Verdi und Wagner – Künstlerportraits von Kampmann in der Sparkasse Bad Herrenalb


Die markanten Charakterköpfe der beiden Ausnahmekomponisten zieren ab sofort die Schalterhalle der Sparkasse Bad Herrenalb. Stefan Klee, Filialdirektor der Sparkasse, begrüßt den Grafiker und Künstler Rolf Kampmann schon in den frühen Morgenstunden. Denn es gilt, gemeinsam mit seinem Team in der Schalterhalle einen passenden Platz für die beiden Portraits zu finden, die 2013 im Mittelpunkt der Benefizkonzerte von „Klassik im Kloster“ stehen. Kampmann, der bereits seit 2006 für die grafische Gestaltung der Programmhefte zuständig ist, hat 2013 seinen Lieblingskomponisten in Aquarell gemalt. Auf die Frage, warum ausgerechnet Richard Wagner, schaut er mit seinen blauen Augen verschmitzt über den Rand der Hornbrille und antwortet nüchtern: „Weil ich seine Musik sehr gerne mag!“ Rolf Kampmann, Grafiker und Spezialist für Werbeanzeigen spricht nur selten über seine Malerei. Aber die 50 x 70 cm großen Aquarell-Bilder zählen mittlerweile zum Geheimtipp von Hotels, Rezeptionen und In-Lokalen, die sich mit Berühmtheiten aus Musik, Kultur und Kinogeschichte umgeben.

Ob in Pink, Umbra, Marine blau oder in einfachen Grautönen. Der Künstler bleibt seinem minimalistischen Metier treu. „Die Aquarelle zeigen Charakterköpfe!“, so Kampmann, der sein jüngstes Werk von Richard Wagner in Händen hält. „Wagner als Komponist und Weltgenie darzustellen ist schlichtweg nicht machbar.“ Kampmann spezialisiert sich daher auf das markante Gesicht. Durch die Leuchtkraft der Aquarellfarben kann er sich bei jedem Portrait auf eine Hauptfarbe fokussieren, um dann in sanften Zwischentönen das Gesicht des Dargestellten herauszuarbeiten. „Das ist fast so wie bei einem Scherenschnitt“, erläutert Kampmann, der seine Kunst als Minimalismus versteht. „Durch das Weglassen unnötiger Details ist der Betrachter auf Du und Du mit dem Bild.“ Mit Farbe und flächigem Pinselstrich entstehen die Persönlichkeiten, die der Künstler selbst schätzt. Seinen Unikaten ordnet er individuelle Farbnuancen zu, damit neben Mimik oder Gestik der Charakter im Bild besser fixiert werden kann. Neben Wagner gibt es nun auch Verdi in Aquarell.

Die beiden Portraits dienen in der Sparkasse als optische „Hingucker“, um den Verkauf der Konzertkarten zu forcieren, denn nur knapp 100 Meter vom Gebäude der Sparkasse entfernt liegt die Klosterkirche Bad Herrenalb. Stefan Klee, der die Konzerte ebenfalls seit 2006 unterstützt ist von den Aquarellarbeiten begeistert. „Im November werden wir die Vielfalt der Kampmann-Charakterköpfe in einer eigenen Ausstellung präsentieren.“

Foto 1, In der Sparkasse:v.l.n.r. Michael Böttcher, Dennis Bahr, Rolf Kampmann, Stefan Klee, Heiko Schumacher

Bericht mit Fotos, Sabine Zoller

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