Gemeinsame regionale Präventionsaktion während des Cannstatter Volksfests

Pressemitteilung 19.09.2011 PP Stuttgart Gemeinsame regionale Präventionsaktion während des Cannstatter Volksfests des Polizeipräsidiums Stuttgart, der Landespolizeidirektion Stuttgart, der Bundespolizei und der Landeshauptstadt Stuttgart:

Stuttgart / Region Stuttgart: Das 166. Cannstatter Volksfest vom 23. September bis 9. Oktober 2011 wird im Großraum Stuttgart von einem gemeinsamen Präventionseinsatz der Polizeidirektionen in der Region Stuttgart, der Stuttgarter Polizei und Vertretern der Landeshauptstadt Stuttgart begleitet.

Beamte des Polizeipräsidiums und der Gewerbe- und Gaststättenbehörde des Amts für öffentliche Ordnung werden auf dem Festgelände und rund um den Cannstatter Wasen Angestellte in Tankstellen, Gaststätten und anderen Verkaufsstellen über Jugendschutzbestimmungen informieren und bezüglich der Einhaltung dieser Bestimmungen sensibilisieren. Mit Alkoholtestkäufen wird die Einhaltung in den folgenden Tagen sowohl auf dem Wasengelände, als auch im näheren Umfeld überprüft.

Immer mehr Jugendliche und Heranwachsende trinken bereits auf dem Weg zum Volksfest Alkohol und sind oftmals schon deutlich angetrunken, wenn sie es erreichen. Deshalb wird die Bundespolizei in S-Bahnen und in Regional-Express-Zügen präsent sein. Die Stadtbahnlinien werden durch Beamte des Polizeipräsidiums und den Sicherheitsdienst der Stuttgarter Straßenbahnen AG, der auf die Einhaltung des Alkoholkonsumverbots in den Stadtbahnen hinweist, bestreift. Wie in den letzten Jahren müssen erkennbar Betrunkene bereits auf dem Wege zu den S-Bahnen und Zügen damit rechnen, dass sie von den Beamten der Polizeidirektionen Böblingen, Esslingen, Ludwigsburg und Waiblingen kontrolliert werden.

Damit soll verhindert werden, dass sie überhaupt erst eine Bahn mit dem Ziel Volksfest besteigen können. Auch auf erkennbar betrunkene Rückkehrer vom Volksfest wird man ein verstärktes Augenmerk legen. Vorrangig werden bei diesen Maßnahmen die jungen Festbesucher im Focus der Polizeidirektionen stehen. Das Amt für öffentliche Ordnung wird, wie bei vorhergehenden Veranstaltungen, die Betreiber der Einzelhandelsbetriebe im Umfeld des Cannstatter Wasens anschreiben und auf das ab 22.00 Uhr geltende Alkoholverkaufsverbot sowie Jugendschutzbestimmungen hinweisen.

Auf dem Festgelände kontrolliert die Polizei junge alkoholisierte Leute und macht damit deutlich, dass ungezügelter Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit nicht toleriert wird. Uniformierte und zivile Beamte werden auf das junge Publikum und die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen achten. Mitarbeiter des städtischen Jugendamtes werden ebenfalls auf dem Festgelände unterwegs sein, alkoholisierte Jugendliche ansprechen und deren Eltern verständigen.

Beamte der Verkehrserziehung und Mitarbeiter der Verkehrswacht Stuttgart sind mit einem Informationsstand am Samstag, 8. Oktober 2011, im Zugangsbereich des Parkplatzes auf dem Cannstatter Wasen zu finden. Der Stand steht dieses Jahr unter dem Motto: „Wie kommst du nach Hause?“ Unter anderem informieren sie über die Folgen des Fahrens unter Alkohol- und Drogeneinwirkung. Wer die Wirkung einmal testen möchte, kann sich mit einer Rauschbrille auf einen Parcours begeben. Die Verkehrswacht setzt im Rahmen der „Aktion junge Fahrer“ einen Simulator ein, in dem man selbst erleben kann, wie der Fahrer bei Auto- oder Motorradfahrten unter Alkoholeinwirkung auf Gefahrensituationen reagiert.

Ein gemeinsamer Präventionsstand des Polizeipräsidiums und der Bundespolizeiinspektion Stuttgart wird am 24. September 2011 sowie am 1. und 8. Oktober 2011 am Hinterausgang des Bahnhofs Bad Cannstatt aufgebaut. Insbesondere junge Menschen werden dort über die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufgeklärt und ihnen wird verdeutlicht, dass die Benutzung von fremden Ausweispapieren oder die Fälschung von Ausweisen kein Kavaliersdelikt ist.

Der Alkoholmissbrauch bei jungen Menschen bewegt sich auf hohem Niveau. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die wegen Alkoholmissbrauchs im Krankenhaus behandelt werden mussten, hat sich in Baden-Württemberg seit 2001 mehr als verdoppelt. Neben der Gesundheitsgefährdung durch Alkoholmissbrauch steigert die enthemmende Wirkung des Alkohols das Aggressionspotential und führt häufig zu Gewaltdelikten. So ist die Zahl der Körperverletzungsdelikte auf dem Volksfest in den vergangenen Jahren stetig angestiegen.

Für unbeschwertes Volksfestvergnügen braucht es richtige Planung. Es ist sinnvoll, Fahrgemeinschaften zu organisieren und den Fahrer zu bestimmen, der selbstverständlich auf Alkohol verzichten muss. Alternativ sollten öffentliche Verkehrsmittel oder Taxen benutzt werden. Die Beamten des Polizeipräsidiums Stuttgart werden im Umfeld des Volksfests Verkehrskontrollen durchführen, um Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinwirkung konsequent zu unterbinden.

Siehe auch unseren Bericht: Gegen-Alkohol-und-Drogen-im-Strassenverkehr

Fotos, Klaus

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