Innenminister Gall besucht Landesfeuerwehrverbandsversammlung

Posted by Klaus on 16th Oktober 2011 in Allgemein

„Die Feuerwehrangehörigen im Land sollen auch künftig über eine zeitgemäße Kleidung verfügen, die den aktuellen Bedürfnissen entspricht. Damit sollen die Frauen und Männer weiterhin motiviert werden für ihr unver- zichtbares Engagement im Dienst für die Gemeinschaft.“ Das sagte Innenminister Reinhold Gall am Samstag, 15. Oktober 2011, bei der Verbandsversammlung des Landesfeuerwehr- verbands in Heidenheim.

Das neue Bekleidungskonzept sei ein gemeinsames Projekt von Innenministerium und Landesfeuerwehrverband. Die einzelnen Schritte würden erstmals detailliert auf der Homepage der Landesfeuerwehrschule veröffentlicht. „Jeder ist zur Mitarbeit aufgerufen. Das ist auch eine Art aktiver ‚Bürgerbeteiligung’“, betonte Gall. Die bisher eingereichten Vorschläge seien äußerst konstruktiv. Jeder Vorschlag werde von einer Arbeitsgruppe bewertet und die Bewertungen begründet. Die Uniform sollte in Schnitt und Funktion zeitgemäß gestaltet werden und – dem Trend und dem Bedarf bei den Feuerwehren folgend – weitere Dienstkleidungsstücke wie Cargo-Hosen, Blousonjacken, Shirts und Mützen auch im Sinne eines Corporate Design beinhalten.

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Weitere Informationen zur Verbandsversammlung unter feuerwehr-bw.

Quelle: Innenministerium Baden-Württemberg

Foto, Klaus

3 Responses to “Innenminister Gall besucht Landesfeuerwehrverbandsversammlung”

  1. BigB sagt:

    Corporate Design. Gott, jetzt fängt man auch schon bei der Feuerwehr mit diesem Nonsens an. Ein Feuerwehrmann soll zweckdienliche Kleidung tragen und keine wandelnde Werbetafel sein. Corporate Design dient nur der Uniformierung – ich persönlich nenne es „Gleichschaltung (manche Unternehmen hätten es auch gerne so) – und hat bei der Ausübung hoheitlicher Aufgaben nix zu suchen.

  2. stratkon sagt:

    @ BigB

    Hallo,

    die Feuerwehr gehört zu dem Hilfsdiensten und hat KEINE hoheitlichen Aufgaben. Es geht hier offensichtlich auch nicht um Einsatzkleidung, sondern um die Uniformierung der Fw bei öffentlichen Anlässen.

    Die jetzigen Uniformen sind stark militärisch geprägt und eine Zivilisierung ( siehe DB, Deutsche Post ) wäre durchaus wünschenswert.

    stratkon

  3. BigB sagt:

    Das stimmt so nicht ganz, lieber stratkon. Meines Wissens geniesst die Feuerwehr Sonderrechte (Straßenverkehr, Zutritt zu Gebäuden) gerade zur Erfüllung der hoheitlichen Aufgaben. Wäre dem nicht so, könnte ich z.Bsp. die Feuerwehr wegen Land- oder Hausfriedensbruch anzeigen, auch wenn gerade mein Haus niederbrennt. Berufsfeuerwehren haben beamtetes Personal, das im Gegensatz zur Post noch nicht privatisiert ist. Diese Wortwahl ist zwar abfällig und spiegelt weder meine Meinung oder Wertschätzung wider, soll aber demonstrieren, was die Privatwirtschaft von jedem Individuum hält. Doch darum geht es nicht.

    Ehrlich gesagt, störe ich mich weniger daran, dass die Feuerwehr-Uniformen in der Öffentlichkeit militärisch geprägt sind ( meines Erachtens geniesst die Feuerwehr, gegenüber den anderen „Uniformierten“ wie Polizei oder Militär, ein wesentlich höheres Ansehen.) als daran, dass man den Sprachgebrauch aus der Werbung (Corporate Design) und den damit verbundenen Prämissen der Unternehmensidentität in eine Organisation übernehmen will, die dies in dieser Form überhaupt nicht nötig hat.
    Wenn es brennt, ist mir es mir, vulgär gesagt, scheissegal, ob die Feuerwehruniform schick geschnitten ist oder ob das Logo der Feuerwehr einen hohen Widererkennungswert hat.

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