Toiletten in der Stadt – Nur wer zahlt, ist willkommen

Posted by Klaus on 31st Juli 2012 in Allgemein

Antrag Stadträtinnen/Stadträte – Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN

Öffentliche bzw. öffentlich zugängliche Toiletten in der Stadt sind für viele Menschen oft dringend notwendig. Es sind nicht nur Familien mit Kindern oder ältere Mitbürger, sondern auch viele Menschen mit chronischen Erkrankungen der Verdauungswege, die auf ausreichend schnell erreichbare Toiletten angewiesen sind.
Wer mit einem kleinen Kind oder mit einem Kurzdarmsyndrom auf der dringenden Suche nach einer Toilette ist, hat keine Zeit sich erst mit den Nutzungsbedingungen oder der Organisation von Bons herumzuschlagen. Denn die Zeit drängt.
Eine kunden- und kinderfreundliche sowie seniorengerechte Stadtgesellschaft darf nicht bei den Toiletten enden. Die Kunden sind sensibel genug, um zu erkennen, welchen Service die verschiedenen Geschäfte in diesem Fall anbieten. Wer beim dringenden Toilettengang erst einmal eine Odyssee machen musste, meidet in der Regel das Geschäft beim nächsten Mal.
Dies wissen auch viele Einzelhändler in Stuttgart und bieten Ihre Toiletten weiterhin kostenlos an – was sehr zu begrüßen ist.
Unser Versuch im Jahr 2005 (Antrag 161/2005) eine Lösung für das Toilettenproblem mit Hilfe des Konzeptes „Nette Toilette“ zu finden, wurde damals von der Stadt abgelehnt.
Es ist jetzt an der Zeit, dieses Konzept noch einmal zu überdenken, da andere Städte sehr gute Erfahrungen damit gemacht haben. Darüber hinaus wird der Einzelhandel hierbei unterstützt.

Wir beantragen daher:

1. Die Stadtverwaltung setzt sich mit CIS, Vertretern des Einzelhandels und Gewerbes zusammen, um die Einführung des Projekts „Nette Toilette“ in Stuttgart einzuführen und die Kosten dafür zu ermitteln.
2. Die Verwaltung sorgt dafür, dass die Ausschilderung der öffentlichen Toilettenanlagen bis zum Herbst 2012 verbessert wird.

Unterzeichnet
Peter Pätzold Silvia Fischer

5 Responses to “Toiletten in der Stadt – Nur wer zahlt, ist willkommen”

  1. Dave sagt:

    Wenn sich der erste Gemeinderat oder Bürgermeister in die Hosen geschissen hat, weil er/sie keine Toilette finden konnte, erst dann wird sich was ändern. Bis dahin können die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler schauen, wo sie in der „Not“ ihre Stoffwechselprodukte loswerden können.

  2. Klaus sagt:

    @Dave,

    Wir warten ja nur noch auf die Frischluftsteuer

  3. stratkon sagt:

    Hallo!

    Pekunia non olet – stimmt immer noch. 😀
    stratkon

  4. Dave sagt:

    @stratkon: Korrekt 😉

  5. Klaus sagt:

    @Stratkon,

    übersetzt, Pekunia non olet zu deutsch: Geld stinkt nicht. Besser kann an es wohl nicht ausdrücken 😉

Leave a Reply