Archive for April 13th, 2017

Spatenstich für das EnBW-Heizkraftwerk in Stuttgart-Gaisburg: „Klimaschutz und Energie- effizienz in einem“

Posted by Peter on 13th April 2017 in Fotos, In und um Gablenberg herum

Pressemitteilung

Offizieller Baubeginn für das neue Heizkraftwerk in Stuttgart-Gaisburg – CO2-Ausstoß deutlich geringer – EnBW reduziert die Energieerzeugung aus Kohle weiter

Stuttgart. Gas statt Kohle, neu statt alt, kleiner statt groß – in Stuttgart-Gaisburg fiel heute der Startschuss für das neue Heizkraftwerk der EnBW. Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller, der Stuttgarter Baubürgermeister Peter Pätzold und EnBW-Technik­vorstand Dr. Hans-Josef Zimmer vollzogen den traditionellen ersten Spatenstich.

Knapp zwei Jahre nach Vorstellung der ersten Pläne im Mai 2015 geht das Projekt damit in die Realisierung. Ab Ende 2018 soll der Neubau die Rolle des heutigen, kohlebefeuerten Heizkraft­werks übernehmen. Die alten Anlagen können anschließend außer Betrieb genommen und die frei werdenden Grundstücke neu überplant werden. Der Umstieg von Kohle auf Gas folgt einem klaren Bekenntnis zu einer klimafreundlicheren Energieerzeugung: Gegenüber 2013 hat die EnBW ihr Erzeugungs­portfolio aus Steinkohle inzwischen schon um 40 Prozent reduziert.

Umweltminister Franz Untersteller betonte: „Die Modernisierung des Kraftwerks in Stuttgart bedeutet Klimaschutz und Energieeffizienz in einem. Durch den Verzicht auf Kohle als Brennstoff wird der CO2-Ausstoß der Anlage drastisch verringert. Und durch Kraft-Wärme-Kopplung wird die Energie wirkungsvoller genutzt. Energie- wie umweltpolitisch haben solche Anlagen für uns eine große Bedeutung.“

Peter Pätzold, Bürgermeister für Städtebau und Umwelt der Landeshauptstadt Stuttgart, sagte: „Mit dem Neubau des Kraftwerks Gaisburg trägt die EnBW zur Effizienzsteigerung der Energie­versorgung bei. Damit leistet die EnBW einen wichtigen Beitrag zur urbanen Energiewende in Stuttgart. Dies kann allerdings nur ein erster Schritt sein, denn um unsere Ziele für 2050 zu erreichen, muss die Fernwärme langfristig ohne den Einsatz fossiler Energieträger erzeugt werden.“

EnBW-Technikvorstand Hans-Josef Zimmer erklärte: „Der Standort Gaisburg wird auch in Zukunft ein verlässlicher Baustein im Fernwärmeverbund Mittlerer Neckar sein. Darüber versorgen wir über 25.000 Wohnungen, 1.300 Firmen und 300 öffentliche Einrichtungen in Stuttgart und der Region mit umweltfreundlicher Wärme. Durch den Umstieg von Kohle auf Gas und den hohen Nutzungsgrad ist der Neubau ein echtes Energiewendeprojekt.“

Insgesamt soll das Projekt rund 75 Millionen Euro kosten und besteht aus vier Bausteinen:

  • Herzstück ist ein emissionsarmes und effizientes Gasheizwerk mit einer Wärmeleistung von bis zu 210 Megawatt. Im Gesamtsystem der Standorte Altbach, Münster, Marienstraße und Gaisburg ist auch die neue Anlage wieder für Spitzen­zeiten und als Reserve eingeplant. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Fernwärme­versorgung für Stuttgart und das Neckartal. Gegenüber der bisherigen Planung wird ein zusätzlicher Heizkessel realisiert. Dieser war bereits vorsorglich mitgeplant und genehmigt worden
  • Hinzu kommt eine Anlage zur gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme (Kraft-Wärme-Kopplung, KWK) mit drei Gasmotoren. Sie verfügt über eine Leistung von insge­samt 30 Megawatt Wärme und 30 Megawatt Strom.
  • Weitere Bausteine sind ein 39 Meter hoher Wärmespeicher und eine neue Fernwärmestation.

