Archive for Juli 9th, 2019

Sauberes Stuttgart: Öffentlichkeitskampagne startet mit Aktionstag

Posted by Klaus on 9th Juli 2019 in Stuttgart

Info, Stadt Stuttgart

In Stuttgart wird zu viel Müll achtlos weggeworfen. Um bei den Bürgerinnen und Bürgern für mehr Eigenverantwortung im Umgang mit Müll zu werben, hat die Stadt jetzt die Öffentlichkeitskampagne „Stuttgart macht’s rein – Weniger Müll. Mehr Stuttgart.“ gestartet. Oberbürgermeister Fritz Kuhn und Technikbürgermeister Dirk Thürnau haben die Kampagne zusammen Dr. Thomas Heß, Geschäftsführer des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft Stuttgart AWS, am Dienstag, 9. Juli, bei einem ganztägigen Aktionstag auf dem Schlossplatz vorgestellt.

Beim Aktionstag erlebten die Besucherinnen und Besucher von 11 bis 17 Uhr ein buntes Programm für alle Altersklassen. Schwabenrapper MC Bruddaal gab unter anderem seinen Hit „Du bisch mei Number One“ zum Besten, und die Trommelshow Stahl-Fatal bewies eindrucksvoll, dass sich Mülleimer auch hervorragend für eine musikalische Nutzung eignen. Sportlich wurde es bei der „Müll-Kick-Challenge“: Hier war es das Ziel, Müll auf möglichst artistische Weise in einen dafür vorgesehenen Behälter zu befördern.

Blick zum Müll

Für Staunen unter Besuchern sorgte ein 36 Kubikmeter großer Kubus, der die gesammelte Müllmenge von nur zwei Werktagen in der Innenstadt zeigte. Hier wurde deutlich, welche Massen an Müll die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AWS täglich aufsammeln. Die verschiedenen Formen der Vermüllung im öffentlichen Raum veranschaulichten mehrere Meter große aufblasbare Figuren in Form einer Zigarettenkippe, von Verpackungsmüll, von Scherben und einem Wildpinkler.

Um möglichst viele Stuttgarterinnen und Stuttgarter für das Müllproblem zu sensibilisieren, ist die Öffentlichkeitskampagne „Stuttgart macht’s rein – Weniger Müll. Mehr Stuttgart.“ breit aufgestellt: Neben Werbung auf Großflächenplakaten, City-Light-Postern im gesamten Stadtgebiet und Stadtbahn-Infoscreens sind auch Radio- und Kinospots geplant. Außerdem wird es große Aufkleber auf Mülleimern, Social-Media-Aktionen und eine eigene Homepage www.stuttgart-machts-rein.de geben.

Inhaltlich setzt die Kampagne, deren Ausschreibung die Agentur „Werbung etc.“ gewonnen hatte, auf eine Mischung aus Information und Provokation. Im Zentrum stehen Plakate mit Headlines wie „Dreck Sack“, „Spitz Bube“ oder „Schweine Hund“. Andreas Scharf, Leiter der städtischen Abteilung für Kommunikation, sagte dazu: „Was auf den ersten Blick wie eine Beleidigung wirkt, entpuppt sich beim Lesen des Kleingedruckten als eine einfache Gebrauchsanweisung für ein sauberes Stuttgart, zum Beispiel: ‚Der ganze Dreck gehört in den Sack‘.“

Die Öffentlichkeitskampagne „Stuttgart macht’s rein – Weniger Müll. Mehr Stuttgart.“ ist ein Baustein des Konzepts „Sauberes Stuttgart“. Mit dem Konzept nimmt die Stadtverwaltung den Kampf gegen die Vermüllung öffentlicher Plätze und Parks auf. Die zunehmende Vermüllung, auch „Littering“ genannt, ist kein Stuttgarter Phänomen. Vielmehr ist es europaweit zu beobachten. Experten sehen einen Grund in einer immer intensiveren Nutzung des öffentlichen Raums. Das soziale Leben verlagert sich zunehmend nach draußen, hinzu kommen längere Öffnungszeiten von Handel und Gastronomie.

Das Konzept „Sauberes Stuttgart“ besteht aus den vier Säulen „verstärkte Reinigung“, „mehr Mülleimer“, „Kontrolle und Strafen“ sowie der „Öffentlichkeitskampagne“. Für die Umsetzung dieses Maßnahmenpakets hat der Gemeinderat der Landeshauptstadt bis zum Jahr 2022 Haushaltsmittel in Höhe von 45,4 Millionen Euro beschlossen unter anderem für mehr Personal, mehr Mülleimer, neue Fahrzeuge und mehr Kontrollen bei höheren Bußgeldern. Die verstärkten Kontrollen zeigen bereits erste Wirkung: 2019 wurden bislang 136 Bußgeldverfahren wegen illegaler Müllentsorgung eingeleitet. Dies ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, wo insgesamt 155 Strafen verhängt wurden.

Fotos, Blogarchiv

Auf Abwegen in der Neckarstraße -08.07.

