Archive for August 12th, 2017

Kabarett „Herzkammer des Schwabenlandes“

PM zum Motzlöffelauftritt in Berg

Berg. Auf der Aussichtsplattform gleich beim Chor der Berger Kirche geht die Stuttgart-Tournee „nullacht17“ der Kabarettgruppe Mustermann und die Motzlöffel in die nächste Runde, und zwar am Freitag, 18. August, um 18.30 Uhr.

MuM-2011Besondere Orte haben sich die drei Kabarettisten für ihre Tour ausgesucht, kaum bekannt und doch spannend sollten sie sein. Für die sechste Veranstaltung ist die Wahl auf diese Kirche im Bezirk Stuttgart-Ost gefallen. Bei der Berger Kirche befindet sich ein Plätzchen, das zur „Bühne“ wird. Von hier ist die Aussicht atemberaubend – über das Mühlen- viertel hinweg neckarauf- und neckarabwärts, hinüber zur Grabkapelle und zur Nesenbachmündung. Bei Regenwetter findet die Veranstaltung in einem Kirchenraum statt.
Rund eine Stunde dauert das Programm. Etwa die halbe Zeit befassen sie sich mit Themen der Stadt. Was ist uns Stuttgart, fragen die Spieler gleich am Anfang. Eine große Kamelhandpuppe mit Migrationshintergrund sinniert über die deutsche Leitkultur, zwei Ur-Schwaben spielen Bürgermeister. Grandiose Vorschläge zur Stadt am Fluss kommen auf den Tisch, und eine Marionetten-Putzfrau feudelt die große Politik ab.
Die andere Hälfte des Programms wurde speziell für diesen Ort geschrieben – und kommt mutmaßlich nur dieses eine Mal zur Aufführung. Diese Stücke versuchen, das Spezielle des Ortes einzufangen und in die Historie einzuordnen. So erzählt ein wirrer Professor über den Berg, das Berg, die Berg und Berg (ohne Artikel). Eine sagenhafte Schweineherde huscht durch den Ort, und der Geist des verhungerten Mannes aus dem Berger Wasserhaus schwebt als Marionette vorüber. Man stößt an beim Richtfest der Villa Berg und beim gelungenen Kabelattentat auf eine Hitler-Rede.
Die Reihe „nullacht17 – Motzlöffel auf Stuttgart-Tournee“ führte und führt den ganzen August über jeweils am Donnerstag und Freitag zu insgesamt acht verschiedenen Plätzen im ganzen Stadtgebiet; es folgen noch die Maschinenhalle im Hohenheimer Landwirtschaftsmuseum und der Hafen in Wangen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, natürlich freuen sich die Künstler über reichliche Gaben in den Spendenhut. Aus organisatorischen und sicherheitstechnischen Gründen ist eine Anmeldung erforderlich – über die Homepage der Gruppe www.motzloeffel.de. Dort finden sich auch alle weiteren Informationen zu den Auftrittsorten.

Herzkammer des Schwabenlandes. Von und mit Mustermann und die Motzlöffel. Ein Auftritt in der Kabarettreihe „nullacht17 – Motzlöffel auf Stuttgart-Tournee“
Freitag, 18. August 2017, 18.30 Uhr. Berger Kirche
Eintritt frei, Spenden erwünscht, Anmeldung zwingend erforderlich

Foto, Mustermann und die Motzlöffel

Rund 3,7 Millionen Euro für Kulturdenkmäler

Posted by Klaus on 12th August 2017 in Allgemein
Garten mit goldener Statue

Mit der zweiten Tranche des diesjährigen Denkmalförderprogramms werden 83 Vorhaben zur Erhaltung, Sanierung und Nutzung von Kulturdenkmälern mit rund 3,7 Millionen Euro gefördert. Insgesamt werden 2017 273 Vorhaben mit rund 13,3 Millionen Euro unterstützt.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau stellt in der zweiten Tranche des Denkmalförderprogramms 2017 rund 3,7 Millionen Euro für den Erhalt, die Sanierung und Nutzung von Kulturdenkmalen in Baden-Württemberg bereit. Dies teilte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut mit. Die Mittel stammen aus den Erlösen der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg.

„Mehr als 90.000 Bau- und Kulturdenkmale sowie über 60.000 archäologische Denkmale stehen für die reiche Geschichte unseres Landes, die auch für künftige Generationen weiterhin erlebbar sein soll. Mit dieser zweiten Tranche der Denkmalförderung können wir 83 Vorhaben im Land unterstützen, um sie für die Zukunft zu erhalten“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Darunter befinden sich 42 private, 27 kirchliche und 14 kommunale Denkmale.

Mit der ersten und zweiten Tranche werden in Summe landesweit insgesamt 273 Vorhaben mit rund 13,3 Millionen Euro unterstützt, so die Ministerin.

Erhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen

Bei den Zuwendungen für kommunale Bauten nannte die Ministerin beispielhaft die Generalsanierung des Rathauses in Sachsenheim-Großsachsenheim in Höhe von rund 281.000 Euro. Gernsbach erhalte rund 105.000 Euro für die Instandsetzung der Zehntscheuern sowie der Stadtmauer und Geisingen erhalte rund 52.600 Euro für die Reparatur der Walburgiskapelle mit Ummauerung, so Hoffmeister-Kraut.

Zu den kirchlichen Maßnahmen gehört beispielsweise die Pfarrkirche St. Joseph in Sindelfingen. Diese erhält eine Zuwendung in Höhe von rund 11.000 Euro für die Turmsanierung. Die Mannheimer Erlöserkirche wird für Instandsetzung der Außenhülle und des Dachs mit einer Zuwendung von rund 65.200 Euro bedacht. Die Instandsetzung der Umfassungsmauer an der Kirche in Ravenstein-Ballenberg wird mit einer Zuwendung in Höhe von rund 11.000 Euro unterstützt. Die Instandsetzung des Dachtragwerks, der Decken und der Raumschale an der Pfarrkirche St. Johann Baptist in Leutkirch-Wuchzenhofen wird mit rund 142.000 Euro gefördert.

Das Denkmalförderprogramm

Ministerin Hoffmeister-Kraut wies darauf hin, dass die Denkmalförderung insbesondere Betrieben in der jeweiligen Region zugutekomme: „Von den Aufträgen profitieren somit vor allem das lokale Gewerbe, das Handwerk und Freiberufler. Letztlich trägt die Denkmalförderung des Landes dazu bei, dass lokal Arbeitsplätze gesichert werden.“

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg als oberste Denkmalschutzbehörde stellt das Denkmalförderprogramm auf und entscheidet über die zu fördernden Maßnahmen. Die Mittel für das Denkmalförderprogramm stammen aus den Erlösen der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg.

Anträge auf Förderung aus Landesdenkmalmitteln sind jedoch landesweit ausschließlich an das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart zu richten.

Übersicht über die förderfähigen kommunalen und kirchlichen Maßnahmen (PDF)

Rund 9,6 Millionen Euro für Kulturdenkmäler

Landesdenkmalpflege Baden-Württemberg

Beitrag und Foto, Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau