Abriss eines historisches Baudenkmals geplant

Posted by Klaus on 1st August 2013 in Allgemein, Es war einmal

Mein-letzter-Kampf,-11.12

Weitere Informationen:

www.team-bunkersachsen.de

 

Sehr geehrter Herr Rau,
der Luftschutzbunker in der Rütscherstraße / Försterstraße Aachen soll einem Bauprojekt für Stadtwohnungen weichen. Eine Abbruchgenehmigung wurde bereits erteilt. Mit der Beseitigung dieser schützenswerten Anlage wäre ein historisches Baudenkmal unwiederbringlich vernichtet.
Seine von Schüssen und Einschlägen vernarbte Fassade gibt Zeugnis von den erbitterten Kämpfen in und um die Stadt Aachen. Hier war auch am 21. Oktober 1944 – also noch vor der dann folgenden Ardennen-Offensive – die erste Kapitulation einer deutschen Wehrmachtseinheit vor dem Ansturm der Alliierten Streitkräfte.

Bunker-Aachen1 Bunker-Aachen2

Fotos: Ansicht: Försterstraße – Rütscherstraße Zustand am 23.7.2013 © Inge und Dieter Wernet

Ein bis dahin unerhörter Vorgang, aber er leitete schließlich das Ende des 2. Weltkrieges in Europa ein.

Die Bürgerinitiative Lousberg-Bunker in Aachen kämpft für den Erhalt dieses einmaligen Bauwerkes.

Das gleiche Ziel verfolgt auch eine derzeit im Internet laufende, von Herrn Patrice Wijnands, Karlsruhe, initiierte, Petition unter:

change/Petitionen/stadt-aachen-landschaftsverband-rheinland-lousberg-hoefe-gmbh-der-hochbunker-fuersterstr-in-aachen-soll-nicht-fuer-stadtwohnungen-weichen

norddeutschland.blogspot/hochbunker-rutscherstrforsterstr-in

auf die wir Sie aufmerksam machen möchten. Hier sprechen sich derzeit 614 Unterstützer (Stand Mittwoch 1.8.2013) aus ca. 16 Ländern ausdrücklich gegen eine Beseitigung des historisch so bedeutsamen Schutzbaues aus.

Mit freundlichen Grüßen
Inge Wernet und Dieter Wernet Dipl. Ing.

Ich bin auch sehr für den Erhalt dieser Bauwerke. Das gleiche Problem haben wir hier mit den beiden Marinehochbunkern am Banter See, historisch mahnend wertvoll und seitens der Stadt leider für den Abriss vorgesehen.
change/de/Petitionen/stadt-wilhelmshaven-ggs-erhaltet-die-beiden-bunker-am-banter-see-in-wilhelmshaven, verein-bunker-whv Facebook unter facebook/ErhaltderBunkerBanterKaserne

Mit freundlichem Gruß
Holger Raddatz

Unser Beitrag zur Unterschriftenaktion:
Wann bekennt sich Deutschland endlich zu seiner Geschichte? Schutzbauten haben in den unsäglichen Bombennächten zahllosen Menschen das Leben gerettet. Sie sind ein wichtiger Bestandteil unserer Vergangenheit und unersetzliche Zeitzeugen für spätere Generationen. Die wenigen noch erhaltenen Bauwerke sind daher schützenswert und sollten Denkmalschutz erhalten. Sie dürfen keinesfalls rein finanziellen Aspekten geopfert werden.

One Response to “Abriss eines historisches Baudenkmals geplant”

  1. Inge und Dieter Wernet, Militärhistorische Studien sagt:

    Inge und Dieter Wernet , Militärhistorische Studien, St. Vith / Belgien, idw@swing.be

    Der Luftschutzbunker in der Rütscher-/ Försterstraße in Aachen

    Petitionseinträge:
    1.463 Unterstützer aus 19 Ländern
    _________________________________

    Denkmalschutz in Aachen?

    Im Rahmen unserer Unterstützungsaktionen haben wir alle zuständigen Abteilungen der Stadt Aachen sowie alle Stadträte und zahlreiche Adressaten im Bereich der Hochschule RWTH angeschrieben, um den Abriss des Luftschutzbunkers in der Rütscher- / Försterstr. zu verhindern. Parallel dazu versuchten wir auch die lokalen Zeitungsredaktionen für unsere Initiative zu gewinnen. In einem zweiten Schritt machten wir die Denkmalbehörden aller Bundesländer und den Bundespräsidenten, in seiner Eigenschaft als Schirmherr des Denkmalschutzes auf die Vorgänge in Aachen aufmerksam. Das Bundespräsidialamt verwies in einer schriftlichen Stellungnahme auf die Zuständigkeit der oberen Denkmalbehörde von NRW und diese wiederum auf die Zuständigkeit der unteren Denkmalbehörde, in diesem Fall also der Stadt Aachen.

    Während die Medien durchweg passiv reagierten, erhielten wir aus den Kreisen der Stadtverwaltung, aber auch der RWTH zahlreiche Zuschriften, zusammengefasst mit dem Tenor:

    „Endlich kommt das alte nutzlose Gemäuer weg, das ohnehin ein Schandfleck im Stadtbild sei. Schließlich sei Aachen ja eine Universitätsstadt und benötige daher jede Menge bezahlbaren Wohnraums.“

    Das war eine eklatante Verkennung der Fakten und der tatsächlichen Absichten des Investors. Er hatte nämlich auf seiner Web-Seite (http://www.leben-am-lousberg.de/bunker/#) – allen zugänglich – angekündigt, anstelle des Luftschutzbunkers 50 hochpreisige (Eigentums-) Wohnungen errichten zu wollen. Wohnungen also, die für den normalbemittelten Studierenden wohl kaum erschwinglich wären.

    Viele Grüße aus Belgien

    Inge Wernet und
    Dieter Wernet Dipl.-Ing.

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