Posted by Klaus on 9th Juli 2019 in In und um Gablenberg herum

Foto, Andys Pictures and Press/Event- & Pressefotografie

 

 

Kontinuität in der Bezirksbeiratsfraktion der CDU Stuttgart-Ost

Posted by Klaus on 9th Juli 2019 in In und um Gablenberg herum

Nach der Gemeinderatswahl am 26.05.2019 stand nun auch die Wahl der Bezirksbeiräte der CDU Stuttgart-Ost auf der Tagesordnung. Abhängig vom Ergebnis der Gemeinderatswahl wird die CDU in den nächsten 5 Jahren 3 Bezirksbeiräte stellen. Zusätzlich zu diesen 3 ordentlichen Mitgliedern des Bezirksbeirates werden 3 Stellvertreter gewählt.
Aus dem Gremium scheiden von Seiten der CDU aus: Karl-Christian Hausmann und die Stellvertreter Frank Schmalzried und Oliver Götz. Alle 3 sind aus eigenen Stücken nicht mehr zur Wahl angetreten.
Bestätigt im Amt wurden als ordentliche Mitglieder: Bernhard Herp, Marion Kauck und Thomas Rudolph. In stellvertretender Funktion werden ihnen Hannelore Grünemay, Walter Hofstetter und Peter Kollmannthaler zur Seite stehen. Somit zeichnet sich die Fraktion durch Kontinuität aus. Bis auf Walter Hofstetter waren alle schon Mitglieder in der letzten Periode.
Die Fraktion ist sich trotz der neuen Mehrheitsverhältnisse einig: „Wir werden mit guten Ideen und Überzeugungsarbeit in Diskussionen auch in den nächsten Jahren das Beste für unseren Stadtteil erreichen.“

Marion Kauck

Muse-o Gablenberg – Eine deutsch-israelische Familiengeschichte 19. Juli 2019

Pressemitteilung/Terminankündigung

In ihrer Familiengeschichte spiegeln sich Brüche der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Die Autorin Lisa Welzhofer liest am 19. Juli in der MUSE-O-Reihe „Text & Extra“ aus ihrem Buch „Kibbuzkind“. Das „Extra“ ist dieses Mal sehr konkret: Ihr Vater, der Historiker Hagai Tsoref, wird anwesend sein.

Wo kommen wir her? Was prägt uns? Welche Muster setzen sich in Familien über die Generationen fort? Lisa Welzhofer erzählt ihrem neuge- borenen Sohn in mehreren Briefen die Geschichte seiner Familie, die zwischen Günzburg und einem Kibbuz am See Genezareth spielt. In den Biografien ihrer Vorfahren spiegelt sich das 20. Jahrhundert in Deutschland und Israel wider: der Kampf ums Überleben in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, der Neuanfang nach der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs, die Suche nach dem richtigen Platz im Leben der Nachkriegsgenerationen. Dann die 68er: Lisas vom Geist der Zeit beseelte Mutter reist in einen Kibbuz in Israel, wo sie einen jungen Mann kennen und lieben lernt. Sie wird schwanger, doch hofft sie vergebens auf ein Familienleben mit dem jungen Kibbuznik. Ohne ihn kehrt sie nach Deutschland zurück.

30 Jahre später macht sich ihre Tochter auf den Weg, um diesen Mann, ihren Vater, zu suchen. Wie wird er sie empfangen? Eine deutsch-israelische Familiengeschichte, die danach fragt, woher wir kommen, was wir der nächsten Generation mitgeben und wie es gelingen kann, das Leben derer, die vor uns waren, mit versöhnlichem Blick zu betrachten und als Teil der eigenen Geschichte anzunehmen.

Im MUSE-O wird Lisa Welzhofer aus ihrem Buch „Kibbuzkind“ lesen. Hagai Tsoref, ihr Vater, Historiker aus Jerusalem, wird erklären, wie die Kibbuzim in Israel entstanden sind und wie sie heute arbeiten. Außerdem kann er aus eigenem Erleben erzählen, wie es war, in einem Kibbuz aufzuwachsen, in der Gemeinschaft zu leben und zu arbeiten.

Lisa Welzhofer, Jahrgang 1978, ist im schwäbischen Günzburg aufgewachsen. Sie ist Redakteurin der Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten. Normalerweise erzählt sie in ihren Reportagen die Geschichten anderer Menschen, jetzt zum ersten Mal die ihrer eigenen Familie. Hagai Tsoref, Jahrgang 1953, ist im Kibbuz Ginosar großgeworden. Der promovierte Historiker lebt und arbeitet in Jerusalem. Er ist Experte für die jüngere Geschichte Israels.

 Kibbuzkind. Eine deutsch-israelische Familiengeschichte. Lesung mit Lisa Welzhofer und ihrem Vater Hagai Tsoref. Eine Veranstaltung in der MUSE-O-Reihe „Text & Extra“ in Zusammenarbeit mit der Ostend-Buchhandlung

Freitag, 19. Juli 2019, 19 Uhr

MUSE-O, Gablenberger Hauptstr. 130, 70186 Stuttgart

Eintritt: € 5,-

Bildunterschrift: Die Journalistin Lisa Welzhofer mit ihrem Vater Hagai Tsoref. Foto: Verlag