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Sonderzüge am kommenden Sonntag – Ein Triebwagen als „Aperitif“ – Schwarzwaldbahn

Pressemitteilung

rs1-schwarzwaldbahnRENINGEN/WEIL DER STADT | Wenn die Anlieger der Bahnverbindung Stuttgart – Calw am Sonntag ein ungewohntes Geräusch hören, dann sind es die Sonderzüge der Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn. Von der Schönbuchbahn kommt dazu ein Triebwagen nach Weil der Stadt und Renningen. Die Bürgerinitiative versteht die Fahrten als eine Art Appetitmacher für die Zeit, wenn ab Ende 2018 wieder planmäßig Züge nach Calw fahren werden.

„Koscht nix“ heißt es auf den Handzetteln der Bahnfreunde: Die Fahrt mit den drei Zugpaaren zwischen 14 und 16 Uhr ist kostenlos. Denn die Unterstützer der Schwarzwaldbahn, wie der traditionelle Name der Bahnverbindung lautet, haben für die Fahrten einige Spenden eingesammelt. „Somit können wir sicher sein, dass wir nicht privat auf den Kosten sitzenbleiben“, so Hans-Joachim Knupfer von der Initiative. Was die Bahnfreunde antreibt, ist einfach: „Es ist schon viel diskutiert worden – wir wollen den Leuten zeigen, wie solch ein Zug aussieht“, so Reinhard Hackl als Sprecher der Bürgeraktion. Deshalb leihe man von der Böblinger Schönbuchbahn das Fahrzeug vom Typ Regioshuttle I aus. Immerhin hätten sich diese Züge, mehrere hundert Stück, nun seit rund 20 Jahren auf Dutzenden von Strecken in ganz Deutschland bewährt. „Und die sind bei den Leuten sehr beliebt“, sagt Hackl. Die privaten Schwarzwaldbahner wollen damit auch zeigen, dass in das Thema Bahnverbindung nach Calw endgültig Bewegung gekommen ist. Die Werbeaktion der Bahnfreunde letzten Freitag auf dem Renninger Wochenmarkt habe „so gut wie nur Zustimmung“ erbracht, so die Aktivisten: „Viele Renninger freuen sich offenbar drauf.“ Auch in Weil der Stadt sei bei etlichen Angesprochenen Interesse und Vorfreude sichtbar gewesen, trotz einiger Skeptiker.
Auch in Malmsheim werden die Sonderzüge halten. Reinhard Hackl: „Die Leute müssen nicht mehr irgendwohin fahren, um den Zug zu sehen – der Zug kommt zu ihnen.“

Abfahrt Weil der Stadt: 14.06, 15.06 und 16.06 Uhr
Abfahrt Renningen: 14.15, 15.15 und 16.15 Uhr
www.unsere-schwarzwaldbahn.de

Sprecher: Reinhard Hackl,Holzgerlingen | Öffentlichkeitsarbeit/V.i.S.d.P.: Hans-Joachim Knupfer, Leonberg
Internet: Erwin Eisenhardt, Renningen
… was uns bewegt schwarzwaldbahn

V.i.S.d.P.:

Hans-Joachim Knupfer

Foto vom Verein

Spätere Ausbaustufe II für die Schwarzwaldbahn Stuttgart – Calw: der CALEX

logors1-schwarzwaldbahnPRESSEMITTEILUNG

„Zukunftswerkstatt“ der Schwarzwald- bahnfreunde
Mit dem „Calex“ schneller von Calw nach Stuttgart?
„Beste Lösung“ für alle Anlieger