Das Gesamtkonzept bietet gute Voraus­setzungen, um künftig auch erneuer­bare Energien (zum Beispiel Solarthermie oder Abwärme) in das System zu inte­grieren und eine Verknüpfung von Nah- und Fernwärme herzustellen.

Insgesamt führt der Neubau zu einer deutlichen Ent­lastung für die Umwelt: So verringert sich der Ausstoß von Kohlen­dioxid um rund 60.000 Tonnen pro Jahr. Für die gleiche CO2-Einsparung müssten zusätzlich 60.000 Stuttgarter Bürger vom Auto auf Bahn oder Fahrrad umsteigen. Auch der Ausstoß von Fein­staub, Schwer­­metallen und Schwefeldioxid entfällt zum größten Teil.

Eine Besonderheit ergibt sich lediglich bei den Stickoxiden (NOx): Die neue Anlage soll öfter in Betrieb sein als die bisherige. Je nach konkreter Laufzeit können deshalb am Standort Gaisburg die NOx-Emissionen gegenüber dem heutigen Zustand steigen. Da sich aber der Energiebedarf in Stuttgart insgesamt nicht erhöht, werden diese zusätzlichen Emissionen andernorts (zum Beispiel am Standort Stuttgart-Münster) wieder eingespart. Zudem setzt die EnBW im Neubau neueste Technologien zur NOx-Reduzierung ein. So werden bei den BHKW-Gasmotoren die zulässigen Grenzwerte um mehr als die Hälfte unter­schritten. Damit setzt das Unternehmen gerade mit Blick auf die besondere Vorbelastung in Stuttgart einen hohen Standard im Vergleich zu ähnlichen Projekten in Deutschland.

In den nächsten Wochen werden auf der Baustelle die Erd- und Entwässerungarbeiten beginnen, bevor anschließend die Fundamente und Gebäude an der Reihe sind. Parallel beginnen die beauftragten Hersteller mit der Fertigung der Maschinentechnik.

Weitere Informationen: www.enbw.com/gaisburg

 

Freundliche Grüße
i.V. Hans-Jörg Groscurth
Pressesprecher / Leiter Regionale Kommunikation
Kommunikation & Politik

Siehe auch: Kraftwerk Gaisburg

Fotos, Basti Steegmüller (CZ)

Ab 13. April 20117: Umleitung in der Hohenheimer Straße – 16. und 17. April zwischen Olgaeck und Möhringen: Keine Stadtbahn

Gudrun OlgaeckPressemitteilung der SSB

Ab dem 13. April müssen sich Autofahrer im Bereich der Hohenheimer Straße umstellen: Wegen der Gleisbauarbeiten der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) kommt es zum Teil bis Anfang Mai zu Umleitungen des Straßenverkehrs. Vom Vormittag des 13. April an bis einschließlich die ganze Nacht von Ostermontag auf Dienstag, 18. April, wird die Stadtauswärtsfahrbahn zwischen Alexanderstraße und Dobelstraße gesperrt. Die örtliche Umleitung erfolgt über die Danneckerstraße. Ab dem späten Abend des 13. April bis zum Ende der Nacht auf den Dienstag nach Ostern, 18. April, steht auf der Stadteinwärtsfahrbahn zwischen Dobelstraße und Olgaeck nur ein Fahrstreifen zur Verfügung, die Fahrbahnbreite ist eingeengt. Dies wird auch in den weiteren Nächten bis zum 3. Mai so sein, jeweils etwa zwischen 22 und 6 Uhr. Schließlich ist vom 13. April abends bis zum Morgen des 18. April die Überfahrt Hohenheimer/Dobelstraße gesperrt. Für den Durchgangsverkehr wird eine Umleitung über Hauptstätter Straße und Heslacher Tunnel ausgeschildert, ebenso über die Gerok- und Pischekstraße. Am Ostersonntag und –montag fahren zwischen Olgaeck und Degerloch auch keine Stadtbahnen. Die Ersatzbusse, die am 16. und 17. April anstatt der Stadtbahn unterwegs sind, nehmen stadtauswärts ebenfalls den Weg über die Danneckerstraße.

