Peinlich

Posted by Klaus on 3rd November 2011 in Allgemein

Pressemitteilung BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN IM GEMEINDERAT STUTTGART 03.11.2011

„Holy Shit Shopping“ und „Summer Pop Shopping“ – hinter diesen Anglizismen versteckt sich eine sehr erfolgreiche Verkaufsplattform für lokale und nationale Kreativscha“ ende. Sommers wie Winters werden Produkte aus kleinen Designbüros und -werkstätten auf den wochenendlichen Verkaufsmessen angeboten. Das erfolgreiche Konzept tingelt seit Jahren durch Deutschlands Großstädte und machte neben Köln, Hamburg und Berlin auch Halt in Stuttgart. Bisher. In diesem Winter legt Stuttgart der Veranstaltung hausgemachte Steine in den Weg. Damit wird es diesen Winter nichts mit dem kreativen Weihnachtsgeschenk.
Stuttgart versteht sich gerne als urbane, lebendige Großstadt und ist zu Recht stolz auf seine erfolgreiche Kreativszene. Einer solchen Stadt stünde es gut zu Gesicht, ihre Offenheit mit einem entsprechenden Veranstaltungsprogramm zu pflegen. Die Kreativscha“ enden dürfen nicht zum Opfer ihres eigenen Erfolgs werden. Wenn im letzten Jahre der Sonntagsverkauf kein Problem war, darf er in diesem Jahr nicht Hinderungsgrund sein. „Vor Ort müssen verlässliche Verhandlungspartner alle Akteure koordinieren – und nicht blockieren. Die Stadtverwaltung muss die Szene verstehen. Viele Städte fahren mit spezialisierten Agenturen als Ansprechpartner für ihre Kreativscha“ enden sehr erfolgreich. Es reicht einfach nicht aus, eine weitere Stelle in der Wirtschaftsförderung oder beim Amt für öffentliche Ordnung zu schaffen“ so die Stadträtin Niombo Lomba, „die Agenturen werden von Menschen betrieben, die selbst aus der Kreativszene stammen und über gute Kontakte in die Stadtverwaltung verfügen.“ Der nächste große Verlust in der Kreativszene kündigt sich bereits an: die Designmesse DEKUMO steht vor dem Absprung nach München. Stuttgart darf sich diesen Verlust nicht leisten, die Kreativagentur muss her.

Gezeichnet, Niombo Lomba, Silvia Fischer

4 Responses to “Peinlich”

  1. BigB sagt:

    Stuttgart hat in gewisser Hinsicht ein ziemlich ambivalentes Verhältnis zu Kunst oder Künstlern. Einerseits profitiert die Stadt und auch die Region von Kultur und Kunst, aber andererseits habe ich persönlich stets den Eindruck „Bloss nicht zuviel davon“. Dies fällt vor allem dann auf, wenn man sich in den Randbereichen der Kunst- und Kulturszene umschaut. Stuttgart ist ganz auf Mainstream ausgerichtet, an Berlin führt kein Weg vorbei. Selbst Dresden oder Basel sind interessanter.

  2. stratkon sagt:

    Hallo,

    den Beitrag verschtehe wer will, I ned. Wenn mr scho publiziert, sollte mr sich auch an dia Regla für verständliche Kommunikation halta. Ond a Kreativ – Agentur brauchet mir so drengend wia an Kropf.

    stratkon

  3. David sagt:

    Hallo!

    Ich dachte, wir haben schon eine Kreativagentur!? Deren Chef ist unser OB Schuster und ein Organ davon ist der Gemeinderat.

    Denn so kreativ, wie dort bislang z.B. mit dem Thema S21 umgegangen wurde, ist ja schon bemerkenswert.

    David

  4. BigB sagt:

    @stratkon

    Um was es geht, zeigt dieser Artikel am Beispiel Hamburg:
    http://www.hamburg.de/pressemeldungen/1572694/2009-06-30-bksm-kreativwirtschaft.html

Leave a Reply