RENNINGEN/WEIL DER STADT
Die Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn sieht in dem Zweistufenkonzept für die Schwarzwaldbahn, das die Kreise Calw und Böblingen beschlossen haben, den richtigen Einstieg für die Wiederbelebung der Bahnstrecke nach Calw. Doch die „Zukunftswerkstatt“ der Aktion hat inzwischen ein Ziel entwickelt für die zweite Ausbaustufe: Ein Eilzug könnte die größeren Städte entlang der ganzen Schwarzwaldbahn zwischen Stuttgart und Calw verbinden. Einen Namen dafür haben die Bahnfreunde auch schon: Schwarzwaldbahn Stuttgart-Calw Express soll der Zug heißen, kurz: Calex. Am Samstag haben die Aktivisten in Renningen ihr Zukunftskonzept vorgestellt.
„Die jetzt beschlossene Lösung ist goldrichtig“, betont der Sprecher der Bahn-Initiative, Reinhard Hackl: Nur so, mit dem preisgünstigen Einstieg als Dieseltriebwagen und Durchgangs- verbindung von Calw bis zum Bahnknoten Renningen, seien die Landeszuschüsse erreichbar, ohne die es nicht gehe, um überhaupt einmal die alte Strecke zu sanieren. Hackl und seine Mitstreiter von der Bürgeraktion, erfahrene Bahnbenutzer, haben auch keine Zweifel, dass die reaktivierte Calwer Bahn erfolgreich sein wird. Auf dieser Grundlage könnte es als zweiten Schritt, nach einigen Jahren, ein noch attraktiveres Angebot geben: einen Eilzug, der Calw und Stuttgart in rascher Fahrt verbindet, indem er nur in wenigen größeren Städten hält. „Das wäre die beste Lösung“, unterstreicht der Bahnkenner Hans-Joachim Knupfer, der das Konzept für die Bürgeraktion maßgeblich entwickelt hat.
IMG_3267_BAUS_Calex_2015Halten soll der schnelle „Calex“ – so der Namens- vorschlag der Ehrenamtlichen – in Weil der Stadt, Renningen und in Leonberg, vielleicht auch in Zuffenhausen, so lautet der Entwurf.
Nur zwischen Calw und Weil der Stadt würde die Direktverbindung auch den Nahverkehr übernehmen und in Heumaden, Althengstett und Ostelsheim halten. Etwa eine gute Dreiviertelstunde würde die Reise von Calw nach Stuttgart brauchen, eine knappe Viertelstunde weniger, als es ab 2018 mit der Hermann-Hesse-Bahn zunächst der Fall sein wird. „Die eigentlichen Gewinner wären die Fahrgäste aus Renningen und Weil der Stadt“, betont Klaus Hünerfeld, langjähriger täglicher Bahnpendler ab Renningen. Weniger als eine halbe Stunde, etwa 25 Minuten, von der Rankbachstadt bis in die Landeshauptstadt: „Das wäre endlich ein attraktives Angebot für den ganzen Altkreis Leonberg und für Bosch.“ Für Weil der Stadt würde die Reisedauer unter 30 Minuten betragen. Zudem würden die Eilzüge bequemere Sitzplätze und auch Toiletten bieten. Wie andere Eilzüge würden auch der Calex im Stundentakt verkehren, in Halbstundenlage dazwischen die normale Hermann-Hesse-Bahn.
IMG_3282_BAUS_Calex_2015Hans-Joachim Knupfer verweist darauf, dass die Eilzüge auf allen anderen Bahnstrecken, die auf Stuttgart zulaufen, seit Jahrzehnten üblich seien: „Nur der Altkreis Leonberg und der Kreis Calw haben keine, sie werden als Einzige in der Metropolregion benachteiligt.“ Zudem habe es solche Eilzüge schon um 1960 bis Weil der Stadt gegeben. Es werde also lediglich wieder eingerichtet, was schon dagewesen sei. Für die Wirtschaftlichkeit sei heute allerdings maßgeblich, dass das Fahrgastaufkommen bis Calw dazukomme: „Nur so rechnet sich so etwas“, so Knupfer. Außerdem ermöglichten die Eilzüge, dass die Gesamtstrecke bis Calw dann auch elektrifiziert werde. „So würden alle Anlieger bekommen, was sie wollen“, so der Nahverkehrsreferent. Bedenken an der Betriebsweise haben die privaten Bahnexperten nicht: Die Strecke sei ab Malmsheim zweigleisig, vergleichbare Linien nach Stuttgart seien mit zusätzlichen Intercities und Güterzügen dichter belegt. Der Eilzug müsse vor der S-Bahn herfahren, wie es anderswo auch gemacht werde. Außerdem ermögliche der künftige neue Bahnhof in Stuttgart ein dichteres Zugangebot als bisher, auch auf den Zulaufstrecken aus Richtung Zuffenhausen: „Das haben wir schriftlich“, so Knupfer. Zudem habe eine solche überregionale Verbindung den Charme, dass sie aus Landesmitteln finanziert werde: „Das entlastet den Kreis Calw – und die S-Bahn.“ Mit dem „Calex“, ergänzt Reinhard Hackl, „hat die ganze Schwarzwaldbahn jetzt eine prima Perspektive.“

Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn (B.A.U.S.)

V.i.S.d.P.:

Hans-Joachim Knupfer

Unsere Beiträge hierzu: Schwarzwaldbahn und Hesse-Bahn

Info, Fotos und Logo: unsere-schwarzwaldbahn

 

Spendenaufruf erfolgreich – Schnupperfahrt Schwarzwaldbahn Renningen – Weil der Stadt gesichert

Posted by Klaus on 2nd November 2015 in Allgemein, Heckengäu

PRESSEMITTEILUNG

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Sonderfahrt gesichert – Am 2. Advent zwischen Weil und Renningen
Schwarzwaldbahn auf Schnupperfahrt
Bürgerspenden machen es möglich

RENNINGEN/WEIL DER STADT | Die Bürgeraktion Unsere Schwarzwald- bahn kann einen weiteren Erfolg verbuchen: Der Aufruf zur Spendenaktion hat funktioniert. Am 6. Dezember gibt es zwischen Weil der Stadt und Renningen kostenlose Schnupperfahrten mit einem Triebwagenzug. Damit sollen die Bürger in beiden Gemeinden schon einmal testen können, wie etwa das Fahrgefühl sein wird, wenn ab Ende 2018 wieder Züge bis nach Calw fahren.
„Mit so viel Rückhalt in der Bevölkerung hatten wir nicht gerechnet“, freut sich Reinhard Hackl, Sprecher der Bürgerinitiative aus dem Kreis Böblingen. Bis Ende Oktober hatten die Bahnfreunde eine Frist gesetzt: Wenn bis dahin genügend Spenden eingingen, wären die Sonderfahrten gesichert, schließlich muss er rechtzeitig vorbestellt werden. Hackl ist angenehm überrascht, dass es die Frist nicht brauchte: „Wir haben recht schnell etliche Zusagen bekommen, von Spendern aus Renningen, Weil der Stadt, Leonberg und Böblingen, aber auch von Leuten und Einrichtungen bis nach Calw“. Das zeige, wie wichtig vielen Menschen gerade im Kreis Böblingen die neue Bahnverbindung sei. Immerhin hat sich laut einer Umfrage im Altkreis Leonberg auch dort eine Mehrheit für die Wiederinbetriebnahme ausgesprochen. Anfang Dezember gebe es in Calw-Heumaden den ersten Spatenstich für die neue Bahnbrücke, damit laufe die Sanierung der Schwarzwaldbahn auf dem Stück zwischen Weil der Stadt und Calw endgültig an.
Doch die Bürger müssen nicht drei Jahre warten, um das neue Fahrgefühl zu erleben.
Deshalb gebe es am ersten Advent nun die Schnupperfahrten: „Damit die Leute sich mit dem künftigen Zug schon mal vertraut machen können“, sagt Hans-Peter Benzing von der Bürgeraktion. Das gelte nicht nur für Sitzkomfort, Mehrzweckbereich und Beschleunigung, sondern auch für die Schallentwicklung.
„Nicht so viele Interessenten sind im letzten Jahr zu unserer Exkursion zur Schönbuchbahn gekommen, um sich die Betriebsgeräusche anzuhören“, wie Benzing bedauert: „Daher kommt der Zug jetzt hierher zu den Anliegern.“ Somit könne jeder die Chance nutzen, um sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen, auch was das Fahrgeräusch angeht.
Der Sonderzug, den die Bahnfreunde von der Schönbuchbahn ausleihen, wird, wenn in Weil der Stadt und Renningen Weihnachtsmarkt ist, dreimal zwischen beiden Städten pendeln, im Stundentakt. Auch in Malmsheim wird gehalten. Die Mitfahrt ist kostenlos, soweit die Plätze langen. Voranmeldung ist möglich. Kinder erhalten ein kleines Geschenk, solange Vorrat reicht.

Sonntag, 6. Dezember: Sonderfahrt mit Triebwagen Regioshuttle RS 1 Weil der Stadt etwa ab 14 Uhr, 15 Uhr, 16 Uhr Renningen etwa ab 14.15 Uhr, 15.15 Uhr, 16.15 Uhr Zwischenhalte in Malmsheim Voranmeldung von Sitzplätzen unter reinhard_hackl(at)freenet.de Bitte gewünschte Abfahrtszeit, Station und Personenzahl angeben Veranstalter: Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn unsere-schwarzwaldbahn

Wir danken allen Spendern, welche die Sonderzüge möglich gemacht haben.

Freundliche Grüße
Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn
V.i.S.d.P.: Hans-Joachim Knupfer

Logo, Unsere Schwarzwaldbahn

Unsere Beiträge hierzu: Schwarzwaldbahn und Hesse-Bahn

„Schnupperfahrt“ mit der Schwarzwaldbahn?

Bürgeraktion sammelt Spenden

logors1-schwarzwaldbahnRenningen/Weil der Stadt | Jeder spricht davon, keiner kennt ihn: den Dieselzug, der ab Ende 2018 Calw und Renningen miteinander verbinden soll. Daher geht die Bürgeraktion Unsere Schwarz- waldbahn (B.A.U.S.) jetzt in die Offensive: Noch im Dezember 2015 soll der moderne Triebwagen erstmals probeweise zwischen Weil der Stadt und Renningen fahren. Die Bahnfreunde wollen damit Berührungsängste abbauen und die Anwohner zu „Fachleuten“ machen. Damit die Idee Wirklichkeit werden kann, sammelt die Bürgeraktion noch Spenden über das Konto des VCD Kreisverband Böblingen, Stichwort BAUS, IBAN DE 63 60350130 0000 137337 bei Der Kreissparkasse Böblingen. Dafür gibt es auch eine Spendenbescheinigung. „Wenn noch weitere 800 Euro bis zum 31.10.2015 zusammenkommen, wird die Bahnfahrt stattfinden!“ kündigt Hans-Joachim Knupfer von der Bürgeraktion an.

Eine Erfahrung hat sich den Leuten von der Bürgeraktion inzwischen eingeprägt: Es gibt noch immer einige hartnäckige Gegner des Dieselbetriebes. Bereits im Sommer letzten Jahres hatten die Schwarzwaldbahner daher unter dem Motto „mithören – mitreden“ einen Ausflug zur Schönbuchbahn angeboten. Dabei konnten die Mitfahrer nicht nur die Geräusche von Motoren und Vorbeifahrt hautnah mitbekommen, sondern auch mit Anwohnern der dortigen Bahn sprechen, die direkt neben dem Gleis wohnen. „Damals war das Interesse der Bahnkritiker aus Malmsheim und Weil der Stadt leider nicht so groß“, bedauert Knupfer. Jetzt drehen die Bahnaktivisten den Spieß herum: Nicht mehr die Kritiker müssen zur Bahn kommen – die Bahn kommt zu den Kritikern. Sie und weitere Anwohner hätten nun direkte Gelegenheit, die Vorbeifahrt der Züge zu erleben.

Den Hauptzweck der Aktion sieht Knupfer aber an anderer Stelle: „Die Leute können schon mal in den Wagen reinschnuppern und natürlich das Fahrgefühl erleben.“ Dazu wolle man alle Anwohner einladen. Daher werden die Sonderzüge an dem geplanten Sonntag auch in Malmsheim halten. Die die Ehrenamtlichen wollen einen Triebwagen vom Typ Regioshuttle buchen. In ganz Baden-Württemberg seien diese Wagen auf mehreren Dutzend Strecken unterwegs: „Auch dicht zwischen den Häusern durch – aber es gibt keine Probleme für die Anwohner“, betont Knupfer, der für Bahnfreunde im Kreis Böblingen seit langem landesweit die Entwicklung verfolgt.

Info und Logo: unsere-schwarzwaldbahn

Unterschreiben Sie für die Schwarzwaldbahn von Renningen – Calw!

Spendenkonto: Verkehrsclub Deutschland (VCD) e.V., Kreisverband Böblingen, Stichwort BAUS IBAN DE 63 60350130 0000 137337, Kreissparkasse Böblingen Bitte genaue Anschrift angeben, Spendenbescheinigungen werden ausgestellt

Die Wiedergeburt der Württembergischen Schwarzwaldbahn als Hermann-Hesse-Bahn 1. Juni 2015

still-gelegt19:30 Uhr, Panoramasaal Verkehrsbetriebe Karlsruhe

Referent: Holger Schwolow

Weitere Infos unter tsnv.de/der_verein-veranstaltungen und wsb-calw.de

Foto, Blogarchiv Stratkon

Breiter Zuspruch für Schwarzwaldbahn – Bürgeraktion Schwarzwaldbahn und Grüne mit Infostand in Renningen

PRESSEMITTEILUNG

Bahngegner kaum gesichtet

2015.03.20.Renningen.BAUSRENNINGEN | „Die blöde Bahn“, „Ihr mit euren gefälschten Zahlen“ – das waren die einzigen Reaktionen, welche die Aktivisten der Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn (BAUS) und der Grünen am Freitag (20. März) in Renningen von Gegnern des Bahnvorhabens erhielten. Ansonsten bekamen die Bahnfreunde von den Dutzenden Besuchern aus Renningen und Malmsheim, die den Infostand auf dem Wochenmarkt passierten, ausschließlich günstige Nachfrage und Aufmunterung zu hören. Das bringt Erwin Eisenhardt, Gemeinderat in Renningen, zu der Überlegung, ob die Stimmen der Bahngegner in der aktuellen Diskussion nicht überbewertet werden.

Bildtext: Marktware der anderen Art: Erwin Eisenhardt (ganz links), Reinhard Hackl  (Bildmitte) und Hans-Joachim Knupfer von der BAUS beschicken ihren „Marktstand“ mit Schwarzwaldbahn-Gebäck und Infozetteln. Klaus Hünerfeld (rechts) als weiterer Mitmacher trägt seine Ballade von der „Schwäbischen Schwarzwaldbahn“ vor.

„Hoffentlich kommt die Bahn bald bis Renningen durch“, „Das ist gut, dass ihr so was macht“, „Weiterhin viel Erfolg“ – Kommentare dieser Art bekamen die Pro-Schwarzwaldbahn-Aktiven im Herzen von Renningen stetig zugesprochen. Dazu trugen wohl auch die Dampflok-Ausstecherle bei, die Reinhard Hackl von der Initativgruppe hatte backen lassen, und die bei Kindern wie Erwachsenen bestens ankamen, nicht nur weil sie kostenlos waren: „Die Schwarzwaldbahn zum Anbeißen“, so Hackl schmunzelnd. Vor allem aber lobten etliche Standbesucher, dass die BAUS-Gruppierung sachliche und handfeste Informationen zum Thema Schwarzwaldbahn Calw – Renningen liefere. „Sie sollen Ihre Meinung haben, gleich welche – aber wir wollen, dass Sie Bescheid wissen“, bekannte Hans-Joachim Knupfer als Mitverfertiger der verteilten Infoblätter.
Einige Bürger, die Modelle und Fotos der modernen Dieseltriebwagen erblickten, die auf der Calwer Bahn fahren werden, zeigten sich irritiert und verärgert über die bisherige Darstellung einiger Bahnanwohner: „Es stimmt also gar nicht, dass dort schwere Dieselloks fahren sollen – warum zeigen
die etwas Falsches?“ Hackl und Knupfer konnten die Anfrager aufklären, dass der Einsatz solcher Fahrzeuge noch nie geplant war. „Auf die Darstellung der Gegner haben wir keinen Einfluss“, so Hackl schulterzuckend: „Wer eine alte russische Diesellok als Symbol zeigt, kann das ja tun.“ Die BAUSMitglieder waren sich mit vielen Standbesuchern einig, dass man sich am besten einen eigenen Eindruck verschaffen sollte, denn gleichartige Fahrzeuge fahren schon lange im Nagoldtal und im Schönbuch – ohne Klagen der Anwohner. Ein Standbesucher sagte: „Es gibt Gegner, die protestieren gegen etwas, das sie weder kennen noch kennenlernen wollen.“
Ein Wochenmarkt wird von vielen besucht, ganz unabhängig von der Haltung zu einer Bahn. Somit ist er ein gutes Stück weit ein Spiegel der örtlichen Gesellschaft und Meinungsbildung – das war Erwin Eisenhardts Überlegung, den Renniger Wochenmarkt als Forum für die Unterstützung der Bahn auszusuchen. Das Fazit der BAUS-Aktivisten fällt zumindest, was die Renninger Werbeaktion für den Calwer Zug angeht, günstig aus. „Nicht alle Renninger und Malmsheimer besuchen den Markt“, das weiß auch Erwin Eisenhardt. Aber der mehr als dreistündige Nachmittag habe doch ein beachtliches Stimmungsbild vermittelt, „und das war eindeutig pro Schwarzwaldbahn“ – als Dieselzug und bis Renningen. Die Menschen würden durchaus verstehen, dass dies zwar nicht in jeder Hinsicht optimal sei, aber der naheliegende Einstieg, weil es nicht anders gehe. Offenbar hätten auch in Renningen etliche Einwohner inzwischen genug von den Beschwerden der Bahngegner. Erwin Eisenhardt zitiert einen weiteren Renninger Standgast, der nur bündig gesagt habe: „Die sollen nicht nochmals dreißig Jahr schwätzen – die sollet jetzt bauen!“