16. und 17. April: Streckenunterbrechung der Stadtbahn zwischen Olgaeck und Möhringen – Keine Stadtbahn zum Killesberg

Über die Osterfeiertage saniert die SSB außer den Gleisanlagen in der Hohenheimer Straße auch die in der Riedseekurve in Möhringen sowie die Gleiswechsel Weinsteige und Bopser. Daher ist die Stadtbahnstrecke zwischen Olgaeck und Möhringen Bahnhof am Ostersonntag und Ostermontag, 16. und 17. April, ganztägig gesperrt. Zwischen Schlossplatz und Möhringen Bahnhof fahren ersatzweise Busse.

Die Linie U5 fährt nur zwischen Leinfelden und Möhringen Bahnhof. Von dort bis zum Killesberg entfällt sie ganz. Die Buslinie 44 übernimmt die Bedienung zwischen Killesberg und Innenstadt und wird dafür verdichtet. Weil die Bushaltestelle Schlossplatz durch die Ersatzbusse nach Möhringen belegt ist, fährt die Linie 44 den Schlossplatz nicht an, sondern hält am Charlottenplatz.

Die Stadtbahnlinie U6 fährt einerseits nur zwischen Gerlingen und Charlottenplatz, am anderen Ende nur zwischen Möhringen und Fasanenhof. Die U7 Mönchfeld – Ostfildern fährt durchgehend, aber im Zuge der Linie U15 über Olgaeck und Eugensplatz statt über Bopser. Die Ein- und Ausrückfahrten der U8 über die Verbindung Möhringen – Degerloch – Heumaden/Ostfildern entfallen.

Die U12 verkehrt zweigeteilt zwischen Hallschlag und Milchhof sowie zwischen Dürrlewang und Möhringen Bahnhof. Die Fahrgäste der U12 aus dem Nordbereich werden an der Haltestelle Nordbahnhof zur Weiterfahrt in Richtung Innenstadt auf die S-Bahn verwiesen.

Die U15 fährt an diesen beiden Tagen durchgehend von Stammheim bis Heumaden. Die U5 auf dem Südast, die U6 auf beiden Ästen und die U12 Südast fahren nach geändertem Fahrplan. Die Stadtbahnhaltestellen Pragfriedhof, Ruhbank (unten) und Waldau entfallen an diesen Tagen.

Die Ersatzbusse fahren vom Schlossplatz über die Hohenheimer Straße, bergwärts durch die Danneckerstraße, über die Neue Weinsteige, Heinestraße, Laustraße und Rembrandstraße nach Möhringen. Die Haltestellen sind am Schlossplatz, Charlottenplatz, Olgaeck, Dobelstraße in der Dannecker-/Wächterstraße, Bopser in der Bopserkurve, Weinsteige, Degerloch an der B 27, Peregrinastraße am Abzweig Laustraße, Sonnenberg, Riedsee, Möhringen Bahnhof. Talwärts halten die Busse direkt auf Höhe Dobelstraße. In den Bussen werden keine Fahrscheine verkauft und keine Fahrräder mitgenommen. Andere Möglichkeiten zur Fahrradmitnahme bestehen zum Beispiel mit der Zahnradbahn Linie 10 Marienplatz – Degerloch und mit der U1 ab Hauptbahnhof, Berliner Platz oder Marienplatz bis Vaihingen Schillerplatz oder Bahnhof.

Foto, Gudrun Anne-Charlott Reiter