen:
1. In welchem Zustand befinden sich die kleinen Stillgewässer im Stuttgarter Stadtwald?
2. Welche Gegenmaßnahmen werden von Oktober 2020 bis Januar 2021 getroffen, um eine Austrocknung dieser Stillgewässer zu vermeiden?
3. In welchem Zyklus werden diese Biotope freigeschnitten und ausgebaggert?
4. Inwieweit sollte der Turnus der Pflegemaßnahmen mit Blick auf die Trockenheit und den Klimawandel geändert werden?
5. Werden Laichgewässer auch neu angelegt, um insbesondere die Gelbbauchunke zu för-dern? Diese vom Aussterben bedrohte Art braucht ständig neue, vegetationsfreie Pionier-gewässer.
6. Wie viele Mitarbeiter*innen sind in der Pflege der Stillgewässer tätig?
7. Wie können Ehrenamtliche in die Biotoppflege eingebunden werden? Gibt es ein Konzept der Stadt hierzu?

Unterzeichnet:
Benjamin Boy, Gabriele Munk, Gabriele Nuber-Schöllhammer

Fotos, Klaus

OB-Wahl: Ticketvergabe für Vorstellung der Bewerberinnen und Bewerber beginnt

Posted by Klaus on 7th Oktober 2020 in Stuttgart, Veranstaltungen - TV - Tipps - Kuriositäten

Info LHS

Veranstaltung wird aufgezeichnet und im Nachgang online veröffentlicht

Die zugelassenen Bewerberinnen und Bewerber für die Oberbürgermeisterwahl stellen sich am Dienstag, 20. Oktober, um 19 Uhr in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle der Öffentlichkeit vor. Aufgrund der coronabedingten Einschränkungen sind vor Ort maximal 750 Bürgerinnen und Bürger zugelassen.

Die Vergabe der kostenlosen Tickets erfolgt ab Ende dieser Woche. Die Landeshauptstadt Stuttgart zeichnet die Veranstaltung auf und veröffentlicht die Aufzeichnung anschließend bis zur Wahl auf der Homepage  www.stuttgart.de.

Die Bewerberinnen und Bewerber werden sich in der Reihenfolge ihrer Zulassung rund acht Minuten lang präsentieren. Die Leitung hat Bürgermeister Dr. Martin Schairer.

Um das Corona-Infektionsrisiko zu minimieren und die aktuell geltenden Hygieneregelungen zu gewährleisten, werden verschiedene Maßnahmen ergriffen. So ist der Zutritt nur mit einem personalisierten Eintrittsticket möglich, das online über das Reservierungssystem Easy Ticket Service unter  www.easyticket.de gebucht werden kann. Um den Andrang am Eingang zu reduzieren, werden die Einlasszeiten entzerrt. Auf dem Ticket ist auch die empfohlene Einlasszeit angegeben.

Zusätzlich zu den Online-Tickets gibt es Karten auch an der Infothek im Rathaus und vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse der Hanns-Martin-Schleyer-Halle. Die Ticketreservierung wird ab Freitag, 9. Oktober, möglich sein.

Die Besucher der Veranstaltung müssen erklären, dass sie in den vergangenen 14 Tagen keinen Kontakt zu Corona?Infizierten hatten und keine coronatypischen Symptome aufweisen. In der Halle und ebenso am Platz ist durchgängig eine Mund?Nasen?Bedeckung zu tragen.

Fahrradaktionstag am 10. Oktober auf dem Kleinen Schlossplatz

Pressemeldung LHS

Fahrradaktionstag auf dem Kleinen Schloßplatz findet nicht statt

Die Stadtverwaltung sagt den diesjährigen Fahrradaktionstag ab. Coronabedingt war er zunächst vom Mai auf den 10. Oktober verlegt worden.

Der Bürgermeister für Städtebau, Umwelt und Wohnen, Peter Pätzold, erklärte am Mittwoch, 7. Oktober: „Das ist hart für alle Radfreunde, aber die Entscheidung ist logisch: Veranstaltungen gehen selbst an der freien Luft mit einem Infektionsrisiko einher. Für mich gilt: Die Gesundheit geht vor. Radfahren geht dann am besten, wenn man gesund ist. Bei der aktuellen Entwicklung ist es besser, dieses Jahr auf den Aktionstag zu verzichten.“

 

Normalerweise sind die Fahrradaktionstage im Mai eine feste Größe im Veranstaltungskalender. Doch dieses Jahr ist alles anders, und das sogenannte „Sattelfest“ findet Corona?bedingt am Samstag, 10. Oktober, von 11 bis 18 Uhr auf dem Kleinen Schlossplatz statt.

Der Bürgermeister für Städtebau, Wohnen und Umwelt, Peter Pätzold, erläutert: „Stuttgart fährt Rad – in diesen Zeiten noch mehr als sonst. Daher haben wir beschlossen, unseren Fahrradaktionstag mit Informationen und Mitmachaktionen rund ums Rad im Herbst dennoch zu veranstalten. Für unsere Besucher, Aussteller und Mitarbeiter haben wir ein umfassendes Hygiene? und Schutzkonzept entwickelt. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen.“

Zwischen 11 und 18 Uhr erhalten die Besucher an verschiedenen Ständen Tipps zur Verkehrssicherheit oder zu Fahrradservices und Tourenplanung. Wer sein Rad mitbringt, kann es für entspannte Herbstausflüge fit machen und erfahren, wie man mit dem Rad gut durch den Winter kommt.

Mit ihrem Pedelec können Interessierte am kostenlosen Sicherheitstraining teilnehmen und von den Profis des Württembergischen Radsportverbands Tipps und Tricks zum sicheren Fahren bekommen – eine Aktion der Landeshauptstadt und des Sportkreises Stuttgart für mehr Sicherheit. „Stuttgart by Bike“ bietet der ADFC mit einer gemütlichen Rundfahrt an, die für alle Altersklassen geeignet ist. Die Stadtverwaltung und Mitglieder des Stuttgarter Gemeinderats informieren über die Fahrradförderung in der Landeshauptstadt, und auch das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz.

Fahrradtraining

Das „Sattelfest“ ist auch Abschluss der Kampagne Stadtradeln, die in diesem Jahr mit über 3000 Radlerinnen und Radlern in drei Wochen fast 900 000 Kilometer erradelt haben. „Es ist beeindruckend, wie viele in diesem Jahr mitgemacht haben und für ihre Gesundheit, den Umwelt? und den Klimaschutz in die Pedale getreten sind“, sagt Bürgermeister Pätzold, der selbst mitgeradelt ist. Die Teilnehmer der Kampagne Stadtradeln sind herzlich eingeladen, am Stand der Landeshauptstadt ihre Team?Urkunde und ein kleines Geschenk abzuholen.