HINTERGRUND Die schwierige Schöne Anno 1872, vor über 140 Jahren, wurde die Bahnstrecke Stuttgart – Leonberg – Weil der Stadt – Calw eröffnet. Der Staat Württemberg gab ihr den offiziellen Namen „Schwarzwaldbahn“, weil sie in den Schwarzwald führt und weil Calw im damaligen Verwaltungsbezirk Schwarzwaldkreis lag. Von Anfang an handelte es sich um eine Hauptstrecke für den schweren Holzverkehr aus dem Nagoldtal und – für wenige Jahre – für internationale Züge in die Schweiz. Durch den aufwändigen Bau in sehr schwierigem Gelände wurde sie auch für relativ hohe Geschwindigkeit ausgelegt, so dass heute bis zu 100 km/h auf ihr gefahren werden können. Die Württembergische Schwarzwaldbahn ist eine richtige Gebirgsbahn im Kleinen, mit dem höchstgelegenen Bahnhof in der Metropolregion Stuttgart (Althengstett, 511 m), dem längsten Steigungsabschnitt in Deutschland und dem einst höchsten Bahndamm Europas. Vorbild für ihre originelle Trassierung mit einem (halben) Kehrtunnel war die Brennerbahn. Dadurch kommen die Züge in Calw am gleichen Hang zweimal nacheinander in unterschiedlicher Richtung vorbei. Die Calwer Schwarzwaldbahn durchfährt die „Passhöhe“ zwischen Heckengäu und Nagold wintersicher im Tunnel. Für ihre landschaftliche Schönheit ist sie seit jeher bekannt. Der Abschnitt Calw – Weil der Stadt wurde 1983 von der Bundesbahn aufgelassen. 1994 kaufte ihn der Landkreis Calw. Seit 2010 verfolgt der Kreis Calw die Betriebsaufnahme seiner „Kreisbahn“ mit Volldampf. 2014 hat das Land Baden-Württemberg die Zuschüsse zur Sanierung und Reaktivierung bewilligt. Im Oktober 2015 soll der erste Spatenstich sein, Ende 2018 sollen die Züge wieder fahren.

Freundliche Grüße

Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn

 

„Calwer Zug hat viele Freunde“ – Bürgeraktion Schwarzwaldbahn sammelt Unterschriften

PRESSEMITTEILUNG Bürger-Aktion
Unsere Schwarzwaldbahn
Stuttgart – Renningen – Weil der Stadt – Calw

Bürgeraktion Schwarzwaldbahn sammelt Unterschriften „Calwer Zug hat viele Freunde“ Befürworter sollen Podium erhalten

K-Bf-Weil-der-Stadt-2BÖBLINGEN/WEIL DER STADT | Wer schon immer will, dass auf der Bahnverbindung zwischen Renningen und Calw wieder Züge fahren, oder auch wer das erst seit kurzem für eine gute Idee hält: Jeder kann nun darüber abstimmen. Denn die Bürgeraktion Unsere Schwarzwaldbahn (BAUS) hat begonnen, Unterschriften der Befürworter zu sammeln. Die Initiatoren sind guter Dinge, dass es nicht wenige Unterzeichnende sein werden. Auch die Internetseite unsere-schwarzwaldbahn.de wirbt inzwischen für das Bahnprojekt.
„Stimmen Sie jetzt für die Schwarzwaldbahn!“, dazu ruft Reinhard Hackl aus Holzgerlingen auf, Sprecher der Bürgeraktion: „Jetzt kann jede und jeder ein Zeichen setzen – ein Signal!“
Denn an sich sei es schwierig, für eine Bahnstrecke einzutreten, auf der keine Züge fahren: Da könne man sich schlecht eine Fahrkarte kaufen, um die Nachfrage zu zeigen. Zumindest symbolisch erhielten deshalb nun alle, die sich mit der wichtigen Gleisverbindung in der Metropolregion Stuttgart solidarisch zeigen wollen, die Gelegenheit dazu. Ab sofort könne man auf der Internetseite der Bürgeraktion seine Unterschrift leisten, wenn man für die
Wiedereröffnung der traditionellen Bahnanbindung von Calw ist, indem man Name und Anschrift eingibt. Wer kein Internet hat, kann Unterschriftenlisten bei der Aktion anfordern.
Erwin Eisenhardt aus Renningen verweist darauf, dass das Vorhaben, den Abschnitt Calw – Weil der Stadt zu reaktivieren, noch nie in den letzten 30 Jahren so greifbar vor der Verwirklichung stand. Es sei aber nicht nur für den Kreis Calw hilfreich, wenn die Aufgeschlossenheit der Anlieger noch weiter zunehme. Auch die Landespolitik tue sich dann leichter, das laufende Verfahren für einen Landeszuschuss weiter zu betreiben. Das gehe aus volkswirtschaftlicher Sicht aber nur, wenn die Züge von Calw über Weil der Stadt bis Renningen fahren. Daher brauche es noch mehr Unterstützung auch aus dem Kreis Böblingen, denn die zusätzliche Verbindung stärke zudem den Altkreis Leonberg.
Unterschreiben könnten jedoch alle Interessenten, gleich woher und wie oft sie fahren würden. Schließlich besitze die landschaftliche sehr schöne Strecke hohes touristisches Potenzial für Besucher auch von weither.
Treffpunkt: Bahnhof RenningenHans-Joachim Knupfer aus Leonberg, Mitinitiator und seit 27 Jahren eine der treibenden Kräfte für das Calwer Bahnprojekt, betont, mit der Durchbindung der Züge von Calw bis Renningen werde nach Jahrzehnten der frühere Zustand wieder hergestellt, dass der westliche Abschnitt der Schwarzwaldbahn wieder mehr und genügend Verkehrspotenzial erhalte. Denn mit der Aufteilung des Zugverkehrs der Durchgangsbahn Calw – Stuttgart auf zwei getrennte Abschnitte Calw – Weil der Stadt und Weil der Stadt – Stuttgart vor rund 50 Jahren habe der Niedergang des K-Bf-Calw-1Calwer Bahnanschlusses an die Region Stuttgart angefangen. Knupfer: „Mit dem Neubeginn zwischen Renningen und Calw wird das frühere Gleichgewicht endlich zum Teil wieder hergestellt.“ Durch das zusätzliche Teilstück Weil der Stadt – Renningen entstehe nicht nur der direkte Anschluss auf die S-Bahn nach Sindelfingen und Böblingen für den Berufsverkehr, sondern auch in umgekehrter Richtung für den Freizeitverkehr Richtung Nordschwarzwald nach Calw, Bad Liebenzell und Bad Wildbad.

Unterzeichnung über das Internet: unsere-schwarzwaldbahn.de. Unterschriftslisten per Post bei Erwin Eisenhardt, Renningen, Goethestraße 16, Telefon 0 71 59 / 92 05 25

HINTERGRUND Die schwierige Schöne

Anno 1872, vor über 140 Jahren, wurde die Bahnstrecke Stuttgart – Leonberg – Weil der Stadt – Calw eröffnet. Der Staat Württemberg gab ihr den offiziellen Namen „Schwarzwaldbahn“, weil sie in den Schwarzwald führt und weil Calw im damaligen Verwaltungsbezirk Schwarzwaldkreis lag. Von Anfang an handelte es sich um eine Hauptstrecke für den schweren Holzverkehr aus dem Nagoldtal und – für wenige Jahre – für internationale Züge in die Schweiz. Durch den aufwändigen Bau in sehr schwierigem Gelände wurde sie auch für relativ hohe Geschwindigkeit ausgelegt, so dass heute bis zu 100 km/h auf ihr gefahren werden können. Die Württembergische Schwarzwaldbahn ist eine richtige Gebirgsbahn im Kleinen, mit dem höchstgelegenen Bahnhof in der Metropolregion Stuttgart (Althengstett, 511 m), dem längsten Steigungsabschnitt in Deutschland und dem einst höchsten Bahndamm Europas. Vorbild für ihre originelle Trassierung mit einem (halben) Kehrtunnel war die Brennerbahn. Dadurch kommen die Züge in Calw am gleichen Hang zweimal nacheinander in unterschiedlicher Richtung vorbei. Die Calwer Schwarzwaldbahn durchfährt die „Passhöhe“ zwischen Heckengäu und Nagold wintersicher im Tunnel. Für ihre landschaftliche Schönheit ist sie seit jeher bekannt. Der Abschnitt Calw – Weil der Stadt wurde 1983 von der Bundesbahn aufgelassen. 1994 kaufte ihn der Landkreis Calw. Seit 2010 verfolgt der Kreis Calw die Betriebsaufnahme seiner „Kreisbahn“ mit Volldampf.

Fotos, Blogarchiv

Bahn erneuert Gleise und Weichen im südlichen Bereich der Schwarzwaldbahn / Gäubahn

Posted by Klaus on 8th Oktober 2012 in Allgemein

Komplettsperrung der Strecken Immendingen–Engen–Singen (Htw) und Tuttlingen–Engen–Singen (Htw) vom 8. Oktober bis 15. November • Züge werden durch Busse ersetzt • Investitionen rund 18 Millionen Euro

Die Deutsche Bahn erneuert in Tag- und Nachtschichten vom 8. Oktober (Betriebsbeginn) bis einschließlich 18. November 2012 auf den Streckenabschnitten Immendingen–Engen–Singen (Htw) sowie Tuttlingen–Engen–Singen (Htw) mehr als 30 Kilometer Gleis und mehrere Weichen. Zusätzlich werden zwei Bahnübergänge in Mühlhausen (b Engen) modernisiert und verschiedene weitere Instandhaltungsarbeiten entlang der Strecken ausgeführt. Die Investitionen betragen rund 18 Millionen Euro.

Weiterlesen unter deutschebahn/verkehrsmeldungen/ oder swr/nachrichten/bw/Singen Streckensperrungen bei Gäu- und Schwarzwaldbahn

Schwarzwaldbahn – Wieder was Neues

Das Thema Schwarzwaldbahn ist mal wieder in der Zeitung (Leonberger-Kreiszeitung/weil-der-stadt-calw-die-hesse-bahn-soll-an-den-rankbach-fahren).

Wir berichteten ja schon in November 2010, Erfreuliche Nachricht: Calw/Weil der Stadt Schwarzwaldbahn kommt in Fahrt, darüber.

Nun sind wir gespannt was sich weiter tut. Wir werden natürlich darüber berichten.

Siehe auch die Fotos in der fotogalerie-stuttgart.

Foto, Archiv Stratkon

Neues von der Schwarzwaldbahn im Schwarzwälder-Bote

Wie man dem Bericht des schwarzwaelder-bote/althengstett-szenarien-fuer-s-bahn-anschluss entnehmen kann tut sich was zum Erhalt der Schwarzwaldbahn in Württemberg.

Auch bei der DB gibt es was zur Geschichte dieser Bahn in BADEN: bahn/swb_historie und schwarzwald/sehenswertes/schwarzwaldbahn.

Für Modellbahner interessant schwarzwald-modell-bahn/frameset und swr/eisenbahn-romantik/schwarzwaldbahn-modelbahnanlage-